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19.3.02025 4.1 (10)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Kämpfen

Die Maulhelden haben bei uns wieder einmal Hochkonjunktur! Die ersten Wehrdienstverweigerer und Fahnenflüchtige ergaunern sich nun ganz offiziell möglichst hohe Dienstgrade — gibt ja Geld, Ehre und keine einzige Verpflichtung!

Jede Wette, demnächst gibt es auch die ersten Generale bei den Reservisten. Einmal vor der Wehrpflicht nach West-Berlin geflohen und man wird sich nicht mehr vor dem Generalleutnant retten können!

Jeder halbwegs Kundige müsste wissen, dass zum Kämpfen können auch das Kämpfen wollen gehört. Und so haben wir in Deutschland wie auch im Rest Europas das große Problem, dass wir ggf. durch massive Schuldenberge Waffen, Munition, Ausrüstung und Gerät beschaffen können, aber dabei keine ausreichende Anzahl von Soldaten finden werden, die auch kämpfen wollen. Und noch viel weniger Bürger, die Soldaten werden wollen.

Deshalb frage ich einmal ganz rhetorisch in die Runde, wer ist tatsächlich bereit, sich für sein Land erschießen zu lassen? Und wer ist tatsächlich bereit, einen oder vielleicht gar den einzigen Sohn in den Krieg ziehen zu lassen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass sobald die Russen weiter gegen Europa antreten, die Wohnwagenkarawanen gen Westen ziehen und sämtliche Flüge in die USA oder nach Australien ausgebucht sein werden. Wobei die wichtigste Aufgabe der Bundeswehr sein wird, unsere Politiker nach Hawai oder andere schöne Gegenden zu evakuieren.

Europa-Ball

Nicht mehr lange und der Europa-Ball öffnet in der Harmonie seine Pforten. Für gute Tanzmusik und mehr als ausreichend Tanzfläche ist gesorgt. Auch das Rahmenprogramm verspricht ein musikalisches und tänzerisches Highlight nach dem anderen. Schade nur, dass es noch freie Plätze gibt! Hier hätte ich mir etwas mehr Engagement der Tanzwilligen in Heilbronn und Umgebung gewünscht. Ich behaupte, dass es zumindest in Franken dieses Jahr keine bessere Tanzmöglichkeit gibt als am Samstag, 10. Mai 2025 in der Heilbronner Harmonie.

Der Vorteil dabei ist es nun, dass auch Kurzentschlossene und Neugierige in den Genuss eines Ballabends kommen können. Ich behaupte zudem, dass wer erst einmal einen guten Ball wie z. B. den Europa-Ball miterleben konnte, immer wieder auf Bälle gehen wird. Die Ballkultur ist gerade im süddeutschen Raum etwas Besonderes und für den Anfang muss man nicht gleich nach Wien pilgern.

Wer zumindest jetzt ein bisschen neugierig wurde, der kann die weiteren Details auf der Website der EUROPA-UNION Heilbronn einsehen oder sich gerne direkt an mich wenden.

Verschiedenes

Erfreulich gestern die Anzahl der Studenten in meiner Vorlesung, weniger erfreulich das Pünktlichkeitsverständnis von doch so einigen zumindest zeitweise körperlich Anwesenden. Auch wenn gutes Projektmanagement eigentlich schon immer wissenschaftsbasiert war, ist dies keine Entschuldigung dafür, um einmal „cum tempore“ auszuleben und dabei auch noch diese schlechte Eigenschaft auszuweiten. Projektmanagement ist immer „sine tempore“ — selbst wenn man nur eine Einführungsveranstaltung besucht.

Heute versuche ich mich wieder etwas am elterlichen Garten, das Wort Dschungel träfe es wohl besser. Dabei schaffe ich aber wahrscheinlich gerade nur so viel, dass er keiner Urwald-Guerilla als Stützpunkt dienen kann. Und so fallen dieses Arbeiten eigentlich unter das Thema „Landesverteidigung“. Wäre ich noch etwas fitter, dann könnte ich gleich auch noch einen Musterkampfstand ausheben.

Den Deal des Schuldenkanzlers mit Bündnis 90/Die Grünen hatte ich bereits in meinem Beitrag vom 10. März angekündigt. Nun wird völlig erwartungsgemäß eine Parteigröße nach der anderen „entschädigt“. Dass dabei der eine oder andere Karrierediplomat nach jahrzehntelanger Arbeit und Mühen nun auf der Strecke bleibt, ist schon lange bundesdeutsches Werteverständnis. Auch, dass die Grünen als erstes die Korruption als probates politisches Mittel von den Volksparteien übernahmen, und dies noch bevor sie erstmals mit Krawatten in den Parlamenten erschienen.

Ich kann einfach nicht anders, sobald ich solche Geschichten in der Presse lese, dann muss ich an Helmut Kohl und seine geistig-moralische Wende sowie den entsprechenden Cartoon mit den kleinen Teufeln denken.

