Bundestagswahl 2021

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Zurzeit sind die meisten von uns mit den Folgen der Gegenmaßnahmen und einige auch direkt mit den Folgen von COVID-19 beschäftigt; manche von uns dabei sogar aktiv im Gesundheitswesen tätig, wobei sie sich bemühen, der Pandemie endlich Herr zu werden. Der große Teil unserer Bevölkerung ist derweil voll und ganz damit beschäftigt, eine Impfung zu erhalten, damit man wieder in die Gaststätten einkehren oder den nächsten Urlaub planen kann.

Dabei gerät die kommende Bundestagswahl sehr leicht in Vergessenheit, bei der wir am Sonntag, 26. September 2021 den inzwischen 20. Deutschen Bundestag wählen werden. Uns stehen noch 18 Wochen zur Verfügung, um die Wahlprogramme der antretenden Parteien und Wählergruppen sowie die jeweiligen Kandidaten in unserem Wahlkreis kennenzulernen.

Als ersten Einstieg empfehle ich die offizielle Website zur Bundestagswahl 2021. Dort finden Sie bereits die ersten Wahlprogramme — ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen die meisten Parteien eins vorlegen werden — und die an der Wahl teilnehmenden Parteien, sowie deren Spitzenkandidaten.

Die vollständige Liste aller an der diesjährigen Bundestagswahl teilnehmenden Parteien wird spätestens am 7. Juli 2021 vom Bundeswahlleiter bekanntgegeben, dann sind es noch knapp 11 Wochen bis zur Wahl.

Bei der letzten Bundestagswahl hatten wir bundesweit eine Wahlbeteiligung von 76,2 %, was man als gutes Ergebnis ansehen kann. Jetzt hoffe ich, dass die Parteien und ihre Kandidaten so langsam Fahrt aufnehmen und zudem die weiteren politischen Organisationen beginnen, um für eine gute Wahlbeteiligung werben.

Bemerkenswert dabei ist, dass uns Bürger die aktuelle Bundestagswahl gut 100 Millionen Euro kosten wird und wir zudem für unseren Bundestag jährlich mehr als eine Milliarde Euro ausgeben. Schon alleine diese Summen rechtfertigen es, dass wir uns mit dieser Wahl im September 2021 etwas genauer beschäftigen.

Der Bundestagswahlkreis Heilbronn trägt die Nummer 267 und umfasst ungefähr 350 000 Einwohner, von denen ca. 250 000 wahlberechtigt sind. Bei der Bundestagswahl 2017 gingen 76,6 % der Wahlberechtigten auch wählen, was leicht über dem Bundesdurchschnitt lag.

Direkt gewählt wurde 2017 Alexander Throm (CDU), der mit einem Stimmanteil von 35,3 % erstmals in den Bundestag einzog.

Josip Juratovic (SPD) schaffte es nach einer sehr langen Nacht mit 23,2 % noch einmal gerade so in den Bundestag, dem er seit 2005 kontinuierlich angehört.

Auch Michael Georg Link (FDP) schaffte es mit 9,6 % erneut in den Bundestag, dem er bereits von 2005 bis 2013 angehörte.

Äußerst unerfreulich dabei war, dass eine zumindest in Heilbronn rechtsextreme Partei, die u. a. anstatt den Volkstrauertag zu begehen, ganz offiziell über einen Facebook-Post ihrer Gemeinderatsfraktion dem Nazi-Helden Albert Leo Schlageter gedenkt, mit 15,6 % Stimmanteil für einen mir völlig unbekannten Herren, eine ebensolche Dame in den Bundestag schicken konnte.

Für die kommende Bundestagswahl 2021 treten meines Wissens auch in Heilbronn zahlreiche Parteien und Kandidaten an, wobei ich sicher weiß, dass die FDP wieder mit Michael Georg Link antreten wird. Auch Josip Juratovic hat erneut seinen Hut in den Ring geworfen, wobei er damit kämpfen muss, dass ihn die SPD auf einen weniger erfolgreichen Listenplatz herabgestuft hat. Und auch der Heilbronner direkt gewählte Abgeordnete von 2017, Alexander Throm, wird mit einer 96 % Unterstützung seiner Partei erneut für den Bundestag kandidieren.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, welche weitere Parteien und Wählergruppen mit welchen Kandidaten in den kommenden Wochen ebenfalls ihre Kandidatur bekanntgeben werden.

Aber noch gespannter bin ich darauf, mit welchen Vorstellungen und Vorschlägen unsere Heilbronner Kandidaten für ihre Wahl werben werden.

Hoffentlich geht das Ganze nicht in unseren Urlaubsvorbereitungen unter!

