Experimenta

28.12.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Experimenta | © Shutterstock

Catan

Nach fünf Tagen in Folge haben wir heute nun wohl zum letzten Mal für dieses Jahr die Siedler von Catan aus der Schachtel geholt. Für mich neu und auch sehr aufschlussreich ist, dass dieses Spiel, welches wir inzwischen seit gut zwanzig Jahren in der Familie spielen, wohl schon etwas länger nur noch Catan heisst. Auf jeden Fall hat diese Umbenennung dem Spiel nicht geschadet und so dürfte es inzwischen neben Schach, Go und Monopoly wohl eines der erfolgreichstem Brettspiele sein.

Zwischenzeit

In der Zeit zwischen den Jahren komme ich immer wieder einmal dazu, auch neue Platten aufzulegen und so habe ich jüngst Bill Charlap für mich entdeckt. Dieser spielt inzwischen seit gut 52 Jahren Klavier und das auch noch richtig gut.

2015 brachte er zudem eine Platte zusammen mit Tony Bennet heraus und erst jüngst die Platte „Street of Dreams“ zusammen mit Peter und Kenny Washington. Leider sind seine Platten sehr schwer zu bekommen und so bin ich schon länger auf der Suche nach „I’m Old Fashioned“, die er mit Peter Bernstein und Peter Washington bereits am 21. Dezember 2010 herausgebracht hat.

Rotes Plus

Nach den viel zu vielen schwarzen Nullen, die unser Land an den Rand des Ruins brachten, uns alle aber sicherlich infrastrukturell um Jahrzehnte zurückwarfen, kommen jetzt die Zeiten des roten Plus.

Aus Schulden werden Investitionen, und aus weniger Schulden als ursprünglich beabsichtigt, werden Gewinne, nämlich das sogenannte rote Plus. So stehen uns wohl nun endlich die blühenden Landschaften bevor, die uns die eine oder andere schwarze Null schon längst versprochen hatte.

So ein rotes Plus haben wir gerade auch in Heilbronn mit der BUGA erwirtschaftet. Laut Heilbronner Stimme (28.12.2021: 27) „hat die Stadt Heilbronn nach der Schlussrechnung 131,3 Millionen Euro an Investitionen in das neue Stadtquartier Neckarbogen und Buga-Daueranlagen gesteckt. … Um sieben Millionen Euro teurer wurden die im Durchführungshaushalt umgesetzten Maßnahmen. Sie erhöhten sich von 44,5 Millionen Euro (2012) auf nunmehr 51,7 Millionen Euro.“ So bleibt uns Steuerzahler nur zu hoffen, dass diese 183 Millionen Euro auch die einzigen BUGA-Ausgaben waren, und keine weiteren BUGA-Haushalte zu finden sein werden.

So sind jetzt die meisten Heilbronner froh darüber, dass 2 Millionen Euro weniger als beabsichtigt ausgegeben wurden, und wir diese Aktion ganz offiziell mit einem roten Plus abschließen.

Sicherlich ist die BUGA mit der Entwicklung eines neuen Stadtteils und der Aufmerksamkeit, die Heilbronn 2019 während der BUGA erhalten hat, ein Gewinn — aber auch ein ganz schön teurer.

Platte des Tages

[Youtube-Video nicht mehr vorhanden]

Geburtstag des Tages

Woodrow Wilson


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

27.12.02021 5 (2)

Bücher

Vor Weihnachten konnte ich doch so einige Bücher selber verkaufen, was mich, zugegebener Maßen, sehr freute. Was mich weniger freute, waren dann erst die Anfragen der Käufer, ob die Bücher denn nun doch noch vor Weihnachten ankämen, und dann die Rückkehr meiner Bücher — vier an der Zahl, um genau zu sein — mit dem Hinweis, dass man die Adressen nicht gefunden habe.

So werde ich wohl im neuen Jahr einen weiteren Versuch starten und dies in der Hoffnung, dass die Mitarbeiter der Deutschen Post nach den Feiertagen des Lesens und Verstehens etwas mächtiger sind als zu den völlig überraschend auftretenden Stoßzeiten.

