Konzert

Musikvideo der Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Idee zur heutigen Gruppe stammt von Detlef Stern; er wurde wohl durch seinen Arbeitsplatz motiviert. Meine Motivation ist eine Terminabsage heute um 7 Uhr wegen des anhaltenden Regenwetters — das hatte ich so auch noch nie.

Madness gründete sich 1976 in London und löste sich bereits 1986 wieder auf. Ich wurde auf die Gruppe allerdings erst 1979 (!) aufmerksam als der Song „One Step Beyond“ in sämtlichen Radios dröhnte. Kurz darauf stellte ich fest, dass es dazu gleich auch noch eine eigene LP „One Step Beyond …“ (1979) gab.

Mein Lieblingssong der Gruppe dürfte aber der nun folgende sein: „Our House“ befindet sich auf der vierten LP „The Rise & Fall“ (1982) und passte damals wie der erste Song ganz gut zu meiner eigenen Situation.

Zum Schluss dann noch „Night Boat to Cairo“, ein Song der dem Leser diese Gruppe bestens vorstellen kann und sich auf der ersten LP „One Step Beyond …“ (1979) der Gruppe befindet.

Und weil ich nun doch etwas mehr Zeit als geplant habe, vertiefe ich mich gleich noch etwas in die nun folgende Gruppe. Der Song „Dreadlock Holiday“ befindet sich auf dem Album „Bloody Tourists“ (1978) der Gruppe 10cc, welche richtige Ohrwürmer lieferte.

Ob daraus allerdings ein weiterer Blog-Beitrag wird, kann ich noch nicht wissen. 10cc löste sich bereits 1983 wieder auf.

Nach dem nun morgendlichen Plattenhören werde ich mich ein wenig in den bevorstehenden 69. Bundeskongress vertiefen. Erstmals reisen wir mit einer Kleingruppe dorthin, was meine üblichen Kongressabläufe sicherlich beeinflussen wird.


Briefmarke mit Gaetano Donizzetti und seiner Oper Lucia di Lammermoor

Lucia di Lammermoor 5 (4)

Beitragsfoto: Briefmarke Lucia di Lammermoor | © Shutterstock

Bereits vor gut vier Jahren hatte ich mir mal wieder diese Oper von Gaetano Donizetti aus dem Jahr 1835 gegönnt. Deren Aufführung gefiel mir dabei sehr, auch wenn diese Oper nicht zu meinen Favoriten zählt.

Nun überraschte mich meine bessere Hälfte mit einer weiteren Aufführung in Stuttgart, wobei die Staatsoper Stuttgart diese Inszenierung aus dem Jahr 2016 zusammen mit deren Ausstattung von der Royal Opera London übernommen hat. Im Gegensatz zur Met-Aufführung aus dem Jahr 2021/22 baut die Regisseurin Katie Mitchell auf Kitsch & Kunst, dafür gibt es aber etwas weniger Blut zu sehen.

Hier noch die Wahnsinnsarie aus der Met zum Vergleich.

Da man kaum noch mit der Bahn nach Stuttgart kommt und wir noch einen weiteren Zuhörer aus dem Unterland mitnahmen, wählten wir das Auto. Vor Ort trafen wir uns dann mit Konstantin, denn ein Opernbesuch wird erst in einer Kleingruppe so richtig spannend; ganz passend zur Inszenierung ein „Männerrudel“, dies aber zusammen mit einer selbstbestimmten Dame.

Chelsea Lehnea gab eine der besten Lucias, die ich bisher hören durfte. Sie erreichte Höhen, die meine Hörgeräte klingeln ließen. Kai Kluge, der den Edgardo geben sollte, fiel krankheitsbedingt aus und wurde sehr spontan von Andrew Kim ersetzt, der im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht anreiste. Trotz der sehr kurzen Einarbeit gab er einen bemerkenswerten Edgardo und bekam zusammen mit Chelsea Lehnea den völlig verdienten Applaus.

Der Vollständigkeit halber, Björn Bürger sang den Enrico, Charles Sy den Arturo, Adam Palka den Raimondo, Alberto Robert den Normanno und Laura Orueta die Alisa.

Insgesamt eine sehr gute und harmonische Gesangsleistung des gesamten Ensembles, wobei, wie in der Einführung angekündigt, sich das Orchester bewusst zurücknahm, was dem Dirigenten Andriy Yurkevych zu verdanken sein dürfte. Neu für mich die Wassergläser (Glasharmonika) als stimmungsgebendes Instrument bei der Wahnsinnsarie. Ob das besser passt als die übliche Flöte kann ich dabei nicht beurteilen. Musikalisch gefiel mir diese Aufführung sehr gut, am besten dabei aber Chelsea Lehnea.

