Maskerade

25.4.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Aushilfsfahrer

Jüngst konnte ich meine Fähigkeiten als Kleinbusfahrer unter Beweis stellen. Dies führte nun dazu, dass mich meine bessere Hälfte zum Aushilfsfahrer bei meseno bestellte. Und so hatte ich heute meine erste Tour durch den nördlichen Teil unseres Landkreises; übrigens eine interessante Angelegenheit.

Sollte ich mich bewähren, lies sie mich nun zudem wissen, dann darf ich mich künftig regelmäßig als Aushilfsfahrer betätigen — fast ein Lob der besseren Hälfte, was möchte Mann mehr?

Boris Palmer

Ein waschechter Populist, auf den die Grünen einfach nicht verzichten wollen. Der gestern erzielte Kompromiss ist eine typische Lösung der Unionsparteien und zeigt die Bandbreite, die die Grünen inzwischen erreicht haben. Boris Palmer lässt dabei seine Mitgliedschaft bei den Grünen bis Ende 2023 ruhen. Nach Palmer hat auch der Landesvorstand der Grünen diesem Kompromissvorschlag des Landesschiedsgerichts der Grünen zugestimmt.

Palmer hat Erfolg und wird sich deshalb auch nicht ändern. So können die Grünen nur auf eine Art biologische Lösung bauen, und diese dürfte noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.

Kann aber auch sein, dass die Grünen darauf spekulieren, dass Ende 2023 Palmers Ansichten bei den Grünen mehrheitsfähig sein werden.

Emmanuel Macron

Auch wenn er als Superstaateuropäer nicht mein Wunschkandidat ist, so ist er doch nicht nur für Frankreich derzeit die einzige Hoffnung. Deshalb war ich gestern um 20.00 Uhr sehr erleichtert, als die ersten Hochrechnungen veröffentlicht wurden.

Bei aller Freude muss man allerdings auch festhalten, dass in Frankreich Faschisten und Nationalsozialisten über 42 % der Stimmen erhalten. Und dies ist vor allem auch für Deutschland kein gutes Omen — wir können nur froh darüber sein, dass bei uns die Nazis bisher nur Schreckschrauben und Lurche aufbieten konnten. Kaum vorzustellen, was ein attraktiver Nazi bei uns erreichen würde.

Und das nur einmal zum Thema europäische Demokratie und Menschenrechte. So muss man sich auch nicht weiter wundern, dass Vladimir Putin immer noch glaubt, dass man ihm die EU bald als Morgengabe anbietet — größere Teile der europäischen Berufspolitiker hat er schon in der Tasche.

Übrigens, Marine Le Pen lebt ganz gut als Berufspolitikerin und jetzt noch wesentlich besser als je zuvor.

Geburtstage des Tages

Albert Uderzo, Ella Fitzgerald und Peter Tschaikowski


Demokratie

Demokratiefrage 5 (1)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Ein Nebeneffekt des russischen Überfalls auf die gesamte Ukraine und die weitere akute Bedrohung von z. B. der Republik Moldau durch die Russische Föderation ist, dass sich die Sturmabteilungen bundesdeutscher Parteien aus dem eher linken Spektrum gerade damit verstärkt beschäftigen, den Vereinigten Staaten von Amerika die Demokratie abzusprechen.

Faktum ist, dass ohne den beherzten Einsatz von Joe Biden, der sämtliche US-amerikanischen Kräfte und Mittel mobilisierte, um die freien Europäer wieder einmal zu retten, wir bereits jetzt der Russischen Föderation sehr große Zugeständnisse hätten machen und mindestens auch noch die baltischen Staaten hätten opfern müssen; wahrscheinlich aber wäre die EU in einen postsozialistischen Annex der Russischen Föderation umgebaut worden. 

Anzeichen dafür gibt es viele, z. B. hat sich Marine Le Pen gerade im heutigen Wahlkampf erneut eine verstärkte Zusammenarbeit mit Vladimir Putin und eine Abkehr von den USA gefordert. Gerhard Schröder und Victor Orban sind schon länger glühende Verehrer dieses Diktators, und selbst die offiziellen Vertreter der SPD ducken sich gerade nur ein wenig weg, um ihre sonst so guten Beziehungen zur russischen Diktatur nicht allzu offen zur Schau zu stellen.

