Konzert

Musikvideo zur Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Über mein Spicken, ob Semin Bristina auch etwas Gescheites über unseren Verein in die Social Media stellt, was er auch macht, bin ich auf Harm Adams Plattenkiste gestoßen. Harm Adam ist einer der wenigen verbliebenen Kreisvorsitzenden, an denen ich mich gerne messe. Ich war dann doch etwas überrascht, noch mehr darüber, dass er Platten vorstellt, die ich auch in meiner Kiste liegen habe. Bisher dachte ich, dass uns nur unsere Begeisterung für den Föderalismus eint.

Wie er mir sagte, waren diese Posts ein Teil seines Wahlkampfes, aber er könne sich gut vorstellen, weiterhin Platten „aufzulegen“. Was mich nun motiviert, einen neuen Musikvideo-Beitrag hier einzustellen. Und dann feiert Jean-Michel Jarre auch noch 50 Jahre „Oxygene“ und dies mit einer Welttournee. Als ob es gestern gewesen wäre … Oliver G. legte diese ganz neue Platte seines Vaters auf den Plattenteller, sobald wir bei ihm Home alone waren.

Über Jean-Michel Jarre habe ich bereits einen Blog-Beitrag eingestellt und so muss ich weiter in meiner Kiste kramen. Musik zu machen scheint jung zu halten, hätte nie gedacht, dass Jarre noch einmal durch die Welt tobt. Und dann sind wir zusammen mit Andreas und Karin am kommenden Wochenende auch noch auf einem Konzert von Deep Purple in Leipzig – der SPLAT! Wordl Tour 2026. — ich hätte Rock-Musiker werden sollen! Aber auch Deep Purple waren hier erst jüngst schon Thema.

Was sich diese Musiker wohl denken, wenn sich in ihrem Publikum Menschen befinden, deren Eltern noch nicht einmal geboren waren als sie mit ihrer Musik begannen? Mir wurde es schon unheimlich als ich am Wochenende einen jungen Mann kennenlernte, der noch nicht geboren war, als ich zum ersten Mal auf einem Bundeskongress herumtobte. — Musiker werden wohl in ganz anderen Dimensionen denken.

Beim Kongress machte ich wieder einmal für die Hertensteiner Gespräche Werbung. Erfreulich dabei, dass einige Föderalisten aus dem Norden nun überlegen wollen, ob sie eine Teilnahme möglich machen können.

Kurzer Einschub: das unterschiedliche Föderalismusverständnis von Nord und Süd bei uns in Deutschland dürfte auch, wenn nicht gar hauptsächlich, auf die landwirtschaftlichen Strukturen zurückzuführen sein. Ein Gedanke, über den man einmal weiter reflektieren sollte.

Auf alle Fälle war es der September, der es diesen Föderalisten schwer machte, sofort zuzusagen, denn im September scheinen die allermeisten politischen Veranstaltungen stattzufinden — was wieder eine ganz eigene Überlegung wert wäre. Nun habe ich aber das Musikvideo zur Woche gefunden, nämlich „September“ (1978) von der Gruppe Earth, Wind & Fire.

Earth, Wind & Fire gründeten sich 1969 in Chicago und lösten sich 1983 wieder auf. Wie viele andere Bands auch, sind sie irgendwann wieder auferstanden und toben noch heute durch die Gegend. Der Vorteil dabei ist, man kann deren ehemaligen Glanz noch erahnen, ohne dabei wie bei manch anderen Musikgruppen auf Tribute-Bands zurückgreifen zu müssen. Ich halte es dabei wie in der Politik: das Original ist immer besser!

Manche Leser kennen vielleicht auch noch den Song „Boogie Wonderland“ (1979!), den die Gruppe zusammen mit den Emotions eingespielt hat.

Für uns Föderalisten sind die Kongresse, Versammlungen und Gesprächsreihen unsere ganz eigenen Boogie Wonderlands: „All the love in the world can’t be gone, all the need to be loved can’t be wrong.“ Patriotismus hin oder her (kleiner Insider).

Was mich heute nun zum letzten Song der Gruppe führt. „That’s the Way of the World“ aus 1975.

Ich hoffe, dass alle Kongressteilnehmer wieder gut nach Hause gekommen sind und wünsche diesen sowie allen Lesern einen guten Start in die Woche.

Nachtrag

Ein aufmerksamer Leser hat sofort nachgehakt und gefragt, wie ich das nun wieder verstehe? Nur als ganz kleinen Insider: EUD = Earth, Wind & Fire. JEF = The Emotions.

