Chatbot

23.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Chatbot |  © Alexandra Koch auf Pixabay

Vermischtes

Detlef Stern scheint in Klausur gegangen zu sein, auf alle Fälle aber gab es heute Morgen kein gemeinsames Käffchen. Und so kann ich mich etwas entspannter auf meinen heutigen Umzug nach Stuttgart vorbereiten. Auch wenn es sich dabei nur um einen Tagesaufenthalt handelt, gibt es doch das eine oder andere, was ich mitnehmen muss. Die Zeiten, in denen ich nur mit Reisepass und Geldbeutel auf Reisen ging, die sind längst vorbei!

Erfreulich und erstaunlich zugleich, dass es in meinem Hochschulposteingang auch kurz vor der Klausur noch sehr ruhig ist. Fragen wie, können Sie in Kürze per E-Mail nochmals alles wiederholen, was Sie seit „Guten Tag und herzlich willkommen zu meiner Vorlesung“ gesagt haben, beantworte ich ausdrücklich nicht. Auch solche nicht, die sich nach den Fragen der Klausur erkundigen.

In den meisten dieser Fragen der Studenten erkenne ich aber, dass diese überhaupt nichts von dem verstanden haben, was ich zu erklären versuchte. Und so hoffe ich nun, dass jene, die mich nicht anschreiben, mit dem Gelernten zufrieden sind und eine passable Klausur schreiben werden.

Nachdem ich diesen Blog-Beitrag abgeschlossen habe, geht es wieder um meine Lieblingsbeschäftigung. Und so freue ich mich darauf, spätestens am Abend viele Europäische Föderalisten in Stuttgart treffen zu können. Wer wie ich diesen Weg auf sich nimmt, der zeigt schon damit, dass ihm die dortigen Gespräche und Begegnungen wichtig sind.

Mit meiner Kritik an unserer vermeintlichen Jugendorganisation habe ich mich schon etwas länger zurückgehalten, denn inzwischen sprechen alle Fakten für sich. Aber so langsam ist es an der Zeit, dass wir uns über Alternativen unterhalten, denn so wie es seit ein paar Jahren ist, kann es definitiv nicht mehr weitergehen.

Die EU möchte nun ihre Präsenz in der Arktis verstärken. Mit dem Mund waren unsere Politiker immer sehr schnell! Die USA schaffen bei gesicherten Versorgungswegen halbwegs ein Battalion auf die Beine zu stellen, das rudimentär für arktische Aufgaben geeignet ist.

Woher wir überhaupt nur dies eine Bataillon herbekommen wollen, steht völlig in den Sternen. Und zudem wird es fast unmöglich sein, schon alleine aufgrund der Entfernung, dieses dann selbst zu Friedenszeiten ausreichend zu versorgen.

Da es dabei aber alleine um die feuchten Träume europäischer Monarchen geht, werden wir Europäer bis zum Geht nicht mehr bluten müssen.

Alleine eine NATO-Brigade u. a. mit Dänen, Norwegern, Kanadiern und US-Soldaten wäre hierbei sinnvoll, aber auch extrem teuer! Denn sonst gäbe es diese bereits seit Jahrzehnten.

Yoyod

Auch wenn Yoyod eine sehr erfreuliche Alternative zu sämtlichen Social Media ist, bleibt das Problem, dass auch diese Software mehr Zeit frisst als es einem Menschen gut tut.

Der große Charme der Social Media ist es wohl, dass diese sehr schnell und einfach zu betreiben sind, ganz anders als eigene Weblogs, und noch schneller für Feedback sorgen. Martin Thielecke reißt dies in seinem heutigen Blog-Beitrag „Sind wir (zu) alt?“ ebenfalls an.

„Ach, und was mir gerade noch einfällt: Ohne Like-Button weiß man als „Creator“ ja schließlich auch gar nicht, ob man gerade etwas gut gemacht hat. Dieser Impuls im Gehirn wurde der Bevölkerung jetzt so hart antrainiert, dass die breite Masse (kein Fat-Shaming) ohne diese Indizien nicht mehr freiwillig Inhalte produziert und veröffentlicht.

Erst in „unserem Alter“, und damit kling ich jetzt endgültig wie unsere (Groß-)Eltern, weiß man es sogar zu schätzen, nicht zu wissen, wieviele und vor allem welche Menschen da draußen, interessiert sind. Oder eben auch nicht.“

Martin Thielecke, 23.01.26 01:33

Bei mir im Blog — das Blog (kleiner Insider) — sind es weiterhin die Sternchen, die hier die Like-Funktion einnehmen. Aber auch ich komme nun in das Alter, wo ich auf solches Feedback gut und gerne verzichten kann. Nun bin ich einmal gespannt darauf, wann die Sternchen hier im Blog verschwinden werden; wobei mir die Sterne seit Jahrzehnten ans Herz gewachsen sind, lange bevor es Social Media überhaupt gab.

Und dann geschieht es doch, andere Blogger teilen meine Blog-Beiträge wieder über die Social Media. Damit ist wohl Yoyod mein neues Tor zur digitalen Welt.

Grönland

Warum die Weltgemeinschaft gerade diese Sau durchs Dorf treibt, ist mir weiterhin nicht so ganz verständlich. Gut 60 000 Grönländer wollen definitiv nichts mit der EU zutun haben und hängen einzig und alleine nur noch an Dänemark, weil sie von dort finanziert werden — ergo von der EU.

Abgesehen von schwer zu fördernden Rohstoffen und einer künftigen Seeroute hat Grönland nur eine Bedeutung für die Verteidigung von Nordamerika und Europa.

Die USA scheinen nun zu befürchten, dass die politisch autonomen Grönländer der Russischen Föderation und ggf. sogar China Stationierungsrechte zubilligen — gegen Cash versteht sich. Was für Probleme das bringt, können wir ganz gut an Spitzbergen sehen.

Und so — ich wiederhole mich gerne — ist es eine Win-win-Situation für alle, wenn man in Verhandlungen den USA Grönland abtritt. Nur die USA können dafür sorgen, dass weder Chinesen oder Russen Zugriff auf diese Insel erhalten. Wir Europäer werden von 60 000 Grönländern entlastet, die tatsächlich nur Geld kosten und keinen Mehrwert für uns Europäer bieten. Und die Grönländer erhalten die Chance, sich durch Arbeit eine eigene Existenz aufzubauen. Und die das nicht können, werden wohl weiterhin dem dänischen (europäischen) Sozialsystem zur Last fallen — dafür werden die europäischen Verhandler sicherlich sorgen.


Blogger

16.1.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Bittsteller

Letztes Jahr wurden wir sehr massiv gebeten, für eine ganz bestimmte lokale an Politik interessierte Gruppe eine Straßburgfahrt anzubieten. Nun nachdem wir diese organisiert haben, stellt sich so langsam aber sicher heraus, dass diese Gruppe überhaupt kein Interesse an solch einer Fahrt hat.

Heute sagten die Bittsteller die Reise ab, nachdem die eigentliche Arbeit getan war und sie nun selber etwas hätten tun müssen.

Ganz passend dazu die Forderung von Sven Schulze, dass Sozialhilfeempfänger in Deutschland zu einem sozialen Dienst verpflichtet werden können. Dabei wissen wir doch alle, dass diese Menschen sich gerade deswegen in einer Notlage befinden, weil sie sich weder freiwillig noch gezwungen auch nur für irgend etwas eignen, nicht einmal für eine Verwendung in der Politik.

Preise

Dass Preise und Auszeichnungen, egal welcher Art auch immer, keine echte Bedeutung mehr haben, wissen wir mündigen Bürger schon etwas länger. Seit COVID-19 dürften dies auch manche Politiker mitbekommen haben und begannen damit, diese durch einfaches Klatschen zu ersetzen.

Die Hamburger waren unter uns Deutschen dabei schon etwas schneller, was wohl noch aus jenen Zeiten stammt, als sich die Hamburger ohne Transferzahlungen und Almosen durch die Welt bewegten. Heute dürfte sich die Hanseatische Ablehnung eigentlich erübrigt haben und wird wohl nur noch dann zelebriert, wenn es sich um nichts sagende Auszeichnungen und Preise handelt — eine gewisse Bauernschläue blieb den Hamburgern wohl doch noch erhalten.

Seit spätestens heute wissen wir es nun aber alle, dass Preise und Auszeichnungen wirklich nichts mehr wert sind; María Corina Machado übergab Donald Trump ihre Friedensnobelpreismedaille. Manche Blogger und Journalisten spekulieren nun darüber, seit wann auch ein Nobelpreis nichts mehr wert ist: seit Henry Kissinger oder doch eher seit Jassir Arafat.

Vielleicht liegt dies aber nicht daran, wer die Preise und Auszeichnungen erhält, sondern einfach nur daran, wer diese vergibt? Wer sich z. B. von einem Gianni Infantino auszeichnen lässt, der hat selbst keinen einzigen Millimeter mehr an eigener Würde, wenn er überhaupt jemals so etwas wie eine positive Charaktereigenschaft besessen hat.

Ich selbst kam immer ganz gut damit zurecht, wenn ich mir im Vorfeld überlegte, wer hinter einer Auszeichnung oder einem Preis steht.

Vermischtes

Ein sehr angenehmes Gespräch heute Morgen mit Detlef Stern ließ uns eine ganze Bandbreite an Themen abarbeiten. Und so ganz nebenbei konnte ich nun meine Fediverse-Partizipation neu gestalten.

Mit Yoyod habe ich nun ein Tool gefunden, das meine Ansprüche sehr gut abdeckt und dabei verspricht, mir den ganzen Social Media Müll vom Leib zu halten. Und auch für Daft habe ich inzwischen eine Verwendung gefunden, denn dort kann man nun sehr leicht meinen neusten Blog-Aktivitäten folgen.

Insgesamt habe ich mich damit privat vom Push-Prinzip verabschiedet. Der geneigte Leser muss nun selber das Pull-Prinzip anwenden, händisch, per RSS oder über das Fediverse, um meine Meinungen über Gott und die Welt erfahren zu können.

Wer diese dann selbst kommentieren möchte, kann dies gerne machen. Um aber sicherzustellen, dass ich diese Kommentare auch selbst zur Kenntnis nehme, gibt es die Möglichkeit, diese entweder als Kommentar oder als Gästebucheintrag auf meinem Weblog zu veröffentlichen.

Alternativ kann man auch das persönliche Gespräch suchen. Alle anderen Möglichkeiten, wie z. B. die gute alte E-Mail, ein Brief per Post oder Einträge auf den eigenen Blogs bzw. in den Social Media, können mich erreichen, müssen dies aber nicht.

Bereits gestern Abend gab es weitere sehr nette Gespräche beim Tanzbeinschwingen, wobei es nicht so ganz einfach ist, um für den kommenden Europa-Ball Werbung zu machen. Dabei sind Amateurtänzer doch die dafür am besten geeignete Zielgruppe.

Wahrscheinlich ist Heilbronn insgesamt zu klein und zu uninteressiert, um dort noch einen ausgewachsenen Tanzball veranstalten zu können. Ein Merkmal von Großstädten ist es, dass es dort noch Bälle gibt und damit eine Bürgerschaft, die solche kulturellen Zusammenkünfte nicht nur estimiert, sondern auch selbst wahrnimmt.

Unsere Gesellschaft befindet sich insgesamt auf einem Sinkflug, was durchaus mit einer zunehmenden Unbildung zutun haben könnte.

Heute Mittag werde ich noch bei der Hausaufgabenbetreuung verbringen. Meine Ansprüche hierfür sind inzwischen so tief gelegt, dass ich eigentlich nur noch positiv überrascht werden kann.

So ganz plötzlich und völlig aus dem Kontext heraus erinnere ich mich an einen alten Soldatenspruch: „Der taugt nicht einmal als Kanonenfutter.“


Weihnachtsbaum

12.1.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Weihnachtsbaum

Inkompetenz

Es gibt gute Gründe, warum Armin Laschet nicht Bundeskanzler ist. Heute durften wir wieder einmal einen solchen gezeigt bekommen. Mein Dank dafür geht an Stefan Pfeiffer. Er mag es mir verzeihen, ich muss dabei immer an die Feuerzangenbowle denken — so alt bin ich aber noch jung genug, um den Film eher in die Sparte Altherrenwitze einzuordnen.

Viel zu viele machen sich heute bereits Gedanken darüber, ob sich das Internet nicht schon wieder erübrigt hat. Währenddessen beginnen unsere Parteien damit, das Internet als Neuland zu verstehen. Damit dürfte so langsam aber sicher das Telefax ausgedient haben. Warum nun aber unsere Parteien X als die ultimative Social Media-Plattform hypen, entzieht sich auch meinem Verständnis. Zumindest muss man es ihnen anrechnen, dass sehr viele Politiker bereits wissen, dass es nicht mehr Twitter heißt.

Wahrscheinlich hatten unsere Volksvertreter einmal einen Praktikanten, der ihnen diesen Account einrichten konnte, und nun keinen mehr, der ihnen die aktuelleren Apps installieren kann.

Ganz schräg wird es aber, wenn nun manche über eine defensive Allianz der EU mit China zu spekulieren beginnen. Wahrscheinlich haben die Chinesen in den letzten Jahren nicht nur AfD-Abgeordnete bestochen.

Ich kann das auf alle Fälle nicht mehr alles lesen und beginne immer öfters Deep Space Nine zu bingen. Inzwischen finde ich sogar die Ferengi sympathisch, was zu meinen Studentenzeiten noch ein absolutes No Go war.

Weihnachtsbaum

Zwischen den Tagen gab es in meiner Timeline einen Wettbewerb darüber, wer den hässlichsten Weihnachtsbaum sein eigen nennt. Die entsprechende Community war sich nicht ganz sicher, ob Sebastian Schaffer oder ich als Gewinner hervorgehen.

Heute wurde ich auf einen weiteren Kandidaten aufmerksam und gebe sofort unumwunden zu, dass damit selbst ich nicht mithalten kann. Und ich habe schon viel gesehen, ganz nackige, welche, die einfach umgekehrt herum von der Decke hängen oder gar quer durch den Raum schweben.

Da solche Exemplare meines Wissens leider nicht im Internet geteilt werden, darf ich sie auch nicht zeigen. Meinen diesjährigen Favoriten habe ich nun aber doch abgelichtet und hier als Beitragsfoto geteilt.

Vermischtes

Meine erste Fahrt des Jahres mit dem meseno-Bus verlief trotz Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes recht angenehm. Unerfreulich waren dabei einige wettergewarnte Auto-, Bus- und Lkw-Fahrer, die mit gut geräumten Straßen völlig überfordert waren. Was mir zeigt, dass unsere Kfz dringend nicht nur elektrifiziert gehören, sondern vor allem auch selbst fahren können müssen!

Erfreulich, die ewige Baustelle war plötzlich verschwunden und so konnten wir nach weit mehr als einem Jahr die alte Strecke in Gänze fahren. Auch erfreulich, dass wir unterwegs tatsächlich etwas Schnee sehen konnten. Da ich meine schönsten Winter allesamt auf Truppenübungsplätzen und während Einsätzen genießen durfte, kann mich Schnee und Eis so schnell nicht mehr schrecken.

Als es in Ulm einmal ganz kurz mehr als zwei Zentimeter Schnee auf den Straßen gab, waren die Ulmer kurz davor, den Sturz der Bundesregierung zu fordern. Der damalige OB konnte sie aber wieder beruhigen: „Ja, es ist Winter und ja es hat ein bissle geschneit.“

Wir Heilbronner sind da anders, ab einem Zentimeter Schnee auf der Straße rufen wir nach dem Rettungsdienst und der Feuerwehr. Ab zwei Zentimeter lassen wir uns selbst nach Weinsberg einweisen.

Die Berliner hingegen sind noch anders gestrickt, denn die fordern sofort eine Verschärfung des Strafgesetzes, die Abschiebung von völlig Unbeteiligten und die Rückkehr des Führers. Alexander Dobrindt versucht derweil die Gemüter wieder einmal ein klein wenig zu beruhigen und schreibt Frau Holle sowie den Weihnachtsmann zur Fahndung aus; ganz nach seinem persönlichen Motto: der Zurückschläger.

Jetzt erhalte ich die Warnmeldungen auch noch auf meinem Laptop! — das hat bestimmt etwas mit der KI zu tun.

Dafür lassen wir dieses Jahr unseren Europa-Ball-Flyer von einem Profi gestalten. Ein paar bloggende Leser werden mich bestimmt darauf hinweisen wollen, dass man das heute mit KI macht. Kann man sicherlich, muss man aber nicht — zumindest noch nicht.

Last but not least habe ich meine OP nun abgesagt. Und schon fühle ich mich besser. Jetzt sollte ich einmal damit beginnen, mich ein klein wenig um meinen eigenen Körper zu kümmern — nur Raubbau geht einfach nicht mehr.