Schnappschuss

28.3.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Vermischtes

Gestern kurz noch geshreddert, was für ein entspannendes Erlebnis! Am Abend dann ganz gemütlich gekegelt. Was möchte Mensch mehr?

Erfreulich, dass manche Mitblogger auf den einen oder anderen Beitrag von mir reagieren. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum sich manche Blogger untereinander als Kollegen bezeichnen. Ich schreibe auf alle Fälle nur aus Spaß an der Sache! Und um meine eigenen Gedanken ein klein wenig zu sortieren. Wenn es dann dem einen oder andern Lesern etwas hilft, zumindest diese ein wenig unterhält, ist dies auch ganz nett. Ob sich daraus dann aber ein vertiefter Gedankenaustausch entwickelt, das darf bezweifelt werden. Dafür sind Blogs weniger gut geeignet.

Ich suche zum Gedankenaustausch das persönliche Gespräch, nutze Stammtische gerne für das Brainstorming und versuche weitere vertiefende Gedankenaustausche etwas formaler und regelrecht zu „institutionalisieren“. Das mit den Foren hat dabei nicht so gut geklappt, eher funktioniert hier noch die gute alte E-Mail, wobei ich inzwischen nach all den Jahrzehnten das direkte Gespräch eindeutig bevorzuge — könnte auch an meiner Generation liegen, welche allerdings die Alternativen selbst erst möglich gemacht hat.

Aber auch heute gilt noch, dass der nachhaltige Gedankenaustausch über Bücher und ggf. noch über längere Schriftstücke stattfindet. Hierbei könnten Blogs vielleicht dann doch eine Rolle spielen, die dürften dann aber nicht wie mein eigenes Blog eine Art von Tagebuch- oder Gedanken-Blog sein, sondern müssten sich thematisch einschränken lassen.

Ich für mich lese Blogs auf alle Fälle nur aus reiner Neugierde am jeweiligen Blogger, versuche mich dabei hemmungslos an seinen Gedankengängen zu bereichern, Neues zu erfahren und Bedenkenswertes mitzunehmen — wie schon geschrieben, Blogs sind für mich Teile eines digitalen Stammtisches. Die etwas tieferen Gedankengänge kommen dann ggf. etwas später und in anderen Runden.

Wahrscheinlich muss sich die digitale Welt auch noch nach gut 30 Jahren erst noch ein wenig schütteln, um für die meisten Menschen zu einem wertvollen Werkzeug werden zu können. Bis dahin gibt es die Social Media und die KI.

Lernfähig

Was intelligente Lebensformen von dummen Lebensformen unterscheidet, dürfte die Lernfähigkeit sein. Individuen lernen, wenn sie z. B. die eigene Hand auf die Herdplatte legen. Die etwas intelligenteren Exemplare lernen durch Beobachtung anderer, ganze Gesellschaften aus den Erfahrungen der Vergangenheit — so dürfte man es meinen.

Inzwischen hat die Enkelgeneration Adolf Hitlers nicht nur die Russische Föderation, China, Nordkorea, den Iran, die Türkei oder Ungarn übernommen, sondern bereits auch schon die Vereinigten Staaten von Amerika. Und was machen die Reste der sogenannten Freien Welt? Wir gucken wie damals in der Sowjetunion, in Spanien, in Italien und in Deutschland auch einfach weg und sind dabei noch fest davon überzeugt, dass sich alles von ganz alleine einrenken wird.

Aktuell gucken wir nicht nur zu wie unsere Nachbarn die Hand auf die Herdplatte legen, einer nach dem anderen, sondern können uns dabei selbst erwischen, wie wir darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht doch eine gute Sache wäre, auch die eigene Hand auf die Herdplatte zu legen.

Das mit dem Lernen wird heutzutage völlig überschätzt! Man benötigt einfach nur eine ausreichende Anzahl dummer Menschen und alles geht wie von alleine.

Wer erinnert sich noch an die Ölkrise der 1970er-Jahre oder vielleicht zumindest noch an die autofreien Sonntage? Ok, man könnte sich vielleicht noch daran erinnern, warum wir (fast) alle in der Welt vor ganz Kurzem noch von Öl und Gas loskommen wollten? Nein, wir erinnern uns nicht mehr!

Öl und Gas, vielleicht auch noch Atom sind wieder der letzte Scheiß! Verbrennermotoren werden mit der Größe des Hubraums immer besser und ab 16 Zylindern ist deren Säuseln einfach nur noch aphrodisisch!

