Valentin Trentins Erkenntnis
Beitragsfoto: Füllfederhalter | © Markéta Machová auf Pixabay
Etwas Neues wagen? | 25.12.2025 09:28
Wäre sehr schade, wenn ich meine Blogroll um einen weiteren Eintrag kürzen müsste.
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Etwas Neues wagen? | 25.12.2025 09:28
Wäre sehr schade, wenn ich meine Blogroll um einen weiteren Eintrag kürzen müsste.
Beitragsfoto: Weihnachtstaler auf Serviette
Eigentlich ist Weihnachten dazu da, dass wir Menschen einmal kurz inne halten, die Christen unter uns der Geburt Jesus’ gedenken und die Verbraucher wieder begierig auf den roten US-Bomber warten, der sie mit Geschenken nur so überhäuft. Es würde mich auch nicht mehr wundern, wenn dieser bald in Gold gehüllt daher spaziert.
Wobei ich dank eines gut gemeinten Hinweises erfahren durfte, dass sich Coca Cola einen doch schon etwas älteren Aberglauben zu eigen machte, was aber ebenfalls in der christlichen Tradition liegen dürfte.
Und so lernte ich heute, dass es die Urform des Santa Claus im Vereinigten Königreich schon etwas länger gab. Tom Moriarty schreibt in English Heritage dazu einen lesenswerten Beitrag. Da mir zeitgleich die Google KI erklären wollte, dass die Ukraine zumindest mit am aktuellen Krieg schuldig sei, bringt mir dies wieder einmal in Erinnerung, dass es nichts Besseres gibt als immer selbst nach den Hintergründen und Ursachen zu suchen.
Das große Problem dabei, wir Menschen werden dies bald nicht mehr können. Wir werden zwar noch alles er- und hinterfragen dürfen, aber sogleich dazu auch die passenden Antworten erhalten. Schon die alten Ägypter zeigten uns dabei, wie man Geschichte schreibt.
Wir Menschen sind derweil auf dem Holzpfad und beklagen allesamt fehlende Rechenzentren und mangelnde Kapazitäten an vermeintlich künstlicher Intelligenz! Das Gold der Menschheit besteht weiterhin aus unserer natürlichen Intelligenz (zumindest bei manchen von uns) und einer bereits erschaffenen Wissenssammlung auf der beides weiter aufbauen kann.
Und so müssen wir zwei Dinge dringend sicherstellen, erstens, dass unsere bereits vorhandenen wissenschaftlichen Bibliotheken erhalten und gesichert bleiben und zweitens, diese nicht korrumpierbar weiter ausgebaut werden. Denn dieses gesammelte Wissen ist der Schatz der Menschheit!
Eine künstliche Intelligenz kann nur dann zum Wohle der Menschheit agieren, wenn diese mit verlässlichen Quellen arbeitet und dabei selbst auf transparenten Quellcodes basiert.
Aktuell bauen wir unsere Bibliotheken allerorten zurück und machen die Restbestände sehr anfällig für Manipulationen. Noch schlimmer, den weiteren Ausbau überlassen wir bereits schon einer ungenügend transparenten künstlichen Intelligenz und eigenen gefälschten wissenschaftlichen Produkten — von immer mehr Akademikern, die selbst nicht mehr rechnen, lesen und schreiben können.
Weihnachten dient dazu, dass wir uns allesamt besinnen, darauf besinnen, was war und was ist. Jene Zeit, wo wir unseren aktuellen Standort und -punkt bestätigen, ggf. nachjustieren und neu festlegen. Die Zeit, wo wir unsere Lieben um uns sammeln und gemeinsam eine Einheit bilden.
Wenn wir dies erreichen, dann haben wir ein wahres Weihnachten. Und von dort aus können wir dann gemeinsam auf die Zukunft und auf Ostern blicken.
Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels
Meine kleine Bloggerwelt ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen. Vielleicht half es dabei, dass ich die meisten Autoren, der von mir gefolgten Blogs gar nicht persönlich kenne. Vielleicht aber würde ich es gar bedauern, wenn ich sie persönlich kennen lernte, dass ich sie bisher nur gelesen habe.
