Theaterschiff Heilbronn

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Beitragsfoto: Theaterschiff Heilbronn

In Heilbronn gibt es mehr an Kultur als man so allgemein vermutet. Unter anderem auch das erste Theaterschiff Deutschlands. Zugegebener Maßen kämpfen allerdings auch in Heilbronn gerade jene Kleinkunstbühnen um ihre Existenz, die nicht am staatlichen Tropf der besonderen Kulturförderung hängen und wo sich fast niemand darüber Gedanken macht, was man mit einer Milliarde Euro Steuergelder sonst noch alles machen könnte.

Aber auch unsere Kleinkunst und manchmal auch deren entsprechenden Vereine erhalten immer wieder eine Förderung, ohne die es bestimmt noch viel schlechter um unsere Kulturvielfalt stünde — wir müssten uns wohl alle mit Staatstheatern und -opern sowie einem sehr angepassten Programm zufrieden geben.

Kaum auszudenken, was alles möglich wäre, wenn man nur die Gelder, die unser Gemeinderat und unsere Verwaltung für reine Informationsfahrten und Belustigungsveranstaltungen sowie Gutachten aller Art aufwendet, zusätzlich für eine konsequente Heilbronner Kulturförderung verwenden würde — wir wären wohl die Kulturhauptstadt Süddeutschlands.

Und so ist es gut zu wissen, dass das Heilbronner Theaterschiff bisher ganz ordentlich durch die COVID-19 Pandemie gekommen ist. Allerdings muss auch das Theaterschiff, wie übrigens alle Bühnen in Deutschland, damit kämpfen, dass gerade jene Bürger, die bisher aus „alter Gewohnheit heraus“ zu den Aufführungen kamen, nach gut zwei Jahren Pause nun stark entwöhnt sind. So sind alle Theater- und Kulturmacher gerade sehr damit beschäftigt, nicht nur ihr altes Publikum zurückzugewinnen, sondern auch neues und junges Publikum zu generieren — eine Herausforderung, die kaum größer sein kann!

Ich selbst bin immer wieder gerne auf dem Theaterschiff und freue mich darüber, dass es den Machern unter der Regie von Christian Marten-Molnar gelungen ist, wieder ein sehr interessantes Angebot auf die Beine zu stellen.

Übrigens, am Samstag, 29. Oktober 2022 feiert das Theaterschiff mit einer Jubiläums-Gala sein 25jähriges Bestehen.

Und da nicht nur das Schiff — ein französischer Frachter, der von einem Schweizer nach Heilbronn gebracht wurde, ein europäisches ist, sondern auch dessen Künstler allesamt bekennende Europäer sind, freuten sich die Europäischen Föderalisten aus Heilbronn, bei dessen neuer Beflaggung behilflich sein zu können.

Jetzt hoffe ich nur, dass das Theaterschiff damit nicht gegen eine städtische Verordnung verstößt, und die Europaflagge weiterhin munter auf dem Neckar auch in Heilbronn wehen kann.

Nachtrag 18.8.2023

Jüngst gab es personelle Veränderungen auf dem Theaterschiff. Alles soll dort nun neu und ganz anders werden. Diesem „Bildersturm“ fiel als erstes unsere Europaflagge zum Opfer.

Jetzt bin ich einmal sehr gespannt darauf, was für eine Flagge demnächst gehisst wird?


Wasserspiel im Neckar

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Beitragsfoto: Wasserspiel im Neckar, als es noch plätschern durfte

Facebook und Instagram

Gestern hatte ich noch geschrieben, wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen, und so habe ich heute wieder einmal zwei Social Media-Accounts mehr als eigentlich gewollt. Jetzt findet man mich auch wieder über Facebook und seinen kleinen Bruder Instagram.

Denn so mancher Werbeprofi oder gar erfolgreich gewählter Politiker ist fest davon überzeugt, dass man ohne diese beiden Medien keine Wahl mehr gewinnen kann. Ich bin zwar völlig anderer Meinung, aber ich wurde bisher auch noch nie gewählt. Und so habe ich nun sichergestellt, dass es nicht an fehlenden Social Media-Accounts liegt, wenn ich auch 2024 von meinen Mitbürgern nicht als Stadtrat gewählt werden sollte: ach, wenn nur alles so einfach wäre!

Und bis dahin muss ich wohl oder übel meine beiden neuen Social Media-Accounts pflegen. Und wer mich gerne auch als Stadtrat sehen möchte, der sollte damit beginnen, meine Werbekanäle zu „liken“ und zu teilen. Wenn das geschieht, dann macht mir der bevorstehende Wahlkampf noch mehr Spaß und auf jeden Fall wird es wieder eine Party am Wahlabend geben — ob ich nun gewinne oder nicht.

