Sonnensystem

5.6.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Sonnensystem | © Shutterstock

Architektur

Für mich ist Architektur noch wichtiger als Musik. Hier einmal ein neues Gebäude, das zeigt wie man bauen kann, wenn man nur möchte. Dieses Gebäude steht nun in der 270 Park Avenue in New York, wurde von Foster + Partners erstellt und beheimatet nun bis zu 14 000 Mitarbeiter von JPMorgan Chase. Eröffnet wurde es bereits im Oktober letzten Jahres.

Die 60 Stockwerke erreichen gut 420 Meter und machen das Gebäude damit zu einem der höchsten der Stadt. Eine Besonderheit ist die Gründung des Gebäudes, da es weitgehend auf den Gleisanlagen von zwei Bahnhöfen steht.

Vermischtes

Heute ein sehr angenehmes Kaffeegespräch mit Detlef Stern, auch wenn es diesem Mal schwerpunktmäßig um Hochschule, Studium, Dozenten und Studenten ging. Gut tat mir dabei, dass wir doch so einiges zu lästern hatten. Waldorf und Statler lassen grüßen. Wobei die beiden Originale ihr Debut bereits 1975 in „Sex and Violence“ hatten.

Kurz ließen wir auch noch ein paar andere Blogger Revue passieren, von denen doch so einige nicht mehr im Internet zu finden sind — was auch an unserem Alter liegen dürfte. Und wie gesagt, jene, die nicht mehr selber denken und schreiben wollen, suchen wir erst gar nicht mehr.

Man kann dies Purismus nennen, aber völlig seichte und Ki-generierte Inhalte bekommt man bereits zur genüge in der Presse — und so sind es die eher ungefilterten Blogs, die noch Interessantes bieten können. Die reinen „News“ bekommt man schon länger durch Funk und Fernsehen.

Danach war ich noch ein wenig im Schwimmbad, was ich allerdings heute nicht zum Schwimmen nutzte.

Aktuell kann man ganz gut lesen, wer so alles am Verteidigungshaushalt und dem entsprechenden Sondervermögen mitverdienen darf. Das Geld wird wie seit Jahren gewohnt mit der Gießkanne auf alles und jeden vergossen, der nur schnell genug hier schreit. Und weil so viel Geld vorhanden ist, muss man nun die Streuung so weit vergrößern, dass die ersten und üblichen Verdächtigen nicht gar vom Geldregen ertränkt werden.

Zum Ende des Abends noch ein paar Runden Rummikub. Als ich dann doch einmal gewann, war aber auch Schluss.

Filmabend

Gestern schauten wir einen bereits etwas älteren Film an, dessen Titel alleine schon neugierig machen dürfte. „The Englishman Who Went Up a Hill But Came Down a Mountain“ wurde von Christopher Monger 1995 in die Kinos gebracht.

Gewöhnlich schrecken mich Filme mit Hugh Grant eher ab, in diesem gefällt er mir aber dann doch ganz gut. Colm Meaney gewohnt gut und dies auch ohne Raumschiff. Ian McNeice gefällt mir hier noch besser als bei „Midsomer Murders“ oder gar als Kwaltz in „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ — verschrobene Rollen dürften ihm einfach liegen.

Alles in allem ein sehr unterhaltender Film mit einigen netten Einfällen und Anspielungen.

Und kaum hatte ich diesen Film fertiggeschaut, wurde ich auf das Filmhighlight im kommenden Jahr aufmerksam gemacht. Als wäre 1987 erst gestern gewesen!

„Spaceballs“, der beste Star Wars Film aller Zeiten, bekommt einen zweiten Teil. Schon der Trailer, den ich mir sofort gönnte, verspricht doch so Einiges. Mel Brooks, der nicht mehr die Regie führt [Gerd M. Hofmann machte mich darauf aufmerksam], wird aber auch als Co-Produzent mit dem Disney Konzert kaum so einen verständnisvollen „Gegner“ wie damals mit George Lucas haben.

Nun hoffe ich, dass doch noch so einige Schauspieler der ersten Crew übrig sind, die damals sämtlich gut spielten. John Candy ist auf alle Fälle nicht mehr mit dabei, zumindest nicht als Mensch und schon gar nicht als Mog.

