Kunstwerk

19.10.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Kunstwerk

Midterms

Am 3. November 2026 werden in den USA das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu gewählt, zusätzlich finden im ganzen Land weitere regionale Wahlen statt. Aber auch wir in der Heilbronner EUROPA-UNION haben an diesem Tag unsere eigenen „Midterms“, allerdings ohne Wahlen. Deswegen kombinieren wir unsere Kreisversammlung mit einem Gansessen im Anschluss. Zeit genug, um über das Original in den USA zu diskutieren und dies in einem sehr angenehmen Rahmen.

Die US-Demokraten geben sich wieder einmal sehr zuversichtlich, so wie kurz vor der letzten Wahlniederlage auch. Aber der Trumpismus ist wie der Nationalsozialismus und andere Totalitarismen weder mit Zuversicht noch mit guten Argumenten zu schlagen. Dazu bedarf es weit mehr und so werden wir in den USA sehr gut beobachten können, ob die US-Demokraten für diese Herausforderung tatsächliche Lösungen gefunden haben.

Sollten sie die 218 tatsächlich schaffen und auch im Senat messbare Erfolge erzielen, dann könnten wir von diesen Wahlen auch etwas für unser Europa und unsere Bundesrepublik lernen.

Und so bin ich gleich doppelt gespannt, nämlich wie viele US-Amerikaner werden bei den Midterms wählen gehen (können) und wie viele eigene Mitglieder werden zu unserer inzwischen 73. Kreisversammlung kommen. Aber egal wie, dieser Dienstag wird sehr interessant und noch viel spannender werden.

Vermischtes

Ein Meseno scheint meine Blog-Beiträge zu lesen, denn nun schon zum wiederholten Male fand ich heute Morgen den meseno-Bus bereits vollgetankt vor. Die heutige Fahrt verließ ohne bemerkenswerte Vorkommnisse und auch der Mensch an unserer letzten Abholstation war so schlecht gelaunt wie immer. Diese ist bei sämtlichen Zulieferern und Abholern inzwischen legendär und es ranken sich bereits Geschichten darum, warum er immer so mies drauf ist. Ich persönlich tippe dabei auf eine schlechte Verdauung vor dem Mittagessen.

Was mich nun wiederum an ein Buch von Elif Shafak erinnert.

„There is nothing so overrated as a bad fuck and nothing so underrated as a good — shit.“

Elif Shafak, The Bastard of Istanbul (2006: 144)

Das mit den E-Scootern und unserer Stadt wird nichts mehr, denn dazu fehlt es den allermeisten Nutzern an ausreichend Intelligenz und guter Erziehung. Da man diese Dinger ohne Führerschein und Altersbegrenzung fahren kann, wird es auch weiterhin unnötige Tote und Verletzte geben. Zumindest fackeln diese Deppen nicht wie in Frankreich gleich auch noch ganze Städte ab. Was wohl dafür spricht, dass man bei uns den bildungsfernen Bevölkerungsteilen deren Spielzeuge belässt und dabei auch ein paar Tote im Jahr als gegeben ansieht.

Langfristig wäre es allerdings billiger, wenn man sämtliche Deppen, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, einer guten Schul- und Berufsausbildung unterziehen würde. Die allermeisten würden sicherlich gute Staatsbürger und anständige Nachbarn werden.

Anne Kokenbrink schrieb in der FAZ (13.10.2026) „Den Studenten fehlt es an fundamentalen Fähigkeiten“. Der Grund, warum ich seit diesem Semester keine Vorlesungen mehr gebe. Und mir graut es schon jetzt davor, demnächst das letzte Mal eine Klausureinsicht zu veranstalten.

Kleinkunst

Eine sehr erfreuliche Entwicklung kommt still und heimlich daher. Die kleinen Kunstwerke im öffentlichen Raum unserer Stadt nehmen immer mehr zu. Erst waren es die kleinen Strom- oder Telekommunikationskästen, nun findet man auch etwas größere Bilder auf Trafostationen oder ähnlicher Infrastruktur.

