Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Rechtsanspruch

Schon wieder erhalten wir Bürger einen Rechtsanspruch. Dieses Mal auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Ansprüche sind ja immer etwas Nettes, vor allem dann, wenn man sie selber garantiert bekommt. Nur sollten sich die dafür Verantwortlichen auch fragen, wie sie all diese Ansprüche auch in der Realität umsetzen wollen — und dies am besten bevor sie so eine Entscheidung treffen.

Uns fehlt es schon jetzt an allen Ecken und Enden an Fachkräften, und man kann diese weder von extern (z. B. Asien und Afrika) einfach so einkaufen, noch per Gesetz einfach so generieren. Das Problem ist letztendlich, dass unsere Ansprüche kaum noch mit der Realität zu decken sind. Deshalb wird es unweigerlich zu einer Art Klassifizierung innerhalb unserer Gesellschaft kommen:

  • Es wird jene Menschen geben, deren Ansprüche werden nach den besten Möglichkeiten, und
  • es wird solche Menschen geben, deren Ansprüche werden nur auf dem Papier oder durch völlig unqualifizierte Kräfte gedeckt werden.

Völlig überzogene Ansprüche schaffen und zementieren immer eine Art Klassengesellschaft, was unsere Parteien offensichtlich auch so anstreben — ganz besonders jene, die sich selbst als sozial bezeichnen.

Wenn wir unsere offene demokratische Gesellschaft erhalten wollen, dann müssen wir unsere Ansprüche als erstes an den gegebenen Realitäten und nicht an irgendwelchen Wunschvorstellungen anpassen.

Und wenn wir so weitermachen, dann garantiert uns einer der kommenden Bundestage den Rechtsanspruch auf ewiges Leben.

Raubbau

Angeblich sollen wir Deutschen ein ganz besonderes und intensives Verhältnis zum Wald haben. Da ist es schon erstaunlich, dass die derzeitige Bundesregierung auf dem letzten Drücker mit ihrer „Waldstrategie bis 2050“ den Raubbau am deutschen Wald weiter zementiert, genau so, wie sie die europäischen Forderungen nach einem Tierwohl und Verbraucherschutz seit Jahren aushebelt, oder noch schlimmer, so lange wie nur irgend möglich, die Kohleverbrennung am Leben erhält; dabei wissen wir spätestens seit den 1970er-Jahren, dass diese nicht nur sehr umweltschädlich, sondern die Kohle zudem viel zu wertvoll ist, um sie einfach nur zu verheizen.

Drollig ist es dabei, wie wir gerne und mit allen Fingern z. B. auf China zeigen, wo für den Fortschritt Mensch und Natur geopfert wird, wobei wir dies seit Jahrzehnten ohne jegliche Hemmungen bei uns selber praktizieren, und für den Profit weniger Mitbürger sowie einem möglichst bequemen Leben für die meisten von uns, wirklich alles opfern — auch den deutschen Wald.

Europastammtisch

Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich die Europäischen Föderalisten und andere interessierte Heilbronner zum Gedankenaustausch in einer Heilbronner Gasstätte. Und jedes Mal ist es eine nette Runde, wobei die Themen nicht nur um Europa und die EUROPA-UNION kreisen, sondern auch Tagesaktuelles aufgreifen.

Damit ist der Europastammtisch eine gute Gelegenheit, um einmal „gelebtes Europa“ zu schnuppern.

Geburtstag des Tages

Antonín Dvořák


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7.9.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Nukleare Teilhabe

Im freien Europa besitzen nur Frankreich und das Vereinigte Königreich Atomwaffen. Man kann davon ausgehen, dass die des Vereinigten Königreichs dank der Unterstützung der USA auch funktionieren und zu einer glaubhaften Abschreckung beitragen können.

Deutschland übernimmt im Rahmen der NATO mit der Nuklearen Teilhabe ebenfalls Verantwortung und trägt damit einen kleinen Teil zur Abschreckung gegenüber Russland und China bei. Die Nukleare Teilhabe ist ein wesentlicher Kern der Verteidigungsstrategie der NATO; diese garantiert uns bereits seit 1949 Frieden und Freiheit.

Der heute von den Grünen geforderte Ausstieg aus der Nuklearen Teilhabe ist der erste Schritt Deutschlands aus der NATO. Damit machen sich die Grünen die SED/PDS/Linken-Ideologie zu eigen und gefährden die Sicherheit unseres Landes und von uns Bürgern.

Was Politiker nicht so alles machen, um an die Macht zu kommen.

Abschottung

Nicht nur wir Europäer machen aus unseren Ländern kleine Festungen, inzwischen sind auch die USA zu einer einzigen Sperrzone geworden. Die Begründungen für Grenzkontrollen oder Grenzschließungen werden dabei immer vielfältiger.

Inzwischen reichen zur Einreise in die USA ein Visum und das bekannte ESTA-Formular nicht mehr aus, und auch die Vorlage eines negativen PCR-Tests oder Antigentests ist wenig hilfreich.

Jetzt hängt alles von einem National Interest Exceptions (NIE) Formular ab, welches man kaum bis gar nicht bekommt. Aus gewöhnlich gut informierter Quelle habe ich erfahren, dass die USA derzeit 99 % der Anträge ablehnen, so dass inzwischen Hunderttausende von EU-Bürgern darauf warten, wieder in die USA reisen zu dürfen.