Da ging ich jüngst mit leichtem Gepäck auf Reisen und nahm nur ein iPad mit. Schon immer habe ich mich gefragt, warum dort eine Kamera verbaut ist. Und so machte ich damit meinen ersten Schnappschuss, ganz still und heimlich, während ich in einem Flugzeugsitz eingepfercht war. Ist es außer mir schon einmal jemandem aufgefallen, dass Airbus in der Bretterklasse nur noch Sitze für Pygmäen und Han-Chinesen verbaut? Gut, dass wir uns als ganz normale Mitteleuropäer zu dritt drei solcher Stühle teilen konnten — während des Fluges überlappten wir uns dabei wechselseitig. Erholung fanden wir später in einer Embraer, deren Sitze tatsächlich weiterhin so breit waren wie unsere Schultern.

Dann fand ich aber doch noch eine Verwendung für die iPad-Kamera, nämlich zum Einscannen von Dokumenten. Was aber auch nur dann halbwegs praktisch ist, wenn man kein Mobiltelefon zur Verfügung hat. Aber auch hierbei möchte ich nicht von meinen Mitmenschen beobachtet werden, denn das sieht schon etwas unbeholfen aus.

Inzwischen sind auch wieder die „Korrupties“ der CDU-Gaslobby unterwegs und verhandeln mit Wladimir Putin neues Russen-Gas, welches wohl auch wieder über Nord Stream 2 zu uns kommen wird, ob wir es wollen oder nicht.

Dabei wollte doch Friedrich Merz die Merkel-CDU eigentlich zu Grabe tragen, wohl aber nicht jene Praktiken, bei denen man sich selbst dumm und dämlich verdienen kann. Und so wird die Geldkoffer-CDU weiterhin fester Bestandteil der Parteiprogrammatik bleiben — wenn ich mich richtig erinnere, zumindest für das Finanzamt nur Spenden verstorbener jüdischer Mitbürger; CDU-Ehrensache!


Blitz

Stellenabbau 4.2 (9)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Kaum sind die Monsterschulden der Monsterkoalition unter Dach und Fach und schon beginnt das uralte Spiel. Die Bauern drohen und werden mit Milliarden Euro abgefunden, die Verwaltungen können nur noch dann arbeiten, wenn sie verdoppelt werden und unsere Monsterunternehmen wie Audi, BMW, Mercedes, Siemens oder VW, entlassen ihre völlig überflüssigen Mitarbeiter, es sei denn, jede dieser systemrelevanten Firmen bekommt nun gut 500 Milliarden Euro für etwaige künftige Entwicklungen und Möchtegernprodukte — sobald man diese mit Tarnfarben anmalen kann, gerne auch das Doppelte. Das Stichwort dafür: Stellenabbau.

Man könnte auch völlig unfähige bis schwer kriminelle Vorstände vor Gericht bringen. Macht man aber nicht, denn fünf bis zehn Billionen Euro Neuschulden werden es dieses Mal aber ganz bestimmt richten!

Man könnte es auch einmal mit fähigen und ehrlichen Volksvertretern versuchen. Macht man aber nicht, denn so lange nur der kleinste Funken Hoffnung besteht, dass wir selbst von den Neuschulden auch nur einen einzigen Euro abbekommen, machen wir weiterhin alles mit.

Apropos, warum haben es bei uns Aldi, Lidl und Co. so einfach und bequem?

Weil Deutschland ein einziger Selbstbedienungsladen ist.


Montanunion

Montanunion – ein Nachruf 4.6 (11)

Beitragsfoto: ehemalige Flagge der Montanunion | © Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl 

Am 18. April 1951 unterzeichneten sechs Außenminister den Montanunion-Vertrag, welcher am 23. Juli 1952 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Kraft setzte. Die sogenannte Montanunion war ein Wirtschaftsverband, der den ursprünglich sechs Mitgliedsstaaten den zollfreien Zugang zu Kohle und Stahl ermöglichte. Er gilt heute als der Grundstein für die Europäische Union.

Am 23. Juli 2002 lief der Vertrag aus, da die fortschreitende europäische Integration angeblich die Montanunion überflüssig gemacht hatte. Wie wir es heute feststellen müssen eine weitere Fehleinschätzung oder gar ein ganz bewusster Weg zurück in die Kleinstaaterei.

Deshalb nun mein gut zwanzig Jahre verspäteter Nachruf auf die Montanunion, genau gesagt auf den dieser Union und unserer Gemeinschaft zugrunde liegenden Gedanken!

