Telefon

Mobiltelefon 5 (5)

Beitragsfoto: Telefon | © Pexels from Pixabay

Im Sommer 1995 war es endlich soweit, ich bekam mein erstes eigenes Mobiltelefon, ein Siemens S4. Meine französischen Kameraden nutzten derweil meist ein baugleiches Sony-Gerät. Mein Siemens begleitete mich durch zwei Einsätze und war dabei immer ein verlässliches Stück Technik — einmal abgesehen von den horrenden Telefonkosten.

Dienstlich wurden später die Nokia immer populärer und so stieg ich 1999 auch privat auf Nokia um. Von meinem Nokia 9110 Communicator schwärme ich noch heute, wobei damals noch seine Fax-Funktion das Killer-Kriterium war. Es folgten der Nokia 9210 und auch noch der Nokia 9300i Communicator.

2008 stieg ich dann auf ein iPhone 3G um und blieb diesen Geräten bis heute verbunden, auch wenn ich während eines Afrikaaufenthalts ein chinesisches Modell mit gleich mehreren Sim-Slots ohne Probleme und mit wesentlich günstigeren Tarifen nutzte.

Seit 30 Jahren sind Mobiltelefone meine ständigen Begleiter und ich kann mir diese kleinen Helferlein einfach nicht mehr wegdenken, sie sind zu einem ganz normalen Accessoire geworden, ähnlich einer Armbanduhr, Krawattennadel oder einem Manschettenknopf aus längst vergangenen Zeiten.

Tatsächlich aber so richtig produktiv genutzt habe ich nur meinen Communicator, auch wenn ich es später noch mit Tastaturen für mein iPhone versuchte.


Bauzaun

22.4.02024 5 (3)

Beitragsfoto: Bauzaun mit Wahlwerbung

Rundschreiben

Etwas früher als gewöhnlich gehen meine Rundschreiben an die verschiedenen Adressaten. Das Rundschreiben der EUROPA-UNION hat weiterhin über 200 Abonnenten, was man durchaus als einen kleinen Erfolg werten kann. Das Rundschreiben an die Freien Wähler ist wahlkampfbedingt gleich eine ganze Serie, wird aber, sobald der Wahlkampf richtig angerollt ist, wieder in die gewohnten Bahnen zurückkehren.

Zumindest in meinem Umfeld haben sich die monatlichen Rundschreiben bewährt, mehr führt zu weniger Abonnenten und weniger an Rundschreiben ebenfalls. Wobei die Freien Wähler-Rundschreiben immer an alle Mitglieder gehen, aber auch nur an die.

Meine Hardcore-Leserschaft hier im Blog erhält zu (fast) jedem Beitrag einen eigenen E-Mail-Hinweis. Sehr erfreulich dabei, dass auch hier die Anzahl der Abonnenten seit Längerem sehr stabil ist. Über jene Leser, die meinem Blog per RSS folgen kann ich leider keine Aussage tätigen — ich weiß nur, dass es sie gibt.

Die wohl kleinste Leserschaft habe ich bei meinen Fediverse-Followern, aber auch die werden von mir sehr geschätzt und deshalb auch mit erwähnt.

Wende

Wie schon viel zu oft angesprochen, die geistig-moralische Wende ist inzwischen nicht nur bei allen Parteien angekommen, sondern bei uns im Land voll und ganz gesellschaftsfähig. Als Bürger macht man sich nur noch über die strukturelle Korruption lustig, mehr geht schon lange nicht mehr.

Schlimm dabei ist nur, dass sich viel zu viele immer wieder darüber freuen, wenn die kleinen Sünder vor den Kadi geschleppt werden, es aber wie selbstverständlich nehmen, dass man, sobald der VIP-Status erreicht ist, über wirklich jedem Gesetz steht.

Und so verwundert es auch nicht, dass heute die wichtigste Cum-Ex-Ermittlerin Anne Brorhilker ihren Job gekündigt hat. Und wer denkt, dass Hamburg weit weg ist, der soll sich doch nur einmal bei uns umgucken!

