Blitz

TwitterX 5 (1)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Kaum habe ich mich halbwegs an Twitter gewöhnt, was u. a. mit der sehr schlechten Performance anderer Social Media zu tun hat, muss ich erfahren, dass Elon Musk Twitter nun zu einer Art chinesischer Allzweckwaffe umbauen möchte.

Auf jeden Fall existiert Twitter jetzt nur noch dem Namen nach, denn die neue alte Firma heißt jetzt ganz schlicht X. Bereits 1999 gründete Elon Musk die Online-Bank X.com. Und auch in SpaceX, dem Tesla Model X und scheinbar selbst in den Namen seiner Kinder taucht das Zeichen X immer wieder auf.

Vor sechs Jahren kaufte er die Domain X.com von Paypal zurück, und jetzt können wir alle gespannt darauf sein, wann Twitter dorthin umziehen wird. Ob ich diesen Umzug dann noch mitmachen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, auf jeden Fall aber benötige ich keine Art von WeChat oder eine etwas andere Form von Facebook.

Und so werde ich mich wohl mehr darum bemühen müssen, dass meine Leser sowie mein Freundes- und Bekanntenkreis mit mir, wenn schon nicht über mein Weblog, dann wenigstens über Delta Chat oder Threema in Verbindung bleiben.

Delta Chat:
Dazu muss man nur eine E-Mail an chat@xirvul.shop schicken, die ich dann als Chat-Nachricht erhalte und verwenden kann. Im Falle dass der Absender ebenfalls Delta Chat — die Software ist kostenlos — verwendet, ist der gesamte Schriftverkehr verschlüsselt.

Threema:
Hierzu muss man einmal die App kaufen (ca. 5 Euro) und erhält dafür ein sehr sicheres und ausgereiftes Kommunikations-Tool an die Hand. Das Gute daran, man kann auch verschlüsselt telefonieren oder mehrere Chat-Räume unterhalten. Für die EUROPA-UNION habe ich dort bereits welche eingerichtet.

Meine Threema-ID ist HS82SV7E.


Gespräch

Kommunikation 5 (3)

Beitragsfoto: Gespräch | © Leonardo Thomas auf Pixabay

Über Kommunikation und Kommunikationsräume habe ich schon öfters etwas geschrieben, auch hier auf diesem Weblog und zudem immer wieder einmal unterrichtet. Jüngst ist es bei mir erneut als „Kommunikationsmanagement“ ein Vorlesungsthema, wenngleich auch „nur“ im Rahmen der Wirtschaftsinformatik. Dieser Blog-Beitrag aber widmet sich eher den aktuellen Mitteln und Werkzeugen, die ich selbst für meine Kommunikation verwende.

Am besten ist immer noch das Wort und dies unmittelbar im Gespräch mit meinem Gegenüber. Dank der Telekommunikation kann man selbst die größten Entfernungen zwischen den jeweiligen Gesprächspartnern überbrücken, was allerdings die Kommunikation nicht verbessert. Und die ergänzende Form der Videotelefonie dürfte die Qualität des Gespräches nicht wirklich steigern. Auch nicht die Möglichkeit, dass man inzwischen mit gleich mehreren Gesprächspartnern gleichzeitig telefonieren kann.

Für mich ganz persönlich ist immer noch der „Teletext“ die beste Möglichkeit, um miteinander zu kommunizieren, sei es per E-Mail, Chat oder SMS. Deswegen rangieren bei mir Tools wie Skype oder GoTo für das persönliche Gespräch nicht an erster Stelle. Und wenn ich heutige Mobiltelefonnutzer dabei beobachte, wie sie durch die Stadt laufend Videotelefonate mit ihren Freunden und Bekannten führen, muss ich mich einfach nur noch wundern — solche Gespräche sollte man schon alleine der Umwelt wegen zusätzlich in Rechnung stellen.

Schon etwas anders sieht es aus, wenn aus Ferngesprächen Fernbesprechungen werden, denn dann kann es durchaus von Vorteil sein, wenn man mehrere Kanäle zeitgleich nutzen kann. In diesem Falle sind dann jene Hilfsmittel am geeignetsten, die neben Bild und Wort auch noch die Schrift mit einbinden. Hierbei nutze ich das alte Skype ebenso gerne wie das etwas neuere GoTo, wobei die maximale Nutzeranzahl für Letzteres spricht. Und in diesem Falle wirkt sich auch der Vorteil von Skype nicht aus, nämlich jener, dass man sich mit Skype sehr schnell und sehr einfach zusammensetzen kann.

Und auch für das „Teletexten“ gibt es heute unzählige Hilfsmittel, einige davon habe ich selbst immer wieder verwendet, mich dann aber dazu entschlossen, diese nun auf eine überschaubare Menge zu reduzieren. Wie schon geschrieben, an Skype und Linkedin halte ich fest, da ich darüber immer noch sehr alte Bekannte erreiche und über die gute alte SMS erreichen mich jene, die meine Telefonnummer noch in ihrem Mobiltelefon abgespeichert haben.

