Eine von zwei Europabänken, die die Aufbaugilde erstellt hat.

Europaweg 5 (5)

Beitragsfoto: Europabank der Aufbaugilde Heilbronn

Seit sehr Langem versucht die EUROPA-UNION Heilbronn ein Europahaus in Heilbronn zu initiieren. Bereits mein Vorgänger als Heilbronner Kreisvorsitzender, Prof. Dr. Walter Dörr, hatte sich, obwohl in Heilbronn mit der Haute­vo­lee bestens vernetzt, daran vergeblich abgearbeitet.

Kaum gewählt, nahm ich mir vor, diese Idee nochmals aufzugreifen und mit einem zusätzlichen Bildungsanspruch untermauert der Verwaltungsspitze und dem Gemeinderat schmackhaft zu machen. Selbst der Versuch, dieses Projekt der Allgemein- und politischen Bildung für alle Heilbronner Bürger mit der bereits etablierten Heilbronner Experimenta zu verknüpfen, verlief im Sande beziehungsweise stieß bei der Verwaltungsspitze auf taube Ohren.

Als uns Europäischen Föderalisten nun vor ein paar Jahren der Bürgermeister von Dobel, einer Kurstadt im Nordschwarzwald, stolz „seinen“ Europaweg vorstellte, nahmen wir Heilbronner die Idee eines Europawegs und die Zusage, diesen auch in Heilbronn umsetzen zu dürfen, mit nach Hause.

Ein erster Versuch, solch einen Europaweg im Zuge der Bundesgartenschau in Heilbronn zu realisieren, schlug fehl; offensichtlich war diese Idee den Verantwortlichen zu popelig oder der dahinterstehende Gedanke für eine Stadt mit gut 130 verschiedenen Nationalitäten, wie es aus der Stadtverwaltung heraus immer wieder gerne kolportiert wird, wohl doch nicht allgemein akzeptiert.

Jüngst hat die EUROPA-UNION nunmehr einen zweiten Versuch unternommen, um gerade in Zeiten, in denen das Geld offenbar nicht einmal mehr langt, um die vorhandene städtische Infrastruktur instand zu halten, geschweige denn an aktuelle Notwendigkeiten anzupassen — sogar nicht einmal mehr, um einen bereits bestehenden und immer weiter zerfallenden „Korridor“ für Fußgänger und Radfahrer herzurichten –, der Stadt Heilbronn den Europaweg vom Europaplatz den Neckar entlang bis hin zum Wertwiesenpark schmackhaft zu machen, da dieser ohne Weiteres und auch ohne größere Kosten hergerichtet werden könnte.

Zudem würde ein solcher Europaweg unseren Heilbronner Europaplatz ein klein wenig aus seinem tristen nur Dasein erlösen und uns Heilbronnern sowie unseren Gästen wieder ein wenig erlebbarer machen — und auch dieses ohne größere Investitionen.

Dieser von der EUROPA-UNION initiierte Europaweg könnte in Zusammenarbeit mit der Stadt Heilbronn und gerne auch weiteren Akteuren zum Leben erweckt werden.

Der Europaweg soll

  • wie besagt am Europaplatz starten und am Neckar entlang bis zum Wertwiesenpark reichen;
  • die bereits vorhandenen und zumindest teilweise auch sanierungsbedürftigen Bänke mit einbeziehen, wobei diese Bänke unter Federführung des städtischen Betriebsamtes umgestaltet werden;
  • sponsorenfinanziert sein.

In einer ersten Ausbaustufe könnten

  • die vorhandenen Bänke in den jeweiligen Nationalfarben europäischer Länder lackiert werden. Die EUROPA-UNION übernimmt dabei gerne die Patenschaft für die „Europabank“.
  • Vereine, Partnerstädte, Firmen, Schulen, Kirchen, Personen etc. für weitere Patenschaften gewonnen werden.
  • jede Bank erhielte zudem ein eigenes Kennzeichen. Damit könnte man den Europaweg auch für ein traditionelles Lauf- und Suchspiel verwenden, welches hervorragend für Kinder, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene geeignet ist. 
  • das Bemalen und spätere Warten der Bänke zudem als Sommeraktion für Kinder und Jugendliche genutzt werden, die unter Anleitung von Mitarbeitern des Betriebsamtes die Bänke bemalen.

