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26.10.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Elektroauto

Über 34 % der Neuzulassungen waren in diesem September bei uns in Deutschland Elektroautos. Und wenn man sich umguckt, dann sieht man tatsächlich immer öfter E-Autos auf unseren Straßen, wobei ich meine, dass dabei die Modelle aus Deutschland immer weiter ins Hintertreffen geraten — verdientermaßen.

Wenn VW aus dem jüngsten Schlamassel mit dem neuen Audi-Werk in den USA herauskommen möchte, dann wäre es doch eine sehr gute Idee, wenn man Donald Trump versichert, dass dort künftig sämtliche Verbrennermodelle der Firma entstehen werden. Wahrscheinlich sind deren Manager aber doch so schlau und bauen gerade dort die immer öfter nachgefragten E-Autos, damit wir später bei uns auf den alten Werken sitzenbleiben und diese weiter subventionieren müssen. Denn in den USA müsste man solche Werke einfach schließen.

Fast 90 000 neue E-Autos auf unseren Straßen alleine im September ist schon einmal eine Ansage! Und ich freue mich schon einmal darauf, eine E-Ente im Straßenverkehr erblicken zu dürfen.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum man in Neckarsulm nicht einfach einen E-Prinzen baut. Jede Wette, der würde zumindest im Unterland ein Renner werden, vorausgesetzt allerdings, man bleibt damit im Preisrahmen der E-Ente und ähnlicher Modelle.

Und wäre VW noch Volkswagen, dann gäbe es auf dem europäischen Markt künftig kein günstigeres Modell zu kaufen!

Vermischtes

Von der Zeitumstellung habe ich dieses Mal überhaupt nichts mitbekommen. Was daran liegen könnte, dass bei mir im Haus keine einzige Uhr die richtige Zeit anzeigt. Wenn ich diese wissen möchte, dann gucke ich auf mein Mobiltelefon oder auf den Rechner.

Während ich an diesem Blog-Beitrag schreibe, liegt auf dem Plattenteller „Bloody Tourists“ (1978) von 10cc. Und ich schwelge dabei in Erinnerungen an eine Bar, die heute ein Friseurladen ist — was bei uns kein Friseurladen ist, das ist inzwischen ein Döner oder ein Nagelstudio. Nun träume ich von einer Zukunft, wo aus Friseurläden wieder Bars und Diskotheken werden.

Ein Albtraum, dass inzwischen sogar Ursula von der Leyen als Bundespräsidentin gehandelt wird. Auch wenn bei uns ein Bundespräsident inzwischen völlig überflüssig geworden ist und außer Geld zu kosten nichts mehr gebacken bekommt. Dann aber muss ich daran denken, dass diese Frau als Kommissionspräsidentin nur Schäden verursacht und die EU so schlecht dastehen lässt wie noch nie zuvor. Also ist es nur ein Frage, wo diese Frau möglichst keine Schäden anrichtet ohne zukünftig unter Brücken schlafen zu müssen. Da dürfte das Bundespräsidentenamt tatsächlich die beste Wahl sein und der Rest Europas wäre uns sogar einmal dankbar. Es ist aber weiterhin ein Albtraum, denn wenn jemand im Amt des Bundespräsidenten Großschäden verursachen kann, dann diese Ursula!

Und wenn es nach Donald Trump ginge, dann soll Victor Orban UN-Generalsekretär werden. Was mich nun fragen lässt, ob sich Ursula von der Leyen ein Mar-a-Lago-Gesicht zulegen würde, um auch für dieses Amt in Frage zu kommen. Victor Orban hat ganz offensichtlich den richtigen GOP-Hintern, von denen der US-Präsident jüngst verstärkt faselt.

