Screenshot des Infinite Views

31.1.02025 4.5 (11)

Beitragsfoto: Screenshot des Infinite Views

Hyperlink des Tages

Wenn man Weblogs liest, findet man immer wieder Neues, manchmal auch sehr Kurioses. Dieses Mal bin ich auf das Public Domain Image Archive gestoßen und habe es sogleich auch mit in meine Linksammlung im Forum aufgenommen. Bleibt zu hoffen, dass diese Website möglichst lange erhalten bleibt.

Dieses Archiv ergänzt ganz gut meinen Blog-Beitrag über Bildersammlungen, wobei meine bessere Hälfte sofort anmerken wird, dass es sich dabei meist um Fotos handelt. Wie auch immer, mir gefällt die Infinite View des Archives hervorragend und erinnert mich zudem an meinen leider vergeblichen Versuch, in den Nullerjahren so etwas für Website-Snapshots (Previews) hinzubekommen. Meine damalige Idee war, genau auf diese Weise das gesamte Internet durchstöbern zu können und bei Interesse mit einem Klick auf die jeweilige Website zu gelangen.

Und es hat noch heute etwas einfach so durch die Bilder scrollen zu können, fast unendlich nach links, rechts, hoch und runter. Und wem dies zu viel ist, für den stehen andere Ansichten wie auch Suchfunktionen zur Verfügung. Ich finde es auf alle Fälle immer wieder sehr erfreulich, wenn andere hinbekommen, woran man selber gescheitert ist.

Mein Tipp für alle Social Media-Junkies. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit diesem Bilderarchiv. Und wenn es gefällt, dann vielleicht sogar einmal mit dem Stöbern in den unzähligen Blogs, die es so im Internet zu finden und zu entdecken gilt. Auch hierfür habe ich in meinem Forum eine kleine Sammlung (Blogroll) angelegt, die gerne als Einstieg in die Welt der Weblogs dienen darf.

Neugierde

Beim Betrachten meiner Trustpilot-Bewertungen ist mir aufgefallen, dass diese bisher nur von Männern getätigt wurden. Ich weiß aber alleine schon aufgrund von Kommentaren, dass mein Weblog auch eine weibliche Leserschaft hat, von meiner besseren Hälfte einmal ganz abgesehen.

Und so frage ich mich dann doch, warum es hier in meinem Blog bisher Männer sind, die sich die Mühe einer Bewertung machen. Vielleicht ist es aber auch nur eine rein statistische Angelegenheit, da die bisherige Anzahl der Teilnehmer noch keine validen Rückschlüsse auf die jeweiligen Geschlechter (Frauen, Männer und alle dazwischen) meiner Leserschaft zulässt.

Neugierig bin ich dann aber doch. Vielleicht muss man erstere nur ein klein wenig aus der Reserve locken?

Rundschreiben

Gerade noch rechtzeitig zu den aktuellen Aktivitäten der EUROPA-UNION Heilbronn konnte ich heute noch das monatliche Rundschreiben versenden. Leider ist es mir derzeit nicht möglich, um an allen nicht einmal den „eigenen“ Veranstaltungen teilnehmen zu können.

Das Rundschreiben dreht sich hauptsächlich um die kommende Bundestagswahl und dabei um die Antworten, die aktuell zwei Kandidaten aus einem von zwei Wahlkreisen an mich geschickt haben. Diese Antworten habe ich auf die Website der EUROPA-UNION Heilbronn gestellt und im Falle, dass noch weitere Kandidaten auf die gute Idee kommen, Bürgeranfragen zu beantworten, werde ich diese Antworten dort ebenfalls einstellen.

Die Genießer unter meinen Lesern finden im oben erwähnten Rundschreiben ein kleines Wortspiel, das ich mir selbst in meiner überparteilichen und überkonfessionellen Rolle einfach nicht verkneifen konnte. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob ich darauf angesprochen werde.

„Quid pro quo. I tell you things, you tell me things. Not about this case, though. About yourself. Quid pro quo. Yes or no?“

Anthony Hopkins als HAnnibal Lecter in „The Silence of the Lambs“ (1991)

Filmtipp

Wer aktuell nach etwas Erbaulicherem sucht, für den dürfte der Film „The Fisherman’s Friends“ aus 2019 genau das Richtige sein. 112 Minuten Kurzweil. Die Regie führte Chris Foggin und die Musik ist für meinen Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig — trifft wohl aber den aktuellen Zeitgeist.

