Zettelkasten

Denkfabrik 5 (1)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Anna auf Pixabay

Da ich weiterhin Anfragen zum Verkauf einer meiner ersten Domains erhalte, ein paar Investoren sogar in meine vermeintliche Firma investieren möchten, von den ganzen SEO-Dödels einmal ganz abgesehen, und ich immer öfters Anfragen bekomme, die sich auf Linkedin beziehen, habe ich einmal nachgeschaut.

Es gibt auf Linkedin tatsächlich noch meine „Denkfabrik“ aus dem letzten Jahrhundert zu finden, welche in den Nullerjahren zu einer kleinen Firma aufwuchs, bevor ich mich dann ganz anderen Dingen widmete.

Aus irgendwelchen Gründen auch immer hält Linkedin dieses Relikt aus vergangenen Zeiten noch am Leben. Und es gibt mich dort auch noch als Heinrich Kuemmerle zu finden, was die E-Mail von weniger qualifizierten Headhuntern und sonstigen Wirtschaftsmenschen erklären könnte.

Seit 2002 hatte ich immer wieder eigene Accounts auf Linkedin, wobei ich mich allerdings mit Umlaut schrieb. Der heute noch bestehende muss ein Relikt aus US-Zeiten sein, den ich damals wohl nicht in einen aktuell bestehenden Account überführen konnte.

Interessanter Weise führt das Internet Archive meine IIICS-Seite erstmals am 19. Dezember 2002 auf; da war allerdings meine IIICS-Forenzeit längst Geschichte.

Dank dem Internet Archive kann man meine späteren Spielereien auf IIICS etwas mitverfolgen, manchmal war sogar mein Privatblog dort zu Hause.

Wenn ich jetzt noch wüsste, welche Domains ich so alles in meinem Leben besessen habe, könnte ich mich wohl durch mein gesamtes Schaffen wandeln und mich dabei in Erinnerungen verlieren.


Telefonzelle

9.2.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Telefonzelle | © Acatana auf Pixabay

Vermischtes

Plötzlich stellt sogar die Polizei fest, dass die Deutschkenntnisse bei vielen Bewerben zu wünschen übrig lassen. Wenn es doch bloß nur die fehlenden Deutschkenntnisse wären! Die demokratische Gesinnung ging bei viel zu vielen schon länger über Bord. Von einer fachlichen und menschlichen Eignung zu diesem Beruf möchte ich schon gar nicht mehr sprechen.

Die Fahrt mit dem meseno-Bus zog sich heute und dauerte etwa 20 Minuten länger als sonst. Einmal dachte ich sogar, dass ein Auto ganz alleine unterwegs sei, dann aber konnte ich die Fahrerin doch noch erblicken. Ob diese überhaupt etwas sehen konnte, darf bezweifelt werden. Ihre Geschwindigkeit ließ dabei vermuten, dass sie nach Gehör fuhr.

Wahl-O-Mat

Es ist wieder einmal soweit, wobei die meisten Wähler bereits wissen dürften, wen sie dieses Mal wählen. Was für die eingefleischten Parteigänger überhaupt keine Frage ist, denn die wählen wirklich alles, was man ihnen vorsetzt.

Seit heute ist nun der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg verfügbar. Dort sind alle 21 Parteien vertreten. Eine Chance auch für die Parteigänger zu gucken, welcher Partei sie bei dieser Wahl eigentlich am nächsten stehen. Wer dabei feststellt, dass es AfD oder BSW sind, der sollte sich und der Menschheit einen großen Gefallen erweisen und der Wahl einfach fernbleiben. Alternativ kann man selbstverständlich auch seine beiden Kreuzchen einmal bei einer demokratischen Partei setzen.

Internet

Als langjähriger leidgeprüfter Telekomkunde freut es mich selbstverständlich zu lesen, dass manche Telekom-Mitarbeiter oder -kunden mit ihrem VDSL 100 Anschluss voll und ganz zufrieden sind und damit auch über die Runden kommen.

