Sonnenuntergang

Demokratiedefizit 5 (1)

Beitragsfoto: Sonnenuntergang | © Pixabay

Eigentlich, wenn es sich um unsere Regierungen, zumindest in Deutschland, handelt, ein waschechter Euphemismus. Über Jahre hinweg habe ich versucht zu erklären, dass man funktionierende Politik möglichst rational, vernünftig, transparent und tragbar gestalten muss, und dass dabei Demokratie nicht nur von allen Beteiligten lebt, sondern auch davon, dass sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten, und sich dabei keine „Kasten“ (Hartzer, Superreiche oder Berufspolitiker) bilden, denn dies ist der sichere Tod einer jeden Demokratie.

Gestern hat es nun Christian Ehring in extra-3 sehr deutlich angesprochen und damit wohl auch die Brisanz dieser Problematik für alle aufgezeigt, indem er sich darüber wunderte, dass man solche spontane Aktionen, wie den Atomausstieg oder eine 100 Milliarden Euro schwere Finanzspritze für die Bundeswehr über Nacht vom Zaun brechen, aber währenddessen sämtliche, unsere Gesellschaft und das Leben insgesamt bedrohenden, Probleme — und dies über Jahrzehnte hinweg — ignorieren oder gar verdrängen kann.

Der derzeit wohl populärste Vertreter dieser defizitären Politikerkaste ist nicht etwa Gerhard Schröder oder der ganz aktuelle Olaf Scholz, sondern immer noch die echte Angela Merkel Erbin Ursula von der Leyen. Diese Föhnfrisur (pars pro toto) kündigt seit ihrer „Machtergreifung“ in Brüssel beständig neue Finanzspritzen, und jedes Mal im Billionen Euro Bereich, für alles und jeden an, ohne jemals auch nur für eine einzige Sache zur Kasse zu treten.

Dieses beständige „auf die Kacke hauen“ unserer Berufspolitiker entzückt zwar immer wieder ihre Wähler, löst aber kein einziges Problem, sondern verstärkt diese und bringt uns immer weiter an den Rand des Abgrunds!

Wie schon bekannt, Merkels Atomausstieg hat weder die Umwelt gerettet noch unsere Energieversorgung gesichert. Er hat alles nur schlimmer und teurer gemacht und muss wohl demnächst für Unsummen an Steuergeldern wieder rückgängig gemacht werden. Durch diesen deutschen Atomausstieg ist Deutschland und Europa ein Schaden entstanden, den man nicht mehr reparieren kann!

Auch die Milliardeninvestitionen in die Bundeswehr werden, wenn man nicht endlich damit anfängt, um auch verantwortliche Politik zu machen, ohne Wirkung verpuffen und nur die üblichen Politikgewinnler bereichern.

Christian Ehring fragte gestern völlig zur Recht, was wird eigentlich für Bildung und gegen die Erderwärmung unternommen? Auch diese Problematiken werden weiterhin vertagt, solange bis sich eine erstklassige Gelegenheit eröffnet, um so richtig „auf die Kacke zu hauen“!

Ich kann mir schon ganz gut vorstellen, wie Ursula von der Leyen noch am Tag vor dem Weltuntergang unter dem Getöse ihrer Lakaien ein 5 Trillionen Rettungspaket ankündigt, und Markus Söder schnell ergänzt, dass man demnächst in und für Bayern an einem 6 Trilliarden Euro-Paket arbeiten werde.

Aber zurück zum Hier und Jetzt. Ganz aktuell lassen sich unsere Politiker für die Unterstützung der Ukraine feiern, einen Krieg, den diese ganz alleine selber mit zu verantworten haben. Inzwischen hat unsere Politik die Qualität eines Feuerwehrmannes erreicht, der Häuser anzündet, um sich beim Löschen feiern zu lassen.

Wie wir alle wissen, gibt es neben dem Bildungsdefizit und den für alle fatalen Umweltproblemen auch weitere uns schwer belastende Probleme, wie fehlende Unterstützung innerhalb Europas, ein großes Wohlstandsgefälle, Fachkräftemangel sowie Rohstoff- und Energiemangel.