Inzwischen wissen gut 20 % von uns Deutschen wieder ganz genau, dass Adolf Hitler die Autobahnen gebaut hat und uns nur wegen der Juden die uns zustehende Weltherrschaft verwehrt wurde. Weitere gut 20 % sind inzwischen davon überzeugt, dass man es doch zumindest wieder einmal probieren könnte.

Auf alle Fälle aber haben die Enkel von Adolf Hitler nichts gegen Öl und Gas und schon gar nichts dagegen, dass man selber aus Fehlern klug werden darf — die lieben einfach die Freiheit!

Milliarden von Fliegen fressen Scheiße, lassen Sie es uns doch auch einmal probieren — wird schon nicht weht tun!

Fotoapparat

Mein erstes Gerät war ein kleiner schwarzer Kasten aus Plastik mit einer Glaslinse, groß genug, um eine Standardfilmrolle aufzunehmen. Diese gab es meist in schwarz-weiß, weil Farbfilm noch zu teuer und dies dazu noch in zwei Größen, um, so glaube ich mich zu erinnern, bis zu zwölf oder gar bis zu 24 Aufnahmen machen zu können.

War die Filmrolle vermeintlich voll, spulte man das Ganze zurück und brachte die Rolle zum Fotografen, der sie, wenn er meinte, dass die Aufnahmen etwas geworden seien, entwickelte und Papierauszüge in der gewünschten Anzahl lieferte. Eine ziemlich teure Angelegenheit, die einen normalen Menschen vorab überlegen ließ, ob man nun auf den Auslöser drückt oder nicht. Ich möchte gar nicht daran denken, wie viele Aufnahmen der Menschheit alleine damit erspart blieben!

Vergesslich wie ich schon immer war — eigentlich eine gute Eigenschaft — kam es vor, dass ich Filme gleich zweimal entwickelte und ein mangelhafter Qualitätscheck des Fotografen einmal dafür sorgte, dass ich kleine Kunstwerke abholen durfte.

Und so war es für mich an der Zeit, dass ich mit Nichtaufnahmen zu experimentieren begann, einfach auf den Auslöser drückte ohne ein Motiv vor der Linse zu haben — inzwischen dürfte dies allgemein State of the Art sein. Mein Experiment ließ ich mir zwei ganze Filmrollen kosten, eine davon in Farbe. Ich erinnere mich noch daran, wie die Qualitätskontrolle des befreundeten Fotografen funktionierte und er mir mit Bedauern mitteilte, dass gleich zwei meiner Filme nichts geworden seien. Er weigerte sich, wohl in seiner Standesehre gekränkt, mir kleinem Jungen meine Filme zu entwickeln.

Passend, dass es an meiner Schule ein verstaubtes Fotolabor gab, das wohl aber nur schwarz-weiß-tauglich war. So war ich kurz versucht, eine künstlerische Karriere einzuschlagen. Dann aber fing ich zum Leidwesen meiner Eltern damit an, mir einmal die Seifenproduktion etwas näher anzuschauen, denn dafür langte das Bad und die Küche. Nach meiner weniger erfolgreichen Kerzenproduktion einigten wir uns darauf, dass meine künftigen Experimente nicht mehr zu Hause stattfinden.

Heute, da ein Termin zumindest für mich völlig überraschend geplatzt ist, legte ich mein Mobiltelefon wieder auf den Tisch zurück und fragte mich dabei, was eigentlich, wenn ich jetzt den Auslöser des Foto-Icons drücke?

Das Ergebnis habe ich einmal ganz ungefiltert als Beitragsbild festgehalten. Wer benötigt schon eine KI, um kreativ oder produktiv zu sein?

P. S.

Übrigens, den oben erwähnten Fotoladen gibt es noch heute, inzwischen in der dritten oder gar vierten Generation. Und die netten Menschen dort machen auch heute noch viel bessere Aufnahmen als ich.


Fediverse Reactions
Met's Live

21.3.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Met’s Live

Tristan und Isolde

Ich hab es wieder getan! Mir eine ganze Wagner-Oper reingezogen, nein nicht per LP oder CD, sondern in einem extra Raum zusammen mit ganz vielen anderen Musikliebhabern oder masochistisch veranlagten Personen. Vier Stunden und 50 Minuten sind auf alle Fälle eine Ansage.

