Schnappschuss

7.3.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Genossen

Dass die SPD immer weiter abrutscht könnte durchaus daran liegen, wen diese Partei so alles zu Oberbürgermeistern macht. In Heilbronn spielte dabei sogar ein Lokalgott eine ausschlaggebende Rolle, was nicht gerade mit der Programmatik der Sozialdemokratie in Übereinklang zu bringen ist.

Und so dürfte es den (ehemaligen) SPD-Wählern immer mehr aufstoßen, dass deren Oberbürgermeister sich meist aus dem Stamme Nimm rekrutieren. Hamburg, Frankfurt und nun auch München sind nur einige der Städte, wo ein SPD-Herrscher für sich selbst und seine nähere Verwandtschaft bzw. die aktuelle Lebensgefährtin keine Grenzen mehr kennt.

Dazu haben SPD-Oberbürgermeister grundsätzlich so wenig Ahnung von ihrem Amt und wissen wie z. B. jener aus München nicht einmal, dass man 20 000 Euro jährlich nicht einfach so von seinem lokalen Sportverein in die eigene Tasche steckt. Das lässt eingefleischte Genossen allerdings völlig kalt und man wählt weiterhin ganz stumpf die SPD.

Und das merkt so langsam aber sicher auch der dümmste Wähler und fragt sich, warum er als gewöhnlicher Malocher dafür sorgen soll, dass der eigene Oberbürgermeister in Saus und Braus leben kann, zumal er selbst davon überhaupt nichts hat; die eigene Sozialwohnung wurde von der Stadt schon längst verscherbelt.

Bürgermeister von anderen Parteien haben es da viel einfacher, denn die behaupten erst gar nicht, dass sie sich um die etwas unglücklicheren Menschen der Stadt kümmern wollen.

20 Prozent

Wer von uns in den 1970er-Jahren noch daran glaubte, dass sich das mit den Nazis bei uns biologisch lösen wird, der hat sich getäuscht. Ohne polemisch werden zu wollen, haben es unsere Regierungsparteien in den all den Jahrzehnten geschafft, immer wieder für rechtsextremen Nachwuchs zu sorgen. Schon alleine dadurch, indem sie diesen einfach aus den dafür gut bekannten Ländern importierten. Und so erstaunt es nicht, das gerade dort wo sich die Spätaussiedler tummeln, Naziparteien egal welcher Couleur mit weit mehr als 20 Prozent aufwarten können.

Der ARD-DeutschlandTrend stellt nun ganz unumwunden fest, dass Deutschland zu 20 Prozent gesichert Naziland ist. Dass die Experten dabei einen leichten Trend zu weniger Faschismus sehen, dürfte eher mit natürlichen Schwankungen zu tun haben.

Es ist einfach wie es ist und dies hat sich bei uns seit den 1970er-Jahren auch nicht geändert! Was meines Erachtens auch mit der zunehmenden Verdummung unseres Landes zusammenhängt. Und so steht zu befürchten, dass wir künftig nicht nur in den „neudeutschen“ Ballungsgebieten mit einer Zunahme an Nazis zu rechnen haben.

Leider haben wir mit unserer Migrationspolitik auch heute noch keine gute Lösung gefunden. Neuzugänge senken entgegen allen Verlautbarungen weiterhin den Bildungsstand und erhöhen zeitgleich den Bedarf an Transferzahlungen sowie die Kosten im Bildungssystem. Wir können es zwar nicht verhindern, dass sich auch Dumme selbstrekrutieren, aber wir könnten für alle Neuzugänge Mindeststandards fordern, die dann auch ganz folgerichtig über unserem eigenen Durchschnitt liegen.

So lange wir dies nicht machen, sorgen wir weiterhin für völlig unzufriedene Neubürger, die nur Kosten verursachen und letztendlich unser Land gefährden.