Und damit auch andere auf den Geschmack kommen, hier noch etwas mehr Erklärung zum neuen alten Film.

„May the Schwartz be with you!“

„I’m a Mog: half-man, half-dog. I’m my own best friend.“

Barf (1987)

Kino

2.6.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Kino

Wunderlich

Die FDP meint nun, dass mit Nazis herumzumachen liberal sei. Die Wähler liefen der FDP sicherlich nicht deswegen davon, weil sie zu weit links war. Und nun laufen die FDP-Granden auch noch den falschen Wählern hinterher. Und so ist es für diese Partei sicherlich ganz gut, dass über 70-Jährige nicht mehr so schnell zu Fuß sind — aber vielleicht fahren deren Vertreter gerade deswegen so gerne Porsche.

In Baden-Württemberg darf nun in Freibädern oder an Bushaltestellen nicht mehr geraucht werden. Bei uns in Heilbronn wird bisher sogar im Hallenbad und in den meisten Kneipen geraucht, zumindest im Außenbereich. Lassen wir uns einmal überraschen, was aus diesen neuen Verboten werden wird.

Wahrscheinlich ist dies aber die neue deutsche Lässigkeit. Alles was man sagt und vereinbart ist mit der Verlautbarung auch schon wieder Schnee von gestern, wie etwa die Schuldenbremse, unsere Sondervermögen oder gar eine Transparenz in der Politik.

Nun dürfen Mitgliedsstaaten der EU Menschen ohne Schutzanspruch in aufnahmewillige Drittstaaten abschieben, was ich schon sehr lange für eine gute Idee halte — wenn man es richtig bewerkstelligt. Das Problem dabei ist aber, wer diese Menschen freiwillig aufnimmt. Hätte man den Magreb nicht vor gut 10 Jahren so stark verprellt, wäre dies heute sehr viel einfacher.

Deshalb gehe ich davon aus, dass diese Entscheidungen im Europäischen Parlament keine tragfähigen sind, sondern nur weiter den rechtsextremen Populismus in Europa stärken sollen und sicherlich auch werden.

Unsere Politiker sind inzwischen wie Fettsäcke, die jeden Tag aufs Neue abnehmen wollen und immer wieder eine neue Diät ankündigen — dabei weiß doch inzwischen jeder, dass sie nie schlanker werden und sie sich dazu heimlich eine Torte nach der anderen einverleiben. Jede Demokratie lebt von der Glaubwürdigkeit ihrer Vertreter!

Vermischtes

Scheinbar drehen nun auch ein paar Kanadier in Alberta durch — muss man nicht mehr verstehen. Dafür sorgen wohl ein paar Republikaner, dass Donald Trump keine 2 Milliarden Dollar an Steuergeldern zur Entlohnung seine Schlägertruppen verwenden kann. Kann es ein Equilibrium der Dummheit geben?

Thomas Michl hat sich über die hohe Kunst der organisatorischen Selbstsabotage geäußert. Viele Betroffene dürften darüber lächeln können, ändern wird es sicherlich nichts.

Detlef Stern zeigt in einem Blog-Beitrag über Lesepaten wie schnell die Zeit vergeht. Nun ist er ebenfalls Ex-Lesepate, als wäre es gestern gewesen; Ideen für Freiwilligenarbeit hätte ich übrigens genug. Dafür treffen wir uns gleich heute Morgen zu einem Nicht-Käffchen, bevor es für uns beide in die Vorlesungen geht.

Gestern wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden, was man ihr überhaupt nicht ansieht. Die meisten ihrer Filme habe ich mehrfach gesehen. Und so hätte ich besser zu ihrem 100sten auf Misfits (1961) zurückgegriffen, wobei mir aber ihre Komödien weiterhin am besten gefallen.

Heile Welt

Gestern gab ich mir ganz spontan „The Mandalorian and Grogu“. Zuerst das Positive. Das Kino war fast leer. Entweder lag es daran, dass wir — ja meine bessere Hälfte war mit dabei — den Film in der Originalsprache sahen, oder daran, dass das Heilbronner Publikum mehr Geschmack hat als ich es bisher vermutete.

Auch das Kino war sehr aufgeräumt, bis auf die Plätze in der letzten Reihe, dort lag noch der Müll von den Vorgängern. Die elektrisch verstellbaren Liegestühle ohne Tadel — in den USA sind sie aber noch beheizbar.