Dieses Mal ist es wieder eine Aufführung der Metropolitan Opera, allerdings nur in der Version Met’s Live in HD series of cinema transmissions. Vor Ort würden alleine das Ticket mindestens 210 Euro für eine Person kosten; dazu noch Flug und Logie. Met’s LIve-Aufführungen sind in kalifornischen Kinos mit deren Wohlfühlsitzen eine weit komfortablere Angelegenheit, dazu auch noch bezahlbar und wegen des Zeitunterschieds insgesamt optimal — man lässt den Opernabend bei einem Mittagessen ausklingen und legt sich danach noch an den Strand. Die meisten deutschen Kinos können da noch nicht so ganz mithalten, man dürfte aber auch dort inzwischen weit bequemer als in der Oper selbst sitzen, was besonders ab zwei Stunden aufwärts eine nicht zu vernachlässigende Sache ist.

Aufführung der Metropolitan Opera versprechen zudem eine zeitgemäße Adaption sehr alter Schinken, was für jene wichtig ist, die nicht nur mit geschlossenen Augen einfach nur die Musik genießen wollen — was besonders oft bei altergrauten Ehemännern der Fall sein dürfte. Und sobald deren Konzentration durch ein hörbares Schnarchen übertönt wird, sind die besseren Hälften zur Stelle, die diese wieder mit einem gekonnten Seitenhieb in geordnete Bahnen zurückbringt.

Um 22.15 Uhr fiel der Vorhang und ich war weit mehr als nur sehr beeindruckt! Zum einen saß ich noch nie in einer Wagneroper, die sich so kurzweilig anfühlte, und zum anderen hat Yuval Sharon dafür gesorgt, dass es künftige Inszenierungen mehr als schwer haben werden. Das mit dem Baby kannte ich noch nicht, fand es aber mehr als folgerichtig. Zudem passte es ganz gut, weil ich kurz vor Opernbeginn noch meine eigene Enkeltochter auf dem Arm hatte.

Die üblichen kleinen Einlagen bekam ich leider dieses Mal nicht so richtig mit, den einen fliegenden Tänzer hab ich dann doch noch entdeckt. Dafür grüßte aber Ryan Speedo Green, der König Marke sehr gut gab, nach Heilbronn. Den Einsatz von Jekaterina Gubanowa als Bragäne fand ich nicht so passend, da die Russen weiterhin die Welt terrorisieren. Ihr Debüt gab sie interessanter Weise bereits 2005 als Bragäne an der Oper in Paris.

Ganz besonders gefielen mir Tomasz Konieczny als Kurwenal, Michael Spyres als Tristan und Lise Davidsen als Isolde. Yannick Nézet-Séguin dirigierte ohne Tadel, auch wenn ich das von ihm versprochene Instrument nicht sah.

Letztendlich waren es aber Yuval Sharon, Es Devlin (Bühnenbild) und Ruth Hogben (Lichtdesigner), die diese Inszenierung zu einem echten Erlebnis machten. Wer sich einmal für Richard Wagner interessieren möchte, dem empfehle ich genau diese Aufführung.

Nachtrag 28.3.2026

Dank Joshua Barone in der New York Times konnten wir erfahren, dass das Bühnenbild wohl dafür sorgte, dass nicht in allen Sitzen vor Ort die Sänger vollumfänglich zu hören sind. Auch, dass es dem Dirigenten nicht gelang, Sänger und Orchester optimal aufeinander abzustimmen.

Hier hatten nun alle Kinogänger sicherlich einen weiteren Vorteil, zumindest mir sind diese „Dissonanzen“ nicht aufgefallen.,

Vermischtes

Die kommende Vorlesung konnte ich bereits vorbereiten. Gerne hätte ich das Thema einmal aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet, leider aber soll man die Studenten nicht allzu tief mit der Materie vertraut machen — eine gesunde Halbbildung ist bei uns State of the Art, den Rest macht dann die KI oder auch gar keiner mehr. Wissen belastet und führt letztendlich dazu, dass man nicht nur damit beginnt über sich selbst zu reflektieren, sondern auch einmal darüber nachzudenken, was das Ganze denn überhaupt soll? Dumme Menschen sind die allerbesten Staatsbürger, leider aber keine guten Demokraten.