Vermischtes

Erfreulich, dass Leonhard Reinwald die CDU dafür gewinnen konnte, mit einem Informationsstand beim Europa-Ball teilzunehmen. Der Ball ist für alle demokratischen Parteien eine gute Gelegenheit, um sich selbst zu präsentieren und dazu auch mit andersdenkenden ins Gespräch zu kommen. Selbst wenn man sein Gegenüber nicht von der eigenen Sache überzeugen kann, schärft es die eigene Argumentation und dient zudem auch der Selbstreflexion.

Den heutigen Tag mit dem monatlichen europäischen Frühstück begonnen. Die Teilnehmer wie immer sehr nett und das Thema unausweichlich, nämlich die Landtagswahl. Da wir die meisten Kandidaten persönlich kennen, wurde erst einmal von ganzem Herzen gelästert, dann aber ging es darum, wer wohl für unsere Stadt, den Landkreis und das gesamte Land die beste Wahl wäre. Erstaunlich dabei, wie geschlossen jeder einzelne Kandidat bewertet wurde — man kennt seine Pappenheimer. Noch erstaunlicher, wie dann die einzelnen Teilnehmer bereits gewählt haben oder noch wählen wollen. Es scheint dabei auch um Parteibindung, Traditionen und Nostalgie zu gehen. Auf alle Fälle wird nicht nur mit dem Verstand gewählt.

Aber nun sind wir alle sehr gespannt darauf, wie wir Bürger morgen insgesamt entscheiden werden.

Hoch motiviert den Rest des Tages mit Aufräumarbeiten im Garten verbracht. Ein Jahr regelmäßige Betätigung machen sich so langsam bemerkbar. Im nächsten Jahr könnte es vielleicht sogar schon möglich sein, dass mit dem echten Gärtnern begonnen werden kann.

Wenn Ungarn eine Demokratie wäre, dann müsste Viktor Orban um sein Amt bangen, so aber bei weitem nicht.


Reichenbach

6.3.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Ausblick

Tanzen

Heute wird noch das Tanzbein geschwungen und zum krönenden Abschluss DS9 zu Ende geschaut. Schon jetzt kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, dieses Star Trek Spin-off zu schauen. Ob ich weitere Spin-offs schaue, kann ich heute nicht sagen. Zumindest aber werde ich die eine oder andere Originalfolge mit William Shatner nochmals gucken, wobei diese sicherlich nicht mehr mit DS9 so richtig mithalten können — Shatner ist hier der Grund.

Stockholm

Ich kann Michael Kalinas Argumentation durchaus nachvollziehen, gehe allerdings bei mir davon aus, dass es reine Nostalgie ist, wenn ich zumindest am Office-Paket festhalte. Zu Microsoft habe ich mich schon einmal u. a. hier selbst geäußert. Richtig nutze ich Office schon lange nicht mehr, sehe aber auch keinen Bedarf, um Alternativen in Betracht zu ziehen. Die entsprechenden Apple-Produkte hatte ich noch nie so richtig in Gebrauch.

Vermischtes

Heute Morgen spontan in die Nähe von Karlsruhe gefahren. Das Ganze erinnerte mich an ein kleines Erkundungskommando — der Sinn und Zweck ähnlich. Und dabei auch wieder etwas gelernt. Da es damit kein Käffchen mit Detlef Stern gab, rüstete dieser kurz entschlossen meinen Zettelkasten auf die Version 2.0 auf.

Da ich einige meiner Mac-Rechner ohne Admin-Rechte und diese auch nicht selbst regelmäßig betreibe, bekam ich es gar nicht mit, dass Microsoft den Officesupport für ältere Mac-Systeme eingestellt hat. Und ob es sich lohnt, diese deswegen zu patchen, muss ich erst noch herausfinden.

Island will wieder einmal über einen EU-Beitritt abstimmen. Das letzte Mal wollten sie Unionsbürger werden, als sie halbwegs pleite waren. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob Donald Trump als Beitrittsgrund ausreichend ist.

Wir haben zwar kein Geld für den öffentlichen Nahverkehr, aber immer ausreichend Mittel, um Steuerflüchtlinge aus Dubai und sonstigen Urlaubsregionen zurückzuholen. Wenn demnächst ein Luxustourist im Weltraum strandet, dürfte es richtig spannend werden.

