Bundestag

Volksvertreter 5 (3)

Bundestag |  © clareich auf Pixabay

Ein Volksvertreter ist ein Mensch, der sich für andere Menschen über die aktuellen Probleme und ganz besonders über die zukünftigen Herausforderungen informiert, nach entsprechenden und tragfähigen Lösungen sucht und mit dazu beiträgt, dass die bestmöglichen Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.

Volksvertreter findet man auch in Diktaturen oder anderen totalitären Gesellschaftsmodellen; diese werden aber meist nicht nach demokratischen Regeln gewählt und sie entscheiden auch nicht, sondern sind alleine Claqueure für die Maßnahmen der jeweiligen Machthaber.

In repräsentativen Demokratien, wo nicht jeder Bürger selbst über alles abstimmen muss, sondern diese für jede Gesellschaft notwenige Informations-, Entscheidungs- und Begründungsarbeit anderen Mitbürgern überlassen darf, bietet es sich an, dass man zumindest sehr erfahrene, aber auf jeden Fall möglichst intelligente und ehrbare Mitbürger als Repräsentanten des Bürgerwillens auswählt.

Da die einzige Kriterien für einen Volksvertreter das Gewähltwerden, ob direkt oder auf Liste, manchmal auch nur das „Nachrücken“ sind, tragen die Parteien und Wählergruppen eine große Verantwortung in der Auswahl der entsprechenden Kandidaten.

Als Bürger sollte man dabei den Anspruch erheben dürfen, vor allem, weil es sich dabei inzwischen um Bestverdiener-Dienstposten und keinen Bürgerdienst ehrenamtlicher Mitbürger mehr handelt, dass die, für die Kandidatenaufstellung, Verantwortlichen zumindest halbwegs geeignete Kandidaten aufstellen.

Was auf jeden Fall nicht geht ist, dass Täuscher, Betrüger, Kriminelle oder völlig un(aus)gebildete Parteimitglieder, denen zudem jegliche (Lebens)Erfahrung fehlt, auf den Listen auftauchen, denn diese werden nach ihrer Wahl, einzig in den Lebensläufen zu anständigen und leistungsfähigen Menschen.

Zudem werden diese niemals in der Lage sein, ihre oben beschriebene Aufgabe nur halbwegs zu erledigen, was letztendlich dazu führt, dass sie, wenn sie selbst nicht korrupt werden, nur als Claqueure für Regierungsentscheidungen dienen und damit jede Demokratie begraben.

Da dies sehr viele Mitbürger immer öfters mitverfolgen müssen, und dazu noch notwendige Entscheidungen zu spät, wenn überhaupt kommen, muss man sich nicht wundern, dass immer mehr Mitbürger auf ihr Wahlrecht verzichten, gar an totalitären Regimen Gefallen finden, oder ihr Heil bei den Querdenkern suchen.

Jede Demokratie stirbt von innen heraus und wir können dies gerade sehr gut miterleben.

„The ship of Democracy, which has weathered all storms, may sink through the mutiny of those aboard.“

Grover Cleveland (15. Februar 1894)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

14.8.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Wahlplakate

Die ersten Wahlplakate sind wieder zu bestaunen und lassen die Normalbürger wissen, dass man erwartet, dass sie demnächst wieder einmal zur Wahl schreiten, nämlich zur 20. Bundestagswahl.

Ob die bisherigen Plakate und ihre Aussagen ausreichen, um die Bürger zur Wahl zu bewegen, bleibt abzuwarten.

Grillen

Gestern Abend konnte ich in sehr angenehmer Runde meinen Grill anwerfen. Und da das Grillgut genau das machte, was ich von ihm erwartet hatte, kann ich diesen Abend unter „äußerst gelungen“ verbuchen.

Interessen

Seit dem 1. Juli 2012 ist der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland in Kraft und wird nun wohl auch, mit dem Inkrafttreten der Neufassung am 1. Juli 2021, umgesetzt werden.