In einer zweiten Ausbaustufe erhielten

  • die Bänke jeweils eine Tafel, die Informationen zum jeweiligen Land und, wenn vorhanden, zur entsprechenden Partnerstadt zeigt;
  • einen QR-Code, welcher auf eine Website führt, die 
    + zum einen weitere entsprechende Informationen zur Bank, Land und Leute zeigt und 
    + zum anderen auf Informationsseiten der Stadt Heilbronn führt, die gerade für Menschen aus dem Herkunftsland der jeweiligen Bank wichtig sind.

In einer dritten Ausbaustufe könnten

  • länderspezifische „Kunstobjekte“ – möglichst von Kindern und Jugendlichen gestaltet – neben oder auf jede Bank gestellt werden;
  • diese jährlich neu erschaffen werden, wobei ihr „Zerfall“ das Jahr über dokumentiert würde;
  • oder diese jährlich saniert werden;
  • Kunstaktionen in Zusammenarbeit mit Schulen und Museen weiter ausgebaut werden, wobei darin großes erzieherisches sowie künstlerisches Potenzial steckt.

Der zweite Versuch, einen Europaweg in Heilbronn zu etablierten, ist nunmehr gestartet, und ich bin schon jetzt auf die Antworten gespannt, welche von der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat kommen könnten.

Beide Heilbronner Institutionen sind dabei in der glücklichen Lage, dass aus der Heilbronner Bürgerschaft beständig Anregungen und Vorschläge kommen, wie man und dies möglichst kostensparend, Heilbronn noch besser und noch schöner machen könnte. Die Ideen, wie zum Beispiel der Öffnung des Lerchenbergtunnels, den Neckar in Heilbronn für Hausboote freizugeben oder aber einen Europaweg zu gestalten, sind nur einige der jüngsten Beispiele.

Sowohl Gemeinderat als auch Stadtverwaltung wären gut beraten, wenn sie Bürgerinitiativen und -ideen zumindest einmal in Erwägung ziehen würden, vor allem dann, wenn es sich dabei nicht um wirklich kostenintensive Vorhaben handelt.

Allerdings, so scheint es, sind in Heilbronn weiterhin und dies trotz der offensichtlich angespannten Haushaltssituation, die bereits jetzt zu vermeintlichen Rückschritten in der Stadtentwicklung führen — ich möchte hierbei an die jüngste Diskussion um die Stadtbücherei erinnern — weitere neue Großprojekte im Gespräch, deren einziger derzeitiger Zweck nur in der Selbstdarstellung einzelner Personen liegen kann.

So können wir alle schon froh darüber sein, dass die Heilbronner Stimme jüngst nur über einen millionenschweren Ausbau der Neckarpromenade und nicht von der Idee einer Kolossalstatue mit Getränkeausschank im Sockel geschrieben hat.

„Ziel und Wege. — Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, Wenige in Bezug auf das Ziel.“

 Friedrich Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches, 494. Aphorismus)

Mädchen beim Studium

Stadtbibliothek 5 (1)

Beitragsfoto: © Shutterstock

Kaum hängen die Schilder „Universitätsstadt Heilbronn“ und schon beginnt die Diskussion, ob man die geplante und mit großen Worten angekündigte Umgestaltung der Heilbronner Stadtbibliothek eigentlich noch benötigt.

Man ist versucht zu glauben, dass es wohl vielen Verantwortlichen alleine um den Schein geht, und dabei Schilder sowie medienwirksame Ankündigungen das Maß aller Dinge sind.