Aber nun zum Film. Im Falle, dass man die vorherigen Star Wars Filme nicht gesehen hat, dann ist dieser Film nichts für den Zuschauer, denn er lebt ausschließlich von den Vorgängerfilmen einschließlich der Serie. Die Idee sehr einfach, jeder darf und muss sich wohlfühlen können. Und für den Fall, dass sich Zuschauer den Film irrtümlich anschauen, finden sich Anleihen von weiteren sehr bekannten und populären Allerweltsfilmen. Ich habe sofort Szenen aus Harry Potter, Men in Black und Ghost Busters wiedergefunden — es werden sich sicherlich weitere Anleihen finden.

Das Einspielen der alten Star Wars-Garde nett. Dass man den Hauptdarsteller wenigstens ein zwei Minuten lang mitspielen lies, halte ich dennoch für etwas gewagt. Dass man Sigourney Weaver mitspielen lies, eine einzige Fehlentscheidung, denn dies hat mehr versprochen als der Film halten kann.

Kritisch sehe ich die versuchte Rehabilitation der Fetten, denn nur der junge Fette war gut und nett. Die beiden alten fetten „weißen Männer“ hingegen weiterhin wie eh und je die bösen Buben.

Beste Szene im Film, wie vier kleine Leute mit einem Miniraumschiff eine Ratte wegpusten — ein Seitenhieb auf Ratatouille?

Zum Ende des Films noch der Hinweis, dass es für wirklich jeden eine Uniform gibt. Früher™ sagte man, „Auch dein Helm wurde schon gepresst.“

Für mich aber wirklich überraschend, dass es dieses Mal weder eine Prinzessin noch ein Super Girl gab — vielleicht wird gerade deshalb aus dem Film kein Kassenschlager.


Fediverse Reactions
Klassenzimmer

28.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Ohne Abschluss

Wenn man „ohne Alles“ im Bundestag oder einem anderen Parlament sitzen kann und sogar mit überhaupt gar nichts vorzuweisen Minister wird, muss man sich auch nicht weiter wundern, wenn es immer mehr Schüler gibt, die „ohne Alles“ unsere Schulen verlassen. Ich erinnere mich daran, wie ein Berufspolitiker einmal sagte, „sie können dann ja Politiker werden“. Und dazu müssen sich diese Menschen nicht einmal rasieren und schon gar nicht waschen.

Alexandra Ringendahl von Correctiv schrieb vor Kurzem „Neuer Höchststand bei Schulabgängern ohne Abschluss“ und zeigt dabei auch den Anteil der Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss im Schuljahr 2024/25 inklusive Förderschulen je nach Bundesland an.

Noch schlimmer die Ungelerntenquote, die inzwischen bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren, die weder in Ausbildung sind noch einen Berufsabschluss haben, 17,8 % erreicht. Wenn ich dabei nur an viele der Hochschüler denke, die völlig hoffnungslos in meinen Vorlesungen sitzen, muss man davon ausgehen, dass wir gut und gerne bereits bei 30 % liegen dürften — wir schreiben uns weiterhin unser Land schön und wundern uns dabei immer öfters, warum nichts mehr bei uns so richtig gut funktioniert.

Und was Ungelernte in Parlamenten und Regierungen so alles anstellen, das lesen wir ebenfalls immer öfters.

Kanzlerwechsel

Inzwischen erkennen sogar Unionsmitglieder, dass Friedrich Merz noch nie etwas getaugt hat und schon gar nicht in einer verantwortlichen Position. Irgendwie freue ich mich schon auf den kommenden Europastammtisch, wenn dort wieder ein paar Parteisoldaten auflaufen und tönen, dass es noch nie einen besseren Kanzler seit Otto von Bismarck gegeben hätte. Inzwischen erörtert die Frankfurter Allgemeine Zeitung drei Szenarien für einen Kanzlerwechsel.

Wenn man noch einen sich abzeichnenden Durchmarsch der Totalitaristen verhindern möchte, wäre es gar nicht schlecht, wenn man damit anfängt und die tatsächlich vorhandenen kompetenten Politiker die Arbeit erledigen lässt. Auf alle Fälle aber würde es zeigen, dass man als Partei den Bürger einmal verstanden hat.

