Blick auf Florenz

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Beitragsfoto: Ein Blick auf Florenz

Florenz gehört sicherlich mit zu jenen Städten der Welt, die man selbst einmal gesehen haben sollte. Und dass diese Stadt dann auch noch in der Toskana, einer der wohl sehenswertesten Regionen Italiens mit ihren ca. 4 Millionen Einwohnern liegt, erhöht ihre Attraktivität zusätzlich.

Damit ist die Hauptstadt der Toskana mit ihren fast 400 000 Einwohnern nicht nur in sich ein lohnenswertes Reiseziel, sondern auch eine gute Basis zur Erkundung der gesamten Region. Geschäftsreisenden oder Menschen, die für eine ganz bestimmte Sache nach Florenz kommen, empfehle ich die Anreise mit dem Flugzeug. Von dort aus kommt man dann mit dem Bus und jüngst sogar mit einer Straßenbahn ins Zentrum. Ein Taxi dürfte aber immer noch die beste Anbindung sichern, zumal wenn das Hotel idealerweise etwas außerhalb liegt.

Mit dem Zug ist die Anreise inzwischen ebenfalls keine große Sache mehr. Von Zürich kommend über Mailand und Bologna oder auch aus München über Venedig herüber, dürften die beiden meistgenutzten Strecken sein. Für Bahngenießer (die gibt es außerhalb Deutschlands noch) empfehle ich aber die Strecke von Lyon, Turin, Genua, La Spezia, Livorno nach Florenz.

Für unseren jüngsten Florenzbesuch habe ich aber die klassische Variante einer motorisierten Alpenüberquerung gewählt und dabei einem jüngeren Mitreisenden geschuldet, auch gerade jene Strecke, welche den meisten Deutschen noch sehr bekannt sein dürfte, nämlich über den Fernpass und den Brenner.

Eine Alpenüberquerung ist auch heute noch ein Erlebnis, und so haben wir diese mit in das Reiseprogramm aufgenommen. Da wir insgesamt sechs Personen waren und neben unserem eigenen Gepäck noch weiteres mit dabei hatten, nutzten wir die Gelegenheit, um ein neues Produkt eines bekannten deutschen Autoherstellers auf Herz und Nieren zu testen. Deswegen überquerten wir auch bei der Rückfahrt dieselben Pässe und machten noch einen Abstecher in ein österreichisches Skigebiet, um den Bus noch ein paar Serpentinen hoch und runter zu jagen.

Vielleicht schreibe ich sogar einmal einen eigenen Testbericht, denn unser Fahrzeug hat überzeugt. Nicht nur war ausreichend Platz vorhanden und die Federung vorzüglich, sondern wir waren mehr als flott unterwegs und dies auch noch gepaart mit einer ausgezeichneten Reichweite; hin und zurück je ca. 890 Kilometer mit jeweils einer Tankfüllung — bequemer geht es wohl kaum noch.

Das einzige Ärgernis bei der Fahrt war der Fernpass selbst, denn wer einen Hochgebirgspass kontrolliert, trägt auch ein Stück Verantwortung; hier wäre es wohl besser, wenn die Österreicher dies insgesamt den Italienern überlassen. Mich hat es zudem überrascht, dass inzwischen auch Radfahrer die Alpen überqueren und sehe deshalb auch wieder eine erhöhte Bedeutung von Raststätten gerade in Passnähe. Diese passnahen Raststätten sollten nicht zu Touristen-Nepps mit unregelmäßigen Öffnungszeiten werden, sondern Teil einer funktionierenden Infrastruktur sein — in Österreich haben aber inzwischen selbst Autobahnraststätten wohl nur noch ab und zu geöffnet.

Unsere Alpenüberquerung bei bestem Wetter war eine feine Sache, und wir konnten gut ohne geöffnete Restaurants auskommen. Auch die Weiterfahrt durch Südtirol am Gardasee und Verona vorbei und dann durch die Po-Ebene war ein Genuss. Über die Autostrada del Sole war es dann nur noch ein Rutsch bis nach Florenz; hier konnte ich erstmals die neugebaute Tunnelstrecke durchfahren, welche schneller und komfortabler ist, aber dafür nicht mehr mit den landschaftlichen Schönheiten der Region aufwarten kann.