Damit hatten die Betreiber von Spielhallen m. E. genügend Zeit, um die Interessen der Gesetzgeber mit zu berücksichtigen. Dass dies durchaus geht, haben während der letzten zehn Jahre die Betreiber von Online-Glücks- und Automatenspielen gezeigt, die nun mit der letzten Novellierung des Staatsvertrags aus der Illegalität traten.

Als Laie betrachtet, war es dabei offensichtlich sehr hilfreich, dass die Online-Glückspielanbieter gut bezahlte Nebenjobs für unsere Prominenz schufen — ein Spiel über die Bande sozusagen.

Und die nun in Heilbronn wegfallenden Spielhallen werden bestimmt bald durch Friseurläden, Schmink-Shops oder Döner-Buden ersetzt werden.

Website des Tages

Kaufland

Ohne Frage ist den Betreibern des Webshops von Kaufland (Online-Marktplatz) ein gutes Stück Arbeit gelungen. Dabei dürfte die Einbindung der eigenen Filialen sogar das Killer-Kriterium werden.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sie damit auch zu Amazon aufschließen können.


Bücher

Bücherkauf 5 (2)

Beitragsfoto: Bücher | © Marisa Sias auf Pixabay

Nicht erst seit es die Bücherketten gibt, wird der Bücherkauf immer mehr zu einem Shopping-Erlebnis à la Kaufland, Lidl und Co. Kennt man eine Buchhandlung, kennt man auch den Rest. Zumindest die dort ausgelegten Bücher sind meist die gleichen.

Die Auslage wie auch die vorrätigen Bücher werden wohl von den zwei oder drei Großhändlern in Deutschland bestimmt, die auch über die zu erhaltenen Bücher im jeweiligen online-Shop verfügen. Anhand der Aufmachung und der Suchergebnisse auf der Website der Buchhandlung kann man feststellen, welcher Großhändler diese beliefert.

Dabei gäbe es in Deutschland durchaus die Möglichkeit, dass die Buchhändler grundsätzlich auf die Website Buchhandel.de zugreifen und dort alle in Deutschland verfügbaren Titel durchsuchen.

Am besten unterscheidet man heute Buchhandlungen an der Ware, die sonst noch so angeboten wird. Hierbei scheinen die Buchhändler noch entscheidungsfreudiger und auch flexibler sein zu dürfen.

Und weil dies inzwischen so in Buchhandlungen üblich ist, hat sich nunmehr mein eigenes Einkaufsverhalten entsprechend geändert.

Zuerst gucke ich bei Amazon nach. Es ist zumindest für mich die bequemste Möglichkeit zu einem Buch zu kommen.

Danach gucke ich ins oben bereits erwähnte Verzeichnis der in Deutschland verfügbaren Bücher. Wenn es dort zu finden ist, muss ich nur noch eine Buchhandlung anrufen, die ebenfalls darauf zurückgreift und kann es bei dieser bestellen. Ein paar Tage später bekomme ich es zugesandt.

Sollten beide Wege nicht erfolgreich sein, nutze ich das zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher, um das entsprechende Buch zu finden.

Alternativ greife ich auf die Bibliothekskataloge und die Fernleihe zu, besonders dann, wenn es ausreicht, das Buch nur einmal in den Händen zu halten.

Und erst dann, wenn alle diese Wege erfolglos waren, muss ich einen Buchhändler bemühen, der hoffentlich aufgrund seiner Berufserfahrung letztendlich fündig wird.

Wirklich schade, dass es kaum noch Buchhandlungen gibt, in denen man nach Bücher stöbern kann ohne dabei von der Unzahl an Publikationen erschlagen zu werden, die es auch bei Rossmann oder anderen Discountern gibt.

„Books are not made to be believed, but to be subjected to inquiry.“

Umberto Eco, The Name of the Rose (1980: 307)