Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

25.2.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Armutszeugnis

Heute möchte ich der Aussage von Christian Moos nichts weiteres hinzufügen. Wer ihn kennt, weiß was solch ein Tweet von ihm zu bedeuten hat. Unseren Bundesregierungen, alt wie neu, kann man nur noch Armutszeugnisse ausstellen.

Zeichen setzen

Wir Heilbronner könnten Zeichen setzen, wenn wir nur wollten und u. a. sofort die jüngste Städtepartnerschaft wieder aufkündigen. Wer jetzt noch behauptet, dass diese Städtepartnerschaft, mit einer Stadt in einem Terrorstaat, und den Feiern mit ihren wohl kaum demokratisch gesinnten Vertretern — die sitzen bekanntlich in Gefängnissen und Konzentrationslagern — völkerverbindend sei, der hat wirklich ein sehr krudes Verständnis von Demokratie; denn damit stärken wir letztendlich nur ein Terrorregime und machen uns damit auch für dessen Taten mitverantwortlich.

Konsequenzen

Angesichts des russischen Völkermords müssen wir dringend über Konsequenzen für unsere eigene Gesellschaft nachdenken. Auch in Heilbronn gibt es inzwischen viel zu viele Mitbürger, die sich erneut einen eigenen Terrorstaat herbeisehnen und notfalls auch mit einer russischen Besetzung Heilbronns leben könnten.

Wenn wir als demokratische Gesellschaft überleben wollen, dann müssen wir endlich wehrhaft werden und dabei nicht nur unbequemen Tatsachen ins Gesicht sehen, sondern auch höchst unbequeme Maßnahmen mittragen. Was mit Gesellschaften geschieht, die dies nicht können (wollen), sehen wir gerade ganz gut in der Ukraine.

Was auf alle Fälle überhaupt nicht mehr geht ist, dass es deutsche Staatsbürger gibt, die für den Fall der Fälle eine weitere Staatsbürgerschaft, und dabei ganz explizit die eines totalitären Staates besitzen. Dass dies alleine von der Idee und dem Sinn und Zweck einer Staatsbürgerschaft nicht geht, sollte jedem klar sein.

Deshalb müssen wir — und das ist alleine der Notwehr geschuldet — allen Staatsbürgern, die sich mit dem Besitz einer totalitären Staatsbürgerschaft aktenkundig gegen unsere Demokratie und Lebensweise stellen, schnellstmöglich die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Zudem müssen wir darüber nachdenken, was mit Mitbürgern geschieht, die offenkundig ihre Staatsbürgerschaft unter falschen Voraussetzungen erworben haben. Diesen Mitbürgern ist nämlich eines gemeinsam, sie sind eine durchaus ernstzunehmende Bedrohung für unser Land.

Ich hoffe nicht, dass wir dies bald am Beispiel der baltischen Staaten selber miterleben werden, indem die russischen Staatsbürger Wladimir Putin zur Hilfe rufen, weil sie von ihren demokratisch und europäisch gesinnten Mitbürgern „unterdrückt werden“.

Eine eigene Landesverteidigung wird uns nicht möglich sein, wenn viel zu viele der eigenen Nachbarn dieses Land überhaupt nicht für verteidigungswert halten und seit Jahren sehr bequem und gut abgesichert auf „ihre Befreiung“ durch das russische Unterdrückungssystem warten.

Geburtstage des Tages

Enrico Caruso und Pierre-Auguste Renoir


Flaggen

Ukrainefrage 5 (3)

Beitragsfoto: Ukrainische und EU Flagge

Seit heute ist es Gewissheit, und wir können nun sehr gut, zurzeit noch vom Rande her, beobachten, ob es tatsächlich ein ukrainisches Volk gibt. Denn es ist ein Faktum, dass sich Völker ihre eigene Existenz sichern können, wenn diese auch zusammenstehen. 40 Millionen Ukrainer können von der Russischen Föderation nicht in die Knie gezwungen werden, wenn sie es nur wollen.

Hinzu kommt, dass die Ukraine an die NATO grenzt und somit ihre Soldaten als auch die Bevölkerung nicht gänzlich von der Versorgung abgeschnitten werden können. Wenn die Ukraine dazu weiterhin mit Waffen, Munition und Ausrüstung versorgt wird, ist es eine schiere Unmöglichkeit, dass das Putin-Regime überhaupt erfolgreich sein kann.

Der derzeitige und nun entscheidende Waffengang der Russischen Föderation gegen die Ukraine kann nur dann erfolgreich sein, wenn entweder das ukrainische Volk tatsächlich ein russisches ist oder sowohl die EU als auch die NATO der Ukraine die finanzielle, wirtschaftliche Unterstützung sowie die Lieferung von Waffen und notwendigem Material versagen werden. Selbst wenn die Russische Föderation alle ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen einsetzt, wird der Ausgang so wie damals in Finnland oder in Afghanistan sein.

Sollten Putin keine sehr zuverlässigen Erkenntnisse über die Nichtexistenz des ukrainischen Volkes oder den erfolgreichen Kauf europäischer Entscheidungsträger haben, dann ist diese militärische Aktion nichts anderes als blanker Völkermord zur Verschleierung seiner eigenen Schwäche.

