Cäcilienbrunnen

1.4.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Cäcillienbrunnen

Laphorina

Diese Entdeckung kommt für meine Leser zwar für Ostern ein klein wenig zu spät, aber nichtsdestotrotz weise ich sehr gerne auf diesen Webshop namens Laphorina aus München hin. Und ein erstes Produkt, welches meine bessere Hälfte jüngst zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, hält meiner durchaus kritischen Prüfung stand.

Und wie es meine Leser wohl richtig vermuten, bin ich an Laphorina auch aus viel profaneren Gründen heraus interessiert — ich gucke immer sehr gerne, was andere so machen, denn man muss das Rad nicht immer wieder von Neuem erfinden.

Ein weiterer Vorteil, ich kenne die junge Dame, die hinter der Marke Laphorina steckt persönlich. Katharina Karl ist nicht nur die Inhaberin des Shops und der Marke, sondern auch ihre eigene Designerin. Und sogar den Webshop betreibt sie selbst — was mich nun wieder etwas mehr interessiert als die durchaus modisch stilvollen Taschen. Ich weiß aber inzwischen nach jahrzehntelanger Eheerfahrung, dass nicht nur meine bessere Hälfte, sondern wohl auch die Mehrheit meiner Leser mehr Interesse an Taschen und weiteren Accessoires hat als an der Funktionsweise von Websites, egal welcher Art.

Deshalb wird mir sicherlich auch das Teilen dieser Neuentdeckung eines Webshops verziehen werden.

Wiederholungen

Im Dezember 1984 schaute ich mir den Film Dune im Kino an. Dieser basiert auf einem Roman von Frank Herbert aus dem Jahr 1965. Da der Film gerade dort abbricht, wo es eigentlich spannend werden könnte, überlegte ich mir damals kurz, ob ich nicht das Buch lesen sollte. Dann aber stellte ich fest, dass es sich dabei um einen inzwischen sogar siebenbändigen Romanzyklus handelt und beschloss, lieber auf die Fortsetzung des Films zu warten.

Keine vierzig Jahre später kam dann — für mich völlig überraschend — 2021 der Film Dune erneut ins Kino. In der irrigen Annahme, dass es sich um die Fortsetzung handelt, schaute ich mir das neue Werk ebenfalls an; was für eine Enttäuschung. Und gestern war es dann so weit, dass ich mir nun auch noch den zweiten Teil des ersten Teils anschaute. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch so alt werde, dass ich endlich zum wirklich spannenden Teil des Films komme? In erneut kaum vierzig Jahren könnte es sehr eng für mich werden …

Osterspaziergang

Der gestrige Osterspaziergang führte erneut an einer Europafahne vorbei. Und sogar das Wetter war sehr erfreulich. Ich genoss den Spaziergang in vollen Zügen, bevor ich mich dann den anstehenden Rundschreiben widmete.

Wohl der bevorstehenden Gemeinderatswahl geschuldet, nutzten Herbert Burkhardt, Michael Kuhn und Artur Lorenz das gute Wetter, um schon einmal die ersten Bauzaunbanner auszuprobieren.

Bauzäune
© Herbert Burkhardt

Statt Ostereier — auf dem gestrigen Spaziergang konnte ich einen jüngeren Familienvater dabei beobachten, wie er Ostereier und ähnliche Dinge in einem Regenrückhaltebecken, eine Verwendung, die ich so noch nicht kannte, versteckte — zu suchen, könnten meine Leser aus Heilbronn die Gelegenheit nutzen und die ersten aufgestellten Werbeplakate suchen. Auf alle Fälle hat Herbert Burkhardt sichergestellt, dass bereits alle Kandidaten aus Neckargartach zu finden sein werden.

Gerne gebe ich dabei den ersten Hinweis, wo diese Plakate zu finden sind.


Feuerwerk

2.1.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Feuerwerk | © Bettina Kümmerle

Feuerwerk

Völlig aus der Zeit gefallen ist der Brauch des völlig sinnlosen Herumgeballeres, und wenn man ein wenig ehrlich zu sich selber ist, war dieser Brauch auch noch nie zeitgemäß, denn ein Feuerwerk zeichnete sich schon immer dadurch aus, dass es Bilder bis hin zu ganzen Geschichten an den Himmel stellte.

