Tamagotchi

Tamagotchis 5 (6)

Beitragsfoto: Tamagotchi | © Gustavo Wandalen Corrêa from Pixabay

Manche kennen diese Dinger noch. Meine bessere Hälfte und ich waren damals froh, dass das Ganze an uns fast spurlos vorbeiging, wohl weil unsere beiden Söhne anderweitige Interessen entwickelten.

Die ersten Tamagotchi-Versionen hatten 1997 noch einen einzigen Lebenszyklus, was völlig irre zu eigenen Friedhöfen und Seelsorge-Hotlines führte. Die Folgeversionen konnte man dann einfach neu starten und gut war es wieder. Spannender Weise führte dieses „ewige“ Leben zum Untergang dieser Art von Spielzeugen.

Detlef Stern und ich kamen jüngst in einem Gespräch zu der Überzeugung, dass sämtliche Geräte, die über Akkus verfügen, für uns wie Tamagotchis sind. Und so haben wohl längst weiterentwickelte Tamagotchis, wie z. B. die Smartphones und Saugroboter die damalige „Rasse von Außerirdischen“ abgelöst. Wobei die Industrie aus ihrem Anfangsfehler lernte und mit fest eingebauten Akkus dafür sorgte, dass unsere Leidenschaft für diese Begleiter völlig neue Höhen erklimmt.

Und da in diesen Geräten wertvolle Rohstoffe verbaut werden, wurde bisher darauf verzichtet, für unsere neuen „virtuellen Haustiere in Taschencomputergröße“ eigene Friedhöfe zu errichten. Interessanter Weise aber enden weiterhin viele dieser Geräte in irgendwelchen Schubladen, um noch in späteren Jahren ihre Besitzer in Verzücken zu versetzen — was auf dasselbe hinausläuft.

Auf alle Fälle aber ist dieses Gehabe immer noch besser als sich einfach so mir nichts, dir nichts ein Haustier zu beschaffen und dieses dann bei nächst bester Gelegenheit wieder auf einem Autobahnparkplatz auszusetzen.


Europa-Ball

Tanzen 5 (5)

Beitragsfoto: Europa-Ball 2024

Es freut mich, dass einige Leser meine regelmäßigen Beiträge vermissen. Deshalb gibt es nun einen ganz spontanen Beitrag, der für den einen oder anderen Leser durchaus von Interesse sein könnte.

Gestern beim Tanzen kamen wir mit dem einen oder anderen Paar ins Gespräch, die uns erneut auf den Europa-Ball 2024 ansprachen. Leider ist es heute viel zu selten der Fall, dass Tanzpaare ausreichend Gelegenheit zum Tanzen finden — am besten ist es, wenn man sich gleich in einer Tanzschule anmeldet; das hat auch den Charme, dass man seine eigene Tanzkompetenz beständig verbessert.

Leider aber behebt es nicht das Problem, dass es immer noch zu wenige Möglichkeiten gibt, um das Tanzbein so richtig und erschöpfend zu schwingen, besonders dann, wenn man sich gerne auf Bällen bewegt — mir persönlich hat dabei immer das Umfeld und das Ambiente der Bälle besonders gefallen und selbst als wenig modeinteressiert, dabei dann doch auch die Roben der Tänzer.

Ein weiteres Problem dabei ist es, sollte man heute noch einen Tanzball finden, dieser meist so frequentiert ist, dass man sich die Tanzfläche mit viel zu vielen Tanzpaaren teilt. Manchmal dachte ich schon dabei, dass es ganz gut wäre, wenn die Organisatoren die Tanzflächenzeiten auf die Paare aufteilen.

Deshalb auch das gestrige Feedback, welches unser Bemühen lobte, den Tänzern eine möglichst große Tanzfläche zu bieten. Wie wir hören durften, hat der Europa-Ball damit zumindest bis hin nach Stuttgart ein Alleinstellungsmerkmal. Und deswegen ist es uns nun erneut gelungen, den Europa-Ball auch 2025 stattfinden zu lassen.

Der Theodor-Heuss-Saal wird weiterhin über eine Tanzfläche von 360 Quadratmetern verfügen; dabei sind die Freiflächen an der Fensterfront und hin zur Empore nicht mit hinzugerechnet.

Es wird dieses Mal wieder 33 Tische geben, die wir nun von Anfang an mit bis zu 10 Personen ausplanen. Damit kommen wir auf 330 Tänzer, was 165 Tanzpaaren entspricht. Selbst wenn sämtliche Tanzpaare auf einmal tanzen würden, hat jedes Tanzpaar mehr als zwei Quadratmeter Tanzfläche zur Verfügung. Das ist eine Ansage!

