Das bessere Twitter

Momentaufnahme 4.8 (6)

Beitragsfoto: zwei Social Media-Konten

Während es in der gesamten Welt so richtig kracht, diskutieren viele von uns darüber, was denn das bessere Twitter sei. Meinen Mastodon-Account hatte ich schnell wieder gelöscht, und inzwischen muss auch Detlef Stern feststellen, dass dort noch mehr Schulmeister unterwegs sind, als sonst so in den Social Media üblich.

Ich nutze derzeit noch den Twitternachfolger „X“, der gerade von Elon Musk zu einer Allzweckwaffe umgebaut wird und mir nun auch noch als Telefon dienen möchte. Dies hat bei mir gleich dazu geführt, um meinen schon sehr lange bestehenden Skype-Account zu aktualisieren, wobei ich feststellte, dass Skype weiterhin ganz gut funktioniert. Das Problem bei Skype ist nur, dass sich dort sehr wenige meiner Freunde und Bekannten tummeln.

Seit September nutze ich nun auch Bluesky und stelle erfreut fest, dass es mich an die Anfangsjahre von Twitter erinnert, was nicht verwundert, denn dessen Chef ist der alte von Twitter. Sowohl bei Bluebyte als auch bei „X“ kommt es heutzutage verstärkt auf die sogenannte Reichweite an und bei beiden Social Media kann ich da nicht wirklich punkten; bei „X“ habe ich noch 78 Follower und bei Bluebyte gerade einmal 17.

Das tatsächliche Problem liegt aber wohl an den Social Media selber, denn die erfüllen einfach nicht mehr die Erwartungen eines ganz normalen Bloggers wie mir. Anfangs fand ich das Microblogging als nette Ergänzung für meinen eigenen Blog ganz gut und konnte mich dort zudem mit weiteren Bloggern austauschen. Der Lärm darum herum hat aber doch so genervt, dass ich immer wieder eine Pause eingelegt habe.

Inzwischen aber scheint es so, dass sich der Fokus der Microblogging-Dienste völlig zuungunsten der gewöhnlichen Blogger verändert hat und heute schwerpunktmäßig ganz andere Zielgruppen bedient, denen wohl auch nichts am eigentlichen Bloggen liegt.

Derzeit sieht es wie folgt aus: für die Bewerbung meiner Blog-Beiträge fehlt es mir an Reichweite, vernünftige Unterhaltungen führe ich eher auf Threema, Skype, Delta Chat oder in den guten alten Foren und meine Informationen über Neues in den unterschiedlichsten Medien beziehe ich lieber via RSS oder Newsletter als über die Social Media. So bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das mit den Social Media bei mir weiterentwickelt.

Gesundheitlich geht es mir wieder besser und so konnte ich heute ein wenig spazieren gehen. Dabei wurde ich fast von übereifrigen Polizisten auf der Neckarmeile überfahren. Wenn unsere Mitarbeiter des Ordnungsamts nur halb so eifrig wären, dann müsste man sich nicht in den Fußgängerzonen durch Fahrzeuge aller Art quälen oder beständig den Autos auf den Gehwegen ausweichen.

Erfreulich die kurze Diskussion auf der Kaiserstraße zwischen einem Stadtbus- und einen S-Bahnlenker, wer denn nun wem auszuweichen hat. Bis heute dachte ich, das sei geregelt.

Für meine Leser habe ich dann noch einen Tipp. Man kann unschöne Stockungen auf der Allee nicht nur ganz gut über die Gassen und Sträßchen der Fußgängerzone umfahren, sondern, wenn man dazu auch noch den Berliner Platz mit der Turmstraße als Verlängerung nimmt, im Nordteil der Innenstadt sehr gut abkürzen.

Im Falle, dass man diese Wege mit der Neckarmeile kombiniert und zusätzlich noch die Kaufhoftiefgarage (die Durchfahrt kostet nichts) einbindet, erreicht man wirklich jedes Kaffee und Ladengeschäft in der Heilbronner Fußgängerzone mit dem Auto ganz bequem und zahlt auch keine Parkgebühren.

Und sollte ein Fußgänger einmal meckern, dann sagt man dem, dass man den OB ganz gut kennt.

Und wenn wir schon einmal bei der SPD angelangt sind, dann beglückwünsche auch ich den Putinflüsterer und Ausverkäufer Gerhard Schröder für 60 Jahre Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten.