Ich muss mich seit meiner Rückkehr nach Deutschland 2006 mit bis zu 50 bezahlten Mbits der Telekom begnügen, wobei ich in meiner Ulmer Zeit tatsächlich um die 40 Mbits zur Verfügung hatte, aber mit meiner Rückkehr nach Heilbronn 2015 über Jahre hinweg froh war, wenn ich um die 10 Mbits anliegen hatte. Fernsehschauen und zeitgleich Internet meist nicht möglich. Videochats während der Pandemie fast unmöglich. Erst als ich auf Hybrid umstellte, dabei auch noch zusätzlich unsere Mobiltelefone nutze und auch die Kinder inzwischen aus dem Haus sind, können meine bessere Hälfte und ich mit der bestehenden Konfiguration ganz gut leben.

Dennoch träumen wir immer noch von jenen Zeiten in Polen oder gar Afrika, wo wir ausreichend Internet zur Verfügung hatten, und haben uns deshalb dazu entschlossen, auf einen Glasfaseranschluss zu setzen. Sollte dieser stabile 100 Mbits garantieren, wären wir mehr als glücklich! Bisher haben wir aber nur Kabelsalat.

Und ich stelle mir dabei überhaupt nicht die Frage, wie es andere Telekomgesellschaften mit weit weniger Angestellten als die Telekom schaffen, dass deren Kunden mehr als ausreichend Internet zur Verfügung haben und auch nur einen Bruchteil von dem bezahlen, was ich im Monat an die Telekom abdrücken muss.

Meine ursprüngliche Frage war, ob es den Telekombestandskunden nutzt, wenn die Telekom in München eine KI-Fabrik baut, anstatt die 1 000 Millionen Euro in den notwendigen Ausbau ihres eigenen Netzes zu stecken?


Universum

Deep Space Nine 5 (3)

Beitragsfoto: Universum | © Gerd Altmann from Pixabay 

Inzwischen befinde ich mich am Ende der vierten Staffel, welche ich übrigens bis dato für die beste Staffel erachte. Spannend auch, dass ich von immer mehr Freunden, Bekannten und anderen Bloggern erfahre, dass diese ebenfalls Gefallen an diesem Ableger der ehemaligen Fernsehserie Raumschiff Enterprise gefunden haben. Wie bereits geschrieben, für mich ist Captain James T. Kirk weiterhin der beste Raumschiffkommandant. Und so habe ich nur gelegentlich in weitere Ableger von Star Trek hineingeschaut, wobei dies je älter ich wurde umso seltener geschah.

Aus einem kurzen Anfall von Nostalgie heraus habe ich mir dann doch einmal den Ableger Jean-Luc Picard (2020 – 2023) angeschaut, bereits nach drei oder vier Folgen war dann aber Schluss damit.

Ganz anders erging es mir mit Deep Space Nine als diese 1993 erstmals ausgestrahlt wurde. Wäre meine frisch angetraute bessere Hälfte nicht gewesen, hätte ich diese Staffeln bereits in den 1990er-Jahren zu Ende geschaut.

Letztes Jahr thematisierte ich hier im Blog einmal Star Trek versus Star Wars, was zu weiteren Gesprächen u. a. mit Detlef Stern führte, dem DS9 sehr gut gefallen hatte. Und so kam es nun, dass ich doch noch nach all den Jahrzehnten dazu komme, um diese Serie bis zum bitteren Ende zu schauen — hoffe ich auf alle Fälle einmal. Der Vorteil dabei, ich muss nicht immer auf die kommende Folge warten, sondern kann mich nun auf diese Station beamen wann immer ich es möchte und Zeit dazu habe.

Und da ich nun auch den Handlungssträngen folgen kann, stelle ich fest, dass sich das Star Trek Universum nicht nur stark ausgebreitet und dabei auch Tiefe gewonnen hat — was schon immer mein Traum in Bezug auf Europa gewesen ist.

Inzwischen habe ich sogar Gefallen an den Ferengi gefunden und kann sogar den Jem’Hadar etwas Gutes abgewinnen.

Ob ich mir nach dem Ende von DS9 nochmals einen anderen Ableger von Star Trek anschaue, steht momentan völlig in den Sternen. Ab und an gucke ich noch eine der Folgen der Originalserie und stelle dabei fest, wie sehr ich inzwischen selber aus der heutigen Zeit gefallen sein muss. Wahrscheinlich aber werde ich mir — die Zeit vorausgesetzt — den inzwischen ebenfalls etwas ergrauten William Shatner nochmals und zwar als Rechtsanwalt gönnen.


Fediverse Reactions