Fledermäuse

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Beitragsfoto: Fledermäuse | © Shutterstock

Fledermäuse gab es schon vor 50 Millionen Jahren bei uns in Heilbronn. Bis zu 25 unterschiedliche Fledermausarten flogen bis vor Kurzem noch durch unsere Nächte.

Als Kind spielte ich gerne mit meinen Freunden am Europaplatz; dort gab es damals sehr imposante Bäume mit Höhlen in den oberen Etagen, die wohl ganzen Fledermauskolonien als Unterkunft dienten. So konnten wir immer auch zahlreiche Fledermäuse beobachten, die zwischen unseren Köpfen ihre Runden zogen.

Dann mussten diese Bäume, so wie auch der dazugehörige Bolzplatz einem Parkplatz weichen und die Fledermäuse wurden zu einer Seltenheit.

Sehr gefreut hat es mich einige Jahre später, als wir nach Heilbronn zurückzogen, dass in unserem Viertel noch ältere Bäume standen und diese wohl auch Fledermäusen als Unterkunft dienten.

So war es bis vor ein paar Wochen immer wieder eine Freude, wenn abends bei uns im Hof Fledermäuse ihre Runden zogen. Jetzt ist das auch vorbei. Leider mussten die letzten größeren Bäume bei uns im Viertel den Baggern weichen, die dafür sorgen, dass unser Viertel weiter nachverdichtet wird. Dabei standen diese Bäume nicht einmal auf dem geplanten Baugrund — sie hätten wohl nur einigen neuen Bewohnern die Aussicht auf weitere neue Gebäude und deren Bewohner versperrt.

Was aus den letzten Fledermäusen in unserem Viertel geworden ist, wird außer mir wohl auch keinen weiteren Anwohner interessieren.

Heimische Fledermausarten im Porträt

Diese Website des Naturschutzbundes (NABU) gibt einen guten Überblick darüber, was bei uns durch die Nacht fliegen könnte, wenn wir ein wenig mehr auf unseren alten Baumbestand acht geben würden.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

24.7.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

KI-Park

Jetzt hoffen wir doch alle, dass Heilbronn auch zum Zuge kommt. Innovation und Intelligenz sind immer eine gute Sache. Und gerade das Feld der künstlichen Intelligenz hat noch genügend Äcker, die bestellt werden können. Und ein entsprechender Forschungsstandort, vor allem dann, wenn dort gut 100 Millionen Euro investiert werden sollen, kann keiner Stadt schaden. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wer sich alles nach Heilbronn locken lässt?

Redaktionsschluss

Heute konnte ich die englische Übersetzung meines Buches „Europa ist für alle da!“ an den Proof reader freigeben. Damit dürfte nun die meiste Arbeit getan sein. Auch habe ich heute den endgültigen Redaktionsentwurf zum Buch „EUROPA-UNION“ an meine Testleser versandt.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man kurz davor steht, langjährige Projekte abschließen zu können; auf jeden Fall ist es immer wieder eine besondere Entscheidung, wann man den Schlussstrich unter solche Projekte zieht, denn man könnte es doch bestimmt noch etwas besser machen. Ich vertraue dabei auf eine alte Binsenweisheit, nämlich, dass 80% immer besser sind als vielleicht einmal 100% zu erreichen.

Den Rest des Wochenendes gucke ich nun in meinen Zettelkasten und überlege mir, was für ein Projekt als nächstes angegangen werden könnte.

Website des Tages

EUROPA-UNION

Die EUROPA-UNION Heilbronn hat es verdient, dass man ihre Geschichte in Buchform festhält.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

23.7.02021 5 (2)

Lesung

Einer muss doch den Anfang machen, so gibt es heute um 18.00 Uhr die erste Lesung am Europaplatz, welche von der EUROPA-UNION Heilbronn veranstaltet wird. Das Ziel ist dabei, den Europaplatz in Heilbronn wieder bekannter zu machen, indem von Autoren Bücher mit Europabezug vorgestellt werden.

Wer etwas über mein Buch „Europa ist für alle da!“ erfahren möchte, der kann gerne zur Lesung kommen; diese ist kostenfrei.

Im Falle, dass Sie selber Autor eines Buches zum Thema Europa sind, können Sie gerne mit mir Verbindung aufnehmen und wir schauen, dass wir eine weitere Lesung am Europaplatz veranstalten können.

Grußpflicht

Wenn es in deutschen Gerichten erneut eine Grußpflicht à la 1933 geben wird, hätte ich als erstes auf Sachsen getippt. Nun sorgte aber in Baden-Württemberg ganz offensichtlich die grün-schwarze Mehrheit dafür, dass nach 1945 wieder der erste Nazi, ein „Verfassungsfeind“, in den Verfassungsgerichtshof gewählt wurde.

Ganz folgerichtig auch ohne jegliche Qualifikationen — Hauptsache ein Antidemokrat. Das Schöne wird aber noch kommen, im Falle, dass die Bevölkerung ihren Unmut artikuliert, will es wieder kein einziger Abgeordneter gewesen sein und selbstverständlich von überhaupt nichts gewusst haben.

Schämen Sie sich! Aber allesamt! — „schämen“ kann man notfalls googeln, oder einfach einen Hiwi fragen.

Besprechung

Gestern durfte ich eine nette „Tour de Baden-Württemberg“ erleben, denn meine bessere Hälfte meinte, dass jeweils eine gute Stunde Umweg, um einem Kollegen das Mitfahren zu ermöglichen, keine große Sache sei. War es auch nicht, nur ergab es im Endeffekt eine Gesamtreisezeit von mehr als sechs Stunden, ohne dabei unser Land überhaupt verlassen zu haben — in dieser Zeit hätten meine Füße bereits im Mittelmeer baumeln können.

Dafür wurde ich aber mit einer ergebnisreichen Besprechung und neuen interessanten Bekanntschaften belohnt. Und auch das Essen in Bad Herrenalb war nicht schlecht. Wer einmal am Restaurant Klosterscheuer vorbeikommt, sollte dort unbedingt den Salat „Klosterscheuer“ probieren: knackige Blattsalate in Balsamico-Nuss-Dressing mit Trauben, gerösteten Nüssen und gegrilltem Ziegenkäse.

Website des Tages

Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg

„Der Verfassungsgerichtshof entscheidet über die Auslegung der Landesverfassung.“