Und vergessen wir dabei nicht, dass wir in den Bereichen Europas und Deutschlands, wo es noch halbwegs rund läuft, auch ein Wohnungsmangel zu verzeichnen ist. Und gerade in diesen Bereichen gibt es dann auch noch schwerwiegende Probleme mit der Integration von Neubürgern und wohl auch die größten Bildungsdefizite, was jetzt schon dazu führt, dass wir immer mehr antidemokratische Bürgerbewegungen und -aktionen ertragen müssen — der Zerfall unserer Gesellschaft wird immer deutlicher!

Wir rechnen gerade ganz aktuell mit dem Zuzug von mindestens 5 Millionen Ukrainern (und das ist auch richtig so!), die wohl über Jahre hinweg bei uns bleiben und sicherlich auch weitere Familienangehörige nachziehen werden. Nur können wir jetzt schon davon ausgehen, dass diese nicht lange in Polen oder Rumänien bleiben wollen (wo sie auch nicht sehr lange willkommen sind!), sondern sich ganz folgerichtig dorthin orientieren, wo sie die besten Arbeitsplatzchancen und die beste soziale und medizinische Versorgung vorfinden.

Ergo, werden sich auch diese Menschen gerade in jenen Gebieten sammeln, wo jetzt schon Politik und Verwaltung nicht mehr mit der aktuellen Bevölkerung zurechtkommen, wie bei uns in Heilbronn.

Damit werden die bereits bestehenden Probleme — sicherlich auf einem sehr hohen Niveau — weiter verstärkt, denn man kann in einem strukturell abgewirtschafteten Raum kaum neue Zuzüge unterbringen, ohne alle darin lebenden Menschen gewaltig zu belasten.

Dabei reicht es dann auch nicht, sobald die ersten Konfrontationen beginnen, dass Winfried Kretschmann vor die Medien tritt und ein entsprechendes 2 Billionen Euro Wünsch-Dir-Was Paket ankündigt.

Ich hoffe, dass ich ganz auf die Schnelle heute meinen Punkt machen konnte: wir benötigen keine inkompetenten Schaumschläger und Ankündiger, die unser Land weiterhin abwirtschaften und ausverkaufen, sondern Politiker, die damit beginnen, Probleme anzugehen und nach tragbaren Lösungen zu suchen.

„Schröder bleibt stur. Er will seine Posten in den Aufsichtsräten von Rosneft, Nordstream und demnächst auch Gazprom nicht aufgeben. Das nennt man lupenreine Loyalität. Von solchen Posten trennt man sich ja auch nicht so leicht wie, sagen wir mal, Ehefrauen. So ein Vorstandsvorsitz, das ist ja schon was fürs Leben.“

Christian Ehring, extra-3 (03.03.2022)

Architekt

Baustellen 5 (4)

Beitragsfoto: Architekt | © Pixabay

Manche Dinge dauern einfach immer etwas länger, und so gibt es auch in Heilbronn Sachen und Angelegenheiten, die man schon etwas länger gerne gehabt oder aber auch nur halbwegs gelöst hätte. Die Frankenbahn oder die Saarlandstraße dürften mit die bekanntesten Heilbronner Baustellen sein. Um das Ganze einmal ein wenig zu sortieren und vielleicht auch ein wenig besser aufzubereiten, möchte ich diese Baustellen in einem einzigen Blog-Beitrag zusammenfassen.

Ich fange damit heute einfach einmal an und baue darauf, dass mir weitere interessierte Heilbronner bei der Komplettierung helfen werden. Die Baustellen werden dabei alphabetisch und nicht gemäß ihrer Bedeutung, ihrer Dringlichkeit oder gar ihres Alters gelistet. Und wenn Sie selbst zu einer Baustelle einen Beitrag schreiben möchten, dann lassen Sie mich dies bitte wissen.

Europahaus

Nachdem sich die Experimenta in Heilbronn etabliert hat, hatte ich nochmals kurz gehofft, dass die Idee einer zielgerichteten politischen Bildung und staatsbürgerlichen Weiterbildung auch in Heilbronn Früchte tragen könnte.

Bereits 2014 und erneut 2017 schrieb ich zu diesem Thema auch hier im Weblog.

