Blogger

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Tanzen

Wie ich gerade feststelle, hat es meine bessere Hälfte tatsächlich geschafft, uns gleich mehrmals in dieser Woche für Tanzstunden anzumelden. Und so darf ich heute Abend bereits zum zweiten Mal in dieser Woche das Tanzbein schwingen.

Im Falle, dass wir morgen Abend bei der Rückfahrt aus Straßburg nicht in einen Stau geraten, hat sie ebenfalls vorgesorgt und dann geht es direkt vom Bus aus in die Tanzschule.

Blog-Sterben

Zurzeit lese ich wieder häufiger davon, dass Blogger glauben, verstärkt ein vermeintliches Blog-Sterben beobachten zu können. Das mit den Weblogs ist dabei doch genauso wie mit den Bloggern, die älteren sterben weg und dafür kommen immer wieder jüngere nach. Zudem glaube ich nicht, dass jemand überhaupt einen Überblick über die Menge an Blogs hat — geschweige denn haben kann — und so sind die beklagten Beobachtungen meist nur Ausschnitte aus dem eigenen Umfeld; auch ich habe über die Jahre hinweg den Wegfall von doch so einigen Blogs bedauert, jene, die mir damals selbst ans Herz gewachsen waren. Dafür kommen aber auch immer wieder ganz neue Weblogs hinzu, die entweder gerade erst von mir entdeckt oder auch ganz neu von einem Blogger aus der Taufe gehoben wurden.

Man stelle sich nur einmal vor, kein Blog würde jemals wieder verschwinden, aber dafür weiterhin beständig neue hinzukommen! Deshalb ist das Blog-Sterben nicht nur eine ganz natürliche Erscheinung, sondern auch eine zwingende Notwendigkeit. Und ich bin zudem fest davon überzeugt, dass auch Blogs das Recht auf ein Vergessenwerden haben und sehe deshalb auch Backups immer noch mit sehr gemischten Gefühlen, vor allem dann, wenn jemand das gesamte Internet abspeichern möchte.

Schon alleine die eigene Blogroll ist eine kleine Herausforderung; ich bin dabei nicht der einzige Blogger, der diese Aufgabe inzwischen sehr gerne an einen RSS-Reader übergeben hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Reader automatisch darauf hinweist, wenn ein Blog nicht mehr existiert. Und damit werden zumindest die „toten Blogrolls“ immer weniger.

Aber ohne jede Frage, das Bloggen an sich ist schon eine mühselige und zeitraubende Beschäftigung, die für die große Masse der Blogger wohl eher der eigenen Reflexion dient. Matthias Lausmann schreibt dazu in seinem Blog:

„Bloggen ist zeitraubend. Aber es entspannt mich ungemein. Es hilft mir beim Ordnen der Gedanken, bringt mich am Ende eines langen Tages runter. Und mit etwas Glück kommt ein Artikel raus, den ich und andere gut finden.“

Herr Mess, Vom alten Schlag, 10. August 2022

Wenn jemand schnell eine Öffentlichkeit haben möchte, dann nutzt er eher die Sozialen Medien und dort ganz besonders die Microblog-Dienste. Und damit trennt sich auch beim Bloggen die Spreu vom Weizen, nämlich in jene Blogger, die sehr schnell das Bloggen wieder bleiben lassen oder gänzlich zu den Microblog-Diensten wechseln und jenen, die über Jahre hinweg kontinuierlich an ihrem Weblog schreiben, dabei manchmal etwas mehr und manchmal auch etwas weniger.

Wer allerdings für die „Ewigkeit“ schreiben möchte, dem empfehle ich weiterhin das klassische Buchformat.

Rucksack

Nachdem ich so langsam aber sicher mein Weblog und, dank der sehr professionellen Unterstützung von Detlef Stern, auch meinen Zettelkasten in den Griff bekomme, komme ich nicht umhin, mit dem Aufräumen meines Büros fortzufahren. Und schon habe ich dabei ein weiteres Projekt für mich entdeckt, denn ich habe dort meinen alten Rucksack gefunden, der einst und dies über Jahre hinweg meine Mobilität sichergestellt hatte.

