Lesezeichen

Verheizt 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Dave Philipps | The New York Times

Pattern of Brain Damage Is Pervasive in Navy SEALs Who Died by Suicide (zuletzt aufgerufen am 1.7.2024, 21.29 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„A military lab found distinctive damage from repeated blast exposure in every brain it tested, but Navy SEAL leaders were kept in the dark about the pattern.“


Sehr lesenswerter Beitrag


Tamagotchi

Tamagotchis 5 (6)

Beitragsfoto: Tamagotchi | © Gustavo Wandalen Corrêa from Pixabay

Manche kennen diese Dinger noch. Meine bessere Hälfte und ich waren damals froh, dass das Ganze an uns fast spurlos vorbeiging, wohl weil unsere beiden Söhne anderweitige Interessen entwickelten.

Die ersten Tamagotchi-Versionen hatten 1997 noch einen einzigen Lebenszyklus, was völlig irre zu eigenen Friedhöfen und Seelsorge-Hotlines führte. Die Folgeversionen konnte man dann einfach neu starten und gut war es wieder. Spannender Weise führte dieses „ewige“ Leben zum Untergang dieser Art von Spielzeugen.

Detlef Stern und ich kamen jüngst in einem Gespräch zu der Überzeugung, dass sämtliche Geräte, die über Akkus verfügen, für uns wie Tamagotchis sind. Und so haben wohl längst weiterentwickelte Tamagotchis, wie z. B. die Smartphones und Saugroboter die damalige „Rasse von Außerirdischen“ abgelöst. Wobei die Industrie aus ihrem Anfangsfehler lernte und mit fest eingebauten Akkus dafür sorgte, dass unsere Leidenschaft für diese Begleiter völlig neue Höhen erklimmt.

Und da in diesen Geräten wertvolle Rohstoffe verbaut werden, wurde bisher darauf verzichtet, für unsere neuen „virtuellen Haustiere in Taschencomputergröße“ eigene Friedhöfe zu errichten. Interessanter Weise aber enden weiterhin viele dieser Geräte in irgendwelchen Schubladen, um noch in späteren Jahren ihre Besitzer in Verzücken zu versetzen — was auf dasselbe hinausläuft.

Auf alle Fälle aber ist dieses Gehabe immer noch besser als sich einfach so mir nichts, dir nichts ein Haustier zu beschaffen und dieses dann bei nächst bester Gelegenheit wieder auf einem Autobahnparkplatz auszusetzen.


Stadtbücherei

Stadtbibliothek 5 (5)

Beitragsfoto: Einblick in die neue Bücherei

Ähnlich wie damals beim Stadttheater: was länger währt, wird endlich gut. So nun auch bei der modernisierten und erweiterten Stadtbibliothek.

Der zentrale Teil unserer Stadtbibliothek im K3 ist richtig gut geworden. Diese besteht allerdings nicht nur aus diesem, sondern sie hat noch zwei Stadtteilbibliotheken in Böckingen und Biberach, den Robi — die rollende Bibliothek, und ihren nicht zu vernachlässigenden digitalen Teil, der ganz besonders im Verbund mit anderen Bibliotheken erst so richtig seine Vorteile ausspielen kann.

Wenn es nach mir ginge, wäre nicht nur das leidige und völlig überschätze Kleist-Archiv-Sempdner (wenn man es schon aus politischen Gründen nicht mehr loswerden kann) vor Ort mit eingebunden, sondern auch das zum Archiv zugehörige Literaturhaus Heilbronn ein fester Bestandteil unserer Stadtbibliothek. Leider aber bestimmt bei uns die Vetternwirtschaft immer noch viel zu viel.

Auf alle Fälle aber, es macht wieder und dieses Mal noch viel mehr Spaß, durch die Regalreihen der Stadtbibliothek zu schlendern. Der erweiterte Kinderbereich lässt einen schmunzeln, vor allem wenn man junge Leser beim Entdecken von Büchern beobachten kann — die „Kuschelecken“ sind dabei so richtig gut gelungen.

Ob das mit dem Musikmachen vor Ort zielführend ist, kann ich nicht beurteilen. Gibt es so etwas auch bei uns in der Musikschule nebenan? Auf alle Fälle aber sind die Räume der Stille und des eher zurückgezogenen Arbeitens eine sinnvolle Ergänzung.

Bleibt nun abzuwarten, wie wir Heilbronner unsere neue Bibliothek annehmen werden.