Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

10.7.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Landesausschuss

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Landesausschusses der EUROPA-UNION Baden-Württemberg. Dieser wird zwar rein virtuell durchgeführt, aber man bekommt dennoch die anderen Mitstreiter wieder einmal zu Gesicht. Auch wird dort u. a. der inzwischen XXVII. UEF Kongress nachbereitet, welcher vom 3. bis 4. Juli 2021 in Valencia als Hybridveranstaltung stattfand. Inzwischen sind die Superstaateuropäer so siegessicher, dass sie nicht nur alle Föderalisten im Verband, einen nach dem anderen, weg mobben, sondern auch damit beginnen, die Namensgebungen im Verband entsprechend zu ändern.

Selbstverlag

Anfangs wollte ich noch, wegen des Renommees, mein erstes Buch bei einem Verlag — am besten den meiner ersten Wahl — herausbringen. Auch versprach ich mir davon, dass das Buch rechtschreibmäßig und vielleicht auch an der einen oder anderen Ecke verbessert, auf den Markt kommt.

Heute weiß ich, dass selbst Verlage keine gute Rechtschreibung mehr sicherstellen können und eine etwaige Korrektur an den Ecken und Enden meines Buches, diesem die Authentizität genommen hätte.

Hinzu kommt, dass es echt spannend und vor allem lehrreich ist, die sonst von einem Verlag durchgeführten Schritte selbst zu gehen. Und dank Firmen wie Amazon — man darf erfolgreiche Firmen auch mal loben — kann man seine Bücher auch in ganz akzeptabler Qualität selbst auf den Markt bringen.

So bin ich heute froh darüber, dass ich meine Bücher im Eigenverlag herausbringe. Und ganz besonders deshalb, weil es auch immer weniger ein Renommee ist, in einem Verlag „verlegt“ zu werden, denn diese können immer weniger selbst den Mindestansprüchen von Autoren gerecht werden.

Nehmen wir als Beispiel den Ullstein Verlag, der vor der Bundestagswahl billigste Parteipropaganda in Buchbuchform herausbringt, welche sonst als Werbe-Flyer automatisch im Müll gelandet wäre. Und als die ersten Bedenken über die Qualität des Buches und zusätzlich rechtliche Bedenken aufkommen, diesem Buch erst das gesamte Renommee des Verlages zuspricht (eine Wahlkampfunterstützung in Bestform), dann im zweiten Schritt offensichtliche Mängel, die kein Mensch mehr leugnen kann, zugesteht, aber dies dann dazu nutzt, um noch mehr solcher Bücher vor der Bundestagswahl auf den Markt zu werfen, anstatt die bereits verkauften zurückzunehmen.

Selbstverleger haben da weit höhere Ansprüche. Ich zum Beispiel, machte bei meinem ersten Buch den Riesenfehler, einen Buchentwurf in den Druck zu geben. Diese gedruckten Exemplare habe ich inzwischen fast alle zurückerworben und kostenfrei durch das richtige Buch ersetzt. Aber ich bin auch kein „professioneller“ Verleger!

Website des Tages

EUROPA-UNION Baden-Württemberg

Die EUROPA-UNION Baden-Württemberg ist die landesweite Vertretung der Europäischen Föderalisten und der Dachverband der EUROPA-UNION Heilbronn.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

8.7.02021 5 (2)

Foren

Heute durfte ich wieder doch so einiges an Inhalten in unsere Foren stellen, z. B. die EU-Informationen von Jan Bergmann, welche sehr umfangreich aber auch sehr informativ sind und einen guten Überblick über die Entwicklungen im Europarat und in der EU, aus einer juristischer Sichtweise heraus, geben. Und auch Hans Müller war wieder sehr fleißig und stellte gleich vier Artikel zur Geschichte der EU ein; diese sind zwar bereits etwas älter, aber immer noch sehr interessant und lehrreich.