Und sollten die neuen Verantwortlichen — ein Austausch an der Spitze reicht da nicht! — dann tatsächlich einmal liefern können, wäre unsere Demokratie sicherlich gerettet.

Vielleicht ist es dazu auch notwendig, dass sich Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD, vielleicht sogar noch mit der Linken absprechen, und einen spontanen Regierungswechsel vollziehen. Die SPD könnte sich dabei in der Opposition wieder erholen und dabei bei Bedarf die neue Regierung stärken, wobei die neue Koalition dringend bestimmte Dinge wieder gerade rücken müsste. Die notwendigen Aufräumarbeiten werden sicherlich alle demokratische Kräfte gemeinsam fordern und diesen Parteien selbst so richtig wehtun.

Wenn der Bürger dann aber erkennt, dass das Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, verschwindet die Attraktion der Ewiggestrigen schneller als gedacht. Noch gibt es eine demokratische Mehrheit in unseren Parlamenten und dies müsste man sehr innovativ und gekonnt für den Erhalt unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nutzen. Und dafür wären etwas jüngere Politiker, die zudem schon einmal ein Bundesland halbwegs erfolgreich geführt haben, eindeutig besser geeignet.

Vermischtes

Mein neues Serverlein brummt munter vor sich hin und so konnte ich es guten Gewissens auch wieder abgeben. In jüngere und hoffentlich auch engagiertere Hände. Wenn sich dieses Vorgehen bewährt, kann ich einen Server nach dem anderen „umziehen“. Mein Ziel ist es, dass zum Schluss nur noch maximal drei Serverlein in meiner Verantwortung vor sich hin brummen, wobei einer am Ende von einem meiner Jungs stillgelegt werden muss.

Keiner von beiden hat Interesse an diesem Steckenpferd, obwohl sie beide schon ihre eigenen Rechner hatten, noch bevor sie richtig lesen und schreiben konnten. Wahrscheinlich habe ich sie aber mit Windows 3.11 und Windows 95 mehr genervt als sie für einen Umgang mit Computern zu begeistern — vielleicht hätte ich doch Linux als Einstieg verwenden sollen.

Rückblickend sind es die epischen Schlachten, die wir bei Age of Empires führten, die ihnen wohl in Erinnerung bleiben werden. Dafür hatte ich extra einen eigenen Rechner, um mich bei Bedarf einklinken zu können, so lange bis ich kein Match mehr für beide war und sie mich nur noch als „betreuten Spieler“ dabei haben wollten.

Heute zur Mittagszeit etwas Entspannung im Stadtbad; freie Bahn für freie Schwimmer. Im Falle dass diese neue Stadtbadqualität von Heilbronn beibehalten werden kann, könnte ich mich tatsächlich wieder ans Kilometerschrubben gewöhnen.

Dazwischen so richtig nervige Angelegenheiten, wobei ich das erste Mal so richtig froh darüber bin, wenn ein weiterer Lebensabschnitt zu Ende geht. Was mich nun daran erinnert, dass ich auch noch eine Vorlesung vorzubereiten habe und das Klausurerstellen ebenfalls wieder vor der Tür steht.

Spannend, dass es gemäß einer Dementi von Friedrich Merz Unionsmitglieder gibt, die meine Einschätzung von deren beiden Parteien durchaus zu teilen scheinen. Konstantin von Hammerstein gibt entsprechenden Gerüchten im Spiegel Nahrung. Wie bereits von mir hier geschrieben, wäre das Nordlicht zwar eine bessere Wahl, aber ähnlich wie ein Bayer kaum dem Rest der Republik zu verkaufen. Und so wäre Hendrik Wüst ein akzeptabler Kompromiss. Was der CDU aber auch nur helfen würde, wenn zumindest Jens Spahn und die Karl-Theodor zu Guttenberg-Platzhalterin in die Wüste geschickt werden.

Wobei ich vermute, dass es seit Helmut Kohl völlig außer Frage ist, dass man in der Union Inkompetenz bestraft; dort werden eher die Kompetenten oder Seiteneinsteiger weggemobbt.

Was die Union weiterhin von der SPD unterscheidet, denn da gehört das Mobben inzwischen zur ureigenen Parteiprogrammatik; der schlimmste Gegner der SPD ist die eigene Partei.