Zwar kann Florenz im April noch mit angenehmen Wetter aufwarten, dennoch bevorzuge ich dort ein Hotel in Richtung Fiesole. Auch dieses Mal nutzten wir dieses als unsere Anlaufstelle; ruhig gelegen und mit einer Haltestelle für den Stadtbus vor der Tür sowie der Möglichkeit, die Bustickets an der Rezeption zu erwerben.

Der Schwerpunkt unseres Besuches waren dieses Mal die Historischen Archive der Europäischen Union in der Villa Salviati, welche ebenfalls sehr sehenswert ist. Und für mich ganz persönlich sind es die Gebäude, neben deren Gärten, die Florenz so faszinierend machen. Alleine die Ponte Vecchio, die Kirchen und Paläste sind schon ausreichend, um sich in Florenz immer wieder aufhalten zu können. Aber wenn man dann noch die vielen Villen alte wie neue mit einbezieht, ist dies eine kaum zu bewältigende Aufgabe.

Und so war es auch nicht weiter tragisch, dass wir dieses Mal nicht in die Uffizien gingen, was zudem bei der aktuellen Besucheranzahl etwas schwieriger geworden wäre — hier empfehle ich dringend, die Tickets bereits zwei Tage im Voraus „online“ zu buchen. Denn, wenn erst einmal COVID-19 hinter uns liegt, wird der Andrang sicherlich noch weiter zunehmen.

Zudem, wenn man sich nicht regelmäßig in Florenz aufhält, empfehle ich, den roten Bus zu nutzen, je nach Jahreszeit verfügt dieser über eine oder gleich mehrere Routen. So erhält man wieder einen guten Überblick über die Stadt.

Neu für mich war bei unserem diesjährigen Besuch, dass man das Vorhandensein eines eigenen Transportmittels auch nutzen kann, um gleich noch die nähere Umgebung zu erkunden. Und wie schon geschrieben, Florenz liegt in der Toskana — mehr muss man dann dazu auch nicht mehr schreiben.

Livorno

Sehr gefreut hat es mich noch, dass meine Lieblingsgaststätte die Pandemie ausgezeichnet überstanden hat und wir weiterhin die einzigen Nichtflorentiner unter den Gästen waren. Was nun sicherlich dazu führen wird, dass meine bessere Hälfte ihre Italienisch-Kenntnisse weiter ausbaut.

„They say travel broadens the mind; but you must have the mind.“

G. K. Chesterton, The Poet and The Lunatics: Episodes in the Life of Gabriel Gale (2016)

Maskerade

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Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Vorsicht!

Seit 1917 ist die Welt beständig russischen Aggressionen ausgesetzt. Und bisher scheinen für sämtliche russischen Regime auch keine Regeln zu gelten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass erneut Krankenhäuser bombardiert werden und der Völkermord wieder einmal keine Grenzen kennt. Und wieder einmal gibt es im Westen ausreichend verantwortliche Politiker, die dafür nicht nur volles Verständnis zeigen, sondern auch alles unternehmen, um auch dieses Mal ein russisches Terrorregime ungestraft davon kommen zu lassen — wahrscheinlich so lange, bis es diesen Diktatoren letztendlich gelingt, die freie Welt insgesamt zu unterdrücken.

So muss die ukrainische Regierung jetzt sehr gut darauf achten, dass sie vom Westen nicht in einen „Frieden“ mit der Russischen Föderation gezwungen wird.

Ein akzeptabler Frieden kann nur dann entstehen, wenn erstens die völlige und vollständige Souveränität der Ukraine wiederhergestellt wird, einschließlich der Krim. Zweitens, wenn sämtliche russischen Truppen und Terroristen die Ukraine verlassen haben, auch den Donbass. Drittens, wenn die für den Angriffskrieg verantwortlichen Politiker, wegen diesem und der dabei begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegenüber der Menschheit vor einem internationalen Gerichtshof angeklagt werden und viertens, die Russische Föderation zumindest für alle Schäden und Zerstörungen aufkommt, die der Ukraine entstanden sind.