Ich werde es nie wissen. Was ich aber weiß ist, dass ich manchen Bloggern bereits schon sehr lange folge und immer wieder erstaunt darüber bin, wenn diese ihr zwanzigstes, fünfundzwanzigstes oder gar dreißigstes Blog-Jubiläum feiern — die Zeit fliegt, aber das wissen wir alle; man verdrängt es selbst nur immer wieder sehr gerne.
Solche Blog-Jubiläen rufen mir dann immer wieder auch Blogs in Erinnerung, die ich jahrelang gelesen habe und die dann einfach so verschwunden sind, oftmals gleich zusammen mit ihrem jeweiligen Autoren.
Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab und gibt es viele, die sich mindestens einmal in ihrem Leben mit dem Bloggen beschäftigt haben. Erstaunlich dabei, dass es die meisten davon wieder gelassen oder ihre Blogs einfach nur so im Internet liegen lassen haben.
Dann muss ich auch an Blogger denken, denen ich jahrelang sehr gerne folgte und mit denen ich aus Gründen auch immer in den Social Media völlig verkorkste Debatten führte.
Und selbst beim Basteln an meinem eigenen Blog ist mir der eine oder andere Blogger verloren gegangen. Wahrscheinlich aber entfolgte ich weit mehr Blogs, weil mein Interesse sich geändert oder der entsprechende Blogger seine Interessen veränderte.
Manche Blogger wurden für mich erst so richtig spannend, sobald diese in den wohlverdienten Ruhestand gingen und aus ihrem „Blogger-Beruf“ ein Hobby machten.
Jüngst hatte ich die Diskussion mit einem Blogger, ob man neben der „ernsten“ Literatur auch Romane lesen sollte. Ich selbst lese wenig Romane und wenn, dann längst gut abgehangene und bedeutungsschwere. Tatsächlich ist mir das Lesen der unterschiedlichsten Blogs viel wichtiger, wahrscheinlich weil sie (meist) nicht konstruiert sind und bei mir dabei den Eindruck von Authentizität hinterlassen. Bei vielen, vor allem den tagebuchartigen, Blogs ist es meine natürliche Neugierde, das Gefühl etwas in fremde Leben und Welten einzutauchen.
Wenn man sich darauf einlässt, kann es geschehen, dass man diesen Blogs folgt wie andere Menschen den Serien im Fernsehen — man möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Vielleicht ist dies gerade das Erfolgsrezept von doch so einigen Bloggern; man wird ein Teil der Familie.
Manche Blogger versuchen dieses Gefühl zu rekonstruieren, indem sie über die unterschiedlichsten Blogs hinweg eine Community aufbauen, wobei sich dabei meist nur die jeweiligen Blogger beteiligen. Im Falle, dass man dabei eine „eigene kleine Familie“ aufbauen möchte, schön und gut. Im Falle, dass man dies nur macht, um vermeintlich seine eigene Reichweite zu erhöhen, überdenkenswert.
Auf alle Fälle habe ich mich aber gefreut, dass ich heute im Blog von Stefan Pfeiffer Erwähnung fand. Sehr freue ich mich darüber, dass ich mich mit Detlef Stern inzwischen nicht mehr über die Social Media, sondern über unsere Blogs hinweg austausche — noch mehr darüber, dass das Meiste gleich im direkten Richten bei einem Käffchen erfolgt.
Zu befürchten ist, dass der unsinnige Gebrauch künstlicher Intelligenz, meist dabei von LLM, nicht nur künftige Bücher obsolet macht, sondern in zunehmenden Maße auch immer mehr Blogs. Bei beidem stellt sich nämlich die Frage, warum man etwas lesen soll, das von einer Statistik wild zusammengeschustert wurde.
Vielleicht liegt deshalb die Zukunft in der Bildtelefonie, wobei das Gesagte transkribiert und aufgezeichnet wird. Bis dahin lese ich auf alle Fälle weiterhin sämtliche Blogs in meiner eigenen Blogroll und kann diese auch meinen Lesern sehr empfehlen.