Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Stillstand

Ohne Frage, wir lieben den Stillstand, und jeder, der uns diesen weiter verspricht, ist unser Mann, ob Oberbürgermeister oder Bundeskanzler. Dabei dreht sich das Karussell der verpassten Chancen stetig weiter und führt uns langsam aber sicher an jene Grenze, wo wir mit einem Realitätsverlust nicht mehr weiterkommen.

Nicht nur das Wollhaus bröckelt so schön vor sich hin, inzwischen bröckelt es an allen Ecken. Einzig und alleine an Parties und Feiern fehlt es nicht, denn da lassen wir uns nicht lumpen.

Bald aber wird für uns alle eine Zeit anbrechen, die den meisten von uns die Augen öffnen wird, da sich die US-Amerikaner langsam aber sicher auf ihre eigenen Interessen und Herausforderungen besinnen und Europa, dabei vor allem Deutschland als bevölkerungsreichstes Land, in die Pflicht nehmen werden.

Wenn wir nur eine klitzekleine Chance haben wollen, dass wir uns in der „neuen Realität“ behaupten können, dann benötigen wir Volksvertreter, die sich dieser stellen und Ideen und Konzepte haben, wie wir unsere Welt gestalten können. Politiker, die nur in Talkshows sitzen und ansonsten nach Nebenerwerbstätigkeiten suchen, oder sich nur selbst beweihräuchern, werden uns demnächst über den Abgrund stürzen.

Bigotterie

Wenn wir etwas können, dann ist es nicht nur andere zu belehren, sondern auch diesen alles Mögliche aufzubürden und abzuverlangen. So dürfen Menschen außerhalb Deutschlands am besten keine Wälder mehr zerstören, keine Wildtiere töten und sollen alles unterlassen, was nur annähernd umweltschädlich sei kann.

Hingegen gibt es bei uns schon lange keine echten Wälder mehr und wo sie angelegt werden, werden sie auch gleich wieder unserer Erholung und dem Spaß geopfert. Noch schlimmer geht es nur noch den Wildtieren, diese werden sofort als Problemtiere wieder der Natur „entnommen“.

Und was die weitere Umweltzerstörung angeht, ist diese bei uns dem Export geschuldet, also als völlig opportun. So werden unsere Kohlekraftwerke und neuen Gaskraftwerke für den Export weiterhin so lange wie möglich dampfen, die Böden und das Wasser ebenfalls für den Export geopfert. Und selbst unsere eigene Gesundheit opfern wir bereitwillig auf dem Altar des „Exportweltmeisters“. Vielleicht wäre etwas weniger von unserem Luxus tatsächlich etwas mehr für uns alle. Und vielleicht wäre es besser, wenn wir erst einmal vor unseren eigenen Haustüren kehren, bevor wir anderen vorschreiben, was diese zu tun und zu lassen haben.

Literaturhaus

Neben dem schleichenden Ausbau unserer städtischen Bücherei, haben wir jetzt auch ein eigenes Literaturhaus. Sehen wir dies positiv als Ergänzung der Bibliothek und Teil eines Gesamtkonzeptes, welches sich, wie auch einmal angekündigt, an der Konzeption der New York Public Library ausrichtet.

Was nicht geschehen sollte ist, dass die „Bessergestellten“, oder die sich als solche fühlen, ins Literaturhaus pilgern und alle anderen sich mit der städtischen Bibliothek, in welcher Ausbaustufe auch immer, abfinden lassen müssen.

Besser wäre es, dass man Kompetenzen bündelt, um effizienter und auch effektiver seine Ziele erreichen zu können. Diesen Anspruch sollte jeder Verantwortliche haben, der mit Steuergeldern wirtschaftet.

Geburtstag des Tages

Howard Phillips Lovecraft


Kakