Lesezeichen

Lufthansa 5 (1)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Melanie Böff | Tagesschau

Klimaschutz und Luftverkehr – einfach unvereinbar? — 100 Jahre Lufthansa (zuletzt aufgerufen am 6.1.2026 um 13.24 Uhr)

„Die Lufthansa wird 100 Jahre alt. Sie ist noch immer Deutschlands erfolgreichster Flugkonzern. Aber international kann die deutsche Luftfahrtbranche kaum mithalten. Und dann sind da noch die Klimaziele. …

In Europa ist die Lufthansa der umsatzstärkste Luftverkehrskonzern, sie feiert gerade 100-jähriges Jubiläum. Bei der Kernmarke aber knirscht es. Jahrelang habe die Lufthansa versucht, die Tochtergesellschaft Eurowings ins Positive zu bringen, so Gierse. Das sei ihr auch gelungen, aber auf der anderen Seite sei der Gewinn bei der Lufthansa weggebrochen. …

Bei den Kosten hat die Branche der Politik zuletzt Druck gemacht. Jetzt plant die Bundesregierung unter anderem, Gebühren und die Luftverkehrssteuer zu senken – ein Versuch, Deutschland als Standort wettbewerbsfähiger machen.“


100 Jahre Lufthansa wäre eigentlich ein eigener Blog-Beitrag wert gewesen. Auf alle Fälle aber gibt es den einen oder anderen entsprechenden Beitrag hier im Blog.

Die Lufthansa-Aktie war die erste, die ich mir selber gekauft habe. Damals kaufte ich Aktien, weil ich von der Idee und der diese vertretenden Firma überzeugt war. Was mir über die Jahre hinweg zeigte, dass ich dafür kein Händchen habe. Noch heute aber besitze ich meine Lufthansa Aktien — rein aus nostalgischen Gründen. Die Studenten in meinen Vorlesungen würden lachen, wenn sie dies wüssten (Stichwort: sunk costs). Nostalgie muss man sich einfach leisten können.

Auf alle Fälle gratuliere ich der Lufthansa und allen ihren Mitarbeitern zum Jubiläum! Und freue mich schon heute auf den nächsten Flug mit dieser Gesellschaft. Ich brauche dabei auch kein schlechtes Bordprogramm, da ich während des Fluges in sehr guten Erinnerungen schwelgen kann und selbst ein gutes Essen in meinem Alter auch nicht mehr so richtig genießen könnte.


Zettelkasten

Zeitreise 5 (3)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Aktuell lese ich sehr viele Blog-Beiträge in denen zurückgeblickt, eher aber etwas Werbung für das eigene Blog gemacht wird. Auch erinnern sich doch so einige Blogger mit entsprechenden Beiträgen an die Tagebuch-Blogs zurück; ich erfuhr dabei, dass es dafür sogar einen extra Tag im Monat gibt.

Das Ganze hört sich bei mir eher nach uniformiertem Bloggen an — als Soldat habe ich dagegen natürlich überhaupt nichts, sondern erkenne nur Muster.

Meine Neugierde hat es aber geweckt. Und so frage ich mich, was für einen Quatsch oder vielleicht doch noch Lesenswertes habe ich heute vor einem, vor zwei und so weiter Jahren geschrieben?

Detlef Stern und andere bekämen so eine Aufstellung sicherlich automatisiert zustande, manche gar mit Hilfe von KI. Ich mache mich nun händisch auf die Suche.