Wie gesagt, Katie Mitchell ist für die Regie verantwortlich, wobei ich glaube, dass man das Stück etwas besser auf die Stuttgarter Gegebenheiten anpassen können hätte. Vor allem die wohl notwendigen Pausen könnte man heutzutage besser überspielen, vor allem dann, wenn man in der Fachwelt als filmaffin angesehen wird.

Fast 200 Jahre nach der Erstaufführung darf man als Opernbesucher erwarten, dass das Stück nicht mehr altbacken daherkommt, was der Metropolitan Opera 2021 sehr gut gelungen ist. Katie Mitchell verwendete 2016 noch eine Mischung aus viktorianisch und Biedermeier, eher etwas für die schon älteren Zuschauer.

Interessant die geteilte Bühne und die Idee, Lucia damit immer sichtbar zu halten. Spannend auch die beiden „Wahnsinnsfrauen“ im Stück, wobei ich meine, dass diese nicht so richtig zur vermeintlichen Selbstbestimmtheit von Lucia sowie zu dem in dieser Aufführung geplanten und gezeigten Mord an ihrem Ehemann Arturo und ihrem eigenen Ableben passen.

So wie ich es verstanden habe, wird Lucia bereits zweimal im ersten Akt von den „Wahnsinnsfrauen“ angesteckt und wohl endgültig als sie Edgardo ihre ewige Liebe schwört. Man könnte meinen, dass Edgardo hierbei diesen beiden Frauen noch ausweichen kann, nicht aber später im Stück.

Wie dann das Stück am Ende genau ausgeht, wer sich wie und überhaupt noch tötet, wird wohl immer öfter anders gesehen — so auch in dieser Inszenierung. Auch das Motiv einer Schwangerschaft oder Fehlgeburt, die den Wahnsinn von Lucia erklären soll, wird wie auch hier im Stück immer öfter genommen und kommt damit ebenfalls schon etwas altbacken daher.

Auf alle Fälle hat sich auch dieser Opernbesuch wieder voll und ganz gelohnt und so habe ich die Rückfahrt einschließlich eines Umwegs durch die Pampa stoisch hingenommen.


Blogger

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Identität

Wenn etwas die Extremisten aus sämtlichen Lagern einigt, dann ist es der Begriff Identität. Wohl deshalb wird darüber immer mehr und öfters gesprochen, geschrieben und gestritten.

Jannis Koltermann schreibt in der FAZ, dass „der Fall Arday die Fallstricke der Diversitätspolitik zeigt.“ Ein tragischer Fall fürwahr, der selbst die NYT ausführlich beschäftigte. Im 21. Jahrhundert sollten wir längst soweit sein, dass man sich mehr um Kapazitäten und Kompetenzen schert als um die vermeintlichen Träger. Wenn ich einen Dozenten für ein ganz bestimmtes Fach benötige, ist es doch völlig egal, ob dies eine KI, ein alter weißer Mann, eine junge schwarze Frau oder sonst wer ist.

Es gibt einen Bedarf und wer kann diesen am besten decken? Das ist die einzige Frage! Und wenn der Bedarfsdecker dann auch noch eine sehr attraktive junge Dame ist, dann ist das auch gut. Ebenso, wenn es ein uralter und schrumpliger Chinese wäre.

Wir aber streiten uns erst einmal über Diversität, Proporz und sonstige Dinge. Manche machen gar ganze Denkmodelle daraus. Umso tragischer, da es inzwischen völlig egal zu sein scheint, ob ein Mensch oder eine Maschine den anstehenden Job erledigen soll.

Man kann das alles auch etwas entspannter betrachten, wie z. B. Klaus Kusanowsky, der seine Pronomen wie folgt angibt: pfsrrwkl/lcybmqpstz.

Bürokram

Heute konnte ich in aller Ruhe E-Mail schreiben, bearbeiten, beantworten und verschicken. Erfreulich dabei, dass ich über 90 Teilnehmer zu den Hertensteiner Gesprächen abfragen konnte, an welchen gemeinsamen Essen sie teilnehmen möchten. Das dient uns dazu der Küche bei deren Vorbereitungen zu helfen. Ganz ohne Frage, das Essen wird wieder exzellent sein. Noch erfreulicher, dass doch so einige Parlamentarier über ihren eigenen Schatten springen und alleine wegen der Inhalte an den Gesprächen teilnehmen werden — man muss sich nicht mögen, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Diese Erkenntnis zeichnete Europa einmal aus und führte u. a. dazu, dass wir Europäer erfolgreicher als andere waren.

Und weil ich viel über die LLM und ihre Fähigkeiten höre und lese, habe ich gleich einmal ChatGPT gebeten, einen Text von mir auf Rechtschreibung und Zeichensetzung zu überprüfen. Im Prompt aber ausdrücklich darauf hingewiesen, nur dies zu tun. ChatGPT konnte es sich wohl nicht verkneifen und informierte mich auch noch darüber, was man nicht so oder schon überhaupt nicht so schreiben dürfe!