Jüngst wurde noch eine Bibliothekskonzeption für den Zeitraum 2020 bis 2025 auf der Grundlage von Zukunftsworkshops mit Bürgern der Stadt und Mitarbeitern der Stadtbibliothek Heilbronn entwickelt. Dabei ist uns Heilbronnern zwar nicht der große Wurf gelungen, an den ich schon fast glaubte, als man sich erstmals Expertise von einer Musterbibliothek, nämlich von der New York Public Library — welche mich durch ihren ganzheitlichen Ansatz seit Jahren begeistert — holte, aber sicherlich ein großer Schritt in diese Richtung getätigt worden.

Das Leitbild der Stadtbibliothek ist dabei das folgende:

Die Stadtbibliothek Heilbronn versteht sich als Ort der Bildung, Inspiration und Information sowie der Vielfalt und Begegnung. Mit ihren Angeboten, Beratungsleistungen und Veranstaltungen adressiert sie alle Generationen sowie die Diversität der Stadtgesellschaft. Sie ermöglicht Teilhabe für alle Bürger. Als Bildungspartnerin für Schulen, Kindertages- sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen begleitet sie Menschen in allen Lebensphasen. Sie ermöglicht aktives Lernen und fördert Lese-, Sprach-, Medien- und Informationskompetenz in der physischen und digitalen Welt. Eng vernetzt mit den kulturellen und sozialen Angeboten in der Stadt bietet sie Raum für kulturelle Erfahrung, Begegnung, Entspannung und Kommunikation.

Heilbronner Bibliothekskonzeption (Stand Oktober 2019)

Damit gibt die Stadtbibliothek allen Bürgern die Chance, sich den besagten „dritten Lebensraum“ anzueignen, welcher in der heutigen Zeit — und zukünftig noch viel mehr — für sehr viele von uns „lebensbestimmend“ werden wird.

Noch viel wichtiger aber und für unsere Bürgergesellschaft überlebensnotwendig ist, dass jenen Menschen und hier vor allem die jüngeren unter uns, welche in den viel zitierten prekären Lebenssituationen ausharren müssen oder noch schlimmer, aus völlig ignoranten Familienverhältnissen stammen, die Chance eröffnet wird, durch Bildung und das Kennenlernen funktionierender bürgerlicher Strukturen den „zweiten Lebensraum“ (Arbeitswelt) erfolgreich zu besiedeln und damit sich selber und später auch für ihre eigenen Nachkommen einen eigenen „ersten Lebensraum“ (ein passables Zuhause) zu schaffen.

Somit ist eine funktionierende und lebendige Stadtbibliothek nicht nur das eigentliche Aushängeschild einer jeden Stadt, sondern auch eine Notwendigkeit, um möglichst alle in der Stadt vorhandenen Potentiale zu finden und dabei zu helfen, dass diese dann auch ihre Chance ergreifen und letztendlich zu einem Gewinn für „ihre“ Stadt werden.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Mehrheit des derzeitigen Heilbronner Gemeinderats dies ähnlich sieht, und so mancher Stadtrat seine persönlichen Interessen, die oftmals südlich der Kaiserstraße liegen, zum Wohle der gesamten Stadt und uns Bürgern hintenanstellt.

Gerne erinnere ich unsere Gemeinderäte daran, dass eine gute Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten wesentlich für jede Stadt und deren Entwicklung sind. Und wenn Geld gespart werden muss, dann bitte dort, wo wir Bürger — zumindest die meisten von uns — selber nachsteuern können und deshalb städtische Subventionen nett aber nicht überlebensnotwendig sind: z. B. Kindergartenplätze ab 3 Jahren, kostenloser bis billiger öffentlicher Nahverkehr, Anschaffung von Kunstwerken und deren Instandhaltung, sowie die Ausrichtung von Festen und Feiern.

Auch könnte man durchaus darüber nachdenken, ob man nicht den Personalkörper der Stadtverwaltung regelmäßig auf Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit überprüft.

