MacBook

28.8.02026 5 (5)

Beitragsfoto: MacBook | © Gerd Altmann auf Pixabay 

Vermischtes

Sehr gefreut hat es mich, dass ein Leser mein vorab angekündigtes Wortspiel von gestern nicht nur richtig verstanden, sondern mir auch entsprechendes Feedback gegeben hat. Da es sich um eines mit Lokalbezug handelte, hatte ich auch nicht viel mehr Reaktionen erwartet.

Erfreulich auch, dass ein Leser Paul Hegelmaier nachgeschlagen hat und spannend, dass er diesen nun mit Boris Palmer vergleicht. Wobei ich finde, dass das Remstal dem Hegelmaier überhaupt nicht gerecht wird. Wer aus Berlin heraus seine Geschäfte in Heilbronn erledigen kann, für den ist nicht nur das Remstal, sondern auch das Unterland viel zu eng.

Kurz vor Beenden dieses Blog-Beitrags wurde ich darüber informiert, dass einer meiner Totholzhaufen den Regen nicht überstand. Wohl weil ich im Frühjahr nachgelegt hatte war er anscheinend zur kopflastig. Da auch noch ein Baum den größten Ast verloren hat, wurde es eine kombinierte Aktion. Das Ganze sieht nun nicht mehr so hübsch wie vorher aus, dürfte aber bis zum nächsten Jahr stehen bleiben. Die Mäuse im Haufen waren zumindest mit meiner Aktion zufrieden, denn sie liefen kurz darauf im Haufen hin und her.

Nun ist aber wirklich Schluss für heute, mein Posteingang wartet und meine Timeline sagt mir, dass auch andere Blogger fleißig waren.

Rundschreiben

Zwischen Tür und Angel konnte ich auch noch mein monatlichen Rundschreiben unter die Menschen bringen, zeitgleich finalisierte Franz Schirm unsere Fahrt nach Budapest. Und auch die Fahrt nach Sarajewo ist in trockenen Tüchern; der Dank geht dabei an Semin Bristina.

Aktuell haben 44 % der Empfänger das Rundschreiben angeklickt, was unter dem Durchschnitt liegt und von mir unter Urlaubszeit abgebucht wird. Für die Blog-Leser, die mein Rundschreiben nicht abonnieren (kleiner Insider), stelle ich einen Auszug zur Verfügung.

So langsam neigt sich auch ein sehr warmer Sommer seinem Ende zu. Der menschengemachte Klimawandel kommt nun so richtig in Fahrt. Und auch das politische Klima wird immer rauer. Einen ersten Geschmack davon dürfen wir uns gleich am Sonntag, 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt machen. Was sich sicherlich auch auf die Kommunalwahl in Niedersachsen am 13. September 2026 auswirken wird. Ganz zu schweigen von den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026. …

Die kommenden September werden noch viel heißer als der diesjährige, wohl aber kaum so spannend. Bereits am Dienstag, 1. September 2026 um 19.00 Uhr werden wir die Diskussion beim Europastammtisch im Lo Stadio starten. Zudem besteht am Samstag, 5. September um 10.00 Uhr die Möglichkeit die Diskussion beim Europäischen Frühstück auszuweiten. Gerne stelle ich hierbei die acht Gesprächskreise der Hertensteiner Gespräche vor. 

Passend auch die Podiumsdiskussion der Hertensteiner Gespräche, wobei das Thema Gesellschaftliche Resilienz als Europas erste Verteidigungslinie: Wie wir hybriden Angriffen begegnen sehr gut auch die Entwicklungen in den neuen Bundesländern abdecken kann. Jüngst konnte man in den Medien lesen, dass Magnus Brechtken vorschlug, wütende Ostdeutsche an ein paar historische Fakten zu erinnern. Ein Thema, das wir bereits seit den ersten Hertensteiner Gesprächen thematisieren. Wobei ich davon ausgehe, dass man sämtliche Menschen immer wieder an Fakten und gerne auch an historische erinnern sollte.

Aufmerksamkeit

Heute auch ein Thema beim freitäglichen Kaffeehausgespräch mit Detlef Stern. Je mehr wir Menschen werden, umso schwieriger ist es für uns alle noch die Aufmerksamkeit zu bekommen, die wir gerne hätten. Jene, denen dies nicht so ganz wichtig ist, die sind eindeutig im Vorteil. All jene, die davon nicht genug bekommen, dürfte man inzwischen auf TikTok und Instagram finden — wohl ohne eine einzige Ausnahme, zumindest bei uns Deutschen.

