Parken in Heilbronn

4.9.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Parken in Heilbronn

Spieleabend

Zum Anschluss des Tages ging es dann noch auf dem Spielbrett heiß her, denn es stand wieder einmal Siedler von Catan auf dem Programm. Es blieb bis zum Schluss sehr spannend, wobei es mir dieses Mal nicht einmal gelang, zu den Zweitplatzierten aufzuschließen.

Auf jeden Fall hat das Spielen allen Beteiligten Freude bereitet und rundete damit einen gelungenen Tag ganz gut ab. Jetzt schnell noch einen Beitrag für die Freie Wähler Website schreiben und dann war es das dann auch für heute.

Weinfest

In Neckargartach fand an den letzten Wochenenden ein kleines aber feines Weinfest statt, nämlich der Weintreff Neckargartach am dortigen Dorfplatz. Am letzten Abend nutzten die Freien Wähler die Gelegenheit und trafen sich zu einem Schlussumtrunk. Von Vorteil dabei ist, dass einige der Freien Wähler sich zudem noch im Ortskartell Neckargartach engagieren und so konnte man das eine gut mit dem anderen verbinden.

Meiner besseren Hälfte und mir hat der Weintreff ganz gut gefallen, trotz oder gerade wegen des etwas regnerischen Wetters an diesem Tag war das Fest eine sehr gemütliche Angelegenheit. Dass sich das Fest auch für die beteiligten Vereine gelohnt haben dürfte, kann man der Tatsache entnehmen, dass insgesamt an den Wochenenden gut 1 500 Flaschen Wein über den Tresen gingen.

Sage da nochmals jemand, dass die Neckargartacher nicht zu feiern wüssten.

Schildbürga

Ich beginne diesen Beitrag mit einem Lob, denn auch anderen Heilbronnern ist es bereits aufgefallen, dass wir in Heilbronn ein ausgewachsenes Schilderproblem haben. Erst kürzlich beklagte die CDU-Fraktion während ihres Sommergespräches den zunehmenden Wegfall der kleinen aber sehr nützlichen „grünen Pfeile“. Und so mancher Heilbronner — von den Auswärtigen ganz zu schweigen — hat bereits erkannt, dass man auf Schildern das schreiben sollte, was man ist und nicht das, was man gerne wäre.

Und erst vor kurzem hat Heilbronn wieder einmal ein neues Verkehrsleitsystem installieren lassen. Dieses Mal können wir dabei sogar davon ausgehen, dass die Verantwortlichen wissen, für welche Stadt sie dieses aufstellen lassen haben, denn fast überall ist jetzt auf sündhaft teuren Sonderschildern zu lesen: „Parken in Heilbronn“ — ich bin bereits froh darüber, dass man darauf nicht Stuttgart oder Mannheim lesen muss und Heilbronn zudem auch richtig geschrieben wurde. Frage mich aber dennoch, was man mit solchen Schildern eigentlich bezwecken möchte? Einmal abgesehen davon, dass damit jemand sehr viel Geld verdient.

Von den unzähligen neuen Straßenschildern „40“ und „30“ einmal ganz abgesehen, gibt es bereits jetzt in Heilbronn bestimmt inzwischen mehr Schilder als Einwohner und man findet innerhalb der Stadt wohl keinen Ort mehr, an dem man ohne Schild auskommt.

Das beste aber sind die neuen Verkehrsleitsystemanzeigen; die hat man übrigens von anderen Großstädten abgeguckt, wobei man als ausgewiesene Weltraumstadt sicherlich nicht hinter Stuttgart und Frankfurt hinterherhinken möchte. Ich gebe dabei aber zu bedenken, dass diese neuen Schilder von der ISS aus sehr schlecht zu lesen sind und man diesbezüglich doch etwas nachsteuern sollte.

Auf jeden Fall aber ist es ein Muss, dass wenn man schon solche teueren und meines Erachtens völlig überflüssigen Schilder hat, diese dann wenigstens auch aktuelle Informationen bieten. Wenn man darauf im September 2022 lesen muss, wo im August 2022 Verkehrsbehinderungen waren, dann sind solche Schilder nicht nur ein teures Ärgernis, sondern eine waschechte Verkehrsbehinderung!

Wirklich interessant sind aber die beiden rot-grünen „Parkringe“, was immer dies auch sein mag, die man übrigens entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung befahren muss. Dies stört allerdings wohl nur jene, die eine Grundschule erfolgreich absolviert haben.

Verkehrsleitsystem
Verkehrsleitsystem in die Vergangenheit, wo der Süden zudem noch im Norden liegt

Netzwerk

Hypothesis 4.7 (3)

Beitragsfoto: Netzwerk | © Pixabay

Wenn man in Weblogs stöbert, dann findet man auch immer wieder Dinge, die man selber noch nicht kannte, welche aber durchaus für einen sehr interessant sein könnten. Und so bin ich neulich durch Chris Aldrich auf eine open software-Initiative von Hypothesis gestoßen, welche sich zum Ziel gesetzt hat, das Internet besser untereinander zu vernetzen.

„Hypothesis is a new effort to implement an old idea: A conversation layer over the entire web that works everywhere, without needing implementation by any underlying site.“

Hypothesis Website (3.9.2022)

Die Idee hinter dieser Initiative ist sehr einfach. Man installiert in seinem Browser eine entsprechende Erweiterung (hat bei mir sowohl mit Chrome als auch Safari gleich auf Anhieb funktioniert) und registriert sich zusätzlich noch auf der Hypothesis Website. Damit ist alles erledigt und man findet danach auf der rechten Bildschirmseite die notwendigen Funktionen, um Text wie mit einem Textmarker gelb hervorzuheben oder diesen auch mit Anmerkungen versehen zu können. Hierbei besteht die Möglichkeit, um diese Anmerkungen öffentlich zu tätigen, in selbstgewählten Gruppen zu teilen oder für sich selbst zu verwenden.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sich dieses Gadget in mein bestehendes Arbeitsumfeld integrieren lässt und ob ich weitere Nutzer finde, mit denen ich dann über dieses Tool zusammenarbeiten kann. Ich versuche einmal Hypothesis meinem eigenen Zettelkasten vorzuschalten und später dann, wenn es für mich eine sinnvolle Ergänzung ist, bei Detlef Stern nachzufragen, ob und wie man beides am besten miteinander kombinieren könnte.

Nachtrag (5.9.2022)

Detlef Stern hat mich auf den hier verlinkten Beitrag von Kris Shaffer aufmerksam gemacht. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob ich Hypothesis auch in mein Weblog integriert bekomme.

Nachtrag (11.9.2022)

Mit etwas Nachhilfe von Detlef Stern kann ich zumindest einzelne Seiten und Beiträge einbinden — was aber nicht wirklich im Sinne des Erfinders ist.

Nachtrag (24.1.2023)

Zwar war es mir möglich, Hypothesis noch im September 2022 auf dem gesamten Weblog einzubinden, was mich aber nicht daran hinderte, es heute wieder abzuschalten. Grund dafür war, dass es wohl nur ich auf meinem Blog nutzte — und das auch nur zum Spielen.


Radio Krauss

Krauss Elektronik 4.7 (12)

Beitragsfoto: Krauss Elektronik

Neben dem Spielwaren Böttinger in der Sülmerstraße 51 waren der Radio Krauss, gleich um die Ecke in der Turmstraße 20, die beiden ersten Fachgeschäfte, die ich als Kind regelmäßig aufsuchte. Ersteres wegen der vielen Matchbox Autos und der damals obligatorischen Märklin Eisenbahn im Schaufenster. Letzteres, weil mein Vater seine Freizeit gerne beim Radio- und Fernsehapparatereparieren beim „Radio Krauss“ verbrachte.

Adolf Krauss, bei dem mein Vater seine Lehre absolviert hatte, war bereits 1950 mit seinem Fachgeschäft in die Turmstraße 20 umgezogen, und da wir gleich in der Nähe wohnten, konnte mein Vater sehr einfach seinem Hobby frönen. Hätte mein Vater beim Böttinger seine Lehre absolviert, so wäre ich wohl an eine eigene Märklin Eisenbahn gelangt, so war ich wohl das erste Kind in der Nachbarschaft mit einem eigenen Fernseher.

Das hört sich spannender an als es tatsächlich ist, da die beiden damals verfügbaren Fernsehprogramme die meiste Zeit Testbilder sendeten — was einem aber gleich zeigte, ob beim Fernsehapparat auch wirklich alles funktioniert.

Später ging ich dann mit den Töchtern von Oskar Krauss in die Grundschule und auch dessen Sohn Martin trafen wir immer wieder beim Spielen auf der Straße. Und so blieb der Gang zum „Elektro Krauss“ auch weiterhin bei allen Fragen in Sachen Elektronik immer die erste Anlaufstelle.

Im Laufe der Jahre und im Zuge der allgemeinen Veränderung sämtlicher Laden- und Fachgeschäfte spezialisierte sich der „Elektro Krauss“ immer weiter und entwickelte sich zu einem, über die Region hinaus bekannten, Fachgeschäft für alles was mit Elektronik nur im Entferntesten zu tun hat. Inzwischen hat Martin Krauss die Geschäftsführung übernommen und führt neben dem traditionellen Ladengeschäft noch einen auf Elektronikartikel spezialisierten Internet-Versand.

Deshalb war es nur folgerichtig, dass aus dem ehemaligen Radio-Fachgeschäft nunmehr die Krauss Elektronik GmbH wurde. Nichtsdestotrotz ist es weiterhin sehr spannend, durch den Laden zu wandeln, um einfach nur ein wenig zu stöbern. Und im Falle, dass man etwas ganz Bestimmtes in Sachen Elektronik sucht, dann wird man dort auf alle Fälle fündig. Und wenn doch einmal nicht, dann machen sich die Fachkräfte vor Ort auf die Suche.

Bereits 1925 von Adolf Krauss gegründet, wird die Krauss Elektronik GmbH in Kürze ihr einhundertjähriges Bestehen feiern können — gerade auf dem Gebiet der Elektronik eine sehr beachtenswerte Leistung!

Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass Sie als Heilbronner Krauss Elektronik noch nicht kennen sollten, empfehle ich Ihnen dringend, dort einmal vorbeizuschauen. Ich bin mir sicher, dass Sie wiederkommen werden.

Sehr schön wäre es auf alle Fälle gewesen, wenn es die Stadt Heilbronn bis 2025 — nach gut 40 Jahren des Versprechens — geschafft hätte, die Turmstraße endlich einmal in einen lebens- und liebenswerten Zustand zu bekommen. Schon alleine Krauss Elektronik hätte es mehr als verdient, von den dortigen Bewohnern einmal ganz abgesehen.

„Scientific theories need reconstruction every now and then. If they didn’t need reconstruction they would be facts, not theories.“

Charles Proteus Steinmetz, New York Times (11. November 1911)