Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

5.3.02022 5 (1)

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Lesestoff

Dank Javier Giner konnte ich heute ein weiteres Buch auf meinen Lesestapel legen. Er hat mir dieses Buch wärmstens empfohlen. Der Titel des Buches ist „The Biology of Belief — Unleashing the Power of Consciousness, Matter & Mind“ und sein Autor ist Bruce H. Lipton. Ich habe mir gleich die verbesserte Ausgabe zum zehnjährigen Jubiläum des Buches gegönnt.

„Since I have read and reread the book, I can give you some tips to make the most of reading. In the prologue you will read that the purpose of the book is to ensure that after reading you are in “a position to have your life under control to lead a healthier and happier life.”

Then, the first part deals a lot with scientific and technical words that only doctors, researchers, professors, etc. understand, so I just skimmed through it to get to the part of the book where professor Lipton explains his discoveries and their application practice. It is in that part where you will learn many things that are unknown to most people.“

JAvier Giner

Ein erstes Anlesen lässt auf eine interessante Lektüre hoffen. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wann ich es gelesen haben werde.

Zurzeit ist wieder der alte Clausewitz en vogue, der gerade von sehr vielen Experten erneut auf Teufel komm raus zitiert und dabei meist missbraucht wird. Wie mein erster Kommandeur 1983 schon sagte, „der Clausewitz wird sehr gerne zitiert, und meist von jenen, die nicht einmal ein Exemplar seines Buches besitzen.”

Über all die Jahre hinweg habe ich mehrere Exemplare besessen, auch in englischer Sprache, da ich zu faul dazu war, ihn jedes Mal selbst zu übersetzen. Und jenen, die Clausewitz nicht nur zitieren, sondern ihn zumindest auch einmal anlesen möchten, denen empfehle ich die Neunzehnte Auflage (Jubiläumsausgabe) mit erneut erweiterter historisch-kritischer Würdigung von Werner Halweg von 1980. Denn es besteht bei anderen Ausgabe die Gefahr, dass man Carl von Clausewitz nicht nur falsch versteht, sondern ihn noch unrichtiger zitiert.

Städtepartnerschaft

Wozu Städtepartnerschaften dienen und wie man sie pflegt, ist in Heilbronn schon etwas länger in Vergessenheit geraten und aus der Mode gekommen; hier dürfte Dr. Manfred Weinmann der letzte Motor seitens der Stadt gewesen sein.

Und so hatte ich mich 2019 doch sehr gewundert, dass die Verwaltungsspitze plötzlich eine neue Städtepartnerschaft einging — hatte man doch erst 2016 eine sehr alte Städtepartnerschaft mit Port Talbot dem schnöden Mammon und der Bequemlichkeit wegen geopfert und zudem zahlreiche Versuche von Heilbronnern, neue Städtepartnerschaften mit bewährten demokratischen Stadtgesellschaften einzugehen, bereits in den Ansätzen vehement abgelehnt. „Heilbronn hat bereits genügend Städtepartnerschaften“, wurde die Verwaltungsspitze immer wieder zitiert.

Was ich nicht bedacht hatte war, dass auch in Heilbronn der lupenreine Demokrat Wladimir Putin immer mehr Anhänger fand, und somit das Schröder-Syndrom nicht nur Teile des Heilbonner Gemeinderats, sondern auch die Stadtverwaltung infizierte.

Spätestens 2008 war jedem Europäer klar, dass Putin nicht nur andere Länder angreift und deren Bevölkerungen schwer dezimiert, sondern auch in der Russischen Föderation selbst alle Demokraten verfolgt und in Gefängnisse oder Konzentrationslager verfrachtet. Dann schreckte er nicht einmal mehr davor zurück, geflohene Russen in Europa und auch in Deutschland ermorden zu lassen. Mit dem Angriff gegen die Ukraine, der bereits 2014 erfolgte, war es selbst dem ignorantesten Bürger klar, dass Putin eine Diktatur in der Russischen Föderation aufgebaut hat und diese nun begann, auch auf andere Länder auszudehnen.

