Blogger

31.8.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Weblog

Mein Blog hat sich wieder einmal merklich verändert, nicht nur, dass es erneut schlanker wurde, sondern auch im Layout einfacher. Zwei meiner Leser ließen mich inzwischen wissen, dass ihnen das alte Layout besser gefallen hat, ohne mich aber zu bitten, wieder zum Bewährten zurückzukehren. Da sich ein Blog beständig verändert, ist es nur folgerichtig, dass man dies wenigstens ab und zu auch am Layout feststellen kann.

Fast lustig ist die aktuelle Diskussion der KI-Blogger, die nun zum Gegenangriff übergehen und schlichtweg behaupten, dass alle Blogger KI nutzen würden — maximal es einfach selber nicht wüssten.

Noch schlimmer sind die üblichen Blogwarte und Regulierungswütigen, die nun für Blogs diesbezügliche Kennzeichnungen oder gar entsprechende Plug-ins möchten. Wehe, wenn sich dann ein Blogger nicht an diese Regelungen halten möchte oder diese gar ganz ignoriert!

Dabei ginge da sicherlich noch weit mehr, wie z. B. ein Plug-in, welches das richtige Gendern überprüft. Eines, wo man seine eigene Gesinnung dokumentiert oder eines, wo man den Ermittlungsbehörden und anderen juristischen Personen seine gesamten persönlichen Daten schön aufbereitet zur Verfügung stellt. Das Ganze wird dann durch Datenbanken ergänzt, die sämtliche Blogger ideologisch sauber reihen.

Und wer sich dem allen entziehen möchte, der existiert einfach nicht! Was mich nun darin bestärkt, dass ich verstärkt nach Blogs suche, die aus Gründen auch immer nicht zu existieren scheinen.

Google

Diese ehemalige sehr innovative Firma hat erneut zugeschlagen und aus dem Ontariosee glatt auch noch einen Amerikasee gemacht. Der Golf von Mexico ist schon etwas länger ein Gulf of America. Ich möchte eigentlich nicht wissen, wie viele andere Dinge auf Google Maps bereits nach dem Gusto von ein paar systemrelevanten Menschen verändert wurden.

Auf alle Fälle zeigt dies uns ganz deutlich, dass es keine verlässlichen Informationen gibt, sondern einzig und alleine nur verschiedene Meinungen, welche allesamt immer auf Verlässlichkeit und „Wahrheit“ überprüft werden müssen.

Es würde mich nun auch nicht mehr wundern, dass wenn ein Migrant in den USA Google Maps nutzt, dieser statt zum gewünschten Ziel, zum nächsten Abschiebegefängnis oder Internierungslager des U.S. Immigration and Customs Enforcement geleitet wird.

Seit unserem letzten Florenzaufenthalt habe ich Google Maps für mich reaktiviert, alleine weil ich in einem kleinen Wettstreit mit Semin Bristina liege. Nun überlege ich mir, ob es nicht doch besser wäre, Google erneut links liegen zu lassen. Auf alle Fälle aber nutze ich keine Google Navigation, denn wer weiß wohin die mich führt?

Besonders weil es auf Google Maps schon immer leichter ist, falsche Informationen angezeigt als diese gelöscht zu bekommen. Wen aber wundert dies, denn diese Firma kann auch nicht alleine von Luft und Liebe leben.

Wenn wir Menschen einen verlässlichen Dienst im Internet möchten, dann muss dieser alleine von Freiwilligen erstellt und betreut oder alternativ als eine Art Infrastrukturmaßnahme staatlicherseits zur Verfügung gestellt werden — wobei aber auch hierbei gilt, dass diese Informationen beständig manipuliert werden können.

Vermischtes

Die letzten Tage gab es gleich zwei Grillveranstaltungen hintereinander. Bei der ersten war ich Gast und konnte nicht nur die Grillkünste von jemand anderen bewundern, sondern zugleich auch einen der schönsten Naturgärten seit langem. Beim zweiten Grillen durfte ich zumindest teilweise wieder an den Grill. Dafür konnten wir uns ganz prächtig über die unterschiedlichen Traditionen europäischer Trinkkultur unterhalten; Trinken und Kultur müssen kein Antonym sein.

