Jammern

24.6.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Hinweis

Fuhrunternehmer

Aktuell zeichnet sich auch bei uns eine erfreuliche Entwicklung ab. Immer mehr Fuhrunternehmer erkennen, dass es gar keine schlechte Idee ist, auf E-Lastkraftwagen umzustellen. Wenn man dann noch sein Betriebsgelände bereits mit Solarzellen ausgestattet und Platz für ausreichend Speicher und Ladestationen, vielleicht auch sein Betriebsgelände nicht gerade in die bayerische Pampa gestellt hat, dürfte das sogar eine Win-Win Situation sein.

Weniger erfreulich wie gerade jene Fuhrunternehmer, die mit voller Absicht und rein aus politischer Überzeugung heraus falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen haben, nun wieder nach dem Staat schreien.

Was bei uns wohl zur Folge hat, dass jene Fuhrunternehmer, die unternehmerisch richtig gehandelt, es nun schwer haben werden, um gegen die subventionierte Konkurrenz zu bestehen.

Was bei uns System hat. Sobald die Verantwortlichen bei Volkswagen feststellen, dass man mit 499 verkauften Luxuskarossen keinen Konzern unterhalten kann, darf auch VW Panzer, Flugzeuge, Raketen und Schiffe für die Bundeswehr bauen. Und bis diese Produktionsstraßen vielleicht einmal anlaufen werden, kauft die Bundeswehr die VW-Restbestände auf, lässt sie in Flecktarn umstreichen und anschließend gleich wieder verschrotten — hat in den 1980er-Jahren mit dem VW-Käfer ganz gut funktioniert.

Das eigentliche Wunder dabei ist, dass es trotz solcher Wirtschaftspolitik noch Industrie in Deutschland gibt. Wahrscheinlich aber auch nur, weil die Chinesen und US-Amerikaner mit dem Aufkaufen unserer Marktführer einfach nicht hinterherkommen.

Vermischtes

Ist mir auch noch nie passiert, ich wurde von einem lokalen Handwerker geghostet. Kann damit zusammenhängen, dass ich meine eigenen Geschäfte reduziere und somit nicht mehr für ausreichend Gewinn gut bin.

Wie auch immer, selbst ist der Mann und so habe ich kurz selber zum Hammer gegriffen, einen freiwilligen Helfer gefunden und dabei auch noch ein paar Tausend Euro gespart. Manche Handwerker dürften froh darüber sein, dass KI noch keinen Hammer halten kann.

Meine Frau findet den unten stehenden Witz grottenschlecht, trotzdem, denn meine Leser dürften inzwischen Leid gewohnt sein.

Spät abends, es hat gerade zu regnen begonnen, als ein Autofahrer auf einer Landstraße im Hohenlohischen einen Tramper mitnimmt. Dieser bedankt sich artig und fragt, ob der Fahrer sich nun nicht etwas unwohl fühle, da er doch ein Gewalttäter sein könnte.

Der Fahrer antwortet, dass es sehr unwahrscheinlich wäre, wenn gleich zwei Gewalttäter in einem Auto sitzen.

Heute findet so mancher Politiker scharfe Worte für den jämmerliche Zustand der Bahn. Erst das Kind eigenhändig in den Brunnen schupsen, dabei noch die eigenen Kollegen bei der Bahn bestens unterbringen und dann laut tönen, dass sich dort etwas ändern muss — genau mein Humor!

Rundschreiben

Mein einzig noch verbliebenes Rundschreiben ist der Tatsache geschuldet, dass ich Kreisvorsitzender der EUROPA-UNION bin und damit weiterhin gut 200 Leser erreiche, doch so einige davon keine Mitglieder.

Meine Weblog-Leser bekommen diesen Service nicht (mehr). Ich gehe davon aus, dass diese sehr gerne auf einen solchen Service verzichten (können). Und jene meiner Leser, die immer noch nicht auf einen RSS-Feed bauen, die müssen einfach weiterhin selber das Blog aufrufen. Zugegeben, diese Art von Leser macht mir als Blogger ein klein wenig mehr Freude, denn es kitzelt mein Ego.

Und jene Blog-Leser, die auch mein letztes Rundschreiben nicht abonnieren möchten (kleiner Insider), die erhalten dieses nun hier in einer gekürzten Fassung — Ätsch!

Jüngst jährte sich das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich zum zehnten Mal. Inzwischen dürften doch so einige Briten verstanden haben, dass es keine gute Idee war, sich gegen ein gemeinsames Europa zu entscheiden. Sehr erstaunlich dabei ist es aber, dass weiterhin fast 50 % der dortigen Wähler an ihrer damaligen Entscheidung festhalten möchten. Noch erstaunlicher, dass gerade jene Politiker, die ihre eigenen Wähler nach Strich und Faden belogen haben, nun weiter gestärkt aus dieser Sache herauskommen.

Demokratie wird von und für Menschen gemacht und zeigte schon in ihren Anfangszeiten, dass auch dieser Art von Regierungsform sehr fehleranfällig ist. Aber man wusste schon von Anfang an, wie man die meisten Fehler beheben kann, nämlich indem man den Zoon politikon propagiert und dafür sorgt, dass die große Mehrheit der Bürger tatsächlich auch mündig sind.

