Blitz

Kernfusion 4.9 (9)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die Union hat sich der Kernfusion verschrieben, diese soll gleich nach dem weiteren Ausverkauf der Bundeswehr realisiert werden. Sobald das Koalitionspapier unterschrieben ist, verschwinden die 150 Milliarden Euro jährlich, die alleine für die Bundeswehr vorgesehen sind, in dunklen Kanälen, welche sich ganz überraschender Weise wieder einmal mit Masse in den unionsgeführten Bundesländern (den schwarzen Nullen und Löchern der Republik) befinden.

Und da dies mehrheitlich von der Bevölkerung kaum noch toleriert werden wird, benötigt die Union ein neues Einnahme- und Werbethema und dies ist die Kernfusion, welche nach den nobelpreisverdächtigen „Unionswissenschaftlern“ in Kürze die Wind- und Sonnenenergie ersetzen soll.

Da aber auch dies mehrheitlich von der Bevölkerung nicht ganz nachvollzogen — so blöd sind wird nun auch wieder nicht — werden kann und wahrscheinlich auch nicht toleriert werden wird, kommt es kurz darauf tatsächlich zu einer, zwar etwas anderen, nämlich einer deutschen Kernfusion, wobei endlich zusammenfindet, was schon lange zusammengehört.

Union und AfD, welche aktuell noch gleichauf liegen, fusionieren zur deutschen GOP — und mit dieser daraus resultierenden Energie retten wir die gesamte Welt, wieder einmal.


Lesezeichen

Liberation Day 4.9 (7)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

John Cassidy| The New Yorker

The Truth About Donald Trump’s “Liberation Day” (zuletzt aufgerufen am 3.4.2025, 12.06 Uhr)

„The President’s one-man trade war was already hurting the economy. His expansive new tariffs will make things worse. …

The policies announced on Liberation Day seem unlikely to liberate investors and business folk from their fears. For the rest of us, the message is: mind your wallet. After being elected on a platform of bringing down prices, Trump just took steps to raise them.“


Man kann wie John Cassidy Trumps Wirtschaftspolitik mit der von Adolf Hitler vergleichen, was meiner Meinung nach aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen wäre. Auch gehe ich davon aus, dass sich die Nationalsozialisten tatsächlich Gedanken darüber gemacht haben, wie sie ihre Raubwirtschaft über 1 000 Jahre hinweg erfolgreich exerzieren können. Donald Trump und seine GOP denken allerhöchstens in Wochenzeiträumen — in den üblichen Social Media-Takten.

Der Vergleich mit dem „Viktorianischen Zeitalter“ ist auch nicht schlecht aber Donald Trump scheiterte bereits an den Zusammenhängen der Große Depression. Um seine Politik mit der von William McKinley vergleichen zu können, fehlt es mir an Expertise, hier muss ich John Cassidy einfach Glauben schenken.

Dabei wäre es doch sehr einfach: wer einen TikTok-Star zum Präsidenten wählt, der bekommt auch TikTok-Politik und dies in allen Bereichen — übrigens dies auch bei uns!

Interessanter wäre es wohl gewesen, zu verstehen wie Trump auf seinen „Liberation Day“ kam? Hier könnte man durchaus Anleihen bei George Orwell finden.


Blitz

Mittelschicht 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Mit Statistiken konnte man schon immer alles schönreden bzw. schönschreiben. Heute gibt es dafür ganz nette Spielereien, wie z. B. den Mittelschichtrechner des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Böse, der jetzt denkt, warum kam dieses Schönheitstool nicht noch unter der alten Regierung an den Wähler? Da war auch alles noch auf Untergang gestimmt!

Nazis, Kommunisten, Unionsparteien, Wirtschaftsinstitute und -magnaten verlautbarten unisono, dass die Grünen die SPD und FDP in Geiselhaft hätten und erst Deutschland und dann die gesamte Welt zerstören.

Ich bin wirklich kein Freund der Grünen, aber diese haben tatsächlich einen Sauladen mit übernommen und mussten versuchen, das Beste daraus zu machen, während ihnen SPD und FDP beständig in die Seite grätschten.

Jetzt, wo die Grünen wieder weg vom Fenster sind — nicht ganz schuldlos! — und die alten Seilschaften wieder übernommen haben, wird alles tatsächlich in die richtige Richtung Gehende wieder rückgängig gemacht und der alte Sauladen wird reaktiviert — dieses Mal ist man nur ein wenig schlauer, ähnlich wie die GOP bei ihrem zweiten MAGA-Durchmarsch.

Jene Politiker, die sich dieses Mal nicht dumm und dämlich verdienen und als Multimillionär aus der Regierung ausscheiden, denen kann auch ein Friedrich Merz nicht mehr weiterhelfen. Auf alle Fälle aber kommen alle auch nur im Verdacht stehende Kriminelle wie etwa Olaf Scholz oder Andreas Scheuer ohne jegliche Blessuren davon — und sie müssen auch weiterhin nicht arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Und damit wirklich nichts mehr schiefgehen kann, erklärt man uns Bürgern, dass wir eigentlich alle reich sind, wenn nicht gar superreich und jeder von den künftigen Billionenschulden zumindest etwas abbekommt, aber auf alle Fälle nie nur einen einzigen Euro zurückzahlen muss. Und die alten gut 2,5 Billionen Euro GroKo-Schulden wurden bereits von der Union „als Peanuts“ (Deutsche Bank!) unter den Tisch gekehrt.

Recht hat Friedrich Merz darin, dass die neue alte GroKo keine große Koalition mehr ist, dazu bräuchte die Union inzwischen bereits die AfD — ansonsten aber bleibt alles beim Alten.

Auch beeilen sich nun sämtliche Experten uns zu erklären, dass Staatsschulden eigentlich keine Schulden sind, nur fiktive Rechnereien. Ich kann dieser Art zu rechnen durchaus folgen, zumindest so lange, bis diese fiktiven Rechnereien eine Währungsreform wieder einmal zwingend nötig machen.

Das Lustige daran wird sein, dass dann alle reichen Deutschen — also wir alle! — tatsächliche Milliarden Euro in der Brieftasche und auf dem Konto haben werden, aber nichts mehr damit anfangen können.

Noch lustiger ist, dass die waschechten Reichen derweil alle wertvollen Grundstücke, Patente, Anlagen und sonstigen wichtigen Dinge besitzen und gut und gerne auf alles Geld verzichten können. Und so werden wir dann allesamt auch ein Dieter Schwarz wieder einmal mit 100 Mark anfangen; kaum einer wird den klitzekleinen Unterschied bemerken.

Dafür sorgen wie heute u. a. das Institut der Deutschen Wirtschaft, die uns auch dann mitteilen werden, dass wir allesamt zumindest gesunder Mittelstand seien.

Uns wird es erst wieder schlecht gehen, wenn es erneut eine Regierung geben wird, die die bestehenden Probleme und Herausforderungen tatsächlich anpacken möchte.

Denn die Probleme kennen wir alle, man kann sie sogar namentlich benennen, angefangen von Helmut Kohl und seinen Geldgebern.

Dann zählen auch wieder unsere Schuldenberge und die Institute erklären uns erneut, dass wir allesamt verarmen.