Kurz darauf waren wir wieder beim Essen: Käse mit Marmelade, Bouillabaisse oder Surströmming und weitere Köstlichkeiten unserer europäischen Küche. Auch wenn die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind und man selbst über die notwendige Menge des Wassers beim abschließenden Pastis 51 stritt, waren sich alle Teilnehmer darin einig, dass die Isländer beim jüngsten Referendum mehrheitlich die falsche Entscheidung getroffen haben. Wobei ich weiterhin der festen Überzeugung bin, dass wer Ziegenkäse ohne Marmelade ist, etwas falsch macht. Ok, Honig geht auch ganz gut.

Es gibt wenige Computerspiele an die ich mich erinnere. „Age of Empires“ spielte ich mit meinen beiden Jungs, was dieses Spiel somit für mich zum Klassiker macht. Das jüngst in der Bloggerwelt thematisierte Siedler-Spiel war bis zur Version III mein persönlicher Favorit. Ich stieg 1994 mit der ersten Version für MS-DOS ein, was meine Truppenübungsplatzaufenthaltsnächte in der französischen Pampa durchaus versüßte. „Die Siedler II“ waren eine ganz gute Ablenkung bei etwas ruhigeren Einsatznächten. Und so habe ich mir ganz folgerichtig „Die Siedler III“ zuschicken lassen, aber diese Version nach kurzem Anspielen an einen Kameraden verschenkt.

Nach meiner Rückkehr war dann „Age of Empires“ das Spiel, welches wir so lange zu dritt spielten, wie es Rechner gab, die noch „Age of Empires II“ unterstützten.

Davor spielte ich für mich alleine „Myst“ (1993) und davor Computerspiele aus den 1980er-Jahren, an deren Namen ich mich bis auf „The Hobbit“ (1982) nicht mehr so richtig erinnere. Und davor waren es Computerspiele aus den 1970er-Jahren, die wie „Pong“ (1971), „Tank“ (1974), „Space Invaders“ (1978) und „Asteroids“ (1979) inzwischen Kultstatus haben dürften.

Mein allererstes Computerspiel an einem richtigen Computer — einem Wang 2200 — war „Lander“ (1977); davor waren es Konsolen (Telespiele), die man an einen Fernseher anschließen musste (–> „Pong“), oder die Spielkonsolen in Spielhallen, die alles abdeckten, was das Spielerherz so begehrte. Für „Pac-Man“ (1980) war ich damals gefühlt dann aber schon zu alt; auch „Donkey Kong“ (1981) hab ich nur noch belächelt.

„Nicht gleich, wenn man eine häßliche Tat begannen hat, quält sie uns, sondern erst lange nachher, wenn man sich ihrer erinnert; denn die Erinnerung an sie erlischt nicht.“

Jean-Jacques Rousseau, Die Bekenntnisse (S. 125)

Radfahrerin

23.8.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Radfahrerin | © Pixabay

Spielabend

Heute mal wieder Karten in die Hand genommen; das mit dem Schachspiel wird wohl nichts mehr. Das Schöne an unseren Spielabenden ist, dass es immer etwas Leckeres zum Naschen gibt. Dazu noch die passenden Getränke und man kann selbst das Verlieren ganz gut ertragen.

Dennoch hätte ich dann doch gerne wenigstens einmal gewinnen wollen. Entweder hatte ich ein schlechtes Blatt oder ein gutes völlig sinnlos verspielt. Beides hielt sich heute die Waage. Meine Gegenspieler hat es gefreut. Ich tröste mich derweil damit, dass es ein uraltes Sprichwort gibt.