Und selbst bei den eher bürgerlichen Parteien findet man sehr viele „Putin-Versteher“, was in den letzten Jahren dazu führte, dass das Verständnis für sämtliche russische Aggressionen mit ihren vielfältigen Morden parteiübergreifend vorhanden war. Gutmeinend könnte man argumentieren, dass die Erwartung, billiges Öl und Gas aus Russland zu erhalten, nicht nur das eigene Verständnis für Menschenrechte, sondern auch das für Demokratie sehr eingeschränkt hat.

Wer aber seine Werte für Gas und Öl verkauft, muss sich nicht wundern, wenn er eines Tages in einer Diktatur aufwacht.

Aber zurück zu den Vorwürfen, die jetzt verstärkt gegen die USA vorgebracht werden: „Seit spätestens Donald Trump sei es völlig klar, dass die USA keine Demokratie mehr seien.“ Dabei konnten wir doch alle miterleben, wie dieser Präsident nach vier Jahren abgewählt wurde.

Dies zählt aber nicht, da man jetzt gerne vom bekannten US-amerikanischen Gerrymandering spricht und der Tatsache, wie man in den USA versucht, unliebsame Wähler von der Wahlurne fernzuhalten. Beides Totschlagargumente in den Augen der bundesdeutschen Linken, dass die USA keine Demokratie mehr seien. Was möchten diese Damen und Herren gerade jetzt damit bezwecken?

Will man uns nun damit glauben machen, etwa dass Putin auf einem Kreuzzug sei, um Europa von den US-amerikanischen Antidemokraten zu befreien?

Aber unabhängig davon, ja, die USA hat Probleme mit dem Demokratieverständnis bei manchen ihrer Mitbürger!

Sieht es aber bei uns so viel besser aus? Ist das mit dem Fingerzeig auf andere Leute nicht nur eine Art von Verdrängung der eigenen Probleme?

Auch bei uns werden Wahlkreise immer wieder neu zusammengestellt, und ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, wie nach solch einer Neuaufstellung bei uns die SPD zum Zuge kam und sich für diese Kärrnerarbeit bei der Wahlkreisneugestaltung selber feierte. Was ist dabei der Unterschied zum „Gerrymandering“? Man könnte diese Wahlkreisänderungen bei uns auch einmal unter diesem Aspekt betrachten.

Und jüngst wurde in Baden-Württemberg das Wahlrecht geändert, und die Initiatoren scheuten sich nicht zu erklären, dass man damit u. a. der Tatsache entgegenwirken möchte, dass der Wähler anders wählt, als es die Parteien gerne hätten und deshalb durch diese Reform nachgesteuert werden musste.

Schlimmer noch, bei der jüngsten Wahl in Heilbronn gaben keine 31 Prozent der Wahlberechtigten mehr ihre Stimme ab, darunter ganze Gesellschaftsschichten.

Und wenn man dann noch mitbekommt, wie diese Wählerschichten ganz bewusst von den Parteien ausgegrenzt werden, dann sind wir wohl sogar schon etwas weiter als die USA. Diese Ausgrenzung ist vorhanden, sonst würden aktive Parteiangehörige dieser Gruppen sich nicht selbst u. a. als „Quoten-Türke“ oder „Alibi-Türke“ ihrer Partei bezeichnen.

Ein weiteres Zeichen für unser eigenes Demokratiedefizit ist es, dass schon sehr lange aus der Bürgerschaft immer wieder die Forderungen nach „Mehr Demokratie“, „mehr Bürgerbeteiligung“, „mehr Transparenz“ oder auch nach „mehr direkter Demokratie“ kommen.

Deshalb rate ich diesen Partei-Trollen gerade in der aktuellen Situation nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern sich in ihrer eigenen Partei einmal dafür einzusetzen, dass das mit der Demokratie wieder besser wird — so lange wir noch eine Chance dazu haben.

Marine Le Pen könnte schon heute Abend dafür sorgen, dass wir dazu bald keine Chance mehr haben werden. Und wenn es ihr nicht gelingt, gibt es bei uns in Europa und auch in Deutschland weitere Politiker, die sich nicht lange bitten lassen, um die neuen Statthalter von Vladimir Putin zu werden.