Erstaunlich ist dabei, dass Putin mit seinem zunehmenden und offenbar auch willkürlichen Morden, darunter übrigens fast 300 Unionsbürger, in Heilbronn immer beliebter wurde. Und als dann die gesamte Welt darüber spekulierte, ob es in der Russischen Föderation überhaupt noch demokratische Volksvertreter in Verwaltungspositionen gibt oder geben kann, kommt unser OB um die Ecke und schließt eine Städtepartnerschaft mit einer russischen Stadt ab, deren Bevölkerung seit 2014 den Angriffskrieg in der Ukraine unmittelbar mitbekommt und wahrscheinlich auch unterstützen muss.

Sollte es noch einen Rest an Anständigkeit im Heilbronner Gemeinderat geben, wäre es ratsam, wenn man diese Städtepartnerschaft so lange aussetzt, bis man davon ausgehen kann, dass wir keine Kriegsverbrecher in Heilbronn willkommen heißen.

Experten

Dass wir ein Land der Experten sind, ist uns allen bestens bekannt. Dass jetzt aber auch der allerletzte Pazifist jeden Berufssoldaten an militärischer Expertise und Sachverstand übertrumpft, ist auch mir neu.

Aber weit interessanter ist, wie diese Experten nach der Bundeswehr — die ihre Meinung nach selbst schuld ist — nun auch noch die russischen Streitkräfte analysieren und deren sämtlichen vermeintlichen Fehler detailliert aufführen.

Dabei ist es doch das Normalste von der Welt, wenn zu Beginn einer jeden Operation und ganz besonders am Anfang eines Krieges sehr vieles schief läuft, und dabei ganz besonders gerade jene Dinge, die man wirklich nicht erwartet hätte. Und das ist gerade das wirklich Spannende an der ganzen Sache.

So sollten sich unsere Experten lieber nicht zu sehr und zu früh freuen, denn Armeen lernen sehr schnell, vor allem dann, wenn ihre Fehler tödlich sind. Und leider wird es auch unsere Streitkräfte treffen, wenn diese dann doch eingesetzt werden müssen.

Schade nur, dass wir dann nicht auf die Kompetenz unserer Experten zurückgreifen werden können, die sicherlich so mit dem Kommentieren und ihrem Expertenrat beschäftigt sind, dass sie wieder einmal keine Zeit haben werden, um selber für unser Land zu kämpfen.

Geburtstage des Tages

Georg Friedrich Händel und Gerhard Mercator


Sonnenuntergang

Demokratiedefizit 5 (1)

Beitragsfoto: Sonnenuntergang | © Pixabay

Eigentlich, wenn es sich um unsere Regierungen, zumindest in Deutschland, handelt, ein waschechter Euphemismus. Über Jahre hinweg habe ich versucht zu erklären, dass man funktionierende Politik möglichst rational, vernünftig, transparent und tragbar gestalten muss, und dass dabei Demokratie nicht nur von allen Beteiligten lebt, sondern auch davon, dass sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten, und sich dabei keine „Kasten“ (Hartzer, Superreiche oder Berufspolitiker) bilden, denn dies ist der sichere Tod einer jeden Demokratie.

Gestern hat es nun Christian Ehring in extra-3 sehr deutlich angesprochen und damit wohl auch die Brisanz dieser Problematik für alle aufgezeigt, indem er sich darüber wunderte, dass man solche spontane Aktionen, wie den Atomausstieg oder eine 100 Milliarden Euro schwere Finanzspritze für die Bundeswehr über Nacht vom Zaun brechen, aber währenddessen sämtliche, unsere Gesellschaft und das Leben insgesamt bedrohenden, Probleme — und dies über Jahrzehnte hinweg — ignorieren oder gar verdrängen kann.

Der derzeit wohl populärste Vertreter dieser defizitären Politikerkaste ist nicht etwa Gerhard Schröder oder der ganz aktuelle Olaf Scholz, sondern immer noch die echte Angela Merkel Erbin Ursula von der Leyen. Diese Föhnfrisur (pars pro toto) kündigt seit ihrer „Machtergreifung“ in Brüssel beständig neue Finanzspritzen, und jedes Mal im Billionen Euro Bereich, für alles und jeden an, ohne jemals auch nur für eine einzige Sache zur Kasse zu treten.

Dieses beständige „auf die Kacke hauen“ unserer Berufspolitiker entzückt zwar immer wieder ihre Wähler, löst aber kein einziges Problem, sondern verstärkt diese und bringt uns immer weiter an den Rand des Abgrunds!

