Moschee in Abu Dhabi

Moschee 4.2 (6)

Beitragsfoto: Moschee in Abu Dhabi | © Jörg Peter from Pixabay

Auch in Heilbronn gibt es Moscheen und zwar schon ziemlich lange. Diese wurden und werden von den meisten Heilbronnern aber nicht wahrgenommen, wobei viele Muslime selber gerne in einer Art Parallelgesellschaft leben und es sich dort inzwischen sehr bequem gemacht haben.

Manchmal versuchen sich Muslime mit ihrem Glauben in unsere Gesellschaft einzubringen, leider aber werden diese Versuche entweder falsch verstanden oder sie sind von Anfang an falsch gemeint. Hinzu kommt, dass türkische Flaggen vor Moscheen und lautes Wahlkampfgetöse für ausländische Diktatoren kaum dazu beitragen, dass in einer offenen Gesellschaft eine durchaus befremdliche und sicherlich auch sehr rückständige Religion Akzeptanz findet.

Ich selbst bin mit Türken aufgewachsen und habe noch heute türkische Freunde. Der sehr nette Nachbar von nebenan ist ein Türke, allerdings auch der weniger nette. Die meisten dieser türkischstämmigen Heilbronner sind Muslime. Und auch wenn es arabische und Balkan-Muslime in Heilbronn gibt, so wird der Islam in Heilbronn doch eher als türkisch wahrgenommen — diese Wahrnehmung wird u. a. von den besagten türkischen Flaggen, türkischen Ladengeschäften und türkischen Religionsbeamten in den Moscheen sicherlich nicht entkräftet.

Meine Auseinandersetzung mit dem Islam, zumindest mit seiner sunnitischen wie auch schiitischen Variante, konnten mich nicht von dieser Religion überzeugen und meine selbst gemachten Erfahrungen lassen mich stark daran zweifeln, ob Christen und Muslime tatsächlich an ein und denselben Gott glauben. Aber wir leben in einem Land der Religionsfreiheit und so darf jeder glauben, was wer möchte, allerdings nur so lange wie er sich mit seinem Glauben auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung befindet!

Nun aber wieder zurück zu der Moschee in Heilbronn — einer von mehreren. Diese war erneut Thema in Heilbronn und letzten Donnerstag wurde wieder einmal im Gemeinderat über einen entsprechenden Bauantrag zum Neubau der bereits an dieser Stelle vorhandenen Moschee abgestimmt. Und wie schon gesagt, es ging dabei nicht um den Islam an sich oder darum, ob sich dort eine Parallelgesellschaft etabliert (hat), die uns Heilbronnern noch sehr gefährlich werden könnte, sondern ob man der dort bereits etablierten Moscheegemeinde einen Neubau zugesteht.

Technisch betrachtet ging es um eine Genehmigung, dort ein etwas größeres Gebäude zu erstellen und dabei weniger Parkplätze vorzuhalten als es sonst bei Gewerbebauten üblich ist. Dies auch deshalb, weil die Moschee nicht nur Gebetsräume, sondern auch Ladengeschäfte und Schulungsräume beherbergt.

Diese Abstimmung im Gemeinderat wurde dort bereits im Vorfeld, wie auch bei doch so einigen Heilbronnern auch, zu einer Abrechnung mit dem von diesen empfundenen Islam im allgemeinen und der türkischen Parallelgesellschaft in Heilbronn im besonderen. Unabhängig davon wie ich selbst zum Islam stehe, haben mich diese Diskussionen erneut erschüttert, denn die dabei geäußerten Meinungen und Überzeugungen sind kaum besser als die von den übelsten muslimischen Fundamentalisten.

Was mich nun vermuten lässt, dass auch einige alteingesessene Heilbronner in ihrer ganz eigenen Parallelgesellschaft leben und nur noch getriggert von besonderen Ereignissen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, das sie selbst schon sehr lange nicht mehr verstehen oder gar noch verstehen wollen.