Eine Freundin ganz überrascht zur anderen: „Was ist denn aus Deinem fetten Arsch geworden?“

„Der sitzt zu Hause und schaut fern.“

Anon

Wahlsiege

Viele, auch die EUROPA-UNION Deutschland, feiern aktuell den Wahlsieg einer Studentenliste in Serbien, ich finde etwas zu voreilig; auch wir sollten langsam aber sicher von unseren eigenen Fehlern lernen. Auf alle Fälle ist es gut, dass Aleksandar Vucic kein weiteres Mal an der Macht ist. Das dürfte aber auch das Einzige sein.

Erinnern wir uns an 1989, als unsere Brüder und Schwestern aus der Ostzone und dies wohl selbst davon überzeugt von einem demokratischen Wandel sprachen, eher aber Sozialstaat und Urlaubsreisen meinten. Und auch wir im Westen sind keine Musterdemokraten, wie man es aktuell besonders in den USA, Frankreich und ganz besonders bei uns selbst sehen kann.

Selbst nach über 30 Jahren haben wir das ehemalig sowjetisch besetzte Mitteleuropa noch nicht richtig resozialisiert, von Osteuropa ganz zu schweigen. Einzig die Balten dürften aus nackter Angst vor einer erneuten russischen Besetzung heraus etwas schneller westliche Werte verinnerlichen.

Der Balkan hingegen, einmal Griechenland und Slowenien ausgenommen, hat noch mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Dort feiert der Panslawinismus, ähnlich wie bei uns Faschismus, Nationalsozialismus und die vielen Nationalismen neue Höhenflüge. Hinzu kommt noch, dass dort ebenfalls allerorten der Nationalismus wieder aufflammt und zudem der Islamismus (dies habe ich vor Kurzem erst miterleben dürfen) wie auch der Turanismus immer mehr Einzug halten.

Und so muss man auch in Serbien erst einmal etwas näher hinschauen, was die siegreiche Liste eigentlich ausmacht. Der Listenführer der Studentenbewegung, Ilija Srdanovic, erklärte noch in der Wahlnacht, dass er stolz auf seine Mitbürger sei und in ein zivilisierteres und besseres Serbien schreiten möchte.

Das Elf-Punkte-Programm der Studentenliste verspricht die Wiederherstellung von Rechtsstaat und Demokratie sowie die Verfolgung von Korruption und Kriminalität. Auf den Wahlkampffeiern waren allerdings auch Plakate eines Großserbiens zu sehen, was zumindest die Nachbarn Serbiens etwas vorsichtiger machen dürfte.

Sicherlich wäre es schön, wenn sich Serbien weiter der Europäischen Union nähert. Bevor wir dieses Land aber in unsere Reihen mit aufnehmen, sollten wir dieses Mal etwas genauer hinschauen, was die Serben unter Europa, Demokratie, Föderalismus und Rechtsstaatlichkeit verstehen — und vor allem, ob sie auch dazu bereit sind, um in einem größeren Ganzen aufzugehen.

Und selbst wenn künftig alles in die richtige Richtung laufen sollte, dann wird es noch gut 30 Jahre dauern bis die ehemalige DDR in Deutschland angekommen ist, gut 60 Jahre für den Rest Mittel- und Osteuropas und für den Balkan müssen wir mit gut 100 Jahren rechnen.

Menschen und ganz besonders Menschengruppen verändern sich nur sehr langsam zum Besseren. Das Bessere ist es aber wert, dass wir in diesen Prozess der europäischen Einigung weiter investieren. Sämtliche dort investierten Gelder werden sich zukünftig mehr als auszahlen. Und das ist das eigentliche Problem, nämlich, dass wir Menschen kaum in Dinge investieren möchten, von denen wir selbst keinen Nutzen mehr ziehen können!

Und so möchten die serbischen Studentenlistenwähler, wenn sie tatsächlich für eine Demokratie plädieren, auch den Sozialstaat und die Urlaubsreisen jetzt sofort und nicht erst für ihre eigenen Enkel — das ist leider nur allzu menschlich.