Und so benötigen auch heutige Demokratien gleich drei essentielle Dinge, um sich beständig gegen den Totalitarismus wehren zu können. Erstens müssen sie ihren Bürgern das sichere Gefühl geben, dass es ihnen in einer Demokratie wirtschaftlich besser geht als in sämtlichen Alternativen. Zweitens müssen sie dafür sorgen, dass es nicht nur einen zwingenden Mindeststandard für Bildung gibt, sondern ein sehr großer Teil der Bevölkerung seine Mündigkeit erreicht. Und drittens benötigt jede Demokratie ausreichend Volksvertreter, die durch ihre eigene Präsenz und ihre Vorbildfunktion den meisten Bürgen das Gefühl geben, in der Demokratie gut aufgehoben zu sein. 

Wie wir es allerorten ganz gut beobachten können, wanken alle unsere Demokratien, sobald auch nur eine dieser drei Bedingungen nicht mehr ganz erfüllt ist! Die Heilsversprechen der Totalitaristen, egal welcher Machart auch immer, künftig für eine bessere Welt zu sorgen und dies ohne dass der Bürger dafür auch nur eine einzige Schraube selber eindrehen muss, sind schon seit den Alten Griechen viel zu verführerisch. Viel zu schnell tanzen wir Menschen allesamt wieder um das goldene Kalb der Verantwortungslosigkeit. 

Und die wohl selbst eher unmündigen Teile unserer Volksvertreter schreiben sich dies sogleich auf die eigene Fahne und vergessen ganz dabei, dass sie damit auf genau dem Ast sitzen, an dem sie selber so begeistert sägen.

Egal was wir Menschen auch immer anstellen, letztendlich bekommen wir genau das, was wir verdienen! Und so werden die Briten auch in den kommenden Generationen alleine auf ihren Inseln sitzen und die Schuld für ihre Misere dem Rest der Welt geben — kommt sicherlich dem einen oder anderen bekannt vor.

Ich würde mich riesig darüber freuen, wenn Sie eine ganz andere Meinung hätten und diese dann bei den kommenden 10. Hertensteiner Gesprächen mit zur Diskussion stellen.

Im Falle, dass ein Mitblogger bis hierhin gelesen hat — ich freue mich auch auf anderer Blogger bei den Hertensteiner Gesprächen und wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus dann sogar einmal eine Blogparade der ganz anderen Art.


Technik

Standard-Apps 5 (5)

Beitragsfoto: Technik| © Foto von Pixabay auf Pexels

Heute konnte ich bei Chris McLeod lesen, welche Standard-Apps er dieses Jahr verwendet hat, wobei er auch erfolgte Änderungen mit aufführte. Am 27. November 2023 war es noch David Wertheimer, der mich auf die Idee brachte, ebenfalls mit meinen von mir genutzten Helferlein ins Rennen zu gehen.

Nun bin ich einmal selbst gespannt darauf, was sich so alles bei mir in zwei Jahren verändert hat und ganz besonders darauf, ob sich mein „weniger ist mehr“ tatsächlich bemerkbar macht.

Als Erstes fülle ich einmal die von Chris McLeod vorgegebene Liste aus.

  • 📨 Mail Client: Apple Mail + Web
  • 📮 Mail Server: IONOS
  • 📝 Notes: Zettelkasten (Zettelstore)
  • ✅ To-Do: entfällt
  • 📷 iPhone Photo Shooting: Apple Camera
  • 🌅 Photo Management: Apple Photos (ohne Management)
  • 📆 Calendar: Apple Calendar
  • 📁 Cloud File Storage: OneDrive, iCloud, Telekom, IONOS, eigenes NAS-System, Zettelkasten
  • 📖 RSS: Reeder
  • 🙍🏻‍♂️ Contacts: Apple Contacts
  • 🌐 Browser: Safari, Chrome, Firefox
  • 💬 Chat: Threema, DeltaChat, iMessage
  • 🔖 Bookmarks: Blog, Zettelkasten
  • 📑 Read It Later: Zettelkasten
  • 📜 Word Processing: Word
  • 📈 Spreadsheets: Excel
  • 📊 Presentations: PowerPoint
  • 🛒 Shopping Lists: entfällt
  • 🍴 Meal Planning: entfällt
  • 💰 Budgeting and Personal Finance: entfällt
  • 📰 News: RSS, Bluesky, New York Times
  • 🎵 Music: InternetRadio, eigener Server, Plattenspieler
  • 🎙️ Podcasts: entfällt
  • 🔐 Password Management: entfällt
  • 🤖 Code Editing: BBedit
  • 📚 Books: analog, sehr selten digital
  • 🌎 Blogging: WordPress + Apps and Tools
  • 🔍 Search: Suchmaschinen je nach Bedarf

Das Resultat, wenn ich 2023 mit 2025, vergleiche ist sehr ernüchternd. Denn alles in allem gab es dieses Jahr sehr wenige Änderungen. Die meisten dürften bereits 2024 erfolgt sein.