Ein paar davon habe ich bereits hier als Beitragsfotos eingestellt. An gleich zwei größeren und neueren Kunstwerken fahre ich zwar regelmäßig mit dem Auto vorbei, komme leider aber noch nicht dazu, diese zu fotografieren.

Auf alle Fälle macht es Spaß immer wieder neue Kunstwerke in der gesamten Stadt zu entdecken. Und ein klein wenig erinnert es mich daran, als ich noch Reisegruppen durch Brüssel führte und diesen u. a. die dort an den Häusern zu findenden Comicfiguren zeigte.

Aber es geht auch eine Nummer größer, wobei man gleich elf Kunstwerke im öffentlichen Raum der Heilbronner Kernstadt finden kann. Manche von diesen sind ebenfalls sehr schön anzuschauen und manch andere sind schon längst wieder verschwunden — nichts hat auf Dauer Bestand; außer vielleicht das Phallussymbol auf dem Marktplatz. Echte Kunstkenner — keine solchen Banausen wie ich — werden dies allerdings als die „große Dreifigurengruppe für Agora“ von Joannis Avramides aus dem Jahr 1980 identifizieren können. Über Dieter Läpples „Käthchen“ von 1964 habe ich hier bereits geschrieben. Ayşe Erkmens „Making Ripples“ aus 2021 gefällt mir dafür ganz gut und Thomas Schüttes „One Man House“ (2019) ist hier im Blog bereits öfter zu finden. Bei Wilhelm von Rümanns „Denkmal für Julius Robert Mayer“ (1892) frage ich mich immer wieder, wo ich diesen Koloss in Heilbronn schon so alles rumstehen sehen habe.

Spannender ist es für mich aber, dass man weitere ehemalige Großkunstwerke zumindest noch in Teilen im öffentlichen Raum finden kann. Wer kennt noch den Berliner Bär, der einmal einen der schönsten Brunnen der Stadt zierte? Mir fallen auf Anhieb gleich ein Dutzend solcher versteckter bzw. verräumter wenn nicht gar verramschter Kunstwerke ein.


Eckhaus

6.10.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Schöne Ecke

Kompliziert

Wie schwierig europäische Politik inzwischen wieder geworden ist, wobei sie noch nie einfach war, zeigt im Nachklapp zu unserer Bosnienreise ein mehr als lesenswerter Beitrag von Herfried Münkler im Fokus (40, 2026: 8) mit dem Titel „Der Fall Serbien — Politisch-moralische Empörung muss zurückstecken gegen geopolitisches Kalkül: Belgrad ist für Europa wichtiger, als uns lieb ist“.

Damit gibt Herfried Münkler genau das wieder, was wir auch während unseres Sarajewobesuchs diskutiert hatten. „Das Regime des Präsidenten Vučić steht unter erheblichem innenpolitischem Druck, weil ihm vor allem die Jüngeren im Land Korruption vorwerfen, wofür es eine Fülle von Anhaltspunkten gibt. In einer solchen Situation die Tür zu schließen, könnte zu dem beschriebenen Worst Case-Szenario führen. Die Chance, ein notorisch unruhiges Serbien durch die Aussicht auf Wohlstandstransfers zu pazifizieren, wäre dann dahin. Das geopolitische Kalkül muss gegenüber moralischer Empörung, und sei sie noch so berechtigt, in Brüssel die Oberhand behalten.“

Der Westbalkan war schon immer kompliziert und kann nur gekauft aber nicht okkupiert werden! Das wussten bereits die alten Römer — vielleicht liegt dies an der dortigen Natur und den klimatischen wie geografischen Bedingungen? Meine italienischen Kameraden sagten mir bereits Anfang der 1990er-Jahre, dass wir es wie sie mit Südtirol machen sollten. Und am Ende wird der Westbalkan ein Gewinn für uns alle sein.

Wer von meinen Lesern Interesse am Beitrag von Herfried Münkler hat, der lässt mich dies wissen.