Aus der Wiedervereinigung sollten wir alle gelernt haben, wie man einen Mittelweg finden kann, der die Neuzugänge bei der Stange hält ohne dabei aber den Altbestand zu sehr zu überfordern.

Und dies dürfte die wahre Kunst einer jeden Demokratie sein!

Übrigens, in Brasilien hat Lula da Silva gewonnen. Und auch hier wird sich zeigen müssen, ob der Wahlsieger die Bedürfnisse und Wünsche seiner Wähler befriedigen kann, ohne aber die Wähler Flávio Bolsonaros allzu sehr zu verprellen.

Das Land Berlin hat dafür eine ganz andere Lösung gefunden, denn dort überschüttet man sämtliche Wähler mit Geld bis zum Gehtnichtmehr. Das Praktische daran, die Berliner müssen das alles auch nicht selbst bezahlen. Die leben dort weiterhin auf einer Insel der Glückseligen. Und dies offenbart auch ein weiteres allzu menschliches Problem: Es kann nie und nimmer so viel Geld geben, um nur einen einzigen Tunichtgut zu finanzieren!


Blitz

Durchgeknallt 5 (7)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Aber so richtig und völlig durchgeknallt ist die CDU-Verbandsjugend in Berlin! Was zu erwarten war, da sich dort so gerne Drückeberger und Fahnenflüchtige tummeln. Man hat diesen Herren wohl noch nicht verständlich machen können, dass ein Berlinaufenthalt schon lange nicht mehr vor dem eigenen Militärdienst schützt (kleiner Insider).

Diese fordern nun ähnlich wie in Diktaturen oder ehemaligen Kolonialreichen (Sorry, Frankreich!) den Militäreinsatz gegen die eigene Bevölkerung. Damit wollen diese künftigen Berufspolitikaspiranten wohl mit der AfD gleichziehen, die unsere Sicherheitskräfte gerne sehen würde, wie diese Frauen und Kinder mit Maschinengewehren niedermähen — zumindest jene, die nicht blond und blauäugig sind oder über ein AfD-Parteibuch verfügen, denn dann darf man auch völlig missraten sein.

Junge Union Berlin will Bundeswehr-Einsatz gegen „Schüler“-Proteste: „Terror wie in Paris“ verhindern, so die Berliner Zeitung (26.10.2026, 07:30 Uhr).

„Am 31.10. sollen die sogenannten ‚Schüler‘-Proteste in Berlin stattfinden. Paris hat gezeigt, was Hasser der freiheitlichen, demokratischen Welt anrichten. Wir fordern vorsorglich die Bundeswehr zur Verteidigung unserer freiheitlichen Ordnung hinzuzuziehen. Um Terror wie in Paris zu verhindern.“

Junge Union Berlin, Instagram

Längst vorbei sind die Zeiten, wo sich in politischen Jugendverbänden tatsächlich noch Jugendliche für Politik interessierten und spätestens mit der eigenen Volljährigkeit in ihrer Partei oder dem Erwachsenenverband erfolgreich engagierten. Inzwischen befinden sich dort mit Masse noch jene, die sonst keine Pöstchen bekommen oder gar über eine „Jugendquote“ ohne eigene Eignung, Leistung und Befähigung ihre politische Karriere starten möchten. Und dann wundern sich die Parteien und Verbände auch noch darüber, dass kein geeigneter Nachwuchs mehr generiert werden kann!

Wenn die Berliner CDU noch über ein ganz klein wenig demokratische Verantwortung verfügt, dann sollten sie den für diese Forderung Verantwortlichen das Parteibuch entziehen. Man braucht sich um solche Damen und Herren auch keine Sorgen machen, denn die AfD wird sie mit Kusshand nehmen.


Königswinter

Bundeskongress 5 (7)

Beitragsfoto: Königswinter

Alle Jahre wieder findet ein Bundeskongress der EUROPA-UNION statt und nun bereits zum 69. Mal. Seit dem 51. Bundeskongress, der damals in Potsdam stattfand und von unserem Wohnort Stettin aus sehr gut zu erreichen war, sind meine bessere Hälfte und ich ein Teil davon.