We come together on this special day
Sing our message loud and clear
Looking back, we’ve touched on sorrowful days (well)
Future, past, they disappear

Earth, Wind & Fire (1975)

Deutschland Tour

22.8.02024 5 (3)

Beitragsfoto: Radfahrer durch die Wollhausstraße

Vermischtes

Sehr erfreulich heute der Stand der Zusagen zu den 8. Hertensteiner Gesprächen. Neben etlichen Kreisvorsitzenden anderer EUROPA-UNIONen, Landesvorstandsmitgliedern aus gleich mehreren Bundesländern und weiteren Präsidiumsmitgliedern, haben auch der Präsident der EUROPA-UNION Rainer Wieland und mit Evelyne Gebhardt und Thomas Mann auch zwei Landesvorsitzende ihre Teilnahme zugesagt. Dazu kommen noch der EUD-Generalsekretär Christian Moos und die EUBW-Landesgeschäftsführerin Bettina Kümmerle.

Die Europäischen Föderalisten aus Deutschland werden jetzt schon von Föderalisten aus Belgien, Frankreich, Spanien und der Schweiz unterstützt. Schon alleine damit ist sichergestellt, dass mehr als ausreichend Sach- und Fachkompetenz bei den Gesprächen vorhanden ist.

Da die EUROPA-UNION eine überparteiliche Bürgerbewegung ist, lassen es sich auch Vertreter der demokratischen Parteien nicht nehmen und diskutieren zusammen mit Vertretern der Zivilgesellschaft. So sind schon jetzt neben einer Europaabgeordneten, drei ehemalige Europaabgeordnete mit dabei. Auch drei Bundestagsabgeordnete und ein Landtagsabgeordneter bringen sich aktiv in die Diskussionen mit ein.

Bereits jetzt versprechen die Hertensteiner Gespräche ein weiteres demokratisches Highlight des Jahres zu werden und ich bin mir sicher, dass noch weitere begeisterte Europäer mit zu den Gesprächen kommen werden. Schön wäre es, wenn mehr Heilbronner diese Gelegenheit zur Debatte nutzen.

Nachdem ich heute den Tag im Schwimmbad begonnen habe, werde ich diesen nach einem Tanzabend wohl mit dem Tag vier der US-Demokraten beenden — ich bin schon jetzt gespannt darauf, wer noch so alles nach Chicago kommen wird.

Deutschland Tour

Heute zeigte sich das Radfahren von seiner schönen Seite, dem Sport. Die erste Etappe der Deutschlandtour endete gegen 17.00 Uhr in Heilbronn. Morgen soll auf dem Kiliansplatz dann der Start zur 2. Etappe erfolgen.

Die Lidl Deutschland Tour 2024 findet vom 21. bis 25. August 2024 statt. Deutschlands wichtigstes Radrennen wird auch in diesem Jahr als fünftägiges Etappenrennen in der UCI ProSeries, dem Wettbewerb unterhalb der WorldTour, veranstaltet. Diese Radtour ist Deutschlands einziges verbliebenes Etappenrennen der Profifahrer im Straßenradsport. Seit 1911 wird sie in unregelmäßigen Abständen, heute noch als Deutschlandrundfahrt bekannt, veranstaltet. Dieses Jahr startete sie mit einem kurzen Zeitfahren als Prolog in Schweinfurt. Von Unterfranken geht es über Heilbronn an fünf Renntagen nach Saarbrücken.

Mit Dietrich Thurau wurde die Tour 1977 in Deutschland populär und so kaufte ich mir damals ein Rennrad, welches übrigens noch heute in der Garage steht. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ein Klassenkamerad zeitgleich sehr erfolgreich im Straßenradsport war und täglich die Strecke Heilbronn – Waldenburg und zurück absolvierte, was mir sehr imponierte. Zum Ende meiner Schulzeit wurde die Tour bereits wieder wegen Geldmangels der Organisatoren ausgesetzt.

Dritter Tag

Nachdem sein Frau Hillary den ersten Tag gerockt hat, betrat nun auch Bill Clinton die Bühne. Und zumindest für mich überraschend, sowohl Hillary Clinton als auch Tochter Chelsea lauschten seiner Rede — old school und staatsmännisch zugleich.

Neben einem Bill Clinton auf der Bühne zu bestehen ist auch heute noch schwierig. Aber das Leben dreht sich weiter und man muss einfach mit den Politikern leben, die man noch bekommt.