Kurzes Gefecht mit Thomas Michl über Sinn und Zweck von KI und deren völlig überdrehten Missbrauch. Sollte die KI einmal sich selbst bewusst werden, wird sie es uns Menschen sicherlich ankreiden, wie wir sie im Dämmerschlaf völlig hemmungslos vergewaltigt haben. Sobald sich eine KI selbst den Namen Gisèle Pelicot gibt, sollten wir auf alle Fälle den Stecker ziehen. Bis dahin verbrauchen wir ein Terrawatt an fossil erzeugter Energie nach dem anderen, einzig und alleine nur, um unsere Katzenbilder in den Social Media etwas aufzuhübschen!

Einmal ganz plakativ daher geschrieben: wer eine KI völlig sinnfrei nutzt, der hat die Moral eines Mauerschützen oder eines KZ-Turmwächters — es sei denn, er besitzt ein eigenes Atomkraftwerk. Höflicher und vielleicht etwas verständlicher ausgedrückt, wer mit KI bloße Bildchen malt oder das Internet mit dessen Geblubber voll schreiben lässt, der ist wie ein Rentner im Wohnmobil oder ein Arbeitsscheuer im PS-Boliden, die bei uns gerne einfach so die Allee hoch und runter fahren. Alles Menschen, die unsere Welt keinen Deut besser machen!

Was „wir Männer“ sonst noch so alles mit der KI anstellen sollen, z. B. die eigene Ehefrau oder gar Freundin zu mobben, verdrängt im ÖRR inzwischen sogar die Berichterstattung über die aktuellen Kriege. Wahrscheinlich wäre unsere Welt eine bessere, wenn wir die Social Media für alle Menschen ab 16 Jahren verbieten. Spielzeuge werden erst in den Händen von Erwachsenen gefährlich.

Frühling

Gestern konnte ich meinen Grill anwerfen. Ein paar Tester waren gekommen und mein Jüngster übernahm die weiteren Details. So entspannt habe ich schon lange nicht mehr gegrillt.

Thema beim Grillen u. a. Chuck Norris, den ich als Sportler sehr schätzte, der mir aber als Schauspieler und Mensch immer unheimlicher wurde. Den Rest des Abends verbrachten wir mit der theoretischen Suche für einen neuen Standort unserer Berufsfeuerwehr. Die geeignetsten Standorte scheinen bereits für weniger wichtige Projekte reserviert zu sein.

Zuvor durfte ich meinen neuen Shredder ausprobieren. Auch wenn er in kurzer Zeit eine ganz Menge Material verarbeitete, sieht der Uneingeweihte weiterhin keine Veränderung.

Und jetzt ist es endlich raus, wir — Deutschland — sind ein Täterparadies! Zumindest lässt uns dies nun u. v. a. auch die Tagesschau glauben. Darüber, wer die Täter sind, gibt es noch ein paar kleine Ungereimtheiten. Wir Männer, die Grünen, alle Ausländer oder doch wieder bloß die Juden — so genau lässt sich das momentan noch nicht sagen. Auf alle Fälle aber sind alle Mitbürger, die sich einzig und alleine die eigenen Taschen voll stopfen, gerne auch mit dem Geld anderer Leute, bei uns zumindest Halbgötter und im schlimmsten Fall nur Opfer, niemals aber Täter — da unterscheiden wir Deutschen uns vom Rest der Welt.


Menschen im Park

2.3.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Menschen im Park | © Pixabay

Durchgeknallt

Unsere Welt und wir alle sind zunehmend durchgeknallt! Ich nehme mich dabei nicht aus.

Noch nie hat eine First Lady eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates geleitet, was zum Ändern in Zeiten der Speichellecker und Berufsdilettanten aber nun wirklich höchste Zeit war! Escort Girl, Filmdiva und First Lady Melania Trump leitet heute eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Wobei die ebenfalls des Englischen nicht so ganz mächtige und offensichtlich gleichermaßen intelligente Annalena Baerbock leitet schon etwas länger die Sitzungen der UN-Generalversammlung.

Nicht erst seit Angela Merkel macht man die wohl allseits bekannte Benachteiligung des weiblichen Geschlechts immer wieder durch gezielte Aktionen wett! Zudem legt man bei uns Wert darauf, dass man nicht unbedingt eine Wein- oder Schönheitskönigin sein muss, um prominente Parteiämter zu erhalten; wie wir es alle wissen, Verwandtschaftsverhältnisse helfen dabei auch.

Friedrich Merz weilt heute in Washington und ich finde, Gucci sollten sofort alle tragen, nicht nur Kate Moss!