Europaplatz

Das Thema in Heilbronn für das ich die meisten Anfragen erhalte. Aber auch ich bekomme seitens des Gemeinderates oder der Stadtverwaltung keine Antworten. Bestenfalls wird man vertröstet, so dass man sich schon sehr lange fragen muss, wann denn eine erneute Umwidmung erfolgt.

Auch hierzu habe ich bereits einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben.

Flutlichtanlage Neckarstadion

Fußball spielt in Heilbronn schon lange keine Rolle mehr, und unsere Sportstätten zeichnen sich insgesamt ebenfalls nicht durch Erstklassigkeit aus.

Fontaine bei der Neckarbühne

Nicht einmal das bekommen die dafür Verantwortlichen geregelt. Wir lernen aber ganz gut daraus, dass man sich vorher Gedanken machen sollte, bevor man anfängt, Projekte umzusetzen.

Frankenbahn

Diesem Thema habe ich bereits im Januar 2006 auf diesem Weblog einen eigenen Beitrag gewidmet. Und die Frankenbahn zieht sich seither wie ein roter Faden durch weitere Beiträge.

Fußgängerzonen in der Kernstadt

Seit die Diskussionen um die erste Fußgängerzone begonnen haben, ist dies ein sehr leidiges Thema. Inzwischen kann man selbst bei den bestehenden Fußgängerzonen höchstens noch von verkehrsberuhigten Straßen sprechen, und notwendige Erweiterungen werden weiterhin vehement verzögert und verschleppt.

Großveranstaltungshalle

Man darf doch noch träumen dürfen. Ich habe diesbezüglich im Dezember 2019 eine Idee kundgetan.

Hafen / Hafenbahn

Es ist jammerschade mit ansehen zu müssen, wie kritische Infrastruktur einer Industrie- und Handelsstadt vernachlässigt und heruntergewirtschaftet wird.

Hausboote

Hierzu schrieb ich bereits im Februar 2020 einen Blog-Beitrag. Dieser wurde auch ganz gut aufgenommen. Leider ist dies kein Thema bei den Befürwortern eines „Stadt am Fluss“ Konzeptes. Mit der Ankunft des Neckar-Käpt’ns in Heilbronn kommt aber vielleicht zumindest bei den Boots-Gaststätten etwas Schwung in die Angelegenheit.

Intercity-Halt

Ich denke schon gar nicht mehr an einen Trans-Europ-Express oder einen EuroCity, ganz zu schweigen von einem ICE oder einer internationalen Nachtzugverbindung. Ich wäre inzwischen schon damit zufrieden, wenn in Heilbronn Intercity Züge halten könnten und auch würden.

Da ich jahrzehntelang selbst Pendler war, weiß ich um die Bedeutung einer solchen Zuganbindung. Sehr viele Heilbronner können deswegen auch nicht in Heilbronn bleiben, weil sie keine Chance haben, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeitgerecht an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Markthalle

Jüngst ist die Markthalle wieder einmal im Gespräch. Ganz aktuell dabei ist der Beitrag von Herbert Burkhardt. Mein Beitrag hierzu stammt vom Februar 2018.

Neue Kranenstraße

Mit der Entwicklung des Neckarbogens wurde diese Straße zur absoluten Notwendigkeit, um neben der Paula-Fuchs-Alle eine zweite Anbindung an diesen Stadtteil zu erhalten.

Quartiersgaragen

Wohl eine dringende Notwendigkeit in alten bis älteren Stadtvierteln, die noch geplant wurden als es keine Autos gab. Warum man nun damit anfängt, diese gerade in neuen Stadtvierteln zu realisieren, entzieht sich bisher meinem Verständnis.

Saarlandstraße

Viele altergraute Stadträte konnten mir diesbezüglich schon die besten Geschichten erzählen, leider aber hat sich bisher noch keiner getraut, darüber auch einen Beitrag hier auf diesem Weblog zu schreiben.

Surferwelle im Neckar

Bei einem Spaziergang im letzten Jahr erzählte mir Thomas Aurich von seiner Idee einer Surferwelle im Neckar. Auch dieses Thema scheint gerade wieder aktuell zu werden.

Universität

Ein Schild alleine macht noch keine Universität. Und das Wort hat übrigens auch etwas mit Universalität an sich zu tun.

Zum Thema schrieb ich im Januar 2010 einen eigenen Blog-Beitrag.

Waldhaus

Dem ehemaligen Waldheim der Arbeiterwohlfahrt wurde zwar durch viele Ehrenamtliche neues Leben eingehaucht, dennoch besteht hier eindeutig weiterer Sanierungsbedarf.

Mehr zum Waldhaus findet man auf der Vereinsseite.


Lesezeichen

LNG | Freiheit | 1 Jahr Joe Biden | Fundamentals | Particle Data Group 5 (2)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Liquefied Natural Gas (LNG) — Flüssiggas

Vinzenz Neumaier und Omar Zeroual stellten sich am 21. Januar 2022 in der Wirtschaftswoche die Frage, warum Deutschland keine LNG-Terminals hat.

Zum Glück gibt es aber in anderen Teilen Europas doch so einige Flüssiggas-Terminals, und so können wir wohl froh darüber sein, dass die in der Ostsee geplanten Terminals nicht gebaut wurden. Man stelle sich nur vor, da müssten die US-Tanker an einigen EU-Terminals vorbeifahren, um Dänemark herum in die Ostsee einfahren, um dann dort ihr Gas zu entladen, damit es über unsere Pipelines wieder ins Ruhrgebiet transportiert werden kann.

Das beantwortet aber nicht die Frage, warum wir in Deutschland, z. B. an der Nordsee, keine solche Terminals haben.

Auf jeden Fall aber haben wir uns unnötiger Weise und entgegen aller Warnungen unserer Freunde vom russischen Gas abhängig gemacht, sämtliche Alternativen verworfen und so langsam werden unsere Speicher immer leerer. Wir werden wohl nicht erwarten können — doch tun wir bestimmt! –, dass sämtliche in Europa ankommenden Gaslieferungen erst uns Deutschen zur Verfügung gestellt werden.

Hier finden Sie den entsprechenden Artikel in der Wirtschaftswoche: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/fluessigerdgas-importe-warum-deutschland-fast-als-einziges-land-keine-lng-terminals-hat/27994348.html


Freiheit wird für die Parteien immer unwichtiger

Bereits am 20. September 2021 schrieben Simon Haas und Kaspar Manz in der Neue Zürcher Zeitung (NZZ) eine interessante Auswertung der Wahlprogramme zu den Bundestagswahlen unserer Parteien in Deutschland: „Der Begriff «Freiheit» verliert in den deutschen Wahlprogrammen zunehmend an Bedeutung. Bei zwei Parteien kam er zuletzt fast gar nicht mehr vor.“

Jetzt, wo die neue Regierung im Amt ist, lohnt es sich diesen Artikel, nochmals und nun ganz ohne Wahlkampf im Hinterkopf, zu lesen.

Dass es die Liberalen waren, die die Notwendigkeit des Umweltschutzes in Deutschland erstmals salonfähig machten, hatte ich an anderer Stelle bereits erwähnt. Leider konnte sich die FDP mit entsprechenden tatsächlichen und tragfähigen Konzepten und Lösungen nicht durchsetzen und musste das Feld den reinen Schaumschlägern überlassen, die jüngst sogar, wieder einmal an der Regierung, mit dafür sorgen werden, dass sich nun auch die von ihnen einst so verteufelte Atomkraft und die wahrscheinlich sogar noch schädlicheren Gaskraftwerke in ganz Europa als grüne Energien durchsetzen werden.

Dass „das Volk“ immer mehr aus der Mode kommt und „Kinder“ immer wichtiger werden, dürfte niemanden überraschen. Und je größer die Wahlprogramme werden, umso weniger werden sie wohl auch gelesen.

Hier finden Sie den entsprechenden Artikel in der NZZ:


America Needs a Bolder Biden

Emma Ashford zieht am 20. Januar 2022 in ihrem Artikel in Foreign Affairs über die US-amerikanische Außenpolitik, im ersten Jahr von Joe Bidens Präsidentschaft, ein sehr nüchternes Fazit. Sie gesteht dem „erfahrensten US-Außenpolitiker“ Biden — nach George H. W. Bush — allerdings auch zu, dass es sehr schwierig sei, nach vier Jahren Donald Trump wieder das notwendige Vertrauen zu schaffen, um international handlungsfähig zu werden.

In ihrem Artikel führt sie allerdings dann doch so einige inzwischen erreichte Erfolge auf, ohne allerdings kein Fettnäpfchen auszulassen, in die die Biden-Administration bereits getreten ist.

Ihr Fazit ist, dass Joe Bidens Außenpolitik immer noch zu vorsichtig und zu altbacken — was man nach über 40 Jahren im politisches Establishment wohl kaum anders erwarten kann — ist. Deshalb fordert sie ihn auf, etwas mutiger in seinen außenpolitische Entscheidungen zu werden.

„The good news for administration officials is that these decisions are liable to be less politically costly than they might assume. There are many downsides to domestic polarization, but there is one upside, and that is relative freedom of action.“

Hier finden Sie den entsprechenden Artikel in Foreign Affairs:

https://www.foreignaffairs.com/articles/world/2022-01-20/america-needs-bolder-biden


Fundamentals

Damit meine ich nicht meinen Artikel über die European Fundamentals, den ich im letzten Jahr auch auf diesem Weblog veröffentlicht habe, sondern beziehe mich auf das 2021 erschienene Buch des Physik Nobelpreisträgers aus dem Jahr 2004, Frank Wilczek, welches er mit dem Untertitel „Ten Keys to Reality“ veröffentlicht hat.

Er geht dabei auf die Grundlagen unserer Welt ein und möchte diese dem Leser möglichst einfach und verständlich nahebringen. Beim Lesen musste ich unweigerlich des öfteren an Stephen Hawkings bereits 1988 veröffentlichtes Buch „A Brief History of Time“ denken, welches ich ebenfalls richtiggehender Weise verschlungen habe.

Seither ist doch so einiges an Zeit vergangen und so hat sich nicht nur unsere Welt weitergedreht, sondern auch unsere Wissenschaft weiterentwickelt. Und so ist auch Frank Wilczeks jüngstes Werk eher für die Laien wie mich geschrieben, um diesen ein Update über den derzeitigen Wissensstand zu geben.

Ob sich die Experten oder gar eingefleischte Physiker an diesem Buch freuen, kann ich nicht sagen; ich vermute aber, sie werden es, aus ganz menschlichen Gesichtspunkten heraus, vielleicht als etwas zu banal kritisieren.

Für den Normalbürger ist es aber genau die richtige Dosis Wissenschaft, um ein besseres Verständnis über unsere Welt zu erhalten, ganz jenseits von Politik und Trash-TV — und vielleicht führt dieses neue Verständnis sogar dazu, dass man selbst etwas an seinem eigenen Handeln ändert.

Mir gefällt an diesem Buch ganz besonders, dass er Poeten und Philosophen im Buch zitiert, die ich selber gerne lese, und damit immer wieder auch den Bezug zur „gefühlten Realität” herstellt und ganz nebenbei bezeugt, dass Neugierde weder Grenzen noch Fachgebiete kennt.

Und so bleibt es auch nicht aus, dass er Ray Cummings mit einem Bonmot zitiert, das ich bereits u. a. in meinem Beitrag zur Zeitumstellung verwendet habe.

Und um auf das Buch noch ein wenig neugieriger zu machen, zitiere ich Frank Wilczek (2021: 47) selbst: „Time is what clocks measure, and everything that changes is a clock.”


Particle Data Group

Für all jene, die sich nach der Lektüre obigen Buches weiter in die Materie vertiefen wollen, empfiehlt Frank Wilczek die Website der Particle Data Group: „The Particle Data Group (PDG) is an international collaboration that provides a comprehensive summary of Particle Physics and related areas of Cosmology: the Review of Particle Physics.“

Für mich ist das bereits schon wieder zu viel des Guten.

Hier finden Sie die Website der Particle Data Group: https://pdg.lbl.gov

„I have been at pains to be clear that science teaches us what is, not what ought to be. Science can help us attain our goals, once they are chosen, but it does not choose our goals for us.“

Frank Wilczek, Fundmentals (2021: 227)