Akten

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Beitragsfoto: Akten | © Mariann Szőke from Pixabay

Forum

Heute habe ich erneut einen Versuch gestartet, um das Forum hier im Weblog zumindest ein wenig zu reaktivieren. Hintergrund dafür sind ein paar E-Mail-Diskussionen, die im Zuge des letzten Bundeskongresses aber auf UEF-Ebene geführt wurden. So konnte ich den wenigsten E-Mail folgen und da mein E-Mail-Programm keine E-Mail-Ablage und schon gar kein Archiv ist, wird es sehr schwierig werden, diese nun nachzulesen — so schwierig, dass ich schon gar nicht damit beginnen werde.

Anders wäre dies, wenn die Diskussion in einem Forum stattgefunden hätte, denn dann wäre es mir sogar möglich das eine oder andere zu kommentieren ohne dabei einen Euro-Verteiler bedienen zu müssen, was, da ziemlich verspätet, wohl doch für so einige Verwirrungen bei den entsprechenden Adressaten führen könnte. Deswegen hatte ich auch sehr schnell wieder eigene Rund-Mail-Angebote stillgelegt.

Ich halte weiterhin Foren für die geeignetere Möglichkeit, um Diskussionen zu führen und zudem auch nachlesbar zu machen. Die Idee von Wolfram Herzog dazu eine verbesserte Kommentarfunktion zu nutzen, klappt leider nur dann ganz gut, wenn man auf Blog-Beiträge antwortet. Und so sind die alten Foren wohl weiterhin State of the Art. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob ich dieses Mal den einen oder anderen Leser überzeugen konnte.

Verwaltungsqualität

So schön es auch ist, dass Dieter Schwarz Millionen Euro nach Heilbronn hineinpumpt (Heilbronner Stimme, 18.10.2023: 22) und damit versucht, dem Heilbronner Bildungsdefizit etwas entgegenzuwirken und zudem noch unsere heimische Wirtschaft zu stärken, so werden all seine Bemühungen im Sand verlaufen, wenn wir nicht zeitgleich unsere Heilbronner Verwaltung sanieren und damit zumindest auf das heutige Niveau bundesdeutscher Städte heben.

Dazu passt der heute veröffentliche Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e. V., welcher „auf Basis von OECD-, WEF- und Eurostat-Daten untersucht, wie die Qualität regionaler Verwaltungen den Zusammenhang zwischen Regulierungsdichte eines Landes und Unternehmensentwicklung beeinflussen – In EU-Regionen mit sehr guter Verwaltung entwickeln sich schnell wachsende Unternehmen trotz hoher Regulierungsdichte positiv – Ineffiziente Verwaltungen hingegen verschärfen negative Auswirkungen einer hohen Regulierungsdichte.

Das Fazit der Studie ist eindeutig, man muss „Verwaltungsqualität verbessern statt Regulierung abbauen“ und dafür sorgen, dass die Bürger, Wirtschaft, Industrie und Handel ihre für sie zuständigen Verwaltungen als Hilfe und nicht mehr als reine Gängelei betrachten.

Erklärungsversuch

Aktuell fragen sich sehr viele Bürger, warum Israel den Angriff der Palästinenser auf Israel nicht vorab erkannt hat. Diese nutzten ihren erfolgreichen Überraschungsangriff dazu, um Hunderte von hilflosen Zivilisten zu ermorden und weitere zu verschleppen, zu vergewaltigen und zu Tote zu foltern — darunter auch zahlreiche deutsche Staatsbürger.

Ich bin eher darüber überrascht, dass wir Deutschen selbst den Mord an unseren eigenen Staatsbürgern entschuldigen und klein reden, nur um unseren eigenen latenten Antisemitismus weiter ausleben zu können. Und während Politiker ihre Solidarität mit Israel heucheln, fließen weiterhin Millionen deutscher Steuergelder in die Taschen von palästinensischen Terroristen — wir nennen das soziale Gerechtigkeit und fühlen uns ganz gut dabei.

Aber zurück zur eigentlichen Frage. Die israelischen Streitkräfte sind tatsächlich eine echte „Volksarmee“, die nicht nur auf der Mitarbeit und Unterstützung der gesamten Bevölkerung basiert, sondern auch ohne diese nicht wirklich funktionieren kann!

Wie wir wissen, ist Israel seit langem politisch gespalten, wobei der aktuelle Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nichts unversucht lässt, um weiter an der Macht zu bleiben. Ähnlich wie Wladimir Putin und Victor Orban ist dies seine einzige Chance, um einer Verurteilung durch die Justiz zu entkommen.

Dies hat nun dazu geführt, dass Israel nicht nur kurz vor einem „Bürgerkrieg“ stand, sondern vor allem dazu, dass Soldaten und Reservisten ihren Dienst verweigert haben. Damit war Israel nicht mehr verteidigungsfähig, was die Palästinenser wie auch der Libanon, Syrien und der Iran sofort hemmungslos ausgenutzt haben.