Am Donnerstag hat nun der Gemeinderat mehrheitlich den Bebauungsplan für die Moschee (Kulturzentrum) auf den Weg gebracht. Dazu gab es am Montag in den Fraktionen doch so einige Seelenmassagen und es wurde wieder einmal massiv vom Fraktionszwang Gebrauch gemacht. Die Freien Wähler hingegen haben es ihren beiden Stadträten frei gestellt, wie sie entscheiden — denn das ist genau das Prinzip der Freien Wähler!

Zu meinem Bedauern hat sich Eugen Gall gegen den Bebauungsplan entschieden, aber Herbert Burkhardt dafür. Und wie schon gesagt, es ging dabei um einen Bebauungsplan und nicht um die türkische Parallelgesellschaft in Heilbronn. Wenn die Baupläne nun wie gezeigt verwirklicht werden, dann ist das neue Gebäude ein städtebaulicher Gewinn.

Leider aber werden, wie wir es heute in der Heilbronner Stimme (29.4.2023: 28) lesen können, die Diskussionen weiterhin nur um fehlende Parkplätze und eine verstärkte Verkehrsbelastung geführt. Denn nachdem man der Moscheegemeinde seitens des Gemeinderats und der Stadtverwaltung jahrelang falsche Versprechungen gemacht hat, wohl nur deshalb, weil man vermutetet, dass die Gemeinde nie das Geld für einen Neubau zusammenbekommt, man jetzt dort nur noch einen Neubau verhindern kann, wenn man mit fehlenden Parkplätzen argumentiert. Ich hatte dies letztes Jahr bereits wie folgt kommentiert: Das hat auch etwas mit „Arsch in der Hose“ zu tun!

Und so wird das Thema Moschee, eigentlich Türken und vielleicht auch Islam, in Heilbronn weiterhin in den Hinterzimmern, den Fraktionsräumen und einigen Stammtischen heftig diskutiert werden. Besser wäre es, wenn man diese Diskussionen auch mit den betroffenen Mitbürgern führte! Und vor allem ganz transparent und damit zumindest von den interessierten Heilbronnern nachvollziehbar.

Dann bekäme man vielleicht sogar in der Weinsberger Straße nicht nur ein sehr attraktives Moscheegebäude und ein neues Kulturzentrum, sondern damit auch ein noch attraktiveres Stadtteilzentrum, das allen Heilbronnern — egal welcher Religionsanschauung auch immer — offen steht.

Und der dann auch deutsche Islam könnte zeigen, dass er locker mit den christlichen Religionen mithalten kann, sich für alle Menschen einsetzt und als Teil einer offenen Gesellschaft ein großer Gewinn für unser Land und unsere Stadt ist!

„What kind of a god is it that’s upset by a cartoon in Danish?“

Salman Rushdie, BILL MOYERS ON FAITH & REASON (23.6.2006)

Wollhausbrücke

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Beitragsfoto: Wollhausbrücke im August 2022

Technologieverständnis

Gerade wieder ganz aktuell, in Deutschland wird mit Steuermitteln und sonstigen Subventionen eine Technologie zur Marktreife gebracht und dann wundern sich plötzlich alle, dass die Technologieeigentümer diese nun erfolgreiche Technologie ins Ausland verscherbeln.

Und im Falle, dass das mit der neuen Technologie — auch hier kennen wir Beispiele — nicht funktioniert, müssen die Eigentümer nicht um ihre Gelder bangen, geschweige denn, dass sie in Haftung genommen werden — wir lassen uns Technologie und Forschung etwas kosten!

Zurück bleiben ein paar reiche Familien und Aktionäre, meist aber auch einige bald ehemalige Mitarbeiter, die zukünftig kein Auskommen mehr haben und deshalb mit weiteren Steuermitteln unterstützt werden müssen.