Preisverleihungen

Ist es bereits eine gute Sache, in Schulen vorzulesen, was übrigens bisher noch — zumindest bei uns — auf Grundschulen begrenzt ist, so kann man das Ganze noch toppen, indem man an schulischen Preisverleihungen teilnimmt, bei denen die Jüngsten für ihre ersten Erfolge ausgezeichnet werden. Schon der Anblick der strahlenden Sieger ist Motivation genug. So darf ich auch dieses Jahr wieder, zusammen mit meiner besseren Hälfte, Preise des Europäischen Wettbewerbs aushändigen. Und auch ich lerne noch dazu, denn jetzt weiß ich auch, was ein Twister Tuch ist.

Phänomen

Einen Bundestagsabgeordneten kenne ich heute noch persönlich, der tatsächlich darum bemüht ist, seine Aufgaben als Abgeordneter wahrzunehmen!

Leider sind die Zeiten, in denen Abgeordnete zusammen mit einer Sekretärin Deutschland und Europa bewegten und selbst spontan fundierte Fachvorträge halten konnten, längst vorbei — Hans August Lücker hatte dies bereits 2009 ebenso gesehen.

Das Phänomen Bundestag ist heute ein ganz anderes, denn es gebiert anscheinend „Übermenschen“. Ich spreche schon gar nicht davon, dass Abgeordnete bei ihrem ganz normalen Reise- und Arbeitsalltag, nach eigenen Bekundungen, mehrfach im Jahr erfolgreich Marathons bestreiten, denn es könnten durchaus auch richtige Laufwunder darunter sein. Drollig hingegen finde ich es, wie jemand mit mangelnden eigenen Sprachkenntnissen sich, kaum im Bundestag angekommen, als zur Bildungs- und Leistungselite unseres Landes zugehörig fühlt.

Das könnte aber dem universitären Eigenleben des Bundestages geschuldet sein, denn es wird immer häufiger bekannt, dass man als Abgeordneter nicht nur erfolgreich im Bundestag studieren kann und dort auch einen ersten qualifizierten Bildungsabschluss erhält, sondern immer öfters dort auch promoviert, was Normalsterbliche gut drei bis vier Jahre voll und ganz in Anspruch nimmt und diese oder auch ihre Familien zudem finanziell stark fordert. Unsere entsprechenden Abgeordneten sind aber so leistungsstark und vielversprechend, dass sie sogar bereits bei ihren Bundestags-Promotionsversuchen von Stiftungen zusätzliche Leistungen erhalten.

So ist es auch kein Wunder mehr, dass man im Bundestag auch habilitieren — für Normalsterbliche gut fünf Jahre Vollstress — kann oder gar als Honorarprofessor die künftige Elite Deutschlands mit ausbildet — ich hatte unsere Professoren dabei schon immer im Verdacht, dass sie nicht ganz ausgelastet sind, und einige unsere Abgeordneten bestätigen dies nun auch, indem sie diese wichtige Aufgabe so ganz nebenbei erledigen.

Das Phänomen Bundestag macht manchen Abgeordneten sogar zum Übervater, der sich äußerst liebevoll neben seinem Mandat gleich um zwei Familien kümmern kann; in den Gefilden des Bundestags ist selbst Polygamie kein Fremdwort mehr, denn in intellektuellen Kreisen galten schon immer andere Gesetze.

Und wer sich im Bundestag nicht wissenschaftlich austoben kann oder möchte, der legt zum Beispiel umfangreiche Sammlungen — zwei Fälle sind mir bekannt — von Kinderpornographie an. Es ist dabei nicht ausgeschlossen, dass wir auch noch von anderen, weit unspektakuläreren, Sammelleidenschaften hören werden, wie Geld zum Beispiel.

Manchen Abgeordneten ist es sogar gelungen, was die Wissenschaft außerhalb des Bundestags noch heute herausfordert, an zwei Orten gleichzeitig zu sein, denn sie tingeln sieben Tage die Woche durch sämtliche Fernsehshows und sind gleichzeitig maßgeblich bei der Erstellung von Gesetzen im Bundestag mit dabei.

