Lesezeichen

Trump, Musk und Putin 5 (2)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Konrad Schuller | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Trump spielt nicht in der gleichen Liga wie Musk und Putin“ – Ein Interview mit Timothy Snyder (zuletzt aufgerufen am 31.1.2026, 11.05 Uhr)

„Der amerikanische Historiker Timothy Snyder zieht Parallelen zwischen Trumps Führungsstil und dem Dritten Reich. Doch es gebe auch Verbindungslinien zu Putin. …

Hitler hatte damals dezentralisierte Polizeikräfte in einem Bundesstaat, und er hatte mit SA und SS paramilitärische Kräfte. Dann gelang es ihm, mit dem Reichssicherheitshauptamt eine Machtpyramide zu schaffen, in der das alles unter einheitliche Führung kam. Das ist ein wichtiger Bestandteil von Regime Change, und wenn wir hinschauen, erkennen wir ein Muster. Trump versucht das Problem zu lösen, indem er sagt, die Grenze der Vereinigten Staaten müsse im gesamten Staatsgebiet verteidigt werden. …

Weil es ein Hitlergruß war. Es ist schon lustig zu beobachten, wie manche versuchen, sichtbare Dinge nicht zu sehen. …

Und ob Deutschland seiner Bedeutung gerecht wird, hängt jetzt ganz konkret davon ab, was es für die Ukraine tut. Ob es der Ukraine genug Waffen gibt, ob es seine Industrie auf die Herstellung dieser Waffen ausrichtet und ob es Russland daran hindert, Öl und Gas zu exportieren. …

Wenn die Deutschen das besser verstehen würden, würden sie auch besser verstehen, was Russland gerade in der Ukraine tut. Dann würden sie vielleicht auch verstehen, wie die Sympathien der AfD für Russland mit einer unvollständigen Erinnerung an die Naziherrschaft zusammenhängen.“


Ein sehr lesenswertes Interview!

Es dürfte für die ersten Leser noch in Gänze zur Verfügung stehen.


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Zeiten, in denen ich den Boss hoch und runter hörte, die sind längst vorbei. Meine entsprechende Plattensammlung und die Musikkassetten habe ich bereits vor Jahren weitergegeben.

Sein drittes Album „Born to Run“ (1975) musste ich bei meinem Vetter Kenneth so lange anhören bis es auch mir gefiel — Erziehungsmethoden eines Vietnamveteranenkinds. Danach und ab „Born in the U.S.A.“ (1984) sogar gleich freiwillig kaufte ich mir bis zum „Tunnel of Love“ (1987) alle seine Platten und war später darüber doch etwas erstaunt, dass ich Menschen kennenlernen durfte, die bis weit in die 2010er-Jahre hinein kein Konzert ausließen.

Mit seinem Album „Devils & Dust“ (2005) wurde ich wieder etwas mehr mit Bruce Springsteen vertraut, aber nicht mehr so, dass ich deswegen extra auf Konzerte ging. Den Film „Deliver Me From Nowhere“ (2025) habe ich bis heute noch nicht gesehen.

Umso mehr freut es mich, dass der Boss zu den aktuellen Geschehnissen in Minneapolis Stellung nimmt. Ganz besonders deshalb, weil US-Milliardäre wie Tim Cook das Ganze als völlig belanglos herunterspielen; was mir wiederum beweist, dass Milliardäre, egal woher, keine Demokraten sind und im Bestfall demokratischen Regierungen nur in den Hintern kriechen — aber auch nur so lange, bis sie sich ihren eigenen Diktator kaufen können.

Nach diesem Song fällt es mir schwer, um einen weiteren nachzuliefern. Ein wenig Sarkasmus hilft vielleicht dabei.

Meine Erfahrung zeigt aber, dass man nicht in den USA geboren sein muss, um kein einziges Boss-Konzert auszulassen. Und ich werde nun wohl auch wieder öfters auf Bruce Springsteen zurückgreifen.

Nachtrag

Passend dazu ein Gedicht von Amanda Gorman „For Alex Jeffrey Pretti – Murdered by I.C.E January 24, 2026“

„A city aflame fought fire and ice
‘Neath an occupier’s boots
King Trump’s private army from the DHS
Guns belted to their coats
Came to Minneapolis to enforce the law
Or so their story goes“

Bruce Springsteen (2026)

Blitz

Terroristenliste 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die EU verhängt regelmäßig Sanktionen gegen Personen, Vereinigungen und Körperschaften, die an terroristischen Handlungen beteiligt waren oder sind.

Wir dürfen dabei davon ausgehen, dass diese Liste von Anfang an eher politischen Zwecken dient als es tatsächlich rechtliche oder gar moralische Gründe für eine Aufnahme gibt, denn ansonsten müssten sich die russischen Streitkräfte bereits von Anfang an und in Gänze darauf befinden.

Und während weiterhin SS-Soldaten in Deutschland zu Recht verfolgt werden, welche noch als Jugendliche und dies meist sogar zwangsweise in den Waffen SS dienen mussten, genießen russische Soldaten in Deutschland alle Vorzüge des deutschen Asyl- und Sozialsystems.

Mir rollen sich immer wieder die Fußnägel auf, wenn ich mit solchen Verbrechern zu tun bekomme, die hier im Worst Case sogar ihre deutsche Staatsbürgerschaft voll und ganz ausleben, ohne dabei einen Heel daraus zu machen, dass sie bei nächst bester Gelegenheit wieder für Väterchen Russland mordend und plündernd unterwegs sein werden.

Es würde mich auch nicht weiter wundern, wenn diese Mitbürger mit den aktuellen Drohnenflügen und Sabotageakten in Deutschland in Verbindung stehen.

Und so muss man sich tatsächlich freuen, dass nun zumindest das Islamische Revolutionsgardekorps auf die EU-Terroristenliste genommen wurde.