Noch vor Jahren war dieser Rucksack ein sehr gutes Hilfsmittel, um von überall aus die eigene Arbeitsfähigkeit gewährleisten zu können. Jetzt, wo ich diesen in einer Ecke liegend sehe, überlege ich mir, mit was ich ihn heutzutage bestücken müsste, um für alle, für mich heute noch in Frage kommenden, Fälle gewappnet zu sein. Auf jeden Fall gehört ein Akku für Mobiltelefone und Laptop mit dazu und auch einen Zeigestock möchte ich nicht missen wollen. Das mit einem Laserpointer lasse ich lieber gleich ganz bleiben, denn die waren bei mir meistens ohne Batterie, wenn ich sie dann doch einmal benötigte.

Und damit mein neues Projekt auch von Erfolg gekrönt sein wird, habe ich gleich einen neuen Zettel im selbigen Kasten angelegt.


Straßburg

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Beitragsfoto: Straßburg | @ Pixabay

Straßburgfahrt

Und so ganz nebenbei bereiten meine bessere Hälfte und ich unsere kommende Straßburgfahrt am Samstag, 13. August 2022 vor. Eine Fahrt nach Straßburg lohnt sich immer wieder, ob mit dem Auto, mit dem Bus, mit der Bahn oder auch inzwischen mit der Straßenbahn über Karlsruhe.

Dieses Mal fahren wir mit einem kleinen, aber komfortablen Mercedes-Midiklubbus nach Straßburg und werden dort eine kleine Tour durch das Europaviertel absolvieren, bevor wir uns dann auf die Altstadt konzentrieren werden. Es gibt zwar noch viele weitere sehenswerte Stadtviertel Straßburgs, darunter übrigens auch die weit größere Version des Heilbronner Neckarbogens, aber man kann die Europastadt weder an einem Tag noch innerhalb einer ganzen Woche in Gänze kennenlernen.

Auf jeden Fall wird es wieder ein wunderbarer Tag in Straßburg werden. Und da wir überraschenderweise doch noch bis zu vier Plätze frei haben, biete ich kurzentschlossenen Lesern dieses Weblogs an, uns zu begleiten.

Off- und Online

Gestern durfte ich gleich an mehreren Besprechungen teilnehmen und mich zudem noch kurz mit Detlef Stern in Sachen Zettelstore austauschen. Das Wunderbare an allen Besprechungen war, dass ich es tatsächlich nur mit waschechten Profis zu tun hatte!

Und so machen Besprechungen nicht nur richtig Spaß, sondern es kommt sogar dabei noch etwas Vernünftiges heraus. Zudem macht dank Detlef Stern mein Zettelkasten ebenfalls richtig Fortschritte — was möchte Mensch noch mehr?

Und selbst die 6. Hertensteiner Gespräche — eine rein ehrenamtliche Angelegenheit und ganz bewusst im Amateurstatus angesiedelt — nehmen immer mehr Gestalt an. Wenn jetzt so langsam auch noch die Anmeldungen der Teilnehmer hinzukommen, dann kann ich mich wieder mehr meinen begonnenen Aufräumarbeiten widmen.


Mann mit Hut

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Beitragsfoto: Mann mit Hut | © Shutterstock

Baden im Neckar

Manche Dinge kann man selbst bei allem Bemühen nicht verstehen, wie zum Beispiel jene Empfehlung des Gesundheitsamtes, dass „das Wasser im Neckar … gesundheitliche Probleme verursachen [kann].“ und deshalb davor warnt, im Neckar zu schwimmen.

„Auch die Stadt und der Landkreis Heilbronn raten generell vom Baden im Neckar ab. ‚Es kann zu erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Durchfallerkrankungen führen‘, erläutert Stadt-Sprecherin Suse Bucher-Pinell. Die Behörde folge hierbei der Empfehlung des Sozialministeriums und weiterer Gesundheitsbehörden des Landes.“

Katharina Müller, Heilbronner Stimme, 10. August 2022, 11:43 Uhr  |  Update: 10. August 2022, 13:14 Uhr 

Das sind nämlich genau jene Behörden und Personen, die noch am 12. Juni 2022 den Triathleten eine herrliche Zeit im Neckar gesichert haben.