Man kann bei uns bereits über die jeweilige Auslegung des Wahlrechts ins Staunen kommen. Aber nicht nur ich, auch ein Sachverständiger unseres Landesverbands: „In der Sache selbst halte ist die Verhaltensweise der Stadt Heilbronn durchaus juristisch eher fragwürdig.“ — was allerdings nichts bringen wird, zumindest so lange man bei uns selbst über keinen VIP-Status verfügt. Was übrigens auch erklären könnte, warum sich immer weniger gesellschaftlich engagieren oder nur noch dann, wenn sie dafür fürstlich entlohnt werden; als eine Art Gefahrenzulage inklusive Schmerzensgeld.

In wieder einer anderen Sache durfte ich erfahren, dass Arbeitslose nicht deswegen arbeitslos sind, weil sie faul wären: fleißige Arbeitslose, das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Aber auch hier sind viele Bürger schon wieder schneller: „Verkehrsminister [Volker] Wissing in Angst.“

Praktikant

Meine übliche Fahrt mit dem meseno-Bus war heute richtig erfreulich. Nicht etwa, dass der Bus gefüllt zurück zu meseno gelangt wäre, dafür stach aber mein Beifahrer, ein neuer Praktikant unter den letzten von mir betreuten, so richtig positiv hervor.

Geschickt wurde er vom Mönchsee-Gymnasium und bestach von Anfang an durch Höflichkeit und der Gabe, nicht nur mit anpacken zu können, sondern dies auch zu machen. Als ich dann noch feststellen konnte, dass er sich auf sein Praktikum vorbereitet hatte und wusste, wohin die Fahrt geht, ohne vorab zu wissen, dass er daran auch teilnehmen wird, war ich regelrecht begeistert. Meine Neugier war geweckt und er war sogar besser vorab informiert als seine mir bekannten Vorgänger nach dem Praktikum. Ich wurde noch etwas neugieriger und fand heraus, dass er einmal ein meseno-Kindergartenkind war.

Schön miterleben zu können, dass sich die meseno-Erziehung so positiv auswirkt.


Duo

21.4.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Bérengére Le Boulair und Christiane Reiling

Fenster

Beginnen wir einmal mit etwas Erfreulichem. Nach fast 20 Jahren wird die Fenstererneuerung bei der Grünewaldschule endlich fortgesetzt; dafür sind nun 1 Million Euro fällig. Noch im Sommer soll die gleich daneben liegende Neckartalschule abgerissen und deren Neubau dann mit der Grünewaldschule zu einem Campus zusammenwachsen. Das hört sich schon einmal ganz gut an. Hoffen wir nun darauf, dass danach beide Schulen zumindest den aktuellen Forderungen an Bildungseinrichtungen genügen werden — die Lehrer und Schüler hätten es verdient.

Inzwischen will man die Container an den Dammschulen als Ausweichquartier für die Neckartalschüler nutzen. Bleibt zu hoffen, dass der Gemeinderat danach den Mut und das Geld aufbringt, die Container entsorgt und an deren Stelle die Dammschulen zu einem zeitgemäßen Schulzentrum, einschließlich der notwendigen Sport- und Schwimmhallen ausbaut. Alte Gemäuer nur etwas aufzuhübschen reicht schon lange nicht mehr! Zumindest aber zieht es dann weniger, wobei wir schon längst hätten erkennen müssen, dass Zugluft das geringste Problem heutiger Bildungsbemühungen ist.

Konzertabend

Kaum wieder auf dem Dampfer, konnte ich gestern Abend einer Einladung der Amicale des Français de Heilbronn folgen und wurde sogleich mit einem deutsch-französischen Konzertabend über die Freundschaft belohnt. Dieser fand interessanter Weise in der Aula der Fritz-Ulrich-Schule statt, was mich nun schon wieder zum Wahlkampf führt, nämlich, dass man in Heilbronn einmal darüber nachdenken könnte, wie man bei uns Bildung und Kultur besser in Übereinklang bringt und nicht beständig nur darüber, wer an was etwas verdienen darf und wer nicht!