Die Gefahr dabei ist, dass damit unser Land langsam aber sicher ausgeplündert wird. Besser wäre es, wenn man Gewinne, die durch staatliche Transferzahlungen erst geschaffen wurden, entsprechend auch bis zu 100 % versteuert. Damit sichert man sich nicht nur einen Technologievorsprung, sondern auch die eigenen Arbeitsplätze.

Leerstände

Gut ist, dass sich auch die Heilbronner Stimme (28.4.2023: 24) erneut Gedanken darüber macht, wie man den Leerständen in der Innenstadt begegnen könnte. Thomas Zimmermann meint dabei, dass man Zukunfstkonzepte benötigt.

Auch wenn ich selbst immer und gerne innovative Konzepte begrüße und so manche neue Entwicklung wie das KAI in der Kaiserstraße mit Interesse verfolge, bin ich weiterhin fest davon überzeugt, dass eine Innenstadt mit den inhabergeführten Geschäften steht und fällt. Dazu selbstverständlich noch die üblichen Ketten zur Abrundung und ein paar völlig neue oder gar uralte Experimente, die dem Ganzen eine ganz eigene Identität verleihen — man weiß dann, dass man sich in der Heilbronner Fußgängerzone bewegt.

Leider weiß man dies heute nur noch, wenn man dort in der Heilbronner Fußgängerzone von Fahrzeugen aller Art überrollt oder angefahren wird, sich durch den Müll wühlt, der Trinker- und Bettlerszene an allen Ecken begegnet und nach seinem Kneipenbesuch — von denen es sehr viele gibt — vergeblich nach öffentlichen Toiletten sucht.

Ich behaupte, dass man sehr schnell wieder eine belebte und sehr attraktive Innenstadt bekommt, wenn man unsere Stadt wieder in einen vorzeigbaren Zustand versetzt und dabei auch für Ruhe und Ordnung sorgt. Dazu gehört, dass die Innenstadtbewohner spätestens ab 23.00 Uhr friedlich schlafen können. Wer länger brüllend durch die Straßen ziehen möchte, der kann gut und gerne auf die Hafenstraße oder andere dafür bestens geeignete Orte ausweichen, die für sich selbst einen attraktiven Teil der Stadt bilden.

Leider hört man auch von vielen Geschäftsinhabern, dass das Ordnungsamt völlig versagt — eine Beobachtung, die ich schon länger hier teile — und lieber Kunden und Anwohner vergrault als sich dem Pöbel zu stellen.

Wer sich in Heilbronn über Leerstände wundert, der muss erst gar nicht nach Zukunftskonzepten suchen, sondern erst einmal dafür Sorge tragen, dass unsere bestens ausgestattete und stets frischgeduschte Stadtverwaltung — weit über 3 000 Mitarbeiter und in Kürze mit einem Ratsbeschluss noch mehr — einmal damit anfängt, ihren originären Aufgaben nachzukommen.

Wasserkraftwerk

Das 1956 ans Netz gebrachte Wasserkraftwerk Heilbronn erzeugt mit seinen 1,7 Megawatt Kapazität weiterhin Energie für gut 3 000 Haushalte, ist aber für die Zeag Energie AG wohl kaum noch von Interesse; man kauft lieber Billigstrom von außerhalb und erhöht damit seine Gewinne.

Deshalb schaut man nun langsam aber sicher auf neue Verwendungsmöglichkeiten und so bringe ich einmal einen eigenen Vorschlag mit ins Spiel. Das Wasserkraftwerk passt bestens ins Portfolio der Experimenta, die gleich nebenan zu finden ist. Etwas aufbereitet, Kosten die die Zeag scheut, produziert das Wasserkraftwerk nicht nur weiter Strom, sondern zeigt der interessierten Öffentlichkeit darüber hinaus wie man Wasserkraft erzeugt. Noch ein paar Solarpanele aufs Dach und man kann dem Publikum sogar noch die Solarenergie exemplarisch vorführen.