Auf alle Fälle habe ich aber eines dabei gelernt, nämlich nun nicht diesen Beitrag beständig ändern zu wollen, sondern einfach nur darauf zu warten, dass mich in ein zwei Jahren wieder ein Blogger daran erinnert, zu gucken wie es dann um meine von mir genutzten Helferlein steht.


Mädchen

16.10.02025 4.3 (6)

Beitragsfoto: Mädchen | © Foto von Andrea Piacquadio auf Pexels

Ten Pointless Facts about Me

Heute muss es einfach eine Blogparade (Blogging Challenge) sein! David vom Forking Mad-Blog hat bereits im April diesen Jahres zehn völlig überflüssige Fragen kreiert und sogleich auch beantwortet. Über Pete Moore bin ich erst heute darauf gestoßen, nun aber gerade in der richtigen Stimmung, um mich selbst zu beteiligen.

  • Do you floss your teeth?
    Nein
  • Tea, coffee, or water? 
    Genau in der Reihenfolge.
  • Footwear preference? 
    Je nach Situation Laufschuhe oder Kampfstiefel, Hausschuhe gehen aber auch.
  • Favourite dessert? 
    Francescas Tiramisu oder Tinas Käsekuchen.
  • The first thing you do when you wake up? 
    Gucken, ob noch alles dran ist.
  • Age you’d like to stick at? 
    Das Alter indem ich meine bessere Hälfte kennenlernte.
  • How many hats do you own? 
    Da müsste ich meine bessere Hälfte fragen.
  • Describe the last photo you took? 
    Mein Receiver, um die Seriennummer festzustellen.
  • Worst TV show? 
    Lindenstraße, und dies obwohl ich nie selbst nur eine Folge geguckt habe.
  • As a child, what was your aspiration for adulthood?
    Erst Soldat und später erwachsen zu werden.

Vermischtes

Bereits in der Früh kamen die ersten E-Mail herein. Derek Sivers hat seine NowNowNow-Website renoviert. Ich bin derweil bei meiner eigenen Blog-Sanierung hängen geblieben. Peter Schulze hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Ich befürchte nur, dass man auch ihn nicht verstehen wird.

Auch habe ich über kleine Bildchen im Internet gelächelt, die mich darstellen sollen. Ich vermute, mit KI generiert, also kaum auch nur etwas Liebesmühe dabei — früher™ hat man noch mit etwas mehr Herz und Verve „gemobbt“.

Derweil warte ich wieder einmal auf Antworten zu offiziellen Anfragen bei mir persönlich bekannten Volksvertretern. Es geht dabei nicht um mich, sondern um Vereinsangelegenheiten. Ich persönlich fühle mich schon sehr lange nicht mehr von unseren Abgeordneten vertreten, aber als Ehrenamtlicher ist es meine Pflicht zu versuchen, unsere Volksvertreter wieder etwas mehr in unsere normale Welt einzubinden.

Wäre ich René Benko oder ein anderer Promi, würden sie bei mir Schlange stehen, so muss ich nun wieder monatelang darauf warten, dass sich ein Mitarbeiter eines Abgeordneten endlich herablässt, um mir zu antworten — meist dann mit dem Hinweis verbunden, dass es wieder einmal zu spät sei.

Passend dazu ein Song von a-ha, der bereits 1981 entstand, 1984 so richtig floppte, bevor er mit einem guten Marketing versehen 1985 weltweit die Charts stürmte.

Rollenspiele: jeder Mensch spielt unterschiedliche Rollen. Die Kunst ist es dabei, diese auseinanderhalten und auch trennen zu können.

So ganz nebenbei konnte ich noch das monatliche Rundschreiben der EUROPA-UNION Heilbronn fertigstellen. Dieses Mal etwas früher als sonst, weil es eine Interessante Veranstaltung gibt, die wir gerne noch bewerben wollten.

Wunder

Ende der 1960er-Jahre schleppte mich meine Mutter in einen der ersten Supermärkte. An den Kassen kam es zu einer kleinen Unstimmigkeit, welche mir als Unbeteiligter sofort ins Auge fiel, meiner Mutter allerdings als nun Hundertste oder Tausendste Kundin einen übergroßen Geschenkkorb sicherte. Die Blicke der eigentlich dafür vorgesehenen Kundin werde ich nie vergessen.

In den 1980er-Jahren kam mein Vater völlig erstaunt mit einer goldenen Uhr von einer Heilbronner Veranstaltung zurück. Die Erklärung sehr einfach, die Verantwortlichen hatten wieder einmal zwei Familiennamen miteinander verwechselt. Und noch heute werde ich gefragt, ob ich der Sohn des ehemaligen Stadtrats bin.

Zumindest in Heilbronn ist es schon sehr lange Usus, dass, wenn man einen Preis auslost, der Gewinner bereits bekannt ist. Ehemalige Reichsstädte haben wohl so ihre eigenen Traditionen.

„Wunder gescheh’n, ich hab’s geseh’n.
Es gibt so vieles, was wir nicht versteh’n.
Wunder gescheh’n, ich war dabei.
Wir dürfen nicht nur an das glauben, was wir sehn.“

Nena (1989)