Menetekel

Der Rhein wird nur noch aus Kläranlagen am Leben erhalten und über den Bodensee kann man demnächst wieder reiten, aber nicht weil er zugefroren ist. Zugefroren ist bei uns auf alle Fälle die Hölle, denn wir wählen wieder wie ganz selbstverständlich Nazis: Deutschland ist seit 1945 wieder einmal ganz offiziell und demokratisch legitimiert Naziland, zumindest haben wir nun einen Nazi als Landtagspräsidenten. Offiziell ist er allerdings kein Nazi, denn auch die demokratischen Parteien in Sachsen-Anhalt haben ihn gewählt — Nazisein ist einfach wieder schick oder wie es Wladimir Putin sagen würde, die echten Nazis sind jene, die gegen Nazis sind, und Krieg ist Frieden!

Am 5. Januar 1573 ritt ein Postbote irrtümlich über den Bodensee, Gustav Schwab verfasste dazu 1826 die Ballade „Der Reiter und der Bodensee“, was Eugen Roth 1933 wiederum zum Gedicht „Gefahrvoller Ritt“ inspirierte.

Dafür lässt nun Katherina Reiche die Gasspeicher nicht mehr wie seit ihrem Dienstantritt vor eineinhalb Jahren leerlaufen, sondern ordnet nun eine Befüllung derselben an. Tatsächlich wurde das verstaatlichte Energieunternehmen Sefe nun pressewirksam angewiesen, mehr Gas einzuspeichern — was immer auch deren Experten darunter verstehen mögen. Ich halte dies nur für ein Alibi, um ab Januar 2027, wenn die deutschen Speicher völlig leergelaufen sind und unsere strategischen Dieselreserven vollständig den US-Amerikanern übereignet wurden, uns Bürgern sagen zu können, dass sie, so wie ihre Kollegen auch, alles für unser Land gegeben hätte. Wir werden uns dann die Hintern abfrieren und Katherina Reiche wird dafür von der CDU zur nächsten Göttin ernannt, gleich neben der Berufstochter Ursula von der Leyen — im Unionsolymp gab es schon immer reichlich Platz.

Warum gelingt es unseren Regierungsparteien nicht mehr Menschen in Verantwortung zu bringen, die wenigstens über ein Mindestmaß an Intelligenz, Bildung und Verantwortungsbewusstsein verfügen?

Vermischtes

Irgendwie interessant, dass ich den 3. Oktober eigentlich nur dann feiere, wenn ich im Ausland bin. Zuhause hatte ich noch nie Lust dazu. Weniger interessant, dass wieder einmal ein prominenter Politiker bereits in der Schule Probleme hatte, um wenigstens die Normen halbwegs zu erfüllen — was in einer staatstragenden Partei inzwischen schon die Norm sein dürfte. Spannend, weil dies auch kurz Thema auf unserer letzten Reise war — und schon wird dieses Ärgernis erneut bestätigt.

Wieder von der letzten Reise zurück, musste ich feststellen, dass das echte Leben nicht so höflich war und auf mich gewartet hat. Nun bin ich eine Weile damit beschäftigt, Brände auszutreten. Viele meiner Mitbürger haben dazu schon länger eine Lösung gefunden. Entweder sie gehen erst gar nicht mehr auf Reisen und wenn, dann zusammen, so wie ich bisher auch, mit einer Bürovollausstattung. Zugegeben, ich habe es nach ein paar Jahrzehnten so richtig genossen, nur telefonisch erreichbar zu sein. Oder meine Mitbürger nutzen die Gelegenheit, so wie zwei unserer Mitfahrer auch, und kommen nur noch nach Hause, um die Koffer neu zu beladen, und verschwinden sogleich wieder auf die nächste Reise. Dies ist die heutige Form der Kopf-in-den-Sand-Politik, wobei die Vollprofis, wenn sie einmal dazu gezwungen sind, um daheim zu bleiben, sogleich von einer wichtigen Besprechung zur anderen hetzen. Und dann fragen wir uns alle, warum bei uns so gar nichts mehr zu funktionieren scheint.