Ich selbst nutze nun aber hauptsächlich noch Twitter, Threema und Delta Chat, wobei Letzteres wirklich nur etwas für die wahren Nerds unter uns ist. Und, da sich nicht alle einen Twitter-Account zulegen und noch weniger sich die Mühe machen möchten, um sich mit Delta Chat zu beschäftigen, versuche ich nun meine Mitmenschen von Threema zu überzeugen. Gerade für jene Menschen, die sich verstärkt um ihre Privatsphäre sorgen und zudem ihre persönlichen Daten im Griff haben wollen bietet sich Threema an.

Der einzige Haken dabei ist, es werden sich wohl nicht sehr viele so um ihre Privatsphäre sorgen, dass es ihnen einmalig ca. 5 Euro wert ist, um sich dieses Tool zu sichern.

Da Threema inzwischen neben Telefonie und Text auch Sprachnachrichten und Gruppen-Chats ermöglicht, habe ich erst einmal eine EUROPA-UNION Heilbronn Gruppe (EUHN) und eine Gruppe für den Kreisvorstand (Kreisvorstand EUHN) eingerichtet. Nun bin ich wirklich einmal gespannt darauf, wer von den Mitgliedern diese Art der Kommunikation nutzen wird.

Im Falle, dass Sie mich jüngst über den Messenger oder andere Tools versucht haben zu erreichen, dann wissen Sie nun, dass diese Versuche ins digitale Nirwana einziehen und dort für immer verbleiben werden. Drollig finde ich es weiterhin, wenn mir jemand mitteilt, dass er mir dies und das sehr ausführlich über WhatsApp mitgeteilt hat, denn dieses Tool hatte ich noch nie in Verwendung.

Die Leser dieses Weblogs können mir zusätzlich noch eine Mitteilung schicken.

Für alle Fälle gilt aber weiterhin mein Grundsatz, dass wenn sie von mir innerhalb 48 Stunden keine Antwort erhalten, Sie darauf nie eine Antwort erhalten werden. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte einmal nach, ob Ihre Nachricht nicht ganz aus Versehen in meinem PAL-Filter hängen geblieben ist — bei der Verwendung von Threema können Sie dies allerdings vorab ausschließen.

„Daß sie, anstatt den Hut zu ziehen, mit dem Hallo der vertrauten Gleichgültigkeit sich begrüßen, dass sie anstatt von Briefen sich anrede- und unterschriftslose Inter office communications schicken, sind beliebige Symptome einer Erkrankung des Kontakts.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 45)
Bücherregal

23.3.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Bild von S. Hermann & F. Richter | © Pixabay 

Erstaunlich

Egal in welchem Parlament oder in welcher Regierung bei uns immer wieder kommt es ans Tageslicht, dass unsere Berufspolitiker einfach ihre Taschen nicht voll genug bekommen. Und dabei sind wir seit Jahrzehnten in der glücklichen Lage, um sämtliche Politiker nicht nur mehr als überdurchschnittlich zu entlohnen sondern diesen auch bis zu deren Ableben ein sehr komfortables Leben zu garantieren. Jene Zeiten, in denen Politiker dafür sorgen mussten, dass sie sich selber versorgen können und erst danach ehrenamtlich für unser Land tätig wurden, sind längst Geschichte, wenn dies jemals in der Bundesrepublik überhaupt der Fall war.

Deshalb ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, dass egal auf welche Partei man schaut, dort immer wieder Politiker zu Hause sind, die nicht nur nichts können und machen, sondern die Masse ihrer politischen Tätigkeit damit verbringen, um möglichst viel eigenes Vermögen anzusammeln — man wähnt sich so fast schon in einer Bananenrepublik. Kein Geschäft und keine Verlockung scheint ihnen zu schade zu sein, um nicht schnell noch ein paar Euro mehr zu machen.

Erbärmlich wird es aber dann, wenn unsere Politiker für jedes Freibier Schlange stehen oder sich egal von wem oder für was auch immer einladen lassen. Denn als unsere Vertreter erwecken sie so auf Außenstehende den Eindruck, dass wir allesamt bloße Schmarotzer seien!

Leserschaft

Ein Blogger schreibt bekanntlich in erster Linie für sich selbst, vielleicht ist dies der tatsächlich noch existierende Unterschied zu anderen Autoren, selbst zu den unzähligen Micro-Bloggern auf Twitter und Co.