Tim Walz akzeptierte seine Ernennung zum Vizekandidaten und ging danach gleich in die Vollen: „Never underestimate a Public School teacher!“

Seitens der Prominenz zeigte sich u. a. Oprah Winfrey und ich hoffe sehr, dass sich morgen die aktuellen Top-Stars des Showbiz zur Unterstützung von Kamala Harris einfinden werden.

„Der Mensch ist gut. Und darum geht’s im schlecht.
Denn wenn’s ihm besser ginge, wär er böse.
Drum betet: ‚Herr Direktor, quäl uns recht!‘
Gott will es so. Und sein System hat Größe.“

Erich Kästner, Der MEnsch ist gut, in GEdichte (1948)

Neckarbogen

21.8.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Neckarbogen|© Shutterstock

Zweiklassengesellschaft

Schon länger baut der SPD-geführte Heilbronner Gemeinderat Heilbronn zu einer Zweiklassengesellschaft um. Mit der Fertigstellung der neuen Privatschule im Neckarbogen wird es noch offensichtlicher, nämlich, dass es in Heilbronn Bürger gibt, die einfach gleicher als die anderen sind. Obwohl Kinder von Gemeinderäten oder anderen wichtigen Heilbronnern schon lange nicht mehr in den Dammschulen zu finden sind, denn dafür gibt es schon länger „bessere“ Schulen — und das mit der Zuordnung von Wohnort und Schule gilt eh nur für jene, die sich tatsächlich noch an Regeln halten.

Und so bin ich gespannt darauf, ob es dem Gemeinderat gelingen wird, den Neckarbogen zu einer Gated Community auszubauen.

Schlemmen

Freunde entführten uns ganz spontan in ein nettes Restaurant bei Heilbronn; dieses befindet sich bereits auf meiner entsprechenden Liste. Ich habe mir dort einen exzellenten Zwiebelrostbraten gegönnt und dies nicht bereut.

Erfreulich, dass dabei auch die 8. Hertensteiner Gespräche thematisiert wurden, denn diese liegen aktuell ganz in meinem Fokus; interessant, für wie viele Übernachtungen diese Gespräche inzwischen sorgen. Auch die Geschehnisse in den USA wurden analysiert und zum Schluss brachten wir uns noch auf den aktuellen Stand bezüglich der eigenen Familien, gemeinsame Freunde und Bekannte.

Es sind immer wieder diese spontanen Zusammentreffen, die unser Leben so richtig lebenswert machen.

Zweiter Tag

Laut New York Times nehmen auch republikanische Berufspolitiker, welche die MAGA-Bewegung selber nicht überlebt haben, an der Democratic National Convention teil.

Bevor Barack Obama die Bühne betrat, gab seine bessere Hälfte Michelle Obama eine ganz passable Rede. Eins zieht sich schon jetzt wie ein roter Faden durch die Convention, alle Polit-VIP treten mit ihren jeweiligen Partnern auf und versichern sich dabei ihre gegenseitige — ok, bei den Clintons wird es wohl niemand erwarten — Liebe, was ein klarer Hieb gegen Donald Trump und seine aktuelle, eher gekaufte Partnerin ist.

So wunderbar die Rede von Barack Obama ist, unsere Welt wäre weit besser, wenn Politiker auch heute noch das, was sie sagen, selber denken und schreiben könnten. So bleibt bei aller Integrität, die ich ganz besonders Barack Obama zuschreibe, der bittere Beigeschmack, dass es eigentlich doch nur gute Verkäufer sind.

Schön, dass Bernie Sanders heute mit an Bord war. Auch wenn er es wohl aufgrund seiner extremen Vorstellungen nie an die Spitze der Demokraten geschafft hat, seine Integrität steht außer Frage und seine Unterstützung von Kamala Harris sowie den US-Demokraten insgesamt gerade zu diesen Zeiten ist besonders wichtig. Aber typisch Bernie Sanders bleibt er sich dennoch treu.

Dafür brachte Georgia Lil Jon mit, und für jeden Crunk-Fan war der Abend sicherlich wieder gerettet.

Wahrscheinlich aber wird es nur der Delegation von Georgia klar sein, warum sie gerade auf diesen Song kommen: „Turn Down for What“ (2013) — der Debut-Single des französischen DJ Snake (William Sami Étienne Grigahcine) zusammen mit dem US-Rapper Lil Jon.

Vielleicht aber ziert sich Taylor Swift nur noch ein wenig.

„I am a Trump. We don’t do true.“

Melania Trump in The Late Show with Stephen Colbert (21.8.2024)