Mann mit Tiger

10.12.02021 5 (2)

Katzenverordnung

Wenn eine Plage so überhand nimmt, dann macht es durchaus Sinn, dass man mit Verordnungen reagiert — schon alleine der Umwelt und Natur zuliebe.

Hier geht nun Möckmühl mustergültig im Stadt- und Landkreis Heilbronn mit einer Katzenverordnung voran. Das Problem besteht allerdings schon länger, und inzwischen sind unsere Vögel nicht nur wegen der umfassenden Umweltzerstörung, sondern auch wegen völlig gelangweilter Katzen in schwerster Bedrängnis. Der SWR und auch ich hatten bereits darüber berichtet.

Besser wäre allerdings für alle, wenn man zu dem uralten Verursacherprinzip zurückkäme und Katzenbesitzer in Regress nimmt; dies kann ähnlich wie bei der Hundesteuer geschehen.

Wildwuchs

Über Jahrzehnte hinweg habe ich mich mit dem Thema der „Failing States“ beschäftigt. Über den richtigen Weg, um „Failed States“ wieder aufzubauen, gibt es mehr als genug Literatur und billionenschwere Feldversuche. Mich hat dabei immer mehr interessiert, wie man die ersten Ansätze scheiternder Staaten erkennen kann. Meine Idee ist, dass es für alle Beteiligten besser und auch günstiger wäre, wenn man das Staatsversagen verhindert, anstatt später zu versuchen, wieder so etwas wie einen Staat hinzubekommen.

Aber wie erkennt man einen Failing State eigentlich? Die meisten Fachleute sind sich darin einig, dass der betroffene Staat immer weniger das Sicherheitsgefühl seiner Bürger befriedigen kann, sich auch immer mehr Bürger und Zuwanderer in ihrer Existenz gefährdet sehen und der Staat kaum noch oder sehr selektiv sein Wohlfahrtsversprechen einhalten kann. Zum Schluss kommt dann noch hinzu, dass die Bürger und Zuwanderer unisono beginnen, an der Rechtsstaatlichkeit zu zweifeln.

Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass ein Staat, der solche Anzeichen in sich trägt, bereits mehr als angeschlagen ist, und so habe ich über die Jahre hinweg weitere Anzeichen gefunden, die als erste Indikatoren anzusehen sind.

Der Wildwuchs ist meines Erachtens dabei der ausschlaggebende. Man erkennt dies durch die plötzlichen und immer schneller auftretenden Veränderungen in der Stadtgesellschaft, wo je nach staatlicher „Fürsorge“ oder „Versagen“ z. B. Dönerbuden, Nagelstudios oder Testzentren wie Pilze aus dem Boden sprießen.

Solch schneller Wildwuchs, gepaart mit zunehmender Vermüllung der Stadt und Verrohung der allgemeinen Sitten sind eindeutige Anzeichen dafür, dass die Bürger sich demnächst auch über Sicherheitsverlust, Versorgungsängste und einem Vertrauensverlust gegenüber der Politik sowie dem Staat insgesamt beklagen werden.

Was dann letztendlich den Ausschlag dazu gibt, ob die Bürger in einem „Somalia“ oder einer „Nazi-Herrschaft“ „landen“, wurde wohl bis heute noch nicht so ganz untersucht.

Weihnachtsbrief

Seit ein paar Jahren frage ich mich bereits, ob ein Weihnachtsbrief auf Papier und im Umschlag per Post versandt überhaupt noch zeitgemäß ist. Auf jeden Fall ist es ein ganzes Stück Arbeit, bis man die Briefe gedruckt, gefaltet und kuvertiert hat. Dann muss das Ganze noch dem Zusteller übergeben werden, der diese dann kostenpflichtig verteilt.

Wenn man diese Weihnachtsbriefe als Vereinsvorstand schreibt, bleibt einem wohl auch zukünftig nichts anderes übrig, als einen Tag im Jahr voll und ganz dem Weihnachtsbrief zu widmen — ich habe mir angewöhnt, diese Zeit zur Reflexion über den Sinn und Zweck von Vorstandsarbeit zu verwenden.

Schade finde ich es dabei nur, dass gerade wohl jene Mitglieder, die keine Zeit finden, dem Verein die eigene E-Mail-Adresse mitzuteilen, auch keine Zeit finden werden, den Weihnachtsbrief dann auch zu lesen. Aber dann denke ich an jene Mitglieder, die vielleicht ganz bewusst keine E-Mail-Adresse haben und sich immer noch über das Klappern im Briefkasten freuen.

So schreibe ich weiterhin meinen Weihnachtsbrief und freue mich über jedes Mitglied, das diesen auch lesen wird.

Website des Tages

Schutz und Förderung der Menschenrechte
Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Diese waren eine direkte Reaktion auf die Ereignisse des drei Jahre zuvor beendeten Zweiten Weltkriegs.

Geburtstage des Tages

Ada Lovelace und Emily Dickinson


Bäume

30.8.02021 5 (2)

Bäume | © Pixabay

Realpolitik

Jetzt tönt es aus allen Kanälen und in allen Medien. Wir benötigen eine Realpolitik. Zumindest ist es das Eingeständnis unserer „Entscheider“, dass die letzten Jahre reines Kasperletheater waren.

Das Problem mit der Realpolitik ist es dabei weiterhin, dass eine Realpolitik Menschen benötigt, die nicht nur sehr gut ausgebildet sind, sondern auch über mindestens zwanzig Jahre an Erfahrung verfügen — man bekommt im wahren Leben einfach nichts geschenkt.

Und schon ist es bei uns wieder mit der Realpolitik vorbei — aber „unsere Löwen“ haben dafür einmal gut gebrüllt.

Katzenplage

Wenn es bereits der SWR, wie heute geschehen, thematisiert, dann muss das Ganze schlimmer sein als bisher vermutet. Mich stören diese verwilderten Katzen in meiner Umgebung schon längst ganz gewaltig, auch machen sie mehr Dreck und Lärm als jeder Hund. Warum Menschen sich überhaupt Katzen zulegen und diese dann verwildern lassen, ist mir völlig unverständlich.

Es ist an der Zeit, dass man verwilderte Katzen aus unserem Stadt- und Landkreis verstärkt „entnimmt“ und zudem sämtliche Hauskatzen, wie die Hunde längst auch, besteuert. Von mir aus auch als eine Abgabe, deren Erlöse direkt zur Lösung des Katzenproblems verwendet werden. Das wäre praktizierter Naturschutz — zumindest die Vögel werden es uns danken.

Berliner Platz

Trotz des Regenwetters hatte ich einen guten Start in die neue Woche. Sehr erfreulich ist auch, was sich alles am Berliner Platz rund um das K3 entwickelt. Ältere Restaurants werden aufgefrischt und neue nehmen so langsam aber sicher Gestalt an. Die Bürger investieren weiterhin in ihre Stadt, trotz einer nicht enden wollenden Pandemie.

Wenn die Stadtverwaltung jetzt noch sicherstellt, dass die Turmstraße — wie schon öfters versprochen — zur Fußgängerzone umgewandelt wird, und man den Fahrzeugverkehr, einschließlich der Radfahrer, in der Fußgängerzone wieder mehr einschränkt, wird auch diese Heilbronner Ecke ein richtiges Schmuckstück zum Verweilen und Shoppen.

Website des Tages

Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung

Das Tierheim Heilbronn beherbergt bis zu 65 Hunde, 200 Katzen, 60 Vögel sowie bis zu 50 weitere Kleintiere und Exoten. Weiterhin sind wir für den Tierschutz im Landkreis Heilbronn zuständig.