Es könnte natürlich auch sein, dass die in Heilbronn startenden Triathleten allesamt Übermenschen sind, oder vielleicht tauscht die Stadt Heilbronn auch nur jedes Mal zum Heilbronner Triathlon das Neckarwasser aus?

Fragen über Fragen …

Wie kann es z. B. sein, dass u. a. Heilbronner Stadträte wiederholt eine neue Badeanstalt im Neckar fordern und die Heilbronner Stimme darüber auch sehr gerne berichtet, ohne ihre Leser darauf hinzuweisen, dass das Baden in einer solchen Badeanstalt höchst gefährlich wäre?

Klingenäcker 

Wie heißt es so schön, „Ende gut, alles gut.“ Bereits meine Mutter, die in Sontheim aufgewachsen ist, kannte das künftige Baugebiet „Klingenäcker“. Ein paar Jahre später, wohl in den 1970er-Jahren, gab es dann auch außerhalb Sontheims, nämlich im Heilbronner Rathaus, erste Pläne, um dieses Baugebiet am südlichen Ortsrand von Sontheim zu erschließen — für eine damals noch junge „Großstadt“ wohl keine schlechte Idee.

Kaum 50 Jahre später soll es nun so weit sein, denn heute können wir in der Heilbronner Stimme (10.08.2022: 24) lesen, dass der Heilbronner Gemeinderat den Weg für die Erschließung der Sontheimer Klingenäcker frei gemacht hat.

„Die Bauarbeiten sollen noch im August [2022] beginnen. Der Abschluss der Haupterschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt ist für den Oktober 2023 geplant.“ 

Heilbronner Stimme (10.08.2022: 24)

Jetzt hoffen wir einmal darauf, dass nicht wieder einmal irgendetwas dazwischenkommt. Und so könnten wohl bis 2030 die ersten Sontheimer dort auch ein Haus oder eine Wohnung beziehen, gerade einmal knapp 100 Jahre nach den ersten Träumen ihrer (Ur-) Urgroßeltern von einem Häuschen in der eigenen Heimat.

100 Jahre sind dabei noch — nach Heilbronner Verhältnissen — eine sehr kurze Zeitspanne, wenn man nur zum Beispiel an die Turmstraße in der Kernstadt denkt, und die bräuchte man nur zur Fußgängerzone deklarieren. Jene Heilbronner, die noch die wunderbaren Pläne der Stadtverwaltung von einer Hebung des Pfühlbachs kennen, die liegen wohl meist inzwischen auf dem Heilbronner Friedhof.

Film noir

Per Zufall habe ich gestern ein wahres Meisterwerk entdeckt und zwar „Le mystère Henri Pick“ (2019). Die Geschichte basiert auf einem Roman von David Foenkinos aus dem Jahr 2016. Der Regisseur des Films ist Rémi Bezançon, der das Drehbuch übrigens zusammen mit seiner Frau schrieb.

Dieser 100 Minuten lange französische Film bietet nicht nur gute Unterhaltung, sondern stellt seine US-amerikanischen Vorbilder aus den 1940er- und 1950er-Jahren mit ihrem Zynismus, welcher durch eine pessimistische Weltsicht geprägt ist, locker in den Schatten.  

Und er zitiert dabei sogar die starken Hell-Dunkel-Kontraste und die entfremdeten bis völlig verbitterten — wobei diese auch immer wieder nach Paris zurückkehren — Protagonisten, welche im deutschen Stummfilm zwischen den beiden Weltkriegen so bezeichnend waren.

Mein Fazit: Diesen Film muss man gesehen haben. Und zum Ausgleich freue ich mich bereits auf „Qu’est-ce qu’on a tous fait au Bon Dieu ?“ (2021), der sicherlich besser als der zweite Teil „Monsieur Claude 2“ (2019) ist und sogar noch besser als der erste „Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu ?“ aus dem Jahr 2014 sein soll.