Positiv dabei ist anzumerken, dass die Bücher wenigstens nicht einfach nur so im Post-Nirwana verschwunden sind — wie etwa unsere Kalender. Deshalb möchte ich jetzt auch nicht darüber spekulieren, wie viele unserer Weihnachtsbriefe oder Postkarten dieses Jahr ihren Empfänger nicht erreichen werden — eine Zustellung zu Ostern oder im kommenden Jahrhundert hat bestimmt auch so ihren Charme.

Spielen

Nachdem die Weihnachtstage mit dem Spiel Siedler von Catan viel zu schnell vorüber waren, haben wir heute einfach nochmals einen Tag drangehängt.

Man kann die obligatorischen Familienfeiern mit Spielen aller Art immer noch am besten verbringen und so wurde auch wieder 6nimmt! gespielt. Und für all jene in der Familie, die nicht schlafen konnten oder wollten, haben wir dann noch Weihnachtsfilme bis zum Abwinken „gebinscht“. Was das ist, wusste ich bis vor Kurzem selber nicht; richtiger Weise heisst es wohl to „binge-watch“.

Auf jeden Fall konnte ich feststellen, dass manche Filme nur dann wirklich zu ertragen sind, wenn man sie übernächtigt und in Serie guckt — und danach freut man sich wieder auf die nächste Spielerunde.

Wohnraum

Das Thema „bezahlbare Wohnungen“ plätschert weiterhin vor sich hin und wird, so wie ich es im Zuge des letzten Gemeinderatswahlkampfes behauptet habe, auch beim nächsten Wahlkampf nicht an Bedeutung verloren haben — gerade in einer Stadt, die doch so Stolz auf einen SPD-OB ist, langt es ganz offensichtlich, dass man diesen wählt und damit seine Schuldigkeit getan hat.

Auch die Heilbronner Stimme widmet sich heute einmal diesem Thema, und so erfahren wir, dass es zum Ende des Jahres 2020 1323 geförderte Wohnungen gab, was laut Pressestelle der Stadt Heilbronn einem Anteil von 4,5 Prozent an allen Mietwohnungen entspräche. Leider erfahren wir dabei nicht, wie viele Wohnungen alleine unsere Stadtsiedlung Heilbronn — jene die geradezu prädestiniert ist, um für bezahlbare Wohnungen zu sorgen — im Angebot hat. Gem. deren Website sind es gut 4 000 Wohnungen insgesamt.

Was wir leider auch nicht erfahren ist, dass es ohne die, doch so oft verunglimpften, Vermieter den größten Teil der bezahlbaren Wohnungen in Heilbronn überhaupt nicht gäbe!

So ist es zumindest in Heilbronn so, dass nicht soziale Einrichtungen oder städtische GmbH für genügend bezahlbaren Wohnraum sorgen und auch nicht jene Vermieter, die dafür extra Steuergelder erhalten, sondern es sind weiterhin die ganz normalen Vermieter, die sich unentwegt bemühen, ihren Mitbürgern guten und auch günstigen Wohnraum anbieten zu können.

Und gerade diesen Heilbronnern Vermietern wird seitens der Stadtverwaltung und der sogenannten „sozialen Institutionen“ das Leben möglichst schwer gemacht.

Irgendwie ist es schon verständlich, dass diese doch so „sozialen“ Mitmenschen das soziale Monopol für sich beanspruchen, denn damit sichern sie ihre eigene Existenz. Es wäre aber für alle Heilbronner sehr viel besser, wenn sie dann dafür auch einmal etwas tun würden.

So soll es laut Stadtverwaltung im Bauabschnitt 2 des Neckarbogens bis zu 100 „geförderte“ Wohnungen geben; wer sich diese dann auch leisten kann oder dort zum Zuge kommt, steht wieder an einer anderen Stelle.

Deshalb wiederhole ich zwei meiner Forderungen. Erstens soll man einmal sämtliche geförderten Wohnungen für alle transparent ausweisen und zweitens dabei auch zugleich prüfen, ob die betreffenden Mieter überhaupt oder noch darauf angewiesen sind.