Technologieaffinere Städte habe diesbezüglich schon längst auf Drohnen umgestellt. Und Menschen, die die Natur und Umwelt lieben, sich gerne etwas um ihre eigene Gesundheit sorgen und zudem das Geld nicht zum aus dem Fenster werfen haben, verzichten darauf oder beschränken sich zumindest doch etwas mehr.

Leider nicht so bei uns in Heilbronn, dort nimmt das Geballere von Jahr zu Jahr weiter zu. Einzig und alleine die verstärkte Bereitschaft von einzelnen Menschen und Gruppen hinterher selber ein wenig aufzuräumen, konnte ich dieses Mal als positiv verzeichnen — mein Straßenzug war bereits fast wieder sauber, als wir nach Hause kamen und die guten Nachbarn immer noch mit Schaufeln und Besen unterwegs.

Partyhopping

Auch wenn ich den Jahreswechsel sehr gerne etwas ruhiger angehe, wurde es dieses Mal aufgrund unterschiedlicher Gründe ein regelrechtes Partyhopping, was hoffentlich nicht in ein ebensolches turbulentes Jahr einleitet — der Tanz auf dem Vulkan wäre ansonsten eine passende Analogie.

Wie wir feststellen durften, ließ es unsere Jugend so richtig krachen und dies gänzlich ohne Pyrotechnik. Angefangen hatten sie bereits vor dem Jahreswechsel noch vor den Menschen auf der Datumsgrenze und fast hätten sie es sogar noch bis hin zur Howlandinsel geschafft; da diese aber nicht bewohnt ist, könnte man es vielleicht doch gelten lassen.

Und bevor wir beide es zum Schluss hin doch noch etwas gemütlicher angehen konnten, gab es einen Tanzball, der dem Kulturgut Ballnacht eine ganz neue Dimension hinzufügte. Da der Schluss aber wieder ganz nach meinem Geschmack war, kann ich von einem sehr gelungenen Start ins neue Jahr sprechen — es dauert nun nur etwas länger, bis ich dann dort auch so richtig angekommen bin.

Amsterdam

Zwischen den Jahren erreichte mich ein Blog-Beitrag von Hans Müller, der die kommenden US-Wahlen zum Thema hat. Nach dem Lesen seines Beitrags war ich hin und hergerissen, ob ich meinen am Ende des Jahres gefassten Vorsatz, im Blog keine Gastbeiträge mehr zu veröffentlichen, bereits am ersten Tag des Jahres wieder fallen lasse.

Und wie es der Zufall so will, kam gerade in diesem Augenblick die Anfrage von Detlef Stern, wie viele gute Vorsätze ich bereits gebrochen hätte. Obwohl die Halbwertszeit von guten Vorsätzen im Mittel unter der eines Radons liegen dürfte, hätte ich damit selbst für mich einen Rekord eingestellt. Und so finden Sie den jüngsten Beitrag von Hans Müller, wie in meiner derzeit aktuellen Blog-Struktur (auch ein Blog lebt!) vorgesehen, in den Foren. Der Titel ganz passend zur heutigen Zeit: „Eine amerikanische Tragödie – Wie geht es weiter? (Teil 1)“.

Hans Müllers Beitrag ist spannend zu lesen und das Thema wird uns dieses Jahr noch öfters in Wallung bringen. Neu für mich dabei die Bedeutung, die Nikki Haley als Kandidatin der Republikaner erreichen könnte — die meisten dürften dabei meiner Meinung sein, dass diesbezüglich wohl alles besser als Donald Trump ist. Motiviert von diesem Beitrag, wollte ich mich bereits an meine beiden eigenen Rundschreiben machen, habe mich dann aber dazu entschieden, weil Neujahr dieses, das neue Jahr wesentlich mit bestimmende Thema doch noch ein wenig anders zu betrachten und nun einen Film bis ganz zu Ende geschaut, den David O. Russell bereits 2022 in die Kinos brachte.

Ein wesentlicher Vorteil vom Kinogehen ist wohl, dass man sich die dortigen Filme meist auch bis zum bitteren Ende anschaut, zumindest mir ist es bis auf wenige Ausnahmen immer so gegangen. Anders ist dies heute bei der Möglichkeit, Filme von der eigenen Couch aus zu betrachten. Die spannende Frage stellt sich mir hierbei, ob dies langsam, aber sicher auch Auswirkungen auf den Film-Plot haben wird?