Das Bloggen ist auch immer wieder einmal Thema in den Gesprächen mit Detlef Stern, der sein Blog noch deutlicher als ich in diese Tradition stellt. Dennoch dürfte es allen Bloggern gemeinsam sein, dass diese sich dann doch darüber freuen, wenn auch andere ihre Beiträge lesen. Wenn nicht, dann wäre es wohl besser, gleich ein persönliches Tagebuch zu schreiben und im Falle, dass dies online geschieht, den Zugang für andere zu sperren, denn sonst muss man sich den Vorwurf des Unterhalts einer Peepshow gefallen lassen.

Ich freue mich auf jeden Fall über jeden Leser und ganz besonders darüber, dass es auch welche gibt, die hier regelmäßig vorbeischauen. Noch besser wäre es, wenn diese dann auch von der Möglichkeit gebrauchen machen, meine Blog-Beiträge per E-Mail zu abonnieren. Diese Möglichkeit findet sich ganz unten auf der Startseite meines Weblogs und ist sehr einfach zu handhaben. Dazu muss man nur seine E-Mail-Adresse angeben und danach auf eine System-Mail antworten. Selbstverständlich kann man dieses kostenfreie Angebot jederzeit wieder mit einem einzigen Klick ablehnen.

Wahlen

Seit meiner ersten Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden der EUROPA-UNION Heilbronn 2007 bestehe ich darauf, dass die Wahl des Kreisvorsitzenden geheim erfolgt. Und immer wieder einmal zeigt es sich, dass manche Mitglieder die Chance nutzen und ihre eigene Unzufriedenheit durch eine Neinstimme oder eine Enthaltung kundtun. Da es sich bei diesem Ehrenamt um eines handelt, welches keine Gewinne — ganz im Gegensatz zu den Ämtern z. B. in Sportvereinen, Gemeinderäten oder Parlamenten — abwirft, sind eigentlich alle froh darüber, dass es überhaupt noch jemanden gibt, der diese Arbeit machen möchte. Deshalb hält sich meine Freude auch jedes Mal in Grenzen, wenn ich mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählt werde.

Schon etwas anders sieht es auf den höheren Ebenen ehrenamtlicher Arbeit aus, denn diese sind aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen mit mehr Prestige versehen und lassen es auch eher zu, dass die Amtsinhaber überhaupt nichts zum Amt beitragen müssen, außer sich mit ihrem neuen Titel in sämtlichen Medien zu schmücken. Aber auch hier gibt es keine Aufwandsentschädigungen und letztendlich sind alle froh darüber, dass sich immer wieder ausreichend Menschen finden lassen, die sich gerne mit Titeln — egal welcher Art — schmücken.

Und sobald der dortige Vorsitzende sicherstellt, dass im Vorstand überhaupt niemand etwas machen muss, kann dieser Vorstand nicht groß genug sein. Irgendwie findet man dann auch immer wieder für jeden Bewerber ein Plätzchen. Und so hat es mich jüngst doch etwas erstaunt, dass ein FDP-Urgestein darauf bestanden hat, dass man den gesamten Vorstand — für alle Kandidaten wurde zuvor ganz überparteilich, aber parteigemäß ein Platz reserviert — geheim wählt. Und auch hier muss ich anerkennen, dass es auch in diesem Fall Sinn macht, geheim zu wählen, denn die Delegierten hätten die Möglichkeit gehabt, den einen oder anderen Ausbläser ein wenig abzustrafen.

Ganz anders sieht es nun aber bei Ehrenämtern aus, die zumindest mit Aufwandsentschädigungen verbunden sind, denn wenn es ums Geld geht, dann hört bekanntlich die Freundschaft auf. Und so freut es mich heute sehr, dass sich die Freien Wähler dazu durchgerungen haben, um künftig bei allen Wahlen von gemeinderätlichen Gremien geheime Abstimmung zu beantragen. Und jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie der OB und die Parteien reagieren werden.

Darüber hinaus bin ich weiterhin der festen Überzeugung, dass sämtliche Ehren- und Wahlämter, die auch nur im Ansatz mit Geldzuwendungen zu tun haben, begrenzt sein müssen. Und hier bietet es sich wirklich an, dass man nur ein einziges Mal ins Amt wiedergewählt werden darf. Nicht nur stellt es sicher, dass immer wieder frischer Wind in die Gremien kommt, sondern es erschwert zudem auch die nur allzu menschlichen Mauscheleien und noch weit Schlimmeres.

Lied zum Tag

Bereits 1988 hatte es Rainhard Fendrich ganz originell und für alle verständlich thematisiert. Und seit diesen Tagen hat die Politik nicht wirklich viel unternommen, um wieder Vertrauen in Politik und Gesellschaft zurückzugewinnen. Korrupt sind immer nur die anderen, bei uns zumeist die Südländer.

Heute durften wir erfahren, dass eine ganz besondere Partei die Maßanzüge und Fußballtickets inzwischen gegen Flugtickets zur Oscarverleihung eingetauscht hat.