Sollte es der Westen wieder einmal gestatten, dass Putin erneut ungestraft davonkommt, müssen wir nicht lange darauf warten, bis er seine begangenen Fehler behoben hat und demnächst gleich von Anfang an den Dritten Weltkrieg startet.

Buga-Duscher

Die erfreulichen Nachrichten wollen heute einfach nicht abreißen. Auch wenn ich schon über Monate hinweg nicht mehr so richtig zum Schwimmen komme, was zuvor in Ulm nie ein Problem darstellte, da man dort für Sportler einfach viel bessere Voraussetzungen geschaffen hat, erfreute ich mich jedes Mal beim Spaziergang über die Buga-Duscher, die ganz offensichtlich allgemeine Hoffnung und Freude verbreiten. Und sobald auch das Wetter wieder etwas besser war, kam ich dabei ins Grübeln, ob man die Idee dieser Duscher nicht aufgreifen könne und selber im Neckar seine Runden zu ziehen. Letztes Jahr konnten wir sogar zwei sehr wagemutige und auch gut durchtrainierte Sportler bestaunen, die im Neckar Richtung Neckarsulm unterwegs waren — was meine eigenen Ambitionen dann gleich auch wieder sehr gedämpft hat.

Aber nun zum Erfreulichen, seit gestern sind die Buga-Duscher wieder repariert und stehen nun inmitten der alten Schleusenanalge, um es wohl für unsere Vandalen ein wenig spannender zu machen. Und so freue ich mich schon jetzt darauf, sie in Kürze selbst wieder mit eigenen Augen betrachten zu können. Die Buga-Duscher sind ein Kunstwerk von Christel Lechner, meines Erachtens auch ein sehr gelungenes.

Buga-Duscher 2019
Buga-Duscher 2019 | © Bettina Kümmerle
Buga-Duscher 2022

Archivarbeit

Auch die Reise nach Florenz will vorbereitet sein. So habe ich heute in Stuttgart nach Archivmaterial geforstet, welches wir im April mit nach Florenz nehmen wollen. Die kommenden Tage werde ich dann noch die digitalen Archive sichten und diese für einen Transfer nach Florenz vorbereiten.

Das Gute an unserer Reisegruppe ist, dass diese mich nicht nach exakten Jahreszahlen von Gebäuden oder Personen sowie auch nicht nach dem dritten Vorname eines ganz bestimmten Renaissance-Malers in zweiten Obergeschoss ganz links hinten in den Uffizien fragen werden. Und so bleiben meine diesbezüglichen Vorbereitungen weniger zeitintensiv.

Und für die Archivare in Florenz habe ich dann doch noch das eine oder andere Schätzchen heben können, so dass auch die sich bei ihrer Folgearbeit der Aufbereitung unserer Archive ein wenig freuen werden.

Gemälde des Tages

Andy Warhol: Marilyn Diptych (1962)

Geburtstag des Tages

Val Logsdon Fitch


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Florenzfahrt

Was lange währt, wird endlich gut. Und so konnten wir heute — nach so einigen Umbuchungen und Verschiebungen — doch noch unsere Florenzfahrt unter Dach und Fach bringen.

Florenz ist immer eine Reise wert, und da wir inzwischen auch das Archiv der EUROPA-UNION Heilbronn dort haben, gibt es einen weiteren Grund, um dieser Stadt einen Besuch abzustatten. So werden wir nun kurz vor Ostern mit einer kleinen Gruppe in Florenz sein und das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Und so freut es mich auch, dass ich meinen Mitfahrern sicherlich das eine oder andere Neue zeigen werden kann, denn eine Stadt sieht man mit ganz anderen Augen, wenn man sich nicht nur als Tourist dort aufhält.

Für mich persönlich sind dann die beiden Brennerüberquerungen das Highlight, und wenn das Wetter mitmacht, nutzen wir auch die alte Passstraße.