Aber zurück nach Amsterdam, dieser historische Kriminalfilm ist eine tiefschwarze Sozialsatire und obwohl vor ca. einhundert Jahren spielend, heute so aktuell wie nie zuvor. Christian Bale gefällt mir in seiner Rolle als Arzt und Soldat Burt Berendsen ganz gut; auch wenn seine Kopie von Peter Falk als Columbo ein wenig zu dick aufgetragen ist, was aber der Satire geschuldet sein dürfte.

Insgesamt betrachtet fiel der Film bei den Kritikern und dem Publikum durch, auch ich hatte so meine Anlaufschwierigkeiten. Manche Dinge muss man aber einfach bis zum bitteren Ende anschauen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film nicht noch dieses Jahr Hans Müller den zweiten Teil seiner amerikanischen Tragödie vorwegnehmen wird.


Heilbronn

28.12.02023 5 (4)

Beitragsfoto: Blick auf Heilbronn

Feuerwerk

Nun darf man auch wieder ganz offiziell Böller und sonstige Kracher kaufen. Viele haben zudem noch Restbestände, die sie dieses Jahr unbedingt einmal loswerden möchten. Dabei scheinen gerade die Menschen in Baden-Württemberg sämtliche Maßstäbe verloren zu haben. Gemäß eines SWR Aktuell-Berichts haben sich nach Angaben des Statistischen Landesamts und nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik die Baden-Württemberg-Importe von Feuerwerkskörpern im Zeitraum Januar bis Oktober 2023 mit einem Gewicht von 562,5 Tonnen binnen Jahresfrist fast verzehnfacht (Gesamtjahr 2022: 63,3 Tonnen). 

Bei solchen Mengen kann kein Mensch mehr behaupten, dass das Feuerwerk zum Jahresende mehr als bloß ein sinn- und hirnloses Herumgeballere sei! Man hätte mit dem vielen Geld gut und gerne auch etwas Gutes machen können, z. B. für gute Zwecke spenden, den Tier- und Naturschutz voranzutreiben oder vielleicht sogar alternative Feierlichkeiten zu unterstützen.

Letztendlich aber bewahrt sich erneut eine alte Militärweisheit: je blöder und unfähiger die Menschen, umso mehr Geballere. Und so passen die Einkaufszahlen ganz gut zum sinkenden Bildungsniveau unseres Landes — was zudem befürchten lässt, dass unsere Krankenhäuser in den kommenden Tagen sehr viel zu tun haben werden.

Midnight in Paris

Man kann sagen, was man will, als Regisseur ist Woody Allen einfach eine Wucht. Gestern habe ich seinen Film „Midnight in Paris“ aus 2011 gleich zweimal angeschaut.

Owen Wilson brilliert als erfolgreicher Hollywood-Drehbuchautor, der die Republikaner im allgemeinen und seinen künftigen Schwiegervater im besonderen nicht ausstehen kann und wohl mit seiner Zukünftigen ebenfalls nicht viel mehr anzufangen weiß. Corey Stoll gibt übrigens einen guten Ernest Hemingway.

Den Rest verrate ich jetzt einmal nicht … bitte den Film einfach einmal selber anschauen. Nur so viel, dass Woody Allen für die Regie bereits 2012 einen Oscar erhielt.

S-Bahn

Wie wir es heute in der Heilbronner Stimme (28.12.2023: 28) lesen können, wird bei uns aus der Stuttgarter S-Bahn nichts. Schon wieder eine Hoffnung weniger. Und der eigene Stadtbahnausbau lässt weiterhin auf sich warten. Auch wenn mir persönlich Züge und S-Bahnen — wohl ein Relikt aus meiner Kindheit — gefallen, werden diese bei uns nicht erfolgreich sein, wenn sie ein paar Jahrzehnte zu spät kommen und inzwischen ein automatisierter Individualverkehr die Schiene längst ad absurdum geführt hat.

Wohl gerade dann, wenn dereinst die gesamte Welt die Schienen wieder zurückbaut, werden bei uns die Milliardensubventionen nur so fließen und — koste es, was es wolle — die S-Bahn nach Stuttgart gebaut.