„An election is coming. Universal peace is declared, and the foxes have a sincere interest in prolonging the lives of the poultry.“

George Eliot, Felix Holt, the Radical (2019 [1866]: 73

Brainstorming

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Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Einige von uns, darunter auch ich, sind schon einige Zeit auf Gottes Erdboden unterwegs. Manche von uns interessieren sich dabei von Anfang an auch für die Probleme und Herausforderungen, die uns schon immer, seit Jahrzehnten oder nur seit ein paar Jahren beschäftigen. Dabei konnten einige von uns den bekannten Grundsatz der Berufspolitik, nämlich Probleme erst dann zu thematisieren, wenn es für eine Lösung längst zu spät ist, nie ganz verstehen.

Ich gebe zu, dass ich als Jugendlicher solche Aussagen, gerade von prominenten Volksvertretern, selbst als „echt cool“ hielt und für äusserst professionell gehalten habe, heute aber, mit ein wenig eigener Erfahrung, halte ich solche, immer noch gerne getätigten, Aussagen von Berufspolitikern für höchst verantwortungslos und sehr problematisch.

Da viele von uns inzwischen aber erkannt haben müssten, dass jegliche Problemnegierung eine wenig erfolgsversprechende Handlungsweise ist, wäre es wirklich einmal an der Zeit, um die vielen, davon manche bereits seit mehr als 100 Jahren, bekannten Probleme einmal in Gänze zu erfassen und dies dabei mit der Hoffnung, dass man mindestens ein paar davon auch mittelfristig einer Lösung zuführen werden kann.

Deshalb versuche ich mit diesem Blogbeitrag ein Brainstorming zu initiieren, das möglichst viele solcher bestehenden Probleme einmal aufführt.

Ich werde dazu hier auf meinem Weblog eine eigene Website erstellen, die unter dem Namen „Herausforderungen“ [im März 2025 Webpage gelöscht] diese Probleme aufführen soll.

Ganz der Methode des Brainstorming verpflichtet, sammeln wir erst einmal Probleme oder Herausforderungen und beginnen dabei bereits auch mit den ersten Kategorisierungsversuchen, um das Ganze im Verlauf des Prozesses weiter zu präzisieren und zu detaillieren.

Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, dann schreiben Sie Ihre Punkte in die Kommentarfunktion oder mir gerne auch eine entsprechende E-Mail.

„Ich glaube, die Menschheit hat nur ein wirkliches Problem. Und das ist die rasante Zerstörung der Welt, in der wir leben. Und ich bin nicht überzeugt, dass wir daran etwas ändern.“

Donna Leon, Migros-Magazin 26 (28. Juni 2005)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Revanche

Da man gerade miteinander in anderer Sache kommunizierte, entwickelte sich daraus, völlig überraschend, ein gemeinsames Essen: die eine Seite in Neapel, die andere in Heilbronn. Und obwohl ich am Grill mein bestes gab, musste ich zuletzt doch einräumen, dass in Neapel die Speisen doch eine ganz andere Qualität besaßen. Am Abend aber saßen dann beide Seiten mit dem gleichen Wein beisammen, einem Nepetine di Oliena, und die Welt war für jeden von uns wieder in Ordnung. Eine Revanche wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Engagement

Hans Müller, der auch auf meinem Weblog als Gastblogger zu finden ist, verfolgt mit großer Verve die Entwicklungen rund um unser Europa und kommentiert diese auch sehr pointiert. Heute hat er einen Forumsbeitrag zur „schottischen Gemengelage – Künftig als unabhängige Nation in der EU?“ geschrieben, den ich gerne zum Lesen empfehle. [Die Foren wurden 2022 abgeschaltet.]

Stadtverwaltung

Jüngst überrascht die Stadtverwaltung mit ihren offiziellen Aussagen doch ein wenig. Zum einen behauptet sie, dass man wegen technischer Probleme manche Heilbronner Vereine nicht auf der Website der Stadt Heilbronn eintragen kann, was aber ohne jegliche Probleme mit anderen Vereinen weiterhin möglich ist, und zum anderen, dass das Ordnungsamt täglich — auch am Wochenende — in der Fußgängerzone Kontrollen durchführt.

Bei Ersterem bin ich fest davon überzeugt, dass es sich um einen reinen Akt der Willkür handelt und beim Letzteren, dass man den zuständigen städtischen Mitarbeitern ganz offensichtlich noch nicht mitgeteilt hat, dass Kontrollen in der Fußgängerzone aus dem Home Office heraus keine gute Idee sind.

Geburtstag des Tages

John Fitzgerald Kennedy