Wie schon bekannt, Merkels Atomausstieg hat weder die Umwelt gerettet noch unsere Energieversorgung gesichert. Er hat alles nur schlimmer und teurer gemacht und muss wohl demnächst für Unsummen an Steuergeldern wieder rückgängig gemacht werden. Durch diesen deutschen Atomausstieg ist Deutschland und Europa ein Schaden entstanden, den man nicht mehr reparieren kann!

Auch die Milliardeninvestitionen in die Bundeswehr werden, wenn man nicht endlich damit anfängt, um auch verantwortliche Politik zu machen, ohne Wirkung verpuffen und nur die üblichen Politikgewinnler bereichern.

Christian Ehring fragte gestern völlig zur Recht, was wird eigentlich für Bildung und gegen die Erderwärmung unternommen? Auch diese Problematiken werden weiterhin vertagt, solange bis sich eine erstklassige Gelegenheit eröffnet, um so richtig „auf die Kacke zu hauen“!

Ich kann mir schon ganz gut vorstellen, wie Ursula von der Leyen noch am Tag vor dem Weltuntergang unter dem Getöse ihrer Lakaien ein 5 Trillionen Rettungspaket ankündigt, und Markus Söder schnell ergänzt, dass man demnächst in und für Bayern an einem 6 Trilliarden Euro-Paket arbeiten werde.

Aber zurück zum Hier und Jetzt. Ganz aktuell lassen sich unsere Politiker für die Unterstützung der Ukraine feiern, einen Krieg, den diese ganz alleine selber mit zu verantworten haben. Inzwischen hat unsere Politik die Qualität eines Feuerwehrmannes erreicht, der Häuser anzündet, um sich beim Löschen feiern zu lassen.

Wie wir alle wissen, gibt es neben dem Bildungsdefizit und den für alle fatalen Umweltproblemen auch weitere uns schwer belastende Probleme, wie fehlende Unterstützung innerhalb Europas, ein großes Wohlstandsgefälle, Fachkräftemangel sowie Rohstoff- und Energiemangel.

Und vergessen wir dabei nicht, dass wir in den Bereichen Europas und Deutschlands, wo es noch halbwegs rund läuft, auch ein Wohnungsmangel zu verzeichnen ist. Und gerade in diesen Bereichen gibt es dann auch noch schwerwiegende Probleme mit der Integration von Neubürgern und wohl auch die größten Bildungsdefizite, was jetzt schon dazu führt, dass wir immer mehr antidemokratische Bürgerbewegungen und -aktionen ertragen müssen — der Zerfall unserer Gesellschaft wird immer deutlicher!

Wir rechnen gerade ganz aktuell mit dem Zuzug von mindestens 5 Millionen Ukrainern (und das ist auch richtig so!), die wohl über Jahre hinweg bei uns bleiben und sicherlich auch weitere Familienangehörige nachziehen werden. Nur können wir jetzt schon davon ausgehen, dass diese nicht lange in Polen oder Rumänien bleiben wollen (wo sie auch nicht sehr lange willkommen sind!), sondern sich ganz folgerichtig dorthin orientieren, wo sie die besten Arbeitsplatzchancen und die beste soziale und medizinische Versorgung vorfinden.

Ergo, werden sich auch diese Menschen gerade in jenen Gebieten sammeln, wo jetzt schon Politik und Verwaltung nicht mehr mit der aktuellen Bevölkerung zurechtkommen, wie bei uns in Heilbronn.

Damit werden die bereits bestehenden Probleme — sicherlich auf einem sehr hohen Niveau — weiter verstärkt, denn man kann in einem strukturell abgewirtschafteten Raum kaum neue Zuzüge unterbringen, ohne alle darin lebenden Menschen gewaltig zu belasten.

Dabei reicht es dann auch nicht, sobald die ersten Konfrontationen beginnen, dass Winfried Kretschmann vor die Medien tritt und ein entsprechendes 2 Billionen Euro Wünsch-Dir-Was Paket ankündigt.

Ich hoffe, dass ich ganz auf die Schnelle heute meinen Punkt machen konnte: wir benötigen keine inkompetenten Schaumschläger und Ankündiger, die unser Land weiterhin abwirtschaften und ausverkaufen, sondern Politiker, die damit beginnen, Probleme anzugehen und nach tragbaren Lösungen zu suchen.