Ich bin mir sicher, dass unsere Gemeinderäte viel besser und weitere Einsparpotentiale im städtischen Haushalt finden können (z. B. Sitzungsgelder), ohne dass man unserer Jugend Bildungspotentiale und Chancen entziehen muss.

„The main difference is that nowadays all persons equally have those opportunities of higher education which in your day only an infinitesimal portion of the population enjoyed.“

Edward Bellamy, Looking Backward: 2000–1887 (1888)

Goldene Nase

Hauptsache billig! 5 (1)

Foto: Goldene Nase

Dabei sollte es doch jeder halbwegs denkende Mensch bereits wissen, nämlich dass es überhaupt Nichts umsonst gibt, und selbst der Tod kostet jeden bekanntlich das Leben.

Und seit spätestens den 1930-Jahren ist es in aller Munde: „There ain’t no such thing as a free lunch.“ Seit dieser Zeit gibt es dafür sogar eigene Akronyme: TANSTAAFL, TINSTAAFL oder TNSTAAFL.

Deswegen muss man sich nur noch wundern, dass der eigentliche widersinnige Ruf nach „möglichst billig“ und besser noch, nach „ganz umsonst“, welcher von den meisten unserer Mitmenschen immer öfters zu hören ist, immer noch populärer wird, und sogar vereinzelt sogar bereits ein „Gratis-Dasein“ eingeklagt wird.

Es scheint von allen und jedem voll und ganz verdrängt worden zu sein, dass der Staat oder die Gesellschaft, welche das „alles umsonst“ sicherzustellen hat, nicht die anderen Leute oder gar irgendwelche unbekannten Geldscheißer sind, sondern einzig und alleine wir alles höchst selbst!

Das bedeutet jetzt nicht unbedingt, obwohl alles und jeder seinen originären Preis hat, dass man diesen dann auch von allen und jedem auch abverlangen muss, aber eins muss uns allen dennoch dabei klar sein, irgendwer muss letztendlich dafür zahlen, also auch zur Kasse treten.

Ein allen einleuchtendes Beispiel sind die Universitäten, Schulen und neuerdings auch Kindergärten, die von Kindern, Schülern und Studenten kostenfrei genutzt werden können. Die Kosten dafür tragen wir alle, auch diejenigen, die selbst keine Kinder haben.

Das Rational dahinter ist, dass eine gut ausgebildete, besser noch eine gebildete Gesellschaft für alle ein Vorteil ist, auch für die Kinderlosen, und deshalb diese Investition in Bildung und Ausbildung für die Gesellschaft insgesamt eine Notwendigkeit ist, welche sich zudem sogar noch amortisiert.

Deswegen bin ich dafür, dass Kindergärten grundsätzlich umsonst sein müssen, denn dies ist nur folgerichtig.

Aber schon dieses einleuchtende Beispiel hat einen sehr, sehr großen Haken, nämlich uns Menschen selbst.

Erstens schätzen wir Menschen nicht, was es umsonst gibt und zweitens höhlen die, für die Sicherstellung der Leistung Verantwortlichen, diese klamm heimlich immer weiter aus.

Das hat schon jetzt zu einem Teufelskreis geführt, der staatliche Schulen und Bildungseinrichtungen im wahrsten Sinne des Wortes verwahrlosen lässt und im Gegenzug privaten Anbietern die Möglichkeit zum grenzenlosen Profit ermöglicht, was letztendlich dafür sorgt, dass aus einer beabsichtigten und auch erstrebenswerten klassenlosen Gesellschaft eine waschechte Klassengesellschaft wird.

Deswegen wäre es wohl, auch wenn eine kostenfreie Bildung und Ausbildung für alle grundsätzlich wünschenswert ist, für uns alle und insbesondere für unsere Gesellschaft eindeutig besser, wenn man allen zwar eine exzellente staatliche Bildungs- und Ausbildungslandschaft garantiert, dabei aber, so wie es sich jeder leisten kann, zusätzliche Schulgebühren abverlangt, und damit private Bildungseinrichtungen wieder in ein Nischendasein führt.