Das Ganze wird noch durch die bereits vorhandene Fischtreppe ergänzt, die das Leben am Fluss und Ökologie mit ins Spiel bringt. Das Sahnehäubchen ist dann der Rechen vor dem Kraftwerk, der zeigt wie man Müll und sonstige Gegenstände aus dem Fluss entfernt. Und wenn man das Ganze noch zum absoluten Höhepunkt bringen möchte, packt man noch eine Blasenbarriere mit hinzu, deren Funktion man dann vom Café aus ganz gut beobachten kann.

Zumindest ich finde, dass dies sehr gut zur bereits bestehenden Experimenta passt und deren Kundenstamm weiter verbreitert und ausbaut.


Abbott Sensor

Segen & Fluch 4.6 (7)

Beitragsfoto: Abbott Sensor

Ein Leben auf der Überholspur hinterlässt seine Spuren und spätestens dann, wenn man gezwungener Maßen den Blinker nach rechts setzen muss, fängt man dann doch so langsam an zu bereuen, dass man die vielfältigen und gut gemeinten Ratschläge und Hinweise auf der Strecke kaum wahrgenommen oder gar befolgt hat.

Und nur anfangs kann man sich noch mit tollen Sprüchen wie „It’s not the years, honey. It’s the mileage.“ selber trösten. Dann aber schlägt der Zahn der Zeit erbarmungslos zu und so kann ich froh darüber sein, dass ich mit einer sehr belastbaren besseren Hälfte gesegnet bin, und der medizinische Fortschritt wie auch die ärztliche Versorgung dafür sorgen, dass man weiterhin nicht allen gut gemeinten Ratschlägen folgen muss und man zwar nicht mehr auf der Überholspur aber immer noch auf der Autobahn unterwegs sein kann.

Und so sammeln sich immer mehr Medikamente und Hilfsmittel an, die einem das Leben weiterhin erträglich machen. Eines dieser angenehmen kleinen Helferlein ist ein Sensor von Abbott, den ich inzwischen seit 2021 nutze.

Der Freestyle Libre 3 Sensor ist mit einem Applikator leicht anzubringen, nach 60 Minuten betriebsbereit und bis zum Austausch nach 14 Tagen mit meinem Mobiltelefon verbunden, welches mir meine Werte kontinuierlich anzeigt und mich darüber informiert, wenn Handlungsbedarf besteht. Mich hat dieser Sensor überzeugt, weil er ein wenig kleiner als andere ist und sowohl mein betreuender Arzt als auch meine bessere Hälfte mitlesen können.

Inzwischen weiß ich, dass dies auch andere Sensoren können und diese zudem manuell justierbar sind, was dann gut sein kann, wenn man den Sensor einmal an einer weniger geeigneten Stelle angebracht hat. Ich konnte feststellen, dass sich dies bei meinem Sensor in spätestens zwei Tagen von selbst einpendelt und die Werte danach wieder eine akzeptable Abweichung zur traditionellen Messmethode haben.

Und im Falle, dass er sich einmal nicht von selbst einpendelt, was bei mir bisher nur einmal vorkam, er plötzlich seine Funktion einstellt, was ich zweimal erleben konnte, oder einmal gar vor dem Anbringen beschädigt war, reichte bisher ein Telefonanruf bei Abbott und ich bekam eine Ersatzlieferung. Vorzeitiges Abfallen des Sensors konnte ich bisher auf eigenes Verschulden zurückführen und musste dann halt einen neuen Sensor anbringen. Alle diese Fälle machen es aber zwingend nötig, dass man immer mindestens zwei weitere Sensoren parat hat.

Heutzutage eigentlich kein Problem, denn es gibt das Internet und Abbott hat dort auch eine Website, bei der ich ein eigenes Kundenkonto habe. Und so war die Welt bis vor Kurzem für mich auch völlig in Ordnung. So sehr in Ordnung, dass ich der Aufforderung von Abbott folgte, doch den Bezug des Sensors zu abonnieren, um künftig ohne weiteres Zutun meine Sensoren geliefert zu bekommen.