Noch besser wäre es, wenn Gemeinderat und Stadtverwaltung endlich anerkennen würden, dass es in erster Linie die Heilbronner Bürger selbst sind, die sich dieser Sache wirksam annehmen. Dann könnte der Gemeinderat auch einmal überlegen, wie man solche Bürger unterstützen kann, und die Stadtverwaltung könnte sich einmal überlegen, wie man gerade diesen Vermietern weniger Steine in den Weg legt, oder gar, wie man diese in ihrem Vorhaben, allen Heilbronnern guten Wohnraum anzubieten, unterstützt.

Geburtstag des Tages

Johannes Kepler


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

23.12.02021 5 (2)

Zettelstore

Nachdem ich gerade meine digitale Welt so schön entschlacke, muss jetzt auch — nur folgerichtig — der Zettelstore „saniert“ werden, d. h. er bekommt ein Facelift und eine grundsätzliche Funktionsänderung verabreicht.

Das Schöne daran ist, dass man dies auch als Laie gut hinbekommt, und, wenn es dann doch einmal haken sollte, Detlef Stern gerne hilft. Etwas mehr über den Zettelstore habe ich bereits hier geschrieben.

Bewegung

Vor Weihnachten werden traditionell die Belohnungen, ob Auszeichnungen oder neue Posten, ausgeschüttet, und so kommt auch in den Heilbronner Gemeinderat etwas Bewegung. Da passt es ganz gut, dass sich die Fraktion der Ewiggestrigen weiter ausdünnt und damit den anderen Gemeinderäten eine Neuverteilung der Aufsichtsratsmandate erspart.

Dass im Gemeinderat politische Überzeugungen weniger eine Rolle spielen, konnten wir schon öfters erleben. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich keine demokratische Fraktion mit einem Antidemokraten „anfettet“, nur um im kommenden Jahr das Spiel um die Aufsichtsratsmandate neu zu eröffnen.

Auf jeden Fall ist es jetzt aber, mit dem politischen Auf- und Ausstieg einer Stadträtin, geklärt, wer demnächst auch die Nachfolge des am 6. Februar 2022 neu zu wählenden OB antreten wird. Die Heilbronner Stimme zitiert hierzu Nico Weinmann, der entsprechend gerne versichert, dass Kommunalpolitiker „das Wohl der Stadt“ im Blick hätten und weniger parteipolitische Interessen (Heilbronner Stimme, 23.12.2021: 23).

OB-Wahl

Ein Selbstläufer in Heilbronn, wo die Wähler einfach das Abnicken, was vorab in Hinterzimmern ausbaldowert wurde. So ist es eigentlich erfreulich, dass sich immer noch Bürger finden, die ihr passives Wahlrecht beanspruchen und sich als chancenlose Gegenkandidaten aufstellen lassen.

Und sollte sich doch einmal ein halbwegs geeigneter Gegenkandidat finden, dann lässt ein gewichtiger Heilbronner Bürger verkünden, wen er als OB haben möchte — funktioniert immer.

Weniger erfreulich ist, dass viele Heilbronner Bürger und Vereine nun entgegen jeglichen Gesetzes, Recht und Ordnung von einem Kandidaten mit Werbe-E-Mail überschüttet werden.

Wie möchte so jemand denn gewählt werden, der jedem eindeutig klar macht, dass ihm sowohl unsere Rechte als auch das Gesetz völlig egal sind? Wahrscheinlich spekuliert er aber darauf, dass wir Heilbronner gerade solche Mitbürger besonders wertschätzen!

Gemälde des Tages

Hieronymus Bosch: Der Garten der Lüste (ca. 1490 – 1500)

Detlef Stern hat mich sogleich auf diese Website aufmerksam gemacht.

Zitat des Tages

„Weihnachten ist, wenn die besten Geschenke am Tisch sitzen und nicht unterm Baum liegen.“ (Anon)

Geburtstag des Tages

Juan Ramón Jiménez