Der gestrige Konzertabend hatte das Motto „zusammen & auseinander“ und wurde von den beiden exzellenten Künstlerinnen Bérengére Le Boulair und Christiane Reiling bestritten. Erstere eine begnadete Violinistin und die andere eine ebensolche Cellistin. Sehr spannend wie die beiden Musikerinnen ihre eigenen Erfahrungen des deutsch-französischen Zusammenlebens musikalisch aufgearbeitet und verarbeitet haben und dabei ihre eigenen Biografien verschmolzen, nicht nur musikalisch.

Ihre Improvisationen der Musik deutscher wie auch französischer Komponisten ein Gedicht! Gesangs- und Tanzeinlagen sowie das Rezitieren von Texten und dies alles in einer gut gewählten Kulisse, machten den Abend zu einem ganzheitlichen Freundschaftserlebnis. Die guten Pausengespräche des Abends rundeten diesen zusätzlich ab.

Mein Lob geht and die beiden Musikerinnen, mein Dank an die Amicale des Français, die mir diesen wunderbaren Abend erst möglich gemacht hat. Was wieder einmal zeigt, wie stark das bürgerschaftliche Engagement in Heilbronn verwurzelt ist und bleibt, trotz der unsäglichen Versuche diese mehr als lobenswerten Bemühungen von uns Bürgern immer wieder im Keime zu ersticken!

Kant

Wohl dem aktuellen Wahlkampf geschuldet, gingen 300 Jahre Kant fast an mir vorbei. Was nun die Frage nach den wahren Schwerpunkten aufwirft, wobei wir schon wieder bei Kant wären. Kant begegnete mir nicht nur während meines Studiums, sondern auch im Laufe meiner militärischen Ausbildung und erneut als ich mich näher mit dem Föderalismus beschäftigte. Sein in den letzten beiden Kontexten wohl bekanntestes Werk „Zum Ewigen Frieden“ habe ich bereits vor vielen Jahren in eine etwas lesbarere Form gebracht. Auf alle Fälle aber sollte man seine erste Kritik, die an der reinen Vernunft zumindest einmal angelesen haben, was mich wieder zu meinem eigenen Studium führt.

Seit wenigen Tagen liegt nun die aktuelle Ausgabe von The Federalist Debate (immer noch in Folie eingeschweißt) neben meinem Rechner. Diese zitiert eigentlich schon immer Immanuel Kant mit den Worten: „The establishment of a perfect civil Cobsititution depends on the problem of governing the external relations among states through law.“ Und auch eine richtige Tageszeitung bemüht sich schon seit gestern mehr Verständnis für Kant zu erzeugen und erinnert gleich mit drei Artikeln an dessen 300sten Geburtstag: Wider die Selbstverkleinerung des Geistes (Jürgen Kaube, FAZ, 20.4.2024), Der Unendliche (FAZ, 20.4.2024) und Der Unendliche II (FAZ, 21.4.2024), wobei ich erst heute dazu kam, diese Beiträge zu lesen.

„Es braucht Mut, sich dieses Verstandes zu bedienen. Wer ihn aufbringt, wird reich belohnt.“ 

FAZ, 21.4.2024

Immanuel Kant wurde wie meine Großmutter mütterlicherseits auch, in Königsberg geboren, allerdings ein paar Jahre eher, nämlich am 22. April 1724. Noch heute ist uns sein Leitspruch Sapere aude geläufig (hic!) und man kann es nur jedem empfehlen, ganz besonders den eigenen Studenten, denen damit vieles sehr viel einfacher gelingen könnte. Was mich nun wieder daran erinnert, meine kommende Vorlesung vorzubereiten, aber zumindest demnächst darüber nachzudenken, ob das Ganze überhaupt wirklich Sinn macht — wenn da nicht die Käffchen und guten Gespräche mit Detlef Stern wären und sein freundschaftlicher Hinweis, dass man nur etwas könne, wenn man es bereits auch erfolgreich gelehrt hat. Wobei wir jetzt schon wieder bei Kant angelangt sind:

„Vom leeren Raum kann es keine Erfahrung, auch keinen Schluss auf das Objekt derselben geben. Von der Existenz einer Materie belehrt zu sein dazu bedarf ich Einfluss einer Materie auf meine Sinne.“

Immanuel KAnt, Gesammelte Schriften