Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Großes Internationales Fest

Und ich hatte mich noch gewundert, warum doch so viele zum letzten Partnertreffen der EUROPA-UNION Heilbronn gekommen sind, darunter auch einige, die bereits seit Jahren zusammen mit der Stadtverwaltung an einem anderen Fest arbeiten.

Jetzt wurde mir ganz beiläufig mitgeteilt, dass die Vorbereitungen für das neue Große Internationale Fest etwas ins Stocken geraten sind. Und das erklärt jetzt auch die überraschend große Teilnahme bei uns.

Man muss seine Mitbürger einfach nur lieb haben.

Wahldebakel

Das Saarland hat gewählt, ein Bundesland in der Größe eines gewöhnlichen Wahlkreises und der Sondersituation, dass es schon immer nur auf Pump existieren kann — ähnlich wie Großberlin.

Dass es dieses Bundesland überhaupt noch gibt, ist das einzig Interessante an diesem Thema. Dass es dort nun eine neue Ministerpräsidentin gibt, die kaum jemand kennt, wenig tragisch. Wer kennt den schon den Heilbronner Landrat? Es reicht völlig aus, dass die Saarländer ihren Ministerpräsidenten kennen. Beim letzten hatten sie offensichtlich nur die Chance, diesen zu sehen, wenn sie eine Talkshow im Fernsehen einschalteten. Und ob das für einen Landkreis, wo der Landrat direkt gewählt wird, eine gute Idee ist, darf seit gestern bezweifelt werden.

Vielleicht ist die folgende Tatsache noch von Interesse, nämlich, dass man von den beiden Hauptverantwortlichen dieses Wahldebakels, Friedrich Merz und Markus Söder, überhaupt nichts hört. Und dabei grölen diese beiden Herren beständig in sämtlichen Kanälen und Medien herum — nur gestern war es plötzlich völlig still um beide. Irgendein Hans [Wurst] hat dann doch noch die Verantwortung übernommen, und gut ist es! Parteipolitik sollte, ja, müsste anders gehen.

Aber ich möchte auch mal etwas durchweg Positives ansprechen, nämlich die Saarländer an sich. Diese haben endlich die linke Partei der Besserverdiener aus dem Landtag entfernt. Jetzt müssten die saarländischen Wähler das nächste Mal nur noch deren Schwesterpartei am äußerst rechten Rand aus dem Landtag vertreiben, dann könnte das Saarland zumindest ein „Bundesland der Herzen“ werden.

Website des Tages

Bundesheer

Die Ausführungen zum Krieg in der Ukraine sind empfehlenswert, besonders für Laien.

Geburtstag des Tages

Lady Gaga


Sinnierende Frau

Zeit für ein Gedicht 5 (2)

Beitragsfoto: Sinnierende Frau | © Pixabay

In Zeiten, wo wieder einmal feucht fröhlich über die Apokalypse debattiert wird und man allen und jedem Gehör schenkt, von denen man annehmen muss, dass sie sich mit der Materie wenig bis überhaupt nicht auskennen, ist es — denke ich — an der Zeit, uns an Menschen zu erinnern, die von Krieg und vor allem dem Tod so richtig Ahnung haben.

Wo uns dieses Expertentum der völligen Inkompetenz inzwischen hingeführt hat, können wir derzeit ganz gut beobachten. Immer mehr beobachtende Menschen ziehen sich völlig angewidert von den aktuellen „Fachdebatten“ aus den Sozialen Medien zurück, und auch ich kann es kaum noch ertragen, wie gerade die üblichen Fahnenflüchtigen und Drückeberger um die Deutungshoheit von Militäreinsätzen streiten oder wie Friedensaktivisten die Vorzüge von Massenvernichtungswaffen predigen.

Ich finde es richtig ekelig zu wissen, dass gerade unzählige Mitmenschen keine 1 300 Kilometer von uns entfernt regelrecht abgeschlachtet werden und sich bei uns die meisten Menschen an dieser Situation weiden oder noch tragischer, ihre ganz eigenen Vorteile daraus ziehen wollen. Dabei bleibt kein Mensch bei uns, der Verantwortung trägt, ohne Schuld! Jeder von diesen Mitbürgern hat Blut an seinen Händen kleben.

Nun zurück zu einem jener Menschen, die wissen, was Krieg ist. Ein echter Held, sozusagen und mausetot.

Gerrit Engelke zählt noch heute zu den Arbeiterdichtern, der sich nicht nur nicht vor dem Kriegsdienst drückte, sondern zudem noch das Angebot ausschlug, sich an anderer Stelle um seine Heimat verdient zu machen — damit gehört er schon alleine und ganz eindeutig zu jenen Menschen, denen wir unseren höchsten Respekt zu zollen haben. Leider hat er selber den höchsten Preis für seinen Anstand zahlen müssen und liegt deshalb noch heute — hier hatte er etwas Glück im Unglück — auf dem Soldatenfriedhof von Étaples an der französischen Kanalküste.

Zu Engelkes bekannteren Werken gehören die Gedichte aus seiner Sammlung „Rhythmus des neuen Europa“.

Lassen wir aber jetzt Gerrit Engelke selber sprechen.