Laut Politbarometer des ZDF ist noch unklar, wer das Rennen in Baden-Württemberg machen wird. Sicher ist, dass wir noch mehr Abgeordnete und Parteimitglieder im öffentlichen Dienst bekommen — die Ausplünderung unseres Landes geht hemmungslos weiter. Gut, dass es noch Almosen für die Schwächsten unter uns gibt, sonst müssten unsere Volksvertreter nur noch gegen Ausländer hetzen, was auf Dauer bekanntlich bei unseren Nachbarn nicht all zugut ankommt.

Alternativ könnte man einmal wieder verantwortliche Politik machen und das mit der Vetternwirtschaft hintenan stellen; dazu benötigt man aber qualifizierte Parteimitglieder und Kandidaten. Dass wer nichts ist und nichts kann, sein Glück in der Politik sucht, ist ganz offensichtlich der falsche Weg.

In den USA hat Donald Trump tatsächlich einmal die Notbremse gezogen und Kristi Noem „gefeuert“. So viel Verantwortung konnte Winfried Kretschmann in seiner gesamten Amtszeit nicht aufbringen. Sollte es keine adäquate Anschlussverwendung geben, dann bleibt Thomas Strobl uns auch noch in der kommenden Regierung erhalten. Dabei hat Baden-Württemberg genügend Staatsbetriebe oder Institutionen, die einen neuen Chef verkraften könnten. Und ob die Botschaft im Vatikan aktuell kopflos ist, weiß ich gerade nicht. Zur Not gäbe es aber noch den ÖRR, das Technische Hilfswerk oder die Senioren Union.

Zum Schluss dann noch ein Kommentar von Gereon Asmuth in der TAZ (6.3.2026). Auf alle Fälle aber gilt es weiterhin wählen zu gehen und zwar demokratisch! Im Worst Case kann man seinen Wahlzettel ungültig machen — darüber dürfte ich schon den einen oder andern Blog-Beitrag geschrieben haben.


Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (2)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Dass ich einmal im Trend liege, hätte ich selbst nie gedacht, aber laut Spiegel liegen Wechselwähler und Spätentscheider im Trend. Sollte dies einmal mehrheitsfähig sein, muss ich mich wohl wieder weiterentwickeln.

Es gibt Musikgruppen, die hat man einfach nicht mehr auf dem Schirm, manche wollte man bereits schon wieder vergessen als diese der letzte Schrei bei der eigenen Altersgruppe waren. Es sollte einem immer und egal bei was zu denken geben, wenn man sich plötzlich bei der Mehrheit wiederfindet. Und so greife ich nun einmal den Vorschlag von Andreas Lochner auf und schaue einmal nach, an welchen Song ich mich bei Slade noch erinnere, dabei möglichst gut. Auf alle Fälle gehörte diese Gruppe nicht zu jenen, die ich am liebsten nie gekannt hätte.

Slade wurde bereits Mitte der 1960er-Jahre gegründet als ich noch auf Spielplätzen herumturnte und meine Eltern eher Platten aus den 1950er-Jahren auflegten. Als ich in den 1970er-Jahren dann selbst aktiv Musik hörte befand sich die Band Slade auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und ihres Ruhms.

Der obige Song „Mama Weer All Crazee Now“ (1972) passt irgendwie auch in die heutige Zeit, wobei sich manche von uns in all den Jahrzehnten nicht wirklich verändert haben. Das Lied befindet sich auf deren dritten Album „Slayed?“ und erinnert mich irgendwie an die Gruppe Kiss.

Besser bekannt dürfte Slade mit ihrem Hit „Far Far Away“ (1974) sein — für mich heute noch ein reiner Ohrwurm. Dieses Lied befindet sich auf der LP „Slade in Flame“ (1974).

Zum Schluss dann noch der Signature Song meiner eigenen Jugend! Eigentlich von Steppenwolf (1968) aber auch von Slade sehr gut performed, wir fühlten uns damals wohl alle gleich — wobei wir aber sicherlich nie mehrheitsfähig waren.