Damit ich nicht missverstanden werde, selbstverständlich bin ich weiterhin für freie Bildung, so lange diese auch für jeden frei zugänglich ist. Zurzeit sieht es aber danach aus, dass aus „Bildung umsonst“ zum einen sehr billige Bildung und zum anderen Bildung für die Reichen und Bessergestellten wurde; also der zuvor benannte Teufelskreis! Wenn es andere, als die von mir aufgezeigte, Möglichkeiten gibt, um diesen Teufelskreis wieder zu durchbrechen, bin ich gerne mit dabei.

Ein weiteres nicht mehr so einleuchtendes Beispiel ist die jüngste Forderung nach einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Dieser wird schon heute von uns allen zum größten Teil mitfinanziert, egal ob wir diesen nutzen oder nicht. Damit wäre ein für die Nutzer angeblich kostenloser Nahverkehr – auch diese müssen ihn über Steuern und Abgaben mitfinanzieren – nur eine weitere Umverteilung der Kosten auf möglichst viele Schultern.

Auch wenn man mit einer gewollten staatlichen Lenkung von uns Bürgern, und dies „nur zu unserem Besten“, argumentieren könnte, und damit versucht die Verkehre in den Städten neu zu regeln, muss man sich den Hinweis gefallen lassen, dass die Manipulation von Verbrauchern über den Preis („Geiz ist bekanntlich geil!“) nur halbwegs eine positive Lenkungsfunktion hat, und dies weitere Veränderungen mit sich bringt, die ähnlich dem Bildungswesen zu einem Verkehrswesen führt, welches, beständig unterfinanziert, die Verkehre gar nicht mehr bewältigen kann und zumindest meiner Überzeugung nach, damit auch die Gesellschaft eher weiter spaltet – in zukünftige Straßenbahn- oder Lufttaxinutzer – als eint.

Das jüngste Beispiel von Kostenfreiheit kommt gerade aus Schottland, wo offenbar die kostenlose Abgabe von Hygieneartikeln außer Klopapier an bestimmte Bevölkerungsteile beschlossen wurde, und macht sehr deutlich, wie weit diese Entwicklung bereits in unseren Gesellschaften vorangeschritten ist.

Was kommt wohl als nächstes, etwa das Recht für Männer auf Freibier? Eins ist dabei sicher, die Möglichkeiten, um unser Gesellschaftssystem aus den Angeln zu heben, werden immer vielfältiger und die entsprechenden Einfälle immer abenteuerlicher!

Dass Entscheidungen bestimmte Dinge oder Dienstleistungen kostenlos oder auch nur als Flatrate anzubieten, nicht unbedingt die gewünschten Erfolge erzielen, kann man an den Kosten für die Telekommunikation erkennen, die, zwar gut gemeint, zum Wohle aller so weit gesenkt wurden, dass inzwischen der völlig sinnfreie Gebrauch so überhand nimmt und dabei noch zu einem Energieverbrauch führt, den wir uns eigentlich kaum noch leisten können.

Sicher ist aber weiterhin, egal welche Begehrlichkeiten man gerade kostenfrei stellen möchte, dass die Kosten dafür bestehen bleiben und wir alle diese letztendlich auch bezahlen müssen.

Mir völlig unverständlich ist das Ganze aber damit geworden, dass in allen Diskussionen um Flatrates oder gar kostenlose Waren und Dienstleistungen eine Sache inzwischen ganz gewaltig in die völlig entgegengesetzte Richtung läuft, nämlich die Diskussion um die beiden Güter Wasser und Luft, auf die jeder Mensch völlig zurecht immer Anspruch hat und dafür auch niemals extra zahlen sollte.

Wie lange werden wir uns diese Güter noch leisten können?!

„Money often costs too much, and power and pleasure are not cheap. The ancient poet said, ‚the gods sell all things at a fair price.‘“

Ralph Waldo Emerson, The Conduct of Life (1860: 94)