Meine besser Hälfte schaut derweil bereits auf den Folgebesuch, wenn wir noch zusätzlich einen Abstecher an die Küste machen, um dort Freunde zu besuchen.

Auf alle Fälle wird das Kulinarische nicht zu kurz kommen, und so steigt auch die Vorfreude auf die Fahrt langsam aber sicher stetig an.

Florenz im August 2019

Wettbewerb

In diesem Jahr findet inzwischen der 69. Europäische Wettbewerb statt, der von Anfang an von der EUROPA-UNION mit unterstützt wurde, und seit Anfang der 1990er-Jahre sind meine besser Hälfte und ich mit den jeweiligen Preisverleihungen hier vor Ort im Kreis Heilbronn betraut. Jahr für Jahr freuen wir uns auf die Preisverleihungen und manchmal gelingt es uns auch, eine entsprechende Ausstellung zu organisieren.

Noch bis in die Nullerjahre hinein konnten wir sogar eine zentrale Veranstaltung zur Preisverleihung mit einer entsprechenden Ausstellung veranstalten. Aber tempora fugit, und die Gebräuche ändern sich mit ihr.

So kam ich auf die Idee, eine eigene Ausstellung zum Europäischen Wettbewerb zu initiieren, die dann — insbesondere ab dem kommenden Jahr — auch anderen Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehen soll.

Deswegen ist meine Freude jetzt groß, dass ich nicht nur das Europa Zentrum Baden-Württemberg als Veranstalter des Europäischen Wettbewerbs im Ländle, sondern auch die Heilbronner Stadtbibliothek als Partner gewinnen konnte.

So wird es dieses Jahr zum ersten Mal — zumindest in Baden-Württemberg — eine Ausstellung aller Europäischen Wettbewerbsplakate geben. Europa Zentrum, EUROPA-UNION und Stadtbibliothek werden diese Ausstellung gemeinsam vom 2. Mai bis zum 28. Mai 2022 in den Räumlichkeiten der Heilbronner Stadtbücherei möglich machen.

Danach wird diese Ausstellung sicherlich unser Ländle touren, weil schon alleine die dort gezeigten Plakate eine wunderbare Sache sind. Jetzt möchte ich aber nicht mehr von der Ausstellung erzählen, lassen Sie sich einfach einmal überraschen!

2009 stellte der Stadt- und Landkreis Heilbronn letztmalig eine Europapreisträgerin. | Foto: © EUROPA-UNION Heilbronn

Kalifornien — here we come!

Inzwischen funktionieren auch die Umbuchungen bei der Lufthansa wieder wie gewohnt; ich hatte über entsprechende Probleme bereits berichtet. Und so konnte ich über die jüngsten Umbuchungen nicht mehr meckern — Übung macht bekanntlich den Meister.

Wenn jetzt nichts mehr anderes dazwischenkommt, dann werden meine bessere Hälfte und ich im Mai diesen Jahres einen Flieger besteigen und uns eine Auszeit gönnen.

Frankfurt 2018

Trotz Pandemie muss das Leben einfach weiter gehen, und so sind wir sehr froh darüber, dass es inzwischen nicht nur gute und zumindest für uns Europäer ausreichend Impfungen gibt, sondern auch die Regierungen und Behörden weltweit langsam aber sicher mit globalen Probleme umzugehen lernen.

Wie wir sicherlich nun allesamt wissen, sind Grenzschließungen und Reiseverbote keine wirksamen oder probaten Mittel, um Pandemien in den Griff zu bekommen. Impfen, impfen und nochmals impfen und dies kombiniert mit Hygiene- und Abstandsregeln, das sind die tragfähigen Lösungswege!

Und wären die meisten von und nur halbwegs einsichtig, dann müssten wir gestern keine Inzidenz von 1588! im Stadtkreis Heilbronn beklagen, welche heute bestimmt noch höher liegen wird — ich gucke jetzt aber nicht danach.

Geburtstage des Tages

Thomas Cole und Hugo von Hofmannsthal