„Schröder bleibt stur. Er will seine Posten in den Aufsichtsräten von Rosneft, Nordstream und demnächst auch Gazprom nicht aufgeben. Das nennt man lupenreine Loyalität. Von solchen Posten trennt man sich ja auch nicht so leicht wie, sagen wir mal, Ehefrauen. So ein Vorstandsvorsitz, das ist ja schon was fürs Leben.“

Christian Ehring, extra-3 (03.03.2022)

Mann mit Fässer

3.3.02022 5 (2)

Mann mit Fässer | © Pixabay

En passant

Die Gefahr für unsere europäischen Demokratien war seit 1948 nicht mehr so groß wie heute! Wir müssen jetzt ganz besonders darauf achten, dass nicht ganz nebenbei und klamm heimlich Ursula von der Leyen die Gunst der Stunde nutzt und nicht nur den Rechtsstaatsmechanismus aussetzt, sondern auch sämtliche bereits beschlossenen Sanktionen gegenüber den antidemokratischen Regierungen in der EU beerdigt.

Schlimmer noch, dass die EU sogar, angesichts des Ukrainekriegs, den Ausbau der osteuropäischen EU Mitgliedstaaten zu lupenreinen Demokratien weiter und noch verstärkt finanziert!

Ich wage jetzt schon zu behaupten, dass unsere Politiker in ca. fünf Jahren völlig davon überrascht sein werden, wie zumindest Polen und Ungarn nur zu Diktaturen werden konnten.

Schröder-Syndrom

Noch nicht ganz bekannt für diese, ganz besonders in deutschen Parlamenten auftretende, Krankheit sind deren Ursachen. Die Experten tendieren zur Zeit dazu, dass man diese, für andere Menschen absolut tödliche, Krankheit bekommt, wenn man entweder über Jahre hinweg Korruptionszahlungen und weitere Vergünstigungen annimmt, oder man den genetischen Defekt des Totalitarismus in sich trägt.

Auf jeden Fall aber ist keine unserer Parteien, selbst die tatsächlich demokratischen, bisher vom Schröder-Syndrom verschont geblieben.

Im Frühstadium dieser Krankheit neigen die betroffenen Patienten dazu, Steine und Molotowcocktails gegen Polizisten zu werfen und bei den Autos von Soldaten die Bremsschläuche zu durchtrennen oder die Radmuttern zu lösen.

Kriegsgewinnler

Man kann zwar noch keine verlässlichen Aussagen über den Kriegsverlauf treffen, aber die üblichen Kriegsgewinnler stehen schon fest. So ist es durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen, dass es bald zwar keine Ukraine mehr geben wird, dafür aber unzählige Hilfsorganisationen über Jahrzehnte hinweg saniert sein werden. Das ist eine der wirklich schrecklichen Seiten des Krieges, die ich erstmals während des Bosnien-Konflikts erleben durfte und welche bei mir bis heute schwere seelische Schäden hinterlassen hat.

Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, der tatsächlich helfen möchte, dass er ganz gut darauf achtet, an wen er spendet oder Hilfsgüter übergibt. Ich empfehle dabei dringend, sich zuerst an offizielle ukrainische Stellen zu wenden und wenn dies nicht möglich ist, dann bei Hilfsorganisationen, die tatsächlich auch sehr, sehr viele ukrainische Mitarbeiter haben.

Dasselbe gilt leider auch für Waffenlieferungen. Nur jene Waffen kommen wirklich bei der kämpfenden Truppe an, die an diese auch persönlich übergeben werden. Wenn man über „Mittelsmänner“ geht, dann wird man viele dieser Waffen bald an allen Ecken dieser Welt wiederfinden können. Oder noch schlimmer, sie verstauben in Kellern von fleißigen Beamten, da die kämpfende Truppe nicht in der Lage war, um das dazu nötige Formblatt richtig auszufüllen.

Nachtrag

Gerade in der New York Times gelesen. Auch dortige Journalisten — wahrscheinlich mit entsprechender Erfahrung — machen sich Gedanken, an wen man spenden kann. Sie empfehlen dabei vier Hilfsorganisationen, aber auch dies mit dem folgenden generellen Hinweis:

„Many of the experts we spoke to for this article shared the same advice: If you decide to donate, specify that your gift go toward the conflict in Ukraine. Otherwise, your money may end up paying for a charity’s general operating expenses.“

New York Times, How To Help Ukraine (02.03.2022)

Geburtstag des Tages

Jean Harlow