„Die Frauen können wählen, und das ist es, was sie den Männern so unendlich überlegen macht: Jede von ihnen hat die Wahl zwischen der Lebensform eines Mannes und der eines dummen, parasitären Luxusgeschöpfes – und so gut wie jede wählt für sich die zweite Möglichkeit. Der Mann hat diese Wahl nicht.“

Esther Vilar, Der dressierte Mann (2007: 25)

Konzert

Musikvideo zum Sonntag 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Da spiele ich ein wenig mit den sogenannten intelligenten Chatbots herum, wie zum Beispiel ChatGPT, Perplexity.ai oder LeChat, und stelle dabei erneut fest, dass man wirklich nicht alles glauben sollte, was man da so schwarz auf weiß präsentiert bekommt. Was schon bei Büchern und Zeitungen bekannt war, dürfte nun auch bei der Künstlichen Intelligenz nicht viel anders sein.

Auf alle Fälle aber ist es manchmal richtig belustigend, was da einem so angeboten wird. Da es aber doch um einiges bequemer ist als einfach nur schnöden Hyperlinks im Internet zu folgen, dürfte sich diese Art von Recherche bei den meisten Menschen durchsetzen.

Und so werden künftig nicht nur die wissenschaftlichen Arbeiten der Studenten, sondern auch die Gespräche mit den meisten Mitmenschen ganz neue Erkenntnisse zu Tage bringen — ob diese dann auch mit der Realität oder gar unserer eigenen Existenz etwas zu tun haben, dürfte dabei weniger wichtig sein; wir machen uns unsere Welt schon lange so wie sie uns gefällt (Pippi Langstrumpf). Die etwas Erwachseneren unter uns nennen das dann „alternative Fakten“ (Kellyanne Conway).

Jedem Menschen seine eigene Realität! Die Frage bleibt, ob das wirklich jemals anders war?

Bis zur Beantwortung dieser Frage höre ich ein wenig Jimi Hendrix, was übrigens ganz gut zum Thema passt. Und sein Gitarrenspiel dürfte noch heute unbestritten gut sein.

Jimi Hendrixs „Purple Haze“ wurde bereits am 17. März 1967, wenige Tage vor der Geburt meiner besseren Hälfte, veröffentlicht. Ich gehe jetzt nicht auf pränatale Fragestellungen ein oder gar darauf, wann der Mensch mit seinem eigenen Erkenntnisgewinn startet oder wieder aufhört –„passende“ Antworten darauf liefern die Chatbots schon heute.

Übrigens, Sokrates war der Überzeugung, dass jeder Mensch schon „alles weiß“ und man dieses Wissen „nur“ durch die richtigen Fragestellungen freilegen könne (Mäeutik). Da Sokrates bekannter Maßen keine Schriften hinterlassen hat, ist man hierbei aber auf Angaben von Platon und Aristophanes angewiesen.

Mit der Zunahme der intelligenten Chatbots wird die Mäeutik wohl ganz neue Höhenflüge erzielen; man führt künftig sozusagen mit der KI sokratische Gespräche.

Damit aber dann tatsächlich irgendein Erkenntnisgewinn herauskommt, müsste man die Chatbot-KI vom Fuß auf den Kopf stellen, nämlich insoweit, dass die Chatbots überhaupt keine Fragen beantworten, sondern ganz im Gegenteil, dem Nutzer beständig neue Fragen stellen und diese dann immer weiter — je nach dessen Antworten — präzisieren.

Aber auch hierbei sollten wir „42“ als Antwort nicht gelten lassen.

„[D]ie Quelle der Angst liegt in der Zukunft, und wer von der Zukunft befreit ist, hat nichts zu befürchten.“

Milan Kundera, Die Langsamkeit (1995: 6) — [er zitiert Seneca]

Altbekannte Frage

25.3.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Altbekannte Frage | © Gerd Altmann from Pixabay

Hyperlinks

Vor Urzeiten hatte ich nicht nur eigene Sammlungen, sondern auch extra Websites, um für meine Leser wie auch für mich die besten Links im Internet bereitzustellen. Bereits 2005 hatte ich dies auch hier auf dem Blog einmal thematisiert und diesen Blog-Beitrag auch eine ganze Weile lang immer wieder aktualisiert; zum Schluss dann nur noch, um das Layout wieder einmal etwas anzupassen.

Inzwischen dürften Hyperlink-Sammlungen wohl das Toteste sein, was es im Internet überhaupt so gibt. Manche nutzen ihre Browser, um sich an die verschiedensten Verknüpfungen zu erinnern, andere ihre Zettelkästen. Ich nutze wohl beides und dazu auch noch mein Blog, was sich zumindest für mich als nicht sehr praktisch darstellt. Kaum geht es um eine ganz bestimmte Website, bleibt mir nur die Antwort, mein Gegenüber zum Selber-Googeln aufzufordern oder aber in meinen Zettelkasten zu gucken und dann eine E-Mail mit dem entsprechenden Link zu verschicken — wohl beides nicht das Gelbe vom Ei.