Dieses Mal kommen allerdings und dies zum ersten Mal in der Kongressgeschichte gleich fünf Delegierte von der EUROPA-UNION Heilbronn. Neben den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Vassilios Vadokas und Leonhard Reinwald ist auch noch Semin Bristina mit dabei. Erfreulich, dass auch Jan-Philipp Scheu wieder mit dabei ist, leider aber musste Reiner Wichels kurzfristig absagen und so wird es wohl mit unserem inzwischen traditionellen kulinarischen Ausbrechen nichts. Dabei hatte ich mich schon auf einen Besuch des Petersbergs gefreut. Aber auch der Abend im Alten Rathaus wird Erinnerungen wecken.

Die Idee den Bundeskongress im erweiterten Bonn stattfinden zu lassen hat etwas, gerade in Zeiten, wo sehr viele mit Wehmut an die Bonner Republik zurückdenken. Allerdings etwas anders als im Osten, wo man mit größtem Eifer die DDR wieder auferstehen lassen möchte; die Ruinen haben wir Westdeutsche dort inzwischen größtenteils abgeräumt.

Ehrenamtlich und auch beruflich war ich seit den 1970er-Jahren regelmäßig in diesem Raum und erinnere mich auch noch an meine letzten Pendelflüge morgens von Berlin aus nach Köln und abends wieder zurück. Und so war für mich schon die gemeinsame Fahrt in einem Auto und im Anschluss die Unterkunft eine kleine Zeitreise in die 1980er-Jahre. Nach einem kurzen Spaziergang am Rhein konnten wir unseren Teil der Tagungsstätte im Helmut Kohl Konferenzsaal einrichten und nach einem gemeinsamen Abendessen den Abend in der „Bonner Republik“ ausklingen lassen. Ein schöner Kongressbeginn.

Erstmals wird die Organisation des Bundeskongresses von der neuen Bundesgeschäftsführerin Sandra Schumacher verantwortet, die ebenfalls aus Baden-Württemberg kommt. Insgesamt ist dieser Kongress ein entspannter, selbst die üblichen Dringlichkeitsanträge lassen eine Dringlichkeit vermissen. Und an Wahlen gibt es nur die Delegierten zum kommenden UEF-Kongress zu wählen. Meine Meinung hierzu habe ich bereits vor gut 20 Jahren geäußert und diese hat sich in all den Jahren auch nicht verändert — genau so wenig wie die diesbezüglichen Umstände.

Unsere Delegation aus Baden-Württemberg ist nun fast vollständig vor Ort und kann sich durchaus sehen lassen, u. a. mit der amtierenden Präsidentin, der Landesvorsitzenden, der Bundesgeschäftsführerin, der Landesgeschäftsführerin und vier Kreisvorsitzenden.

Aber auch lange Weggefährten aus den anderen Landes- und Kreisverbänden stimmen mich sehr zuversichtlich. Die üblichen Querulanten und Selbstdarsteller muss man dabei einfach mögen. In den letzten Jahren habe ich schon viele davon kommen und wieder gehen sehen, kein einziger hat dabei Spuren hinterlassen.

Nun aber gilt es, den ersten Reden zu lauschen, dann aber geht es in zahlreiche und sehr interessante Side Talks. Denn ein Bundeskongress dient in erster Linie dazu, dass sich die Verantwortlichen und Akteure der Verbandsbasis untereinander austauschen können und mit neuen Ideen und neuem Schwung in ihre Kreisverbände zurückkehren.

Ein solcher Side Talk machte mich heute Morgen bereits auf Zonta International aufmerksam, im wahrsten Sinne des Wortes eine Schwesterorganisation unseres Verbandes. Shame on me, ich kannte diese Organisation bisher noch nicht und erfahre nun, dass sogar bei uns in Heilbronn eine solche Gruppe existiert.