Nach schwerem Traum

Ich bin Soldat und steh im Feld
Und weiß von niemand in der Welt.
Drum kann ich diesen Regentag nicht feiern,
So kummerzärtlich, feucht und bleiern,
Da mir dein Bild zur Nacht den Schlaf zerschlug
Und mich in deine Nähe trug.

Ich bin Soldat und steh im Feld,
Gewehr im Arm, und fern der Welt.
Wär ich zu Haus, ich schlösse Tür und Scheiben
Und wollte lange einsam bleiben;
Im Sofawinkel sitzend mich versenken,
Geschlossnen Auges deiner denken.

Ich bin Soldat im trüben Feld.
Hier endet alte Menschenwelt.
Der Regen singt, die nassen Strähnen fließen.
Ich kann nichts tun – nur Blei verschießen.
Weiß nicht warum, tu’s doch als ob ich’s muss:
Ins graue Wetter kracht ein Schuss!

Ich wünsche uns allen, dass wir sehr schnell aus unseren eigenen Träumen erwachen, beginnen, der Realität ins Auge zu sehen und endlich damit anfangen, allesamt an einer friedlichen, freien und demokratischen Welt zu arbeiten.

Was passiert, wenn man über 70 Jahre lang nur dem eigenen Vorteil hinterherläuft, das können wir gerade alle miterleben — hoffentlich die meisten von uns weiterhin nur vom Spielfeldrand aus.

Vorsicht des Patrioten
Süß fürs Vaterland sterben! Doch möcht’ ich schließlich dabei sein,
Wenn man beim Siegesbankett seine Gefallnen beklagt.

Eduard von Bauernfeld

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

27.3.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Übungstanz

Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages durfte ich meine bessere Hälfte noch zum Übungstanz begleiten. Da passt es ganz gut, dass die Tanzschule Brenner gleich um die Ecke ist.

Und wenn ich schon einmal dabei bin, dann nutze ich auch die Gelegenheit und werbe für einen Crash-Kurs Tanzen, der viermal sonntags stattfinden wird. Und wem das dann gefällt oder wer gerne wieder einmal an einem Ball teilnehmen möchte, der kann sich sogleich für den Europa-Ball am Samstag, 23. Juli 2022, anmelden.

Umzug

Es war wieder einmal so weit, und wir durften einen unserer Söhne mit umziehen helfen, dieses Mal von Konstanz nach Heilbronn. Es handelte sich dabei zwar nicht um einen der gewohnten Familienumzüge, die unser Familienleben über Jahrzehnte hinweg immer wieder bestimmten, aber es reichte gestern aus, um etwas nostalgisch zu werden.

Und so konnten wir abends noch eine spontane Umzugsparty organisieren. Dazu mussten die Jungs nur ein paar Umzugskisten im Wohnzimmer stehen lassen, ein paar Bier aus dem Keller holen und zwei große Pizzen aus meiner Lieblingspizzeria ordern.

Entscheidung

Gestern war es dann so weit, und ich musste in Sachen Treffpunkt Europa die Reißleine ziehen. Zu meiner Überraschung kamen zur letzten entsprechenden Veranstaltung doch noch mehr Partnervereine als erwartet. Alle waren wir einer Meinung, dass der Treffpunkt Europa über mehr als 30 Jahre hinweg ein sehr schönes Heilbronner Fest für alle Bürger der Stadt und deren Gäste war.

Aber geschwächt von der Situation um COVID-19 und vom Heilbronner Gemeinderat gleich zweimal im Stich gelassen, konnten wir den Anfeindungen des OB und seiner Verwaltung nicht mehr länger widerstehen. Auch wenn jetzt allseits kolportiert wird, dass der OB und der Gemeinderat absolut hinter diesem Fest stünden. Als Heilbronner Bürger kommt man heutzutage nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Auf jeden Fall aber hat die EUROPA-UNION jetzt den Profis der Stadtverwaltung den Weg frei gemacht, damit diese nun ein wesentlich besseres Fest der Völkerverständigung in Heilbronn organisieren können. Und da der OB mit seinem Gemeinderat nach dessen eigenen Worten zu 100 % hinter einem solchen Fest steht, sollte es dieses Mal auch keine Schwierigkeit sein, dafür auch etwas Geld locker zu machen.

Die Heilbronner Vereine mit Migrationshintergrund bauen nun darauf, dass die Stadt Heilbronn ihnen das über Jahre hinweg versprochene neue professionelle Fest organisieren wird — auch an städtischem Personal dazu wird es sicherlich nicht mangeln.

So haben wir von der EUROPA-UNION wirklich alles uns Mögliche getan, um unseren Partnervereinen weiterhin eine Veranstaltung ermöglichen zu können. Die EUROPA-UNION und unser Europa sind jetzt außen vor, nun geht es ausschließlich nur noch um die Heilbronner Bürger mit Zuzugsgeschichte und alle Heilbronner, die keine Berührungsängste oder rassistische Vorurteile haben (also sicherlich weit mehr als 50 % der Gesamtbevölkerung).

Jetzt wird sich zeigen, ob sich der OB und sein Gemeinderat für die Mehrheit der Heilbronner einsetzen werden oder doch nur und weiterhin für die wahren, echten und besorgten Heilbronner mit dem richtigen Parteibuch.


Geburtstage des Tages

Quentin Tarantino und Wilhelm Conrad Röntgen