Don't panic!

DON’T PANIC! 5 (3)

Beitragsfoto: Don’t Panic! Beispielbild

1984 brachte Infocom in Zusammenarbeit mit Douglas Adams das Spiel „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ heraus. Ein Spiel, das ich damals alleine schon aus Zeitgründen nicht mehr spielen konnte; ich musste in diesem Jahr schon „The Hobbit“ (1982) unbeendet abbrechen. Bereits Ende der 1970er-Jahre hatte ich erst das Hörspiel genossen und später dann auch das entsprechende Buch gelesen.

Zum dreißigjährigen Spielejubiläum brachte das BBC Radio 4 — der damalige Sender der Hörspielreihe — das Spiel als online-Version heraus, die Sie gleich hier finden können. Die Originalserie wurde bereits 1978 ausgestrahlt, später dann auch vom BBC World Service und vom National Public Radio. Aber auch der damalige Stuttgarter Radiosender SDR strahlte bereits 1981 eine deutschsprachige Version aus. Die Titelmusik stammt dabei von Frank Duval. Die Originalversion wird allerdings mit den Eagles und ihrem Song „Journey of the Sorcerer“ (auf „One of These Nights“ von 1975) eröffnet.

Ein kleiner Hinweis, einfach nur „light“ eingeben und das Spiel kann beginnen. Man findet weitere Hinweise direkt unterhalb des Spiels.

Zu diesem Spiel passen übrigens ein paar Bier und Erdnüsse ganz gut. Bitte vergessen Sie dabei aber Ihr Handtuch nicht! Und damit das Ganze so richtig unterhaltend wird, legt man noch die entsprechende Platte von den Eagles auf.

Und wer die deutsche Version von „Per Anhalter ins All“ bevorzugt, der findet gleich hier die passende Musik von Frank Duval.

Und sollten einen die Vogonen nicht erwischt haben, dann ist es schneller Morgen als man sich versieht!

Nachtrag

Für die Nerds unter meinen Lesern hier noch ein Download-Link für das Spiel in der Version 1984.

„1984, the year The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy was released on DOS, as well as Mac, Amiga, Amstrad CPC, Apple II, Atari 8-bit and Commodore 64. Made by Infocom, Inc. and published by Infocom, Inc., Mastertronic Ltd., this adventure game is available for free on this page.“

Abandonware

Tennis

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Beitragsfoto: Tennis | © jacqueline macou from Pixabay

Bonmot

In einem Gespräch mit Peter Sloterdijk in Paris, das Peter Neumann von der Zeit (ZEIT Nr. 27/2024, 19. Juni 2024) führte, sagt der Philosoph das Folgende:

„Der Populismus ist großteils die Rache des Landes an der Stadt.“

Peter Sloterdijk

Sein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte half mir einmal bei einer Seminararbeit. Und sein Werk „Kritik der zynischen Vernunft“ (1983) forderte den Leser schon alleine aufgrund seiner Länge. Demnächst erscheinen seine Vorlesungen über unser Europa seit der Antike als Buch, welches den Titel „Der Kontinent ohne Eigenschaften“ trägt — ob ich mir dies dann noch antue, wage ich zu bezweifeln.

Hertenstein

Erfreulich heute die E-Mail, die ich aufgrund einer Initiative von Michael Link erhalten habe. Das US-Konsulat prüft nun eine Teilnahme an den 8. Hertensteiner Gesprächen. Diese stehen unter dem Motto: „Europa nach und die USA vor der Wahl“. Da ich immer gerne auch jene mit am Tisch habe, über die man spricht, wäre eine Teilnahme eines US-Vertreters sicherlich angebracht.

Meine Leser, die sich für diese Gespräche interessieren, finden weitere Details hier im Blog und können sich bereits schon jetzt direkt bei mir für diese Gespräche am Samstag, 21. September 2024 in Heilbronn anmelden.

Bis heute haben sich schon sehr interessante und wirklich profunde Gesprächsteilnehmer registriert, so dass auch diese Gespräche sicherlich sowohl für Fachleute als auch für interessierte Bürger mit das Highlight des Jahres werden.

Jeu de Paume

Eigentlich wollte ich heute meinen Lesern und mir eine Ruhepause gönnen, dann aber flatterte eine E-Mail von Jean Marsia herein und erinnerte mich daran, dass heute vor 235 Jahren der Ballhausschwur erfolgte.