Inzwischen gibt es bereits einen zweiten Reisebericht, und in den kommenden Tagen werde ich noch eine entsprechende Bildergalerie dazu erstellen. Aber erst einmal geht es heute Abend zum Europastammtisch, der nach mehr als zwei Jahrzehnten zu meinem ganz normalen Leben mit dazu gehört.

Beim Bingen bin ich nun bei der letzten Staffel Boston Legal angelangt. Wenn diese fertiggebingt ist, muss ich gucken, ob ich mir die zweite Staffel nochmals anschaue.

„Es stocket sein Herz, es sträubt sich sein Haar,
Dicht hinter ihm grinset noch die Gefahr.

Es sieht sein Blick nur den grässlichen Schlund,
Im Geist versinkt er im schwarzen Grund.“

Gustav Schwab, Gedichtauszug (1826)

Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

25.9.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

Europäischer Brief

Immer mehr stellen wir fest, dass es weltweit, in Europa, bei uns in der Bundesrepublik und auch hier vor Ort nicht so ganz rund läuft. Wer dieses Blog schon etwas länger liest, der dürfte wissen, wen und was ich dafür verantwortlich mache.

Der gestern veröffentlichte Europäische Brief Nr. 92 (September 2026) beginnt wie folgt: „Frankreich und Deutschland drängen darauf, die europäische Diplomatie unter die direkte Kontrolle der Kommission zu stellen, während elf Länder eine Abschaffung des nationalen Vetos in der Außenpolitik fordern. Doch in ihrer Rede zur Lage der Union schwieg Ursula von der Leyen lieber zu den institutionellen Reformen, die die Union endlich entblockieren könnten.“

Noch bemerkenswerter, dass sich inzwischen die Idee Emmanuel Macrons nach einer strategischen Autonomie Europas in den Köpfen der verantwortlichen Politiker und Beamten festgesetzt hat. Und so sieht der Europäische Brief als grundlegende Frage: „Will Europa wirklich eine Außenpolitik, die in Echtzeit entscheiden kann, oder zieht es vor, seine nationalen Politiken weiterhin mit der gewohnten Langsamkeit zu koordinieren, in der Hoffnung, dass die äußeren Bedrohungen – russische, amerikanische oder beide – so höflich sind, zu warten, bis Brüssel eine Einigung findet?“

Das Problem liegt dabei viel tiefer und wurde erneut während der letzten Hertensteiner Gespräche thematisiert. Wir Europäer sind uns, so wie sich die Franzosen, Luxemburger … oder wir Deutschen selbst auch, nicht einmal darüber einig woher wir kommen und schon gar nicht darüber wohin wir gehen wollen!

Und jene vor gut 80 Jahren gemachten Kompromisse werden von uns nur dann anerkannt, so lange sie nur auf dem Papier bestehen bleiben und keinen Anspruch formulieren auch umgesetzt werden zu wollen.

Und so wird es kommen wie es immer kommt, die Mächtigen werden auf Kosten des Rests ihre Interessen durchsetzen — koste es den Rest was es wolle. Es wird weiterhin Kriege geben und Kriegspausen — nie Frieden — mit wunderbaren Versprechungen, die dann bis zum nächsten Krieg wieder nicht erfüllt werden.

Sehen wir das Ganze aber einmal etwas entspannter: bereits außerhalb unseres eigenen Sonnensystems ist dies ohne jegliche Bedeutung oder gar Konsequenz! Der Untergang unseres Planeten ist dem Rest des Universums nicht einmal einen Vogelschiss wert.

Heilbronn

Heute einmal ein Werbevideo, welches meine Heimatstadt zu einem aufstrebenden Zwitter macht. „Heilbronn ist keine klassische Metropole; es ist eher ein wirtschaftliches Regionalzentrum mit überraschend viel Dynamik.” Wem wir dies zu verdanken haben, dürfte unbestritten sein. Im Falle, dass diese Transformation vom größten Weindorf zu Europas KI-Zentrum glückt, können wir allesamt mehr als zufrieden sein. Bereits heute sind die entsprechenden Ehren längst verteilt. Für den Fall, dass das mit der KI-Blase dann doch nichts werden wird, bleibt abzuwarten, wer zum Sündenbock gemacht wird — ich vermute, das wird in einer ehemaligen Reichsstadt wieder sehr traditionell geregelt.