Vermischtes

Ich stelle mir einmal vor, dass ich Menschen für ein Abendessen in ein Restaurant einlade. Das Restaurant möchte von mir wissen, wie viele Gäste zu erwarten sind. Ich frage ab und bekomme von den Befragten Antworten wie grundsätzlich, wahrscheinlich, womöglich, vielleicht, wenn es machbar ist oder gar wenn nichts anderes dazwischen kommt. Privat gesehen, hat sich das Ganze damit sehr schnell erledigt. Im Ehrenamt benötigt man hingegen ein sehr dickes Fell.

Detlef Stern hat in seinen Wochenrandnotizen unser jüngstes Kaffeehausgespräch ganz gut zusammengefasst. Finde ich gut so, denn nun muss ich es nicht selber machen.

Aktuell tobt die deutsche „Blogger-Community“ (zumindest jene, die sich dafür halten) wieder einmal über KI-Blogger und jene, die sich darüber echauffieren — Hauptsache man erzielt Reichweite. Ich für meinen Teil dünne meine eigene Blogroll aus, sobald ich einen KI-Blogger zu erkennen glaube. Bei manchen Bloggern tut mir das weh, aber wenn diese nicht mehr selber schreiben, warum soll ich dann deren vermeintlichen Ergüsse noch selber lesen?

Die jüngste Lidl-Tour ging dieses Mal fast spurlos an mir vorbei; ein paar Umwege und das war es auch. Die Menschenmassen kann ich nicht bestätigen, dafür aber ein paar Hobby-Radler, die sich heute als Eddy Merckx fühlen durften. Spannend wäre zu wissen, was uns Steuerzahler die Werbung für diesen Discounter dieses Mal gekostet hat.

Apropos Discounter, Aldi hat erkannt, dass viele von uns Deutschen keinen Überwachungsstaat zurückhaben möchten. „Gleicher Preis für alle“ — es gibt sie noch, demokratisch denkende Unternehmen! Leider viel zu wenige. Damit ist Aldi aber eindeutig auf dem richtigen Weg!

Kanada

Der nördliche Teil Nordamerikas hat aktuell einen Regierungschef, der noch „Arsch in der Hose hat“. Mark Carney informierte die Kanadier darüber, dass „You’re at war when you’re attacked, and we got attacked.” Damit wurde ein waschechter Handelskrieg ganz offiziell erklärt.

Ob dies allerdings der Weisheit letzter Schluss ist und verdient hat wie etwa von Dave Keating so hochgelobt zu werden, wird sich erst im Nachgang zeigen. Ich vermisse auf alle Fälle dies und jenseits des Atlantiks politische Professionalität, welche und ich wiederhole mich gerne, im gesamten Europa bereits in den 1980er-Jahren abhanden gekommen ist. Unsere damaligen Regierungen haben zu allererst ihre eigene politische Kompetenz ausgesourced, noch bevor sie unsere Infrastruktur verscherbelt haben.

Ich habe dies erst so richtig mitbekommen, als Altparlamentarier ihre jungen Kollegen bereits in den Nullerjahren mehr als gerügt haben — eher schon zutiefst beleidigt. Aus heutiger Sicht völlig zurecht! Und bis heute wird unter politischer Professionalität nur noch verstanden, Steuergelder aus dem Fenster zu werfen und dies dann dem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben. Maximal einigt man sich in einer Koalition darauf, unsere Steuergelder gemeinsam aus dem Fenster zu kloppen.

Erstaunlicher Weise gibt es bei unseren Politikern dies und jenseits des Atlantiks kaum noch bis keine Unterschiede, ob Donald Trump oder Friedrich Merz, die Milliarden an Dollar oder Euro fließen nur so und auch noch in Kanäle, die letztendlich nur ein paar wenige einflussreiche Familien reich machen. Gut, man kann jetzt sagen, dass dies in der Geschichte noch nie anders war. Was aber nicht bedeutet, dass es auch weiterhin so geregelt bleiben muss.

Und wie immer werden dann als Ultima Ratio sozusagen, die Kriege aus der Schublade gezogen, egal was für welche, Hauptsache damit sind die eigenen Verantwortlichkeiten an völlig Unbeteiligte abgegeben.