„Cher Heinrich,

Aujourd’hui, 20 juin 2024, fêtons le 235ème anniversaire du Serment du Jeu de paume.

Afin de résoudre la grave crise financière que traverse son gouvernement, le roi Louis XVI convoque au printemps 1789 au château de Versailles les États Généraux, composés de députés du clergé, de la noblesse et du tiers état. Les députés du tiers état espèrent des réformes, mais ils sont rapidement déçus. Ils refusent de se soumettre au pouvoir royal et ils s’allient avec quelques députés progressistes du clergé et de la noblesse pour, 7 juin 1789, se constituer en Assemblée nationale. Le roi la chasse de son château le 20 juin. Les députés qui la composent se réunissent dans une salle de sport proche où l’on pratiquait le jeu de paume, un jeu de balle. Ils y prêtent le Serment du Jeu de paume :

“Nous jurons de ne jamais nous séparer et de nous réunir partout où les circonstances l’exigeraient, jusqu’à ce que la Constitution du royaume fût établie et affermie par des fondements solides.”

Événement fondateur de la démocratie française, le Serment du Jeu de paume est à l’origine de la séparation des pouvoirs et de la souveraineté nationale. En est issue l’Assemblée nationale constituante qui vote, en août 1789, l’abolition de la féodalité et la Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen.

Les membres du Parlement européen élus le 9 juin devraient s’en inspirer rapidement et de proclamer Assemblée constituante.

Salutations européennes,
Jean Marsia“

Jean MArsia, E-Mail vom 20.6.2024

An Schwüren, Erinnerungen, Hinweisen, Weckrufen, Proklamationen, Ideen, Aufforderungen, Bitten, Verlangen, Erklärungen und Verkündungen mangelt es in unserer europäischen Geschichte wahrlich nicht!

Letztendlich hängt alles daran, dass es genügend Menschen gibt, die den Worten auch Taten folgen lassen. Erschwerend kommt noch mit hinzu, dass wir Bürger in einer Berufsdemokratie zwar noch de jure der Souverän sind, diese Verantwortung de facto aber schon längst und dies zudem freiwillig an andere abgegeben haben — letztendlich sind wir damit kaum noch viel besser dran als Menschen in weniger demokratischen Staaten. Im Gegensatz zu uns „versklaven“ die sich aber nicht freiwillig.

Leider muss es auch heute noch nicht nur sehr vielen Menschen sehr schlecht gehen, sondern dabei auch den richtigen Leuten, damit sich in unseren Gesellschaften die Dinge zum Besseren wenden. Schlimmer noch, bis es dann tatsächlich soweit ist, wird es noch weit schlimmer kommen — auch dies zeigt uns der Ballhausschwur. Vielleicht scheuen sich gerade deswegen die entscheidenden Leute davor, Veränderungen auch anzugehen.

„Calm ist contagious.“

Navy SEALS wisdom

Blitz

Renault 5 (4)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Es gibt zwei Arten von Menschen, jene die bei Renault an ein Auto denken und jene, die sofort in Erinnerungen schwelgen und eine neue Flasche Renault öffnen.

Anlässlich des Geburtstages meines Jüngsten war ein junger Franzose bei uns zu Gast und die Unterhaltung fing bei Musik an, führte über die Politik und wir kamen aus irgend welchen Gründen auch immer auf Renault zu sprechen.

Als Ergebnis konnte ich eine alte Flasche Renault, auf alle Fälle älter als die anwesende Jugend, öffnen und zu meiner großen Freude stellten alle sofort und unisono fest, dass Cognac nicht immer Cognac ist.

Jean-Antonin Renault gründete bereits 1835 in Cognac eine Weinbrennerei. Er war dabei der erste Hersteller, der seinen Cognac in Flaschen und nicht in Fässern lieferte, um den intendierten Geschmack und eine gleichbleibende Qualität erhalten zu können.

Auch wenn ich in meinem Keller noch andere Cognac-Marken lagern habe und auch vor einem Armagnac nicht zurückschrecke, greife ich weiterhin sehr gerne auf einen Renault zurück.

Übrigens, im Gegensatz zum Doppelbrandverfahren der Cogancs wird Armagnac einfach destilliert und im Anschluss in Eichenholzfässern gelagert.