Und dann rettet ihn nur noch eine konzertierte Aktion zusammen mit China, die in Kürze starten müsste, und die USA in Asien binden würde — wie z.B. die Besetzung Taiwans.

Das würde aber zur Folge haben, dass aus dem Völkermord am ukrainischen Volk ein ausgewachsener Weltkrieg werden würde.

So sind die kommenden Tage sehr spannend, und es bleibt zu hoffen, dass wir das Ganze weiterhin nur vom Spielfeldrand anschauen können.


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

24.2.02022 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Kriegsbeginn

Auch wenn Wladimir Wladimirowitsch Putins Theatralik noch verbesserungswürdig ist — wer nimmt denn schon einen 24. Februar und dann wird nicht einmal filmreif „um 5 Uhr zurückgeschossen“ –, muss man ihm eines lassen, dass er Worten auch Taten folgen lässt. Und dank unserer jahrelangen wirtschaftlichen und militärtechnologischen Unterstützung (wir erinnern uns u.a. an die Lieferung der weltweit besten militärischen Ausbildungssysteme) ist er nun auch in der Lage, nach ein paar kleineren Kriegen, wie in Georgien, der Krim oder Syrien, auch größere Kriege führen zu können.

Und da wir Deutschen zeitgleich unsere Bundeswehr heruntergewirtschaftet und die Bundesrepublik Deutschland strukturell wehrunfähig gemacht haben, wird es sicherlich schon die ersten Volksvertreter geben, die Putin eine deutsche Übergangsregierung anbieten, zumindest so lange, bis in der neuen SBZ die ersten lupenreinen freien, geheimen und unabhängigen Wahlen stattfinden werden können.

Und damit einer lupenreinen Demokratie nichts mehr entgegensteht, schalten wir noch dieses Jahr die letzten Atomkraftwerke ab, schließen unsere Häfen für Gas- und Kohleimporte, verteufeln allesamt die US-Amerikaner für ihre imperialistischen Machenschaften und schreiben am ersten Bestseller „Gendern auf Russisch für Dummies.“

Zwei Beigeordnete

Am 30. Juni 2022 steht die Wiederwahl der zweiten Heilbronner Beigeordneten ins Haus, schon wieder eine klare Sache. Mir fiel Agnes Christner das erste Mal auf, als sie bei einem Neujahrsempfang der Diakonie verlautbarte, dass es in Heilbronn keine Armut gibt. Vielleicht konnte sie sich in den letzten Jahren davon überzeugen, dass dem nicht so ist. Als Verantwortliche der Stadtverwaltung für Schule, Kultur, Sport, Bürgerservice, Sicherheit, Soziales und Gesundheitswesen sollte ihr das nicht schwergefallen sein. Aber jeder hat so seine ganz eigenen Schwerpunkte — ihre ureigenen Aufgabengebiete sind es sicherlich nicht.

Spannend wird hingegen die anstehende Wahl des Nachfolgers von Baubürgermeister Wilfried Hajek am 11. April 2022. Einen Fachmann möchte man in Heilbronn bekanntlich nicht mehr haben, jetzt gilt es wieder einmal einen passenden Parteibuchbesitzer zu finden, der unbedingt noch versorgt werden muss. Aber damit haben sowohl Verwaltungsspitze als auch Gemeinderat keine Probleme und bereits eine ganze Menge an Erfahrung.

Tempo 30

Man könnte damit leben, wenn in verkehrsberuhigten Stadtteilen allgemein Tempo 30 gilt und weiterhin Tempo 50 im Rest der Stadt, vor allem aber auf den Verkehrsachsen durch die Stadt. Die Vorteile für alle liegen dabei klar auf der Hand und müssen nicht weiter detailliert werden.

Die Tempo 40 Manie einiger Verantwortlicher ist dagegen völlig kontraproduktiv und verwirrt nicht nur alle Autofahrer, sondern die gesamte Bevölkerung unserer Stadt. Letztendlich sorgt dieses Wirrwarr nur für mehr Umweltverschmutzung und mehr Staus. Die einzigen Profiteuere sind ein paar Kontrolleure, die uns allesamt noch mehr schikanieren können als zuvor.

Hinzu kommen noch die immensen Kosten und die völlig unnötige Ressourcenverschwendung für dieses „Heilbronner Schildbürga“; hierbei liegt die Vermutung nahe, dass diese Aktion nur dem persönlichen Vorteil einzelner Entscheidungsträger geschuldet ist.

Und für all jene, die sich mit Tempo 50 oder gar Tempo 30 nicht abfinden können oder mögen, gilt die Heilbronner Lösung der sogenannten Fußgängerzonen, die innerstädtischen Autobahnen für Taxifahrer, Zulieferer aller Art, Wirte und Nagelstudiobesitzer sowie deren illustren Gäste oder Kunden.

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Tarkan: „Alles geht vorüber“

Geburtstage des Tages

Wilhelm Grimm und George Moore