Kanada versucht sich nun damit Donald Trump zu stellen, Europa weiterhin Donald Trump in den Hintern zu kriechen. Wir müssen nun abwarten, was besser funktioniert. Ich befürchte keine der gewählten Optionen führt zum Erfolg.

Meines Erachtens hilft einzig und alleine eine völlige Transparenz, auch wenn man als Regierungschef dabei selber über die Wupper geht! Unsere Welt besteht leider nur aus Dollar und Euro. Und gliedert sich dabei in zwei Gruppen von Menschen, in jene, denen man das Geld nimmt, und jene, die es bekommen.

Und so reicht es erst einmal völlig aus, sämtliche Geldströme für alle Menschen nachvollziehbar offenzulegen! Gerne kann man dabei die allergrößten Empfänger sehr deutlich zur Schau stellen und gerne auch jene, die dafür verantwortlich sind. Schon alleine die Ankündigung, dass man dies nun ohne Wenn und Aber so handhaben möchte, wird unsere Welt von Grund auf verändern!

Die Einzigen die dies tatsächlich durchsetzen könnten, sind unsere eigenen Staats- und Regierungschefs. Sie werden aber eher Kriege ausrufen und lieber ganze Zivilisationen zerstören als für Transparenz zu sorgen.

Andere Menschen, wie Whistleblower oder investigative Journalisten, versuchen dies dennoch hin und wieder selber einmal. Wer kennt übrigens noch die Panama Papers?

Das Schöne daran, sobald solche Dokumente auftauchen, kann man sehr plötzlich und weltweit professionelle Regierungsarbeit bewundern: Daten über Gelder und Geldströme verschwinden schneller wieder als die Epstein-Akten oder SS-Personallisten.

Und die Masse von uns Bürgern hält dabei still wie ein Lämmchen, denn es könnte wie beim Lotto und Toto auch einmal für uns etwas dabei abfallen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Gestern spät Abends gab es eine fast schon epische Schlacht bei Siedler von Catan. Zwar stand der Gewinner bereits sehr früh fest, was aber die anderen Spieler nicht davon abhielt, selber doch noch gewinnen zu wollen.

Als die Schlacht ihren Kulminationspunkt erreichte, wurde ich von der Jugend gefragt, ob ich denn die Sängerin Sade kennen würde. Zu meiner weiteren Überraschung konnte mein Serverlein nur zwei Songs von Sade zum Vorschein bringen; der Rest ihrer Lieder dürfte irgendwie in den Tiefen der Festplatten verschollen sein. Nun war mein Interesse geweckt und so gibt es einen Blog-Beitrag zu Sade oder Sade Adu wie man sie heute wohl nennt.

Mit „Smooth Operator“, ein Song der sich auf ihrem Debutalbum „Diamond Life“ (1984) befindet, wurde Sade über Nacht berühmt. Aber auch der Rest des Album ist hörenswert.

Selbstverständlich kann man auch neuere Songs anhören, wie z. B. „No Ordinary Love“, der sich auf dem Album „Love Deluxe“ (1992) befindet.

Besser bekannt dürfte das Lied „The Sweetest Taboo“ sein, welches sich auf ihrem Album „Promise“ (1985) befindet.

Zum Schluss dann noch ein Song, den mein Serverlein unbedingt von ihr spielen wollte. „King of Sorrow“ befindet sich auf dem Album „Lovers Rock“ (2000). Vielleicht weil der Server mitbekam, dass ich an diesem Tag nicht mehr auf der Siegerstraße marschieren werde.

Und anscheinend gibt es Sade auch heute noch.

Nachtrag 17.6.2026

Auf alle Fälle aber gibt es auch etwas ältere Leser, die sich noch an Sade erinnern können. Deswegen nehme ich den unten stehenden Hinweis im Kommentar sehr gerne hier mit auf, vor allem weil der Song von der eingangs erwähnten LP aus 1984 stammt — ein schönes Gefühl, wenn sich Kreise schließen.

„I’m crying everyone’s tears
I have already paid for all my future sins“

Sade, King of Sorrow (2000)