Und was machen Menschen nicht alles, um ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen. In meiner Schulzeit entblösten sich Mitschüler rein zufällig vor der gesamten Klasse während die härtesten Zeitgenossen dann doch schon an einen Elektrozaun pinkeln mussten. Die Dümmsten unter uns stiegen auf irgendwelche Waggons, nur um festzustellen, dass Oberleitungen tatsächlich Strom führen.

Im Vergleich zu heute waren wir die reinsten Waschlappen, wobei das auf Züge steigen noch heute sehr gerne genommen wird. Inzwischen ist das Ganze bereits so aus dem Ruder gelaufen, dass man bereits ein klein wenig Aufmerksamkeit erzielt, wenn man kein Tattoo oder Piercing hat.

Und deshalb gibt es die Social Media und dies am besten kombiniert mit völlig sinnlosen Reisen, was den Neideffekt der Nachbarn noch ganz gut mit einbezieht — wirklich alles alleine nur für ein wenig Aufmerksamkeit.

Schlimm, dass es den Menschen immer weniger um die Aufmerksamkeit von jenen geht, die in ihrer unmittelbaren Nähe leben oder für die sie sich sogar interessieren könnten, sondern es geht gleich um die Aufmerksamkeit von Millionen von Menschen, die sie niemals selber kennenlernen werden können!

Schön für jemanden, wenn er sich nicht gerade beruflich bedingt am Nordkap aufhalten kann. Meine Frage wäre dabei, für was überhaupt und was hat er dann dort gemacht? Ich kenne die Antwort bereits: TikTok-Videos. Früher™ hat man noch Fotos und Dias gemacht, nur um die eigene Familie ein Jahr lang damit zu terrorisieren. Die Profis zeigten dabei erst die Bilder und hinterher mussten man dann auch noch zu einem Dia-Abend anrücken. Und wenn man außer Familie und Freunden jemand beeindrucken wollte, dann stellte man sich einen gebrauchten Benz vors Haus oder in die Straße — das war es aber auch schon.

The New Yorker ist eine von mir schon immer sehr gern gelesene Zeitschrift, für die man allerdings sehr viel Zeit opfern muss, ähnlich wie früher einmal bei der Zeit. Dafür bekommt man aber auch, zumindest noch beim New Yorker, Qualitätsjournalismus. Und diese Journalisten stellen ganz gute Fragen. Eine implizite Frage dabei ist, warum machen Menschen so etwas überhaupt?

Man stellt sich auf einen Stein, wohl weil dort bereits Hunderttausende von anderen Menschen gestanden haben. Und dann stellt man davon auch noch ein Bild ins Internet, welches nun neben Hunderttausenden gleicher Fotos stehen wird. Karl Valentin brachte es vor Jahrzehnten bereits wie folgt auf den Punkt: Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Damit dürfte dieses menschliche Bedürfnis, welches eigentlich den Lemmingen nachgesagt wird, schon immer bestanden haben.

Aber es bleibt weiterhin die Frage, warum wollen Menschen heutzutage gleich die Aufmerksamkeit von der gesamten Welt? Vielleicht auch nur, weil sie die Aufmerksamkeit von einer einzigen Person nicht ertragen können.


Konzert

Musikvideo der Woche 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Noch bevor ich heute den meseno-Bus bestieg, führte ich eine am Wochenende gestartete Diskussion weiter. Ganz schlicht per E-Mail, denn unser Verband ist noch nicht so weit, dass man sich völlig transparent und über die jeweiligen persönlichen Blogs austauscht. Nach zwei Jahrzehnten vergeblicher Versuche, unseren Verband digitalisieren zu wollen, sind wir nun zumindest schon so weit, dass jene die TikTok und WhatsApp für den letzten Schrei halten, auch mir erklären wollen, wie Internet geht. Ok, sie versuchen zudem, mir Demokratie oder das mit dem Blümchen und der Biene nahezubringen.

Deutschland ist einfach das Land der Erklärbären, damals™ — wohl lange vor meiner eigenen Zeit — war es noch üblich, dass man erst etwas nicht nur selber konnte, sondern nachgewiesen hat, dass man dies auch erfolgreich anwendet, bevor man die Welt mit seinen eigenen Ergüssen füllte. Inzwischen sind wir in einer Zeit angekommen, wo junge Damen felsenfest davon überzeugt sind, dass, wenn sie auch nur irrtümlich ihre Bluse falsch herum anziehen, die reine Inkarnation von Mata Hari und Rosa Luxemburg seien.

