Konzert

Musikvideo zum Wochenende 3.8 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Um mich ein wenig für das noch zu schreibende Rundschreiben in Stimmung zu bringen, greife ich wieder einmal auf Santana zurück und gucke, wo ich damit dann zum Schluss landen werde.

Wenn am Ende das Rundschreiben versandfertig vor mir liegt, hat sich dieses Video zumindest für mich schon gelohnt. „Europa (Earth’s Cry Heaven’s Smile)“ findet man auf der Platte „Amigos“ (1976).

Geschrieben wurde das Stück von Carlos Santana und Tom Coster. Und hier ist es gleich nochmals zum etwas weiteren Reinhören.

Manche kennen sicherlich auch noch Gato Barbieri, der es mit seiner Version von „Europa“ bis in die damals populäre Serie „Miami Vice“ (1984 – 1990) geschafft hat. Man findet seine Version des Lieds auf der LP „Caliente!“ (1976).

Und es wäre nicht Carlos Santana, wenn es nicht auch noch eine gemeinsame Einspielung der beiden gäbe. Wobei doch so einige Musikliebhaber Gato Barbieri den Vorzug vor Santana geben.

Meine Leser haben nun wohl ausreichend Material, um sich selber ein Bild davon machen zu können, welches nun der bessere Europa-Song ist — wie doch so meist, dürfte es eine ganz persönliche Geschmacksache sein.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn doch so manche dem gemeinsamen Spiel der beiden am meisten abgewinnen können. Ich lasse mich derweil von meinen eigenen Erinnerungen leiten als dieses Lied auf meinem Plattenteller in Dauerschleife lief.


Abraxas Platten-Cover

Santana 5 (4)

Beitragsfoto: Ausschnitt Abraxas Plattencover (1970)

Jeder kennt Santana oder hat zumindest einmal davon gehört, denn seit 1966 ist Carlos Santana mit seiner Santana Blues Band unterwegs, und die Band spielt in immer wieder wechselnden Besetzungen auch noch nach über fünf Jahrzehnten wunderbaren Latin-Rock.

Die Band wurde in San Franzisko gegründet, und einer breiten Öffentlichkeit mit ihrem Auftritt 1969 beim heute noch sehr populären Woodstock-Festival bekannt. Kurz zuvor hatte die Band auch ihr erstes Album „Santana“ herausgebracht. Neben Carlos Santana waren Mike Carabello, Tom Frazier, Rod Harper, Gus Rodriguez und Gregg Rolie die ersten Band Mitglieder.

Bis heute dürften gut 25 Studio-Alben, sieben Live-Alben und 23 Kompilationen zusammengekommen sein. Das Schöne dabei ist, dass egal welches Album ich auflege, meine bessere Hälfte kein Veto einlegt und auch nichts dagegen hat, wenn es dabei auch einmal etwas lauter wird; was ich von den meisten anderen Musikalben nicht behaupten kann.

Über all die Jahre hinweg habe ich die folgenden Alben besonders zu schätzen gelernt und einzelne Stücke daraus, wie Europa, Samba Pati oder auch Black Magic Woman sind zumindest für mich zu richtigen Ohrwürmer geworden.

  • Santana (1969) mit Evil Ways, Soul Sacrifice und Jingo
  • Abraxas (1970) mit Black Magic Woman, Oye Cómo Va und Samba Pa Ti
  • Santana III (1971) mit Everybody’s Everything
  • Caravanserai (1972) mit Song of the Wind
  • Moonflower (1977) mit She’s Not There und I’ll Be Waiting
  • Amigos (1976) mit Europa
  • Supernatural (1999) mit Corazón Espinado und Put Your Lights On

Hinzu kommt noch der Ohrwurm „The Healer“ aus dem Album selben Namens von John Lee Hooker (1989), wobei Carlos Santana als Gastmusiker zu hören ist.

Selbstverständlich sind auch die anderen Alben von Santana sehr hörenswert, wobei ich jene aus den 1990er-Jahren, mit „Supernatural“ als Ausnahme, für weniger gelungen halte.

Dem Bandleader Carlos Santana gelang es Musikrichtungen wie Jazz, Blues, Rock und Salsa so miteinander zu verbinden, dass sich daraus der heutzutage so typische Latin-Rock entwickelte und Santana gut als dessen Synonym gelten kann. Er selber war gemäß eigener Aussage von Anfang an ein Blues Musiker, was sich nicht nur im ursprünglichen Namen der Band widerspiegelt, sondern meines Erachtens auch gut in seinen Liedern zu hören ist, welche er ohne seine Band und zusammen mit anderen Musikern eingespielt hat.

„Blues was my first love. It was the first thing where I said ‚Oh man, this is the stuff.‘ It just sounded so raw and honest, gut-bucket honest. From then I started rebelling.“

Carlos Santana