Ohne Wenn und Aber muss man deshalb Benjamin Netanjahu eine nicht zu vernachlässigende Mitschuld am Mord von viel zu vielen unschuldigen Menschen und den daraus resultierenden Krieg zusprechen — und wie meist in der Geschichte, wird er daraus auch den größten Gewinn ziehen.


Bluesky

Bluesky 4.7 (9)

Beitragsfoto: Screenshot

Seit dem 18. September 2023 nutze ich nun Bluesky; der Dank geht dabei an Matthias Pfefferle, der mir einen „Invite-Code“ zur Verfügung gestellt hat. Bluesky ist bereits seit 2021 online, stand allerdings zuerst nur für eine sehr begrenzte Nutzeranzahl zur Verfügung und eröffnete schließlich ab 2022 eine entsprechende Warteliste. Ich habe mich dort zwar mit gleich zwei E-Mail-Adressen angemeldet, leider aber bis heute keine Antwort erhalten.

Und so war ich ganz froh darüber, dass die Gründer von Bluesky Jay Graber und Jack Dorsey, letzteren kennen manche noch von Twitter her, sich dazu entschieden, mit Einladungs-Codes zu beginnen. Zuerst habe ich ganz folgerichtig versucht, in Kalifornien fündig zu werden, dabei aber wenig Glück und bin dann doch noch und zwar über Matthias Pfefferle an einen solchen gelangt.

Technisch war Bluesky von Anfang an als das bessere Twitter geplant, nämlich indem die Entwickler dieses nicht nur weiterhin als textfokussiertes, sondern grundsätzlich auch als dezentral angelegte Social-Media-Plattform planten und schließlich auch online stellten. Was mich sehr dabei freut ist, dass Bluesky als gemeinnützige Gesellschaft gegründet wurde.

Sobald man Bluesky selber nutzt, stellt man fest, dass es wie Twitter ist; noch nicht so ausgereift aber immerhin bereits völlig ausreichend, um dort die Dinge zu posten bzw. zu tweeten, die man so normaler Weise auf textbasierten Social Media Plattformen kundtut.

Ein technisches Problem, zumindest bei mir, gibt es noch, dass man auch auf seinem Rechner ab und zu die mobile Version der Software angezeigt bekommt. Dafür gibt es aber keine nervige Werbung, von den ersten Nutzern einmal abgesehen, die bereits nun auch auf Bluesky Werbe-Tweets versenden.

Bereits im September 2023 hatte Bluesky über einer Million Nutzern und ich gehe einmal davon aus, dass sich dies sehr schnell ändern wird, sobald man sich dort ohne Einladungs-Code registrieren darf.

Bleibt zu hoffen, dass Bluesky sich als Twitter-Ersatz durchsetzt und es den Betreibern zudem gelingt, die nervigen Bots und Trolle von dieser Social Media-Plattform fernzuhalten — übrigens, Elon Musk hat schon mindestens einen Account auf Bluesky.

Ach ja, ich habe mir für Bluesky vorgenommen, nicht wie bei Twitter und Co. auf Bots und Trolle hereinzufallen und auch keine völlig unnützen Diskussionen mit anderen Nutzern zu führen. Bleibt noch die Frage offen, ob sich die Social Media nicht bereits wieder in Gänze überholt haben und diese zukünftig nur noch ein Nischendasein führen werden — ähnlich wie die Foren vorab.

Und so hoffe ich, dass ich in der Zwischenzeit noch ein paar sinn- und gehaltvolle Unterhaltungen auf Bluesky führen werden kann und dabei weitere und zusätzliche nützliche Informationen über Gott und die Welt erhalte. Jüngst habe ich dort die anderen Nutzer einmal gefragt, wie sie denn nun mit ihren Twitter-Accounts verfahren werden.

Ich selber bin sehr geneigt, diesen demnächst zu löschen — wieder einmal in der viel zu langen Twitter-X-Geschichte!

Meine Facebook-, Instagram- wie auch Mastodon-Konten habe ich schon lange gelöscht und bis heute kein Verlangen, um dort neue einzurichten — wohl ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die Social Media wirklich überlebt haben.

Jetzt bin ich einmal sehr gespannt darauf, wie es mit Bluesky weitergeht. Kann es sich als Social Media-Plattform unter den großen fünf etablieren und erfüllt es dieses Mal die Vorstellungen und Wünsche seiner kommunikationsfreudigen Nutzer?