Und damit die Tanzpaare auch die beste Tanzmusik erhalten, konnten wir wieder Happyness Voice als Tanzband gewinnen. So ist erneut sichergestellt, dass alle Tanzbegeisterten am Samstag, 10. Mai 2025 voll auf ihre Kosten kommen, zumindest jene, die sich rechtzeitig zum Ball anmelden.

Wer von meinen Lesern nun so richtig Lust auf das Tanzen bekommen hat, der kann sich ab jetzt seine Teilnahme sichern.

Und für alle jene Leser, die echte Tanzmuffel sind, gibt es erneut ein bezauberndes Rahmenprogramm, welches für einen gelungenen Abend in einem wunderbaren Ambiente sorgen wird.


Ford Ka

24.6.02024 4.4 (9)

Beitragsfoto: Ford Ka

Nachruf

Als meine beiden Söhne ihren Führerschein machten, erstand meine bessere Hälfte einen gebrauchten Ka. Damit wechselten wir erstmals zur Marke Ford. Das neue Auto wurde nicht von allen mit großer Freude aufgenommen, sowohl der Älteste als auch der Hund hatten so ihre Bedenken. Aber über die Jahre hinweg gewöhnte sich die ganze Familie an diesen Wagen, der Hund, als er feststellte, dass er damit zum Beifahrer aufstieg, aber auf alle Fälle nicht mehr im Kofferraum mitfahren musste.

Als die Jungs dann aus dem Haus waren, mutierte der Ka zum reinen Hundeauto. Und selbst als der Hund tot war, wollte sich keiner von diesem Auto trennen. Zum Schluss war es dann mein Lieblingsfahrzeug, mit dem ich ganz bequem in und um Heilbronn herum unterwegs sein konnte.

Nun war es selbst unserer Werkstatt nicht mehr möglich, dieses Auto durch den TÜV zu bekommen. Wer jetzt aber glaubt, dass der Ka nicht mehr läuft, der irrt sich. Künftig wird er auf einem Werksgelände in der Nähe Heilbronns unterwegs sein und bestimmt allen seinen Insassen große Freude am Fahren bereiten.

Horoskope

Dass Horoskope völliger Quatsch sind, ist nicht nur schon sehr lange wissenschaftlich bewiesen, sondern dürfte sich inzwischen auch bei sehr vielen Mitbürgern herumgesprochen haben. Interessant dabei, wie die „Gläubigen“ argumentieren. Ich meine, sie deuten belanglose Aussagen so, dass es in ihr persönliches Weltbild passt.

Ein ähnliches Phänomen scheine ich gerade bei mir selbst zu beobachten, nämlich wenn ich mir meine tägliche Dosis Stoa hole. Diese dort getätigten Aussagen münze ich nach bestem Wissen und Gewissen sofort in mein eigenes Weltbild um. Der Auslöser für dieses Handeln ist dabei ähnlich wie bei den Horoskopen der Zeitaspekt, der sich bis hin zur Routine manifestiert.

Und so schaffen es Menschen, mit und über Routinen ihre eigenen Weltbilder in die für sie passenden Bahnen zu lenken, und dies ganz unabhängig von jeder Realität oder Gültigkeit.

Wochenende

Auch dieses Wochenende barg wieder die eine oder andere Überraschung. Letztendlich hat es auch dazu geführt, dass ich meine Repetition am Dienstag ändern werde. Wenn mir Studenten bereits inhaltslose — im wahrsten Sinne des Wortes — E-Mail schicken und dies mit der Aufforderung, das nicht Geschriebene zu kommentieren, dann stimme ich Detlef Stern zu, dass bereits das Qualitätsmanagement nicht ausreichend ist. Und jene Studentin, die zum Abschluss ihres Studiums nur noch diese eine Klausur im 2. Semester benötigt, hat damit doch praktisch nachgewiesen, dass sie vom Thema Projektmanagement keine Ahnung hat. Egal, dann nimmt man Klausuren einfach als Lotterieersatz und mit ein wenig Glück gewinnt man auch.

Im Gegensatz dazu das Gespräch am Samstag, welches ich mit einem befreundeten Unternehmer führen durfte. Projektmanagement und unternehmerische Verantwortung gehörten einfach so mit dazu — manche haken dies gerne unter Déformation professionnelle ab. Der Höhepunkt war aber die selbst gemachte Sauce Hollandaise.

Dazwischen war ich mit einem Projektabschluss beschäftigt und befürchte, dass das mit der Archivierung wohl länger als geplant dauern wird. Was wiederum mein Terminmanagement in mindestens zwei weiteren Projekten stärker als befürchtet beeinflussen wird. Freitags konnte ich dafür mit Detlef Stern ein Käffchen trinken, was erneut zu zwei Ideen führte, an deren Realisierung nun bereits gearbeitet wird.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes konnte ich dann noch mit meiner besseren Hälfte das Tanzbein schwingen, was mich daran erinnerte, dass ich ab heute in die Bewerbung des kommenden Europa-Balls gehen wollte.