Meine Befürchtungen scheinen wahr zu werden, wir holen uns ganz freiwillig die Zensur ins Haus und manche von uns zahlen sogar noch dafür. Was man nun aber auch als Selbsttest nehmen kann, denn wenn ChatGPT keine inhaltlichen Beanstandungen hat, dann hat man sich als Mensch bereits schon so selbst zensiert, dass man für die neue Welt sicherlich keine Gefahr mehr darstellt. Und wahrscheinlich hat bereits irgendeine KI in irgendeiner Datenbank bei diesen Menschen einen grünen Haken rangemacht. Bei Matrix sind es ganz theatralisch Schläuche jeglicher Art, was bei viel zu vielen unserer Mitbürger sicherlich nicht notwendig sein wird — denn was möchte man da schon abzapfen und steuern lassen sich diese Mitbürger ganz ohne Kabel.

Seit heute sind auch die Themen, Moderatoren und Diskutanten bei den Hertensteiner Gesprächen festgelegt. Christian Moos hat seine Mitstreiter informiert und erste Pflöcke eingeschlagen. Wie bei allen guten Gesprächen und Treffen beginnt auch die inhaltliche Arbeit bereits weit vor dem Termin selbst. Und auch der teilnehmende Generalkonsul hat inzwischen mit der Vorarbeit begonnen — Profis halt.

Bei anderen „Profis“ im echten Leben, da wo es um Existenzen geht, habe ich aktuell weniger Glück. Wäre ich nur etwas esoterisch angehaucht, könnte ich vermuten, dass meine Heimatstadt auf einer Wasserader liegt, die mit ihren Schwingungen sämtliche Professionalität gerade aus jenen Berufen saugt, die man ganz salopp als Scheinarbeit subsumieren könnte. Was für die Scheinarbeiter keine Konsequenzen hat, leider aber für all jene, die mit den „Ergebnissen“ dieser Menschen leben und arbeiten müssen.

Für was ich in meinem eigenen Berufsalltag mit Recherche und notwendigen Mitzeichnungen maximal drei Arbeitstage veranschlagte, dauert hier inzwischen gut zehn Monate. Wenn es keine Wasserader ist, könnte es durchaus sein, dass es ein sehr großer Fehler ist, wenn man Menschen nach vermeintlicher Arbeitszeit und nicht nach Ergebnissen bezahlt!

Und solche Menschen streiten auch noch ganz gerne um Arbeitszeiten, tägliche, wöchentliche bis hin zu einer Lebensarbeitszeit. Wahrscheinlich wäre es für alle besser, wenn man sich erst einmal über die Notwendigkeit und den Sinn und Zweck von Arbeit klar wird, bevor man völlig sinn- und hirnlos irgendwelche Zeiten fest zementieren möchte.

Vermischtes

Zeitung lesen kann Spaß machen, wohl deshalb gibt es dieses Medium noch. Heute kommentiert Eva Lapido für die FAZ aus London zur Rückkehr von gleich zwei Edel-Auswanderern wie folgt: „Deren [Adel] Existenzberechtigung besteht nämlich aus kaum mehr als der Aufgabe, das Volk vom Elend der Gegenwart abzulenken, es zu unterhalten und im Idealfall zu verzaubern.“ — was ebenfalls für Religionen zutrifft.

Auch wir Deutschen schmachten mehrheitlich nach unserem eigenen Skandaladel, sonst wäre diese Familie kein Thema in unseren Medien. Und trotz besten Bemühens konnte bisher kein einziger Bundespräsident halbwegs mithalten. Vielleicht wäre es an der Zeit, wieder einmal einen Experten zu importieren, z. B. Conchita Wurst. Die Union könnte zeigen, dass sie doch nicht so verstaubt ist, wie man es allgemein und trotz eines Jens Spahn annimmt. Und die etwas konservativeren Kreise kann man schnell damit beruhigen, dass auch Herr Wurst aus Österreich stammt.

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Und nein, ich behalte weiterhin eine sehr rudimentäre Kopiersperre bei, einfach nur, weil ich es kann. Und wer sich ein klein wenig auskennt, den stört diese Kopiersperre kaum bis gar nicht (kleiner Insider).

Um mich herum stapeln sich wieder die Bücher, was möchte mir meine bessere Hälfte mitteilen? Ok, heute ist die FAZ so schlüpfrig zu lesen, da kann ich mich gleich wieder in die Bekenntnissen von Jean-Jacques Rousseau vertiefen. Nur mal so, ist es auch schon jemand anderen aufgefallen, das sich unsere Leitmedien immer mehr am Erfolgsrezept der Bravo aus den 1970er-Jahren orientieren.

Übrigens, laut Spiegel sind „E-Scooter inzwischen das mit Abstand gefährlichste Verkehrsmittel auf deutschen Straßen. Besonders junge Menschen verunglücken damit.“ Wer hätte das bloß gedacht!