Der Deutsche Bundestag muss ohne Wenn und Aber das schon lange gesuchte Elysium — die „Insel der Seligen“ — sein. Ein Ort, wo man zudem als junger unfertiger, manchmal auch als völlig un(aus)gebildeter Mensch hinkommt und diesen bereits ein paar Jahre später wieder als höchst gebildeter, mit allen Titeln und Ehren versehener, sowie als „gemachter Mann“, verlässt.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass unser Bundestag von Legislatur zu Legislatur immer größer wird.

Besser wäre noch, wir schicken möglichst viele junge Menschen, alle vier Jahre wechselnd, in den Bundestag und machen ihn so zur Elite-Schule der Nation. Damit können wir wieder zu der Nation der Dichter und Denker werden, die wir wahrscheinlich niemals waren.

Website des Tages

Deutscher Bundestag

Die Gesetzgebung ist die Aufgabe des Parlaments; der Deutsche Bundestag ist somit das wichtigste Organ der Legislative. Er beschließt – unter Beteiligung des Bundesrates – alle Gesetze, die in den Kompetenzbereich des Bundes fallen. Die Abgeordneten und Fraktionen des Bundestages können – genau wie der Bundesrat und die Bundesregierung – neue oder überarbeitete Gesetze als Entwürfe in den Bundestag einbringen. Hier findet nach einem festgelegten Ablauf die Debatte, Beratung und Abstimmung über den Gesetzentwurf statt.“


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

7.7.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Schwimmen

Heute ein paar Runden völlig ungestört in der Neckarhalde geschwommen, danach ein entspannter Spaziergang durch die Stadt und dabei auch geguckt, wie weit sie bereits mit dem Umbau der Turmstraße sind. Jetzt noch ein bisschen Schreibarbeit und dann zum Spielabend — was möchte man mehr?

Turmstraße

Wieder einmal versprechen Lokalpolitiker, sehr pressewirksam, die Turmstraße aufzuwerten. Da ich diese Versprechen seit Jahrzehnten immer wieder mit anhören muss und weiß, dass die, die dies immer wieder versprechen, auch jene sind, die eine Modernisierung der Turmstraße seit Jahren mit verhindern, vermute ich, dass sie heute nur wieder einmal ihr Wahrnehmungsdefizit bei uns Heilbronnern ausgleichen wollten — die etwas jüngeren Mitbürger mögen ihren Versprechungen und Zusagen noch Glauben schenken.

Plumpsklo

Wie man heute in der Heilbronner Stimme lesen konnte, wurde der Neckar nun ganz offiziell als Heilbronner Plumpsklo eingeweiht. Wir können dabei froh sein, dass die Feuerwehr so schnell zur Stelle war und sich um die noch nicht so geübten Notdurftverrichter kümmern konnte.

Besser wäre allerdings, wenn man anstatt immer mehr „Trinkerhallen“ in und um Heilbronn herum aufzustellen, dafür sorgen würde, dass es auch öffentliche Toiletten sowie ausreichend Toiletten in den Kneipen und Gaststätten selbst gibt, denn alles was oben reingeht, muss unten wieder raus.

Alternativ könnte man wieder den Beruf des Abtrittanbieters in Heilbronn einführen — ggf. auch als städtische Dienstleistung anbieten — und mit neuster Technik kombinieren. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass fahrradbetriebene Dixi-Toiletten (gerne auch mit Elektromotor) durch die Heilbronner Fußgängerzonen und am Neckar entlang rauschen, auf Handzeichen anhalten und ihre Dienstleistung anbieten.

Ich gehe jede Wette ein, dass unsere Stadt damit keine weitere sehr kostenintensive und nur bedingt wirksame Bewerbung mehr nötig hätte und vielleicht sogar, alles in allem, damit noch Gewinn einfahren könnte.