Damals verzichteten zum ersten Mal sechs europäische Länder freiwillig auf einen Teil ihrer Souveränität. Für diesen Verzicht gab es von Anfang an gleich mehrere Narrative! Robert Schuman bemerkte dazu „Mit der Unterschrift unter den Vertrag zur Montanunion in einem Europa der 160 Millionen Einwohner haben die Vertragspartner ihre Absicht verwirklicht, zum ersten Mal eine wirklich supranationale Organisation zu schaffen und Europa damit einen institutionellen Rahmen zu verleihen. Dieses Europa steht allen freien Völkern offen.“ Für Konrad Adenauer war es die beste Möglichkeit um der Bundesrepublik Deutschland, welche damals nach wie vor unter geltendem Besatzungsrecht der Alliierten stand, ein Stück Souveränität zurückgeben. Für manch andere war dies ein weiterer Schritt, um die jahrhundertealte deutsch-französische „Erbfeindschaft“ zu überwinden. Für die meisten Bürger aber war dies der richtige Weg, um das kriegszerstörte Europa wie einen Phoenix aus der Asche zu heben — das Versprechen blühender Landschaften zog schon damals.

Das Narrativ der Europäischen Föderalisten war dabei nicht nur das mögliche Ende der Erbfeindschaft, sondern man wollte noch viel weitergehend mit der Montanunion jeden Krieg zwischen Frankreich und Deutschland materiell unmöglich machen! Und noch eine weitere Schippe drauf legend, damit den Weg hin zu einem europäischen Bundesstaat unumkehrbar machen.

Und dies ist neben allen weiteren wichtigen Vorteilen und Erfolgen einer vertieften europäischen Zusammenarbeit bis gestern zumindest das Credo aller Europäischen Föderalisten gewesen!

Durch eine möglichst tiefe Verknüpfung aller kriegswichtigen Ressourcen und Industrien wollte man nicht nur den Krieg zwischen Frankreich und Deutschland, sondern zwischen allen freien Völkern (Robert Schuman) unmöglich machen. Der Montanunionsgedanke wurde somit von Anfang an auch Grundlage für die NATO, welche bereits schon am 4. April 1949 gegründet worden war.

Auch die USA und Kanada sowie bis heute alle Länder der westlichen Welt wurden immer weiter militärisch, technologisch und organisatorisch miteinander verbunden. Nicht nur, um sich gegen „Feinde“ von außen wehren zu können, sondern in erster Linie, um die eigenen Mitgliedsstaaten von Auseinandersetzungen bis hin zu Kriegen untereinander zu bewahren; manche Leser erinnern sich noch an die Türkei und Griechenland.

Damit war und ist die NATO bis heute (noch) das größte Friedenswerkzeug in unserer Geschichte, die einzige echte Friedensbewegung der Neuzeit.

Die Axt an die NATO wird dabei nicht von einem Donald Trump angelegt, er ist tatsächlich zu blöd dazu, sondern von uns Europäern! Europäer, die entweder noch nie etwas mit einer Montanunion anzufangen wussten oder diese und den dahinter stehenden Gedanken schon immer ablehnten.

Hinzu kommen wie immer in der Menschengeschichte Gewinnsüchtige und Kriegsgewinnler, von den Kriegstreibern einmal ganz abgesehen. Dazu auch noch Präsidenten wie Emmanuel Macron, die ein Ende der NATO als Rettung für die eigene marode Wirtschaft und Gesellschaft ansehen, wobei er felsenfest daran glaubt, dass die US-Amerikaner am Ende Frankreich doch wieder retten werden.

Bei uns Deutschen sind es dieselben Familien, die schon einen Kaiser Wilhelm unterstützt und einen Adolf Hitler groß gemacht haben. Diese Familien wollen wie immer ihren Profit und dabei noch das eine oder andere „Fürstenkrönchen“, was man halt so anstrebt, wenn man schon alles Geld der Welt besitzt.

Warum wir Europäischen Föderalisten nun so richtig kriegsbesoffen und dann auch noch nach möglichst rein deutschen Waffen und Atombomben schreien und dabei unsere Beschlüsse der letzten Jahrzehnte einfach so an den Nagel hängen, kann ich immer noch nicht so ganz nachvollziehen — ich befinde mich immer noch regelrecht unter Schock!

Die Begründung dann auch noch hanebüchend: man könne den Amerikanern nicht trauen — wohl nur noch den Russen! Oder gar, dass die USA nur ihre eigenen Waffen verkaufen möchte. Auch dies völlig falsch! Sobald wir Europäer gute Waffen im Angebot haben, werden diese auch von den US-Amerikanern oder Kanadiern gekauft, z. B. italienisch-französiche Fregatten, britische Harrier, schwedische Fahrzeuge und deutsche Ketten wie auch Kanonen. Und der Vorwurf, dass die USA „Bescheißer-Software“ in die an uns gelieferten Waffen bauen würden, erinnert mich eher an die gängige Praxis von BMW, Mercedes und VW.

Wenn wir als westliche Welt überleben und uns vor einer russischen Knechtschaft bewahren wollen, dann müssen wir so schnell wie möglich den Montanunionsgedanken reaktivieren und die richtigen Signale in die USA schicken! Und vor allem nicht einem Donald Trump auch noch die Munition für sein Geblöke liefern.

Und selbst den völlig Unbedarften müsste es doch einleuchten, dass es viel günstiger und nachhaltiger ist, wenn wir in der westlichen Welt die meisten Waffen gemeinsam bauen.