Deswegen versuche ich nun einen neuen Ansatz und sammle demnächst Links im Forum, was sich für meine eigene Blogroll als ganz praktisch erwiesen hat. Auf alle Fälle erspart es mir dann das Versenden von so mancher E-Mail. Ich sage dann nur noch: guck ins Forum!

Entdeckungen

Die letzten Tage waren voll von Entdeckungen, und dabei fand ich kaum Gelegenheit, um überhaupt in ein Buch zu gucken. Viele dieser Entdeckungen erstaunten mich dabei sehr, z. B. wie jemand ganz ohne eigene Erfahrung überhaupt Erfahrung weitergeben möchte. Dies dürfte wohl nur jenen gelingen, deren Engagement nur noch von der Höhe des eigenen Intelligenzquotienten übertroffen wird. Spannend auch die Initiative, Bildung ohne eigene Bildung weiterzugeben — wobei dies tatsächlich, mit der dazu notwendigen Didaktik hinterlegt, erfolgreich sein könnte. Was wieder einmal zur jahrtausendealten Frage passt, inwieweit unser Bildungs- und Schulsystem noch mit der heutigen Welt in Übereinklang zu bringen ist.

Passend dazu eine „Edublogparade“ aus der Lehrer-Bubble. Ich war kurz versucht, darauf zu antworten, doch dann wurde ich mir sogleich wieder bewusst, dass es überhaupt nichts bringt, wenn man sich nur mit sich selbst und seiner eigenen „Blase“ beschäftigt. Nicht nur manchmal wäre es viel besser, wenn man zumindest einmal versucht, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Was mich nun wieder einmal fragen lässt, ob man besser Generalisten oder doch lieber Spezialisten fördern und, wenn man darauf erneut keine Antwort findet, in welchem Verhältnis beides am besten zueinander stehen sollte.

Und so ganz nebenbei konnte ich meine Vorlesungsvorbereitung für morgen abschließen. Bin schon jetzt einmal gespannt darauf, wie viele Studenten morgen anwesend sein werden und wer sich außer mir auf die Vorlesung vorbereitet hat. Auf alle Fälle gibt es wieder etwas zu entdecken, und dies ganz im Sinne Sokrates‘.

Montag

Ein ganz normaler Montag hat seine Fahrt aufgenommen. Warum oder wann Montage keine schlechteren Tage als alle anderen sind, dürfte ich bereits auf dem Blog geschrieben haben. Und so konnte ich heute erfreut in meiner Timeline lesen: „Thank God it’s Monday!“ — eine positive Abwandlung eines Kinofilms von 1978. Hinweis am Rande: bereits seit 1965 gibt es eine diesbezügliche Restaurantkette, deren TGIF Restaurants ich gerne aufsuchte. Das aktuelle und zu erwartende Restaurantsterben in unserer Stadt macht es wenig wahrscheinlich, dass wir in Bälde bei uns mit einem TGIF-Restaurant rechnen werden können.

Aber zurück zum heutigen Montag, der wie gewohnt mit einer meseno-Busfahrt begann. Auch wenn es fast wieder eine Leerfahrt war, konnten wir dennoch den Sozialladen ein wenig füllen. Übrigens, meseno feiert am Freitag, 19. April 2024 mit einem Benefitskonzert „Unter der Pyramide“ sein fünfzigjähriges Bestehen. Die Open Doors sind dabei für die Musik zuständig und dies zeigt mir wieder einmal, wie klein die Welt eigentlich ist, denn einer der Sänger ist Raphael Burkhardt, mit dem ich immer wieder gerne den Freie Wähler-Bierausschank betreue.

Wer sich dieses Musikerlebnis nicht entgehen lassen möchte und dabei dann sogar noch — die Einnahmen gehen an meseno und tragen u. a. dazu bei, dass der meseno-Sozialladen mit Waren gefüllt werden kann — Gutes tut, der ersteht für diesen Freitag im April noch am heutigen Montag Karten.

Egal ob Montag oder Freitag, es kommt immer auf das eigene Mindset an! Unsere Mentalität bestimmt nicht nur unsere Tage, sondern unsere gesamte Welt.

[Meine „fünf Cent“ zu einem etwas längeren und sehr tiefgründigen Gespräch von gestern Abend.]