Aber auch Banksy wurde wieder einmal enttarnt, was mich zur heutigen Gruppe führt. 35 Jahre später ist die Platte „Blue Lines“ (1991) der Gruppe Massive Attack noch immer ein Ohrwurm. Wohl auch noch wenn die meisten der heutigen Erklärbären längst vergessen sein werden — viele davon sah ich bereits kommen und gehen, die allermeisten davon hinterließen keinen einzigen Fußabdruck.

Massive Attack gründeten sich 1988 in Bristol, eigentlich ein Künstlerkollektiv. Zum Schluss dann noch der Song „Safe from Harm“ vom selben Album.

Und damit lasse ich meine heutigen Attacken vorerst ruhen. denn ich habe noch einiges zu tun, zum Beispiel meine morgige Vorlesung vorzubereiten. Ich freue mich bereits jetzt auf das Nichtkäffchen mit Detlef Stern. Dieser wird sich sicherlich über mein Mitbringsel aus Berlin freuen — das habe ich von Peter Schulze, einem weiteren Blog-Leser, der meinte, dass es sehr passend sei; mein Blog verbindet Welten 😉

Ok, ein Song geht doch noch …

„Teardrop“ (1998) stammt von der Langspielplatte „Mezzanine“ aus demselben Jahr.

Nachtrag 17.3.2026

Lilly Schröder schrieb in der taz einen lesenswerten Artikel zur Banksy-Enthüllung.

Reggie Ugwu und Scott Reyburn (The New York Times) nahmen Banksy ebenfalls unter die Lupe.


Fediverse Reactions
Konferenzraum

11.2.02026 4.6 (7)

Beitragsfoto: Konferenzraum | © Pixabay

Sicherheitskonferenz

Zur diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz reisen gut 50 US-Repräsentanten an, darunter Marco Rubio als Delegationsleiter und Gavin Newsom als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Manche Journalisten schrieben bereits im Vorfeld vor den Gefahren einer Abkehr der USA aus der internationalen Ordnung — für dieses Erkenntnis braucht man weder ein Studium noch Presseerfahrung.

Eines der Hauptthemen des Treffens soll die Fähigkeit Europas sein, sich stärker durch eigene Kompetenzen zu behaupten und mit einer einheitlichen Stimme zu sprechen — ein Wunschdenken fürwahr!

Journalisten der Zeit meinen sogar, dass „Europa so langsam aufwachen würde“. Dabei wäre es einmal sehr spannend, wenn unsere europäischen Politiker und die anderen vermeintlichen Experten wie auch Journalisten einmal ihre US-Kollegen fragen würden, was es bedarf, um tatsächlich europäische Streitkräfte aufstellen zu können. Ich wette, diese werden unisono zugeben, dass dazu ein Bundesstaat notwendig ist.

Da dies aber weiterhin nicht im Interesse unserer eigenen EU-Prominenz ist, wird Europa auch nach dieser Münchner Sicherheitskonferenz weiter vor sich hindämmern. Was manche EU-Politiker dazu verführt, sich weiterhin Wladimir Putin anzudienern und die US-Amerikaner so langsam aber sicher aus der Weltgemeinschaft drängt — auch das hatten wir schon einmal, die Ergebnisse kennen wir alle nur allzu gut! Zumindest haben wir inzwischen eine einheitliche Nofallrufnummer in Europa.

Vermischtes

Der Running Gag des heutigen Tages ist der übliche Hinweis auf die Notrufnummer 112. Ich habe nunmehr darauf verzichtet, dafür einen eigenen Beitrag auf der EUROPA-UNION Website zu schreiben. Seit 1973 gibt es diese Rufnummer in Deutschland und seit 1991 in der heutigen Europäischen Union. Inzwischen sollte diese Rufnummer bei uns kein Neuland mehr sein.

Vor Kurzem habe ich die Bank gewechselt, was mir nach 50 Jahren nicht sehr leicht viel. Die Umstände zwangen mich dazu, denn die dortigen Banker waren inzwischen fachlich weniger versiert als deren Kunden und dazu menschlich voll und ganz daneben. Jedes Mal, wenn ich diese Bank betrat, kam bei mir das Gefühl auf, in ein Etablissement geraten zu sein.