„Heilbronn ist … ein Ort, an dem zwei Welten unmittelbar nebeneinander existieren – ländliche Tradition und digitale Zukunft.“ Schön formuliert ist das „Nebeneinanderher“, wobei es bei uns gleich mehrere Welten gibt, die sich nie begegnen werden. Noch schöner formuliert ist, dass „Heilbronn in vielen Bereichen spürbar ruhiger und regionaler [bleibt].“ Ich sehe das tatsächlich als Vorteil, denn wir müssen nicht immer gleich Metropole sein!

Nachtrag 26.9.2026

Gleich mehrere Leser machten mich auf Zeitungsartikel in der Stuttgarter Zeitung und in der Backnanger Kreiszeitung aufmerksam. Beide titeln „Segen oder Ausverkauf? Warum der Lidl-Chef ein Hallenbad kaufen will“ und wurden von Eberhard Wein verfasst.

Leider muss man bei uns fremde Tageszeitungen lesen, wenn man auch nur halbwegs neutral über unsere Stadt informiert werden möchte. Interessant dabei, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der sich über die Ausrottung der Fledermäuse in Heilbronn Gedanken macht.

Vermischtes

Gestern schwang ich dann doch noch etwas das Tanzbein, einfach nur um beim anschließenden Bingen ein besseres Gefühl zu haben. Manchmal kann das eigene Leben sehr einfach sein.

Gleich heute Morgen gab es ein Käffchen mit Detlef Stern. Hauptsächlich sprachen wir darüber, ob es eine Realität überhaupt gibt, warum wir ggf. in Modellen leben oder gar denken und was „Leben“ eigentlich bedeuten könnte. Als ich wieder zurück an meinem Rechner war, hat mich mein Wetterstein nur „mitleidig angeguckt“ und sich sicherlich seine ganz eigenen Vorstellungen gemacht.

Meine Nachbereitung der letzten Hertensteiner Gespräche ist im vollen Gange und wird auch Thema bei der kommenden Kreisvorstandssitzung werden. Damit sind bereits zwei Gesprächskreise für die 11. Hertensteiner Gespräche am 18. September 2027 gesetzt. Auf Wunsch, dazu mit gleich zwei Moderatoren, zum x-ten Mal das soziale Europa und ebenfalls mit zwei Moderatoren die „ewigen Streitpunkte“ des Hertensteiner Programms.

Mit Wetterstein meine ich selbstverständlich nicht das Gebirge, sondern etwas ganz anderes. Man könnte dies selbstverständlich googeln, wird wohl aber nur eine Sichtweise dazu erhalten — die offensichtlichste.

Schon heute stellt sich für viele die Frage, warum man Fragen unbedingt beantwortet haben möchte, vor allem dann, wenn es sich ohne Antworten viel einfacher leben lässt. Könnte es vielleicht sein, dass es gerade die Suche nach einer Antwort ist, die ein Leben — was immer dies auch sein mag — vielleicht nicht sogleich sinnvoll aber doch ein wenig lebenswerter macht?

Um mich künftig etwas besser auf manche Diskussionen vorbereiten zu können, plane ich schon einmal meinen Zettelkasten in eine hybride Form zu überführen. Die eine oder andere Idee schwirrt mir dazu bereits im Kopf herum, wobei ich diese, wenn ich ein wenig nachdenke, bereits vor ein paar Jahren in einer im Internet geführten Zettelkastenrunde gehört habe. Auch jede Idee war schon einmal da, sie wurde aber noch nicht von jedem gehabt.

Wenn wir Steine etwas besser verstehen könnten, wäre unsere Welt sicherlich eine ganz andere.