„The strain of anti-intellectualism has been a constant thread winding its way through our political and cultural life, nurtured by the false notion that democracy means that ‘my ignorance is just as good as your knowledge.’“

Isaac Asimov, A Cult of Ignorance, Newsweek (21. Januar 1980)

Kaiserstraße | © Shutterstock

22.4.02022 0 (0)

Kaiserstraße | © Shutterstock

Vergänglichkeit

Seit meinen Palm IIIc-Zeiten nutze ich ein und dasselbe Tool zum Speichern und Verwalten sämtlicher Kennwörter. So trifft es mich heute nicht nur sehr überraschend, sondern auch ziemlich hart, dass dieses Tool, weil inzwischen unrentabel, eingestellt wird.

Zumindest soll es noch ausreichend Zeit geben, damit ich mir ein neues Toll aussuchen kann. Weit schwieriger wird es wohl werden, sämtliche über die Jahrzehnte angesammelten Kennwörter zu sichten und wenigstens die noch benötigten zu transferieren. Das Ganze kommt jetzt sehr ungelegen und wird mich einiges an meinen Reservezeiten kosten.

Deshalb freut es mich sehr, dass mir gerade ein Weblog-Leser einen Kaffee ausgegeben hat. Vielleicht hat er ein ähnliches Erlebnis hinter sich und baut nun etwas vor, denn auch ein Weblog gibt es leider nicht umsonst.

Vorbereitungen

Nicht nur heute Abend gibt es wieder eine sehr interessante Veranstaltung der EUROPA-UNION, dieses Mal geht es rund um die Finanzen, sondern auch in der Europawoche findet so einiges statt. All das möchte vorbereitet sein und so werden die kommenden Tage mit so einigen Besprechungen angereichert werden.

Besonders freue ich mich über eine Kooperation mit der Stadtbibliothek. Dort dürfen wir zum ersten Mal in der Geschichte des Europäischen Wettbewerbs die jeweiligen Wettbewerbsplakate ausstellen. Und zu Beginn der Ausstellung gibt es dann noch eine Vernissage mit einer Preisverleihung des aktuellen Wettbewerbes.

Und selbst ein Urlaub will heutzutage vorbereitet sein. Die Zeiten, wo man einfach nur in einen Flieger hüpfte und der Urlaub beginnen konnte, die sind eindeutig vorbei. Jetzt gilt es Unmengen von Formularen auszufüllen und alle notwendigen Nachweise zu erbringen, und dies immer verbunden mit der Gefahr, dass man dann wegen eines positiven PCR-Tests seinen Urlaub gänzlich streichen kann.

Aber Urlaub war schon immer eine völlig überbewertete Sache, denn „Leistungsträger“ haben zu schuften bis sie umfallen und danach möglichst schnell und billig abzuleben. Nur so können wir unseren Sozialstaat am Leben erhalten.

Fußgängerzone

Unsere Heilbronner Fußgängerzonen verkommen immer mehr zu einem Eldorado für Rücksichtslose. An den Müll und die Fäkalien kann man sich gewöhnen, aber mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger, den motorisierten Zeitgenossen auszuweichen. Die Lkw sieht man noch ganz gut, und manche Fahrer verlangsamen auch ihre Fahrt, wenn sie an einem vorbeistreifen, anders sind da schon die Taxen, die es bekanntlich eilig haben sowie die Privatautos, für die sich mit geringerer Geschwindigkeit ihre Abkürzung durch die Fußgängerzone nicht mehr lohnen würde.

Und für jene Heilbronner, die gute Beziehungen zur „Herrscherschicht“ in Heilbronn unterhalten, sind kostenfreie Parkplätze in der Fußgängerzone bereits zu einer Art Statussymbol geworden, ob direkt vor der Kilianskirche, vor der inoffiziellen Regierungszentrale oder gerne auch direkt am Stadtbadeingang.

Die größte Gefahr für ältere Menschen geht allerdings von den Fahrrädern aus, weil man diese kaum hören und sehr spät sehen kann. Da hilft es einem nicht, wenn man wieder einmal von hinten angefahren wird, dass der Fahrradfahrer sich beschwert und einem sogar die Schuld zuspricht, weil er doch geklingelt habe — höre ich nur nicht mehr und hinten habe ich auch keine Augen.

Inzwischen erfüllt das Verhalten der Stadtverwaltung in Heilbronn vermutlich bereits den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung.

Sonderparkplätze für Privilegierte mit Friseurporsche

Geburtstag des Tages

Immanuel Kant