Meine neue Bank, die ich auch schon eine ganz Weile kenne, gibt mir nun wieder das Bankkundengefühl zurück. Und wenn deren Mitarbeiter im nun inzwischen vierten Anlauf es schaffen, mir auch eine vollumfänglich funktionierende Kreditkarte zur Verfügung zu stellen, dann ist meine Welt diesbezüglich wieder völlig in Ordnung.

Gestern gab es einen aufgepeppten Europastammtisch, was zugegebener Maßen nicht schlecht war. Dort konnten wir den Teilnehmern u. a. mitteilen, dass die Hertensteiner Gespräche nun auch Einzug ins Haus der Geschichte halten werden. Was dazu führt, dass es nun mindestens zwei Ereignisse gibt, an denen ich mit beteiligt war und bin, die dort Einzug hielten. Auch wenn es sich dort nur um die jüngere Zeitgeschichte handelt, gibt es mir doch etwas zu denken .

Die große Masse unserer Mitbürger ist voll und ganz damit zufrieden, dass sie einen funktionierenden Tiktok-Account haben und WhatsApp bedienen können. Manche davon können sogar ein Word-Dokument öffnen und haben schon einmal etwas von PDF gehört. Meine Versuche, immer wieder etwas passendere Technologie in unterschiedlichen Vereinen einzuführen, darf ich nach gut 30 Jahren des Versuchens wohl als gescheitert ansehen.

Und so wundert es mich schon ein wenig, dass manche nun erneut versuchen, Microsoft-Produkte nicht nur in unserer Gesellschaft, sondern auch in Behörden und Firmen zu ersetzen — was ebenfalls in den letzten Jahrzehnten immer wieder scheiterte. Dabei kann man weiterhin von Microsoft lernen, denn sobald diese nur ihre Logos etwas mehr als sonst üblich verändern, bricht die gesamte Firmen- und Behördenwelt für Wochen zusammen.

Und so dürfen wir alle sehr gespannt darauf sein, was geschieht, wenn die ersten Behörden mit der Umstellung beginnen — könnte sein, dass man von diesen dann nichts mehr hört und sieht; eine ganz neue Form der Entbürokratisierung.

Weblogs

Immer mehr Blogger greifen auf KI zurück, manche ganz offen, manche mit Ausreden wie „einzig nur um …“ und andere klamm heimlich. Aber egal warum auch immer, es ist weder authentisch noch wird es der ursprünglichen Idee eines Blogs gerecht. Außer vielleicht, man versuchte schon immer seine eigene Profilneurose zu pflegen oder möglichst schnell und bequem an Geld zu kommen.

Dabei dürfte die Erfahrung gezeigt haben, dass kaum einer der unzähligen Blogger mit einem Blog sein Leben fristen können wird und wenn doch, was für ein Leben ist dies dann?

Selbst wenn man KI nur dazu nutzt, um seine eigenen sprachlichen Unzulänglichkeiten zu verschleiern, ist dies reiner Selbstbetrug und zugleich Betrug an der eigenen Leserschaft.

Ein Blog sollte sich doch schon aufgrund seiner Machart von Zeitungsartikeln und anderen Produkten gelernter Journalisten, praktizierender Autoren oder gar Wissenschaftlern unterscheiden. Und im Falle, dass diese selbst das Medium Blog für sich entdeckt haben, dann darf man gerne dort auch erkennen, dass der Blogger ein Profi ist.

Ich lese gerne und viele sehr unterschiedliche Blogs, wobei die meisten Blogger es bisher selten geschafft haben, um täglich etwas zu produzieren — und ganz plötzlich werden wir Leser regelrecht nur so von Blog-Beiträgen überschwemmt. Selbstverständlich kann dies alles nur Zufall sein — aber in dem Umfang?

Ich habe für mich schon festgestellt, dass ich manchen Bloggern nur noch halbherzig meine Aufmerksamkeit schenke, wobei ich früher™ deren Beiträge jedes Mal regelrecht verschlungen habe.

Dabei nun der KI die Schuld zuzuschieben dürfte verfehlt sein, es sind die Blogger, die hinter der KI stehen, die man dafür als verantwortlich ansehen muss. So lange sich deren Reichweite erhöht, dürfte es diesen aber völlig wurscht sein.

Das Schöne an unserer Welt ist es, alles regelt sich irgendwann wie ganz von alleine und so werden künftig wohl zum Verdruss unserer Umwelt und des Klimas KI-Blogger für KI-Leser schreiben und das Internet mit KI-Leben füllen. Das echte Leben findet auch weiterhin in den kleinen Nischen dazwischen statt.