Vor einem Jahr und einem Tag

Zeitenwende (5.1.2025)

Vor zwei Jahren

Kapitolsturm (6.1.2024)

Vor drei Jahren

Zeit für ein Gedicht (6.1.2023)

Vor vier Jahren

Der gallische Hahn kräht (6.1.2022)

Vor fast fünf Jahren

Pink Floyd (8.1.2021)

Vor sechs Jahren

Der große Selbstbetrug (6.1.2020)

Vor sieben Jahren und zwei Tagen

Neue Idee am Start (4.1.2019)

Vor acht Jahren

Politik für Dummies (6.1.2018)

Vor fast zwölf Jahren

Alles hat ein Ende (24.1.2014)

Vor fast 14 Jahren

Lieblingswitze (20.1.2012)

Vor fast 16 Jahren

Heilbronn benötigt eine eigene Universität (22.1.2010)

Vor fast 20 Jahren

Frankenbahn (22.1.2006)

Diese kleine Zeitreise zeigt mir zwei Dinge. Zum einen dünne ich mein Blog permanent aus, wohl weil ich manche Beiträge nicht mehr für relevant halte oder diese so heute nicht mehr schreiben wollte.

Zum anderen zeigt es aber auch, dass manche Themen selbst nach zwanzig Jahren so aktuell sind wie sie bereits damals waren. Wobei ich mich alleine beruflich bedingt bereits in den 1980er-Jahren mit der Frankenbahn und ihrem katastrophalen Zustand auseinandersetzen musste und der Grund für meinen entsprechenden Blog-Beitrag aus 2006 schon alleine für mich gut 40 Jahre auf dem Buckel hatte.

Und so ist auch dieser Rückblick wieder einmal auch ein Ausblick. Die Frankenbahn, welche 1945 teilzerstört wurde, wird auch in den kommenden Jahren nicht wieder völlig hergestellt werden. Und so kann ich schon heute feststellen, dass ich zu meiner eigenen Lebenszeit keine funktionierende Frankenbahn erleben durfte.

Ich musste aber sehr viele Volksvertreter erleben, die mit dem hohlen Versprechen für einen funktionierende Frankenbahn zu sorgen ihr gesamte Leben sehr einfach und sehr bequem verbringen konnten — ok, ok, zumindest haben diese Politiker keinen Weltkrieg vom Zaun gebrochen; könnte aber durchaus noch geschehen und wahrscheinlich eher als die Frankenbahn wieder in Stand zu setzen.

Und leider ist dies keine Einzelfall! Wer mehr wissen möchte, der kann gerne die Turmstraße hier im Blog nachschlagen. Deren Sanierung werde ich wohl auch nicht mehr erleben dürfen, wobei wir Steuerzahler dafür gleich mehrfach abgezockt wurden.


Blitz

Technisches Hilfswerk 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Manche erinnern sich, man wollte im letzten Jahrhundert das Technische Hilfswerk zugunsten einer tragfähigeren Lösung abwickeln. Das hat man nicht getan, weil es zu viele Politiker gab, die an ihren bezahlten Ehrenämtern hingen und keiner so genau wusste oder wissen wollte, wohin die gesamten Gelder dafür so fließen.

Dann wurde das Technische Hilfswerk auch noch zu einem regelrechten Abenteuerurlaub für jene, die sich selber keine richtigen Abenteuer zutrauen oder gerne ihr Geld möglichst einfach verdienen.

Nun im Vorfeld eines bevorstehenden Schießkrieges erlebt das Technische Hilfswerk wieder einmal einen Frühling. Was aber weiterhin bedeutet, dass die Bundeswehr anrücken muss, sobald es ein wenig ernster wird — aktuell in Berlin so der Fall.

Wir sollten besser wieder an die Lehren aus dem Kalten Krieg denken und dieses Mal Nägel mit Köpfen machen. Das THW geht in den zu reaktivierenden Heimatschutz auf und wird damit der Bundeswehr unterstellt, die neben dem Feldheer für die Landesverteidigung und Auslandseinsätzen mit gestärkten Territorialkräften dann das machen kann, was sie immer machen muss, wenn es in Deutschland zu Katastrophen und ähnlichem kommt.

Der Vorteil dabei, man könnte den Personalkörper der Bundeswehr besser auslasten, neue Soldaten und Hilfskräfte gewinnen und vielleicht sogar Steuergelder sparen.

Der Nachteil, es gibt weniger Pöstchen für Politiker und sonstige Personen aus deren Umfeld.