Vor ein paar Tagen fragte mich meine bessere Hälfte, wo denn die kommende Lieferung bliebe, und ich vertröstete sie damit, dass Abbott doch seit Ende letzten Jahres Lieferschwierigkeiten habe und diese bestimmt zeitgerecht eintrudeln werden. Und wie es der Zufall will, ein Sensor gibt seinen Geist auf und ich nehme mit dem Kundenservice Verbindung auf.

Dabei stellte ich einen Warnhinweis auf der Website fest, dass meine Kontenverbindung falsch sei. Nach den erfolgreichen Austauschregularien fragte ich beim Servicemitarbeiter diesbezüglich nach. Er meinte, dass meine Kreditkarte abgelaufen sei und so änderte ich dies, was er mir auch bestätigte. Die Welt war wieder in Ordnung. Meine Verwunderung darüber, dass ich nicht von Abbott über eine „fehlende“ Kontoverbindung informiert wurde und die alternative Zahlungsmethode ganz verschwunden war, hielt sich dabei in Grenzen.

Kurz darauf musste ich leider feststellen, dass der neue Sensor beschädigt war und nahm erneut mit dem Kundenservice Verbindung auf. Dabei stellte ich fest, dass der Warnhinweis über eine fehlende Kontoverbindung immer noch vorhanden war, obwohl beide Kontoverbindungen in meinem Kundenkonto aktuell sind. Zusammen mit dem Servicemitarbeiter richtete ich beide Kontoverbindungen neu ein und er bestätigte mir dies erneut. Dieses Mal aber mit dem Hinweis, dass es wohl ein wenig dauere bis der Warnhinweis verschwinden würde.

Inzwischen stellte meine besser Hälfte fest, dass ich nur noch über einen Sensor verfügte und ich mindestens 7 benötige, da ein mehrwöchiger USA-Aufenthalt vor der Tür steht. Kein Problem dachte ich, ein Anruf beim Kundenservice genügt.

Zuerst versicherte mir der Servicemitarbeiter, dass ich im Juli diesen Jahres meine 7 Sensoren wie bestellt bekäme, allerdings in zwei Tranchen zu 4 und 3 Sensoren — wegen der Lieferschwierigkeiten.

Als ich ihn darauf hinwies, dass ich meine 7 Sensoren für das Vorgängerquartal dringend benötige, machte er sich in der zuständigen Abteilung kundig und teilte mir danach mit, dass meine Kreditkarte abgelaufen sei. Und die Odyssee mit Abbott begann!

Das weitere Telefonieren ergab, dass zwar auf meinem Kundenkonto die Kontoverbindungen richtig und auch valide seien, aber im Backend bei Abbott die alten Verbindungen vorhanden wären. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich inzwischen mit und ohne Hilfe von Servicemitarbeitern meine Kontodaten neu eingeben und die präferierte Zahlungsreihenfolge geändert habe. Einzig der Warnhinweis war verschwunden aber ich bekam weiterhin keine Lieferankündigung für die Sensoren.

Ein weiterer freundlicher Mitarbeiter empfahl mir den E-Mail-Weg, um die benötigten 7 Sensoren zu erhalten, teilte mir aber mit, dass 4 Sensoren bereits unterwegs seien.

Heute musste ich feststellen, dass keine 4 Sensoren unterwegs sind und ich auch keine Antwort auf meine E-Mail bekam, die mir bereits für vorgestern versprochen wurde.

Um dem Drama ein Ende zu setzen, inzwischen war die Reihenfolge meiner Kontoverbindungen von ganz alleine in meinem Kundenkonto getauscht, kündigte ich das Abonnement der Sensoren. Dies wurde mir sofort bestätigt.

Schlau wie ich bin, bestellte ich gleich darauf 7 Sensoren ganz traditionell. Und ich bekam die Antwort, dass ich keine 7 Sensoren bestellen dürfe!