Grundrauschen

Heute morgen hänge ich zusammen mit meiner besseren Hälfte und Klaus Brenner noch ein paar Fahnen ab, die dann wieder gereinigt und gelagert werden müssen. Bei Barbara und Roland Baier stehen noch knapp 50 Ausstellungsplakate, die wir wieder nach Stuttgart transportieren müssen, einschließlich deren Reparatur und entsprechende Lagerung.

Der Bus für unsere Straßburgfahrt ist bereits bestellt und so muss ich jetzt nur noch schauen, dass die Straßen, durch die ich kommenden Monat eine kleine Gruppe Interessierter führen möchte, auch an diesem Tag begehbar sind. Dafür darf ich bei einer anderen Veranstaltung anfangs des kommenden Monats wieder ein paar Teilnehmer abmelden, was nunmehr dazu führt, dass der externe Veranstalter prüfen muss, ob er diese überhaupt noch durchführen werden kann. Zwischendurch darf ich dann noch ein paar Termine umplanen, weil ein paar Aktivisten sehr kurzfristig ergänzende Vorstellungen und Ideen hatten — aber besser zu spät als nie.

Wenn das Ganze dann in trockene Tücher gebracht wurde, müssen noch die Kalendereinträge entsprechend geändert werden. Jetzt bin ich froh darüber, dass ich einen „Gesamtkalender“ auf diesem Weblog führe und damit Änderungen von mir nur noch einmal je Änderung eingearbeitet werden müssen.

Und kaum glaubt man, dass man wieder einmal auf dem Laufenden ist, kommen die nächsten Absagen, die man ebenfalls berücksichtigen und einarbeiten muss. Für mich persönlich ist es dabei immer am schlimmsten, wenn man eine sehr lange geplante Veranstaltung absagen muss, nur weil die Deadline zur Anmeldung verstrichen ist und man nicht auf die benötigte Teilnehmerzahl kam, und dann ein paar Augenblicke später die Anmeldungen nur noch so hereinpurzeln. Manchen Mitbürgern ist es wohl nicht so ganz bewusst, dass man auch ehrenamtliche Veranstaltungen planen und vorbereiten muss; deshalb können diese einfach nicht wie ein Kinobesuch konsumiert werden! Wenn die Vereine so „professionell“ arbeiten würden, wären die Kosten für unsere Veranstaltungen weit höher, und jeder würde sich dann darüber beklagen.

Geburtstag des Tages

Roland Baier


Have questions?

Kommunalwahlkampf 5 (1)

Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Anfang 2019 schrieb ich darüber, dass mir der Heilbronner Kommunalwahlkampf Spaß gemacht hat, obwohl ich dabei mein selbst gestecktes Ziel bei weitem nicht erreichte. Inzwischen sind bereits wieder gut drei Jahre ins Land gezogen, wobei vor Kurzem noch hier im Weblog Michael Georg Link MdB daran erinnert hat, dass schon wieder Halbzeit im Gemeinderat ist.

Gestern dann hat Josip Juratovic MdB bei unserem ersten Europäischen Frühstück darauf hingewiesen, wie wichtig das politische Engagement auf lokaler Ebene ist, und heute saß ich mit Herbert Burkhardt und Christian Spörer beisammen, um die kommenden Schritte der Freien Wähler in Heilbronn festzulegen.

Da ich vor Kurzem erst bei den Freien Wählern – Freie Wählervereinigung Heilbronn e. V. zum Vorsitzenden gewählt wurde, komme ich nicht mehr darum herum, mir schon jetzt erste Gedanken für den kommenden Gemeinderatswahlkampf zu machen — dieses Mal nicht nur als aktiver Wahlkämpfer, sondern zudem auch als einer der verantwortlichen Koordinatoren für den gesamten Wahlkampf aller Freien Wähler in Heilbronn.

Der Vorteil für mich dabei ist, dass ich mir keine großen Gedanken darüber machen muss, ob mich die Freien Wähler auch 2024 wieder mit auf ihre Liste nehmen, denn einen der 40 Listenplätze dürfte ich mir bis dahin verdient haben. Und so freue ich mich schon jetzt auf eine sehr interessante Vorwahlkampfzeit, die sicherlich nahtlos in den nächsten Gemeinderatswahlkampf übergehen wird.

Wenn auch Sie schon einmal daran gedacht haben, für den Gemeinderat zu kandidieren und Sie zudem noch Ihren Hauptwohnsitz in Heilbronn haben, dann können Sie gerne mit mir Verbindung aufnehmen. Wie bereits 2019 geschrieben, nach der Wahl ist auch immer vor der Wahl.

Allerdings hat jede Medaille zwei Seiten und so werde ich — eine Konsequenz aus dem heutigen Gespräch — wohl nicht darum herum kommen, mir wieder ein paar zusätzliche Social Media Accounts zuzulegen. Ich weiß jetzt schon, wer alles außer mir ebenfalls nicht sehr glücklich darüber sein wird. Aber wer „A“ sagt, muss wohl oder übel auch „B“ sagen.