Und wer glaubt, dass dabei Menschenwürde oder Menschenrechte noch irgend etwas zählen, der irrt sich gewaltig; diese zählen auch bei uns nur noch dann etwas, wenn sich jemand bereichern kann. Und was mit Gesellschaften geschieht, wenn dort Rechte zur Ware werden, sieht man derzeit überall.

Surferwelle

Thomas Aurich stellt heute in der Heilbronner Stimme ein paar Ideen für Heilbronn vor. Das mit der Surferwelle könnte durchaus etwas werden, meines Erachtens aber eher hinter dem Wasserkraftwerk, wo bereits einmal die Kanus unterwegs waren, und bitte ohne weitere Gastronomie.

Auch mit der Idee, das Wollhausareal so neu zu bebauen, dass es u. a. als Attraktion dienen kann, kann ich mich gut anfreunden. Und mehr Grün in der Stadt kann ebenfalls nie schaden.

Das mit der Open-Air-Bühne ist allerdings nicht nur viel zu teuer, sondern auch kaum umsetz- oder gar bespielbar. Schon alleine aus Sicherheitsgründen — ich erinnere mich noch gut daran, wie wir als Rettungsschwimmer bei den Neckarfesten Alkoholisierte aus dem Fluss gezogen haben.

Website des Tages

Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Geburtstag des Tages

Buddy Holly


Experimenta

6.9.02021 5 (3)

Experimenta | © Shutterstock

Neckarbogen

Eigentlich war es von vornherein klar, erst sollten keine fremden Autos mehr in den Neckarbogen einfahren dürfen, und sämtliche Besucher, wenn überhaupt, nur noch ganz leise durch das neue Stadtquartier wandeln. Jetzt sind die Gänse dran, dann die Enten, Frösche und sonstiges Getier. Der Folgeschritt sind dann die Insekten, die stören und vernichtet werden müssen.

Zum Schluss sprudeln dann in den beiden Seen Champagner-Fontainen und der Neckarbogen wird zum Erfolgsmodell der Stadtverwaltung.

Imageproblem

Es gibt bei uns wohl keine Arbeit, die es tatsächlich noch mit dem Beruf des Abgeordneten aufnehmen kann. Nirgends verdient man so viel mit so wenig Eigenleistung. Und nirgends ist man so schnell bis ins hohe Rentenalter abgesichert, wie in der Berufspolitik. Und nirgends kann man nebenher so viel Geld dazuverdienen, wie als Volksvertreter.

Das ist spätestens seit YouTube allen Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen bekannt, und dennoch werden unsere Parteien nicht mit jungen aufstrebenden Menschen überflutet.

Vielleicht sollten die Parteien mehr damit werben, dass die Work-Life-Balance eines Politikers selbst die eines Richters oder Hochschulprofessors toppt, denn in welchem Beruf kann man „Profisport“, umfangreiche Sammelleidenschaften, Universitätsstudien, weitere Berufe, oder gar eine Zweitfamilie ohne Probleme integrieren?

Aber auch dies dürfte bereits vielen Berufsanfänger durchaus bekannt sein, und immer noch gibt es einen Mangel an qualifiziertem Politikernachwuchs — Philipp Amthor einmal ausgenommen.

So bleibt zu vermuten, dass der Beruf eines Politikers ein echtes Imageproblem hat — warum nur?

Kostenlos

Das ist wie beim Freibier, denn jemand muss die Zeche zahlen. Und so ist es auch beim kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, den Kindergärten, einem Studium und sonstigen nett gemeinten Dingen.

In all diesen Fällen zahlen die Steuerzahler und das sind, wie wir alle inzwischen wissen, nicht die Superreichen oder zumindest gut situierten Bürger, und auch nicht die vielen Mitbürger, die beständig von der Hand in den Mund leben. Es sind ausschließlich jene, die man noch als sogenannten Mittelstand kennt, die nicht mit ihrem Geld aus der Steuerpflicht flüchten. Also inzwischen viel zu wenige Bürger, welche die immer höher werdenden Staatsausgaben zu tragen haben.

Und da diese Steuern schon lange nicht mehr ausreichen, geht man bereits — ohne jegliche Hemmungen — an die letzten Ersparnisse der Bürger bis hin zu den Notgroschen oder die private Renten- und Krankheitsvorsorge.

Und da bei uns immer mehr kostenlos sein soll, werden auch die Enteignungsideen noch vielfältiger werden, um all jenen, die noch tatsächlich und auch produktiv arbeiten, das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.

Um diese Bürger dann ein wenig zu beruhigen, verspricht man immer wieder, die richtig Reichen zu besteuern, was man aber nie machen wird, oder man verspricht jene, die, aus eigenen Stücken heraus, nur in den Tag hinein leben und sich dabei an den vielfältigen kostenlosen Angeboten des Staats erfreuen können, mehr in die Pflicht zu nehmen, was man aber auch nie machen wird.

Wann wird diese Spirale wohl enden?

Wahrscheinlich erst dann, wenn all jene, die es sich noch leisten können, ausgewandert sind, und der Rest arm wie eine Kirchenmaus sein wird. Natürlich ausgenommen von unseren Wohltätern, den dafür Verantwortlichen, denn die leben dann inmitten der Armut wohlbehütet und im puren Luxus — das war in all den Ländern, wo wirklich alles kostenlos ist, schon immer so!

Artikel des Tages

Konrad Adam in der NZZ: Deutschland – wo die Blamage politischer Alltag ist

Videos des Tages

Geburtstag des Tages

Franz Josef Strauss