Also abonnierte ich erneut meine 7 Sensoren und wurde keine 10 Sekunden darauf von PayPal darüber informiert, dass sie das Geld an Abbott überwiesen hätten. Keine 10 Minuten später kam von Abbott die Information, dass ich in Kürze 4 Sensoren bekomme und die weiteren 3 später geliefert würden.

Nach alleine meinerseits drei Stunden völlig unnötiger Zeitverschwendung scheint zumindest eine von zwei benötigten Kontoverbindung wieder bei Abbott akzeptiert zu werden — welche übrigens alle beide von Abbott zwei Jahre lang ohne Probleme genutzt wurden — ganz automatisch.

Was nun aber mein eigentliches Problem nicht löst, denn ich wüsste jetzt nicht, wie ich in den USA an meine Sensoren komme. Auch weiß ich noch nicht, ob ich überhaupt und wenn ja, dann noch zeitgerecht wenigsten 4 Sensoren bekomme.

Manche Firmen sind einfach Segen und Fluch zugleich!


Nachtrag 28.4.2023

Ich erhielt einen Anruf von Abbott, dass meine 4 Sensoren noch heute in den Versand gingen. Zudem bat mich die freundliche Dame um Verständnis, dass sie aufgrund von Lieferschwierigkeiten auch Abonnenten keine zusätzlichen 3 Sensoren liefern könnten; sie würden keinen Kunden bevorzugen.

Mit dieser Information kann ich ganz gut leben und bin selbst der Letzte, der eine bevorzugte Behandlung möchte. Wenn ich jetzt noch die 4 Sensoren bekomme, dann ist meine Abbott-Welt wieder für mich in Ordnung. Und sollten defekte Sensoren dabei sein, dann überbrücke ich gerne zum Wohle der anderen Sensorennutzer die Zeit bis zur nächsten Lieferung mit traditionellen Messungen.

Und bis zum nächsten regelmäßigen Kreditkartenwechsel hat Abbott vielleicht sogar eine Möglichkeit gefunden, um ihre Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, dass man als Abonnent nachsteuern muss bevor sie still und heimlich das Abonnement von alleine beenden.

Oder für alle Beteiligten noch einfacher, man darf seine Sensoren wieder alleine ohne Abonnement bestellen; das würde die Diskussion um gültige Kontenverbindungen ganz erübrigen.


Nachtrag 30.4.2023

Sehr geehrter Herr Kümmerle,
vielen Dank für Ihre Bestellung DE5004881266 vom 25.04.2023.
Die Auslieferung Ihrer Bestellung verzögert sich um wenige Tage. Dafür bitten wir Sie um Entschuldigung.
Hintergrund ist die gestiegene Nachfrage nach dem Freestyle Libre Messsystem, wodurch kurzfristige Lieferverzögerungen zu Stande kommen.
Ihre Bestellung werden wir in den nächsten Tagen automatisch an Sie ausliefern, es sind keine weiteren Schritte Ihrerseits notwendig.
Den aktuellen Status Ihrer Bestellung können Sie jederzeit in Ihrem Kundenkonto abrufen.

Herzliche Grüße

Nachtrag 2.5.2023

Sehr geehrter Herr Kümmerle,

BESTELLUNG

wir freuen uns, dass Sie sich für ein Freestyle Libre 3 Messsystem entschieden haben. Ihre Bestellung wurde bereits versandt und wird in Kürze bei Ihnen eintreffen.

Bestelldatum: 02.05.2023
Bestellnummer: DE6000767876


Nachtrag 4.5.2023

Heute wurden mir tatsächlich vier neue Sensoren geliefert. Damit wird mein Leben wieder etwas angenehmer. Und im Falle, dass alle vier jeweils 14 Tage durchhalten, bin ich auch auf der sicheren Seite. Alles andere würde dann wohl einen weiteren Blog-Eintrag rechtfertigen.

„Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sch alles beherrschen. Was man beherrschen kann und gebraucht, das ist unser eigener Besitz.“

Lü Bu Wei, Chunqiu – Frühling und Herbst des Lü Bu We (2013 [240 oder 239 v. Chr]: 329)