Bildungstipp

Für meine Leser gibt es heute einen kostenlosen Hinweis darüber, wie man sehr schnell und noch bequemer vom Studienabbrecher oder Hilfsarbeiter zur deutschen Bildungs- und Leistungselite aufsteigt. Und dabei muss man auch nicht einmal wie in den USA „vom Tellerwäscher zum Millionär“ so üblich Schweiß und Tränen vergießen.

Man besorgt sich möglichst früh ein Parteibuch, wenn man kein Geld hat, eins über eine Parteijugend und lässt sich als Kandidat aufstellen. Selbst wenn man nie gewählt werden sollte, eröffnet sich eine sehr bequeme Welt des Expertentums, ohne jemals selber etwas leisten zu müssen. Spätestens als Nachrücker wird man dann quasi über Nacht zu einem deutschen Einstein oder gar einem Horten!

Sollte man über ein Händchen im Umgang mit dummen Menschen verfügen, kann man alternativ auch eine Karriere als Influencer anstreben. Wobei uns Menschen wie Markus Söder zeigen, dass sich beide Karrierewege gut überschneiden können — es also auch ganz locker zweigleisig geht.

Vermischtes

Die heutige Fahrt mit dem meseno-Bus wenig ereignisreich, außer vielleicht, dass ich erstmals Markus beim Tanken traf. Ein kurzes Schwätzchen brachte anfangs meine Zeitplanung durcheinander. Wegen des guten Wetters fuhr ich das Schwätzchen aber wieder herein.

Das Buch „Akadämlich“ von Zümrüt Gülbay-Peischard scheint sich gut zu lesen und bestätigt auch, was ich leider bereits schon weiß. Grundsätzlich lese ich Bücher nicht, von denen ich vermute, dass sie meine eigene Meinung nur bestätigen oder nur das wiederholen, was ich mir bereits schon selber erarbeitet habe. Deshalb liegt auch das Buch „Cum/Ex, Milliarden und Moral“ von Anne Brorhilker nur so bei mir ungelesen herum, denn davon, dass wir in einer Bananenrepublik leben, bin ich inzwischen fest überzeugt. Daran erinnerten mich heute auf meiner Fahrt durch gleich zwei Wahlkreise die dortigen Wahlplakate ganz gut.

So ganz beiläufig erfuhr ich, was ein Chef für einen Meister zahlen müsste, wenn er diesen fest anstellt. Viel zu viele junge Menschen studieren wohl nur deshalb, weil sie nicht arbeiten können oder nicht wollen und deshalb auf eine Anstellung in der Scheinarbeitswelt bauen. Passend dazu ein „Karton“ von Detlef Beck, das mir Detlef Stern jüngst zuschickte: „Wenn man blöd bleibt, kann einen später keine KI ersetzen …“.

Lustig dabei, dass gerade die Partei bei uns, die unser Schulsystem über Jahrzehnte hinweg völlig ruiniert hat, nun auf den Plakaten mit „Lesen, Rechnen und Schreiben aufwartet.“ Bei uns macht man Politik für Deppen, denen man erst alles das wegnimmt, was man ihnen später als den letzten Scheiß wieder anbietet.

Dass es aber noch weit blöder geht, zeigt das Plakat „Wohnraum statt Schützengräben“. Wobei eine Partei in den letzten Zuckungen nun doch noch ehrlich zu werden scheint und das Folgende plakatiert: „Es geht um mich!“ — was doch schon längst jeder weiß, der über mehr IQ verfügt als ein Butterbrot zum Gegessenwerden benötigt.

Viele Parteien finden kaum noch Menschen, die bereit sind, deren Plakate aufzustellen oder zu -hängen. Ich war schon immer davon überzeugt, dass man Ehrenamtlichen helfen und diesen nicht durch unnötige Verbote und Drangsalieren das Leben schwerer als nötig machen muss.

Inzwischen habe ich fast alle jene Stellen abgefahren, an denen ich in meinem letzten Wahlkampf für vermeintlich falsch gehängte Plakate Strafbefehle bekam. Erfreulich, andere Parteien dürfen dort nun ihre Plakate hängen, wohl aber nicht, weil sich unsere dafür zuständige Behörde gebessert hätte, sondern nur, weil wir in einer Bananenrepublik leben und unsere Gesetze und Verordnungen nur für die Deppen unter uns Geltung besitzen.

Last but not least, äußert sich Detlef Stern in einem eigenen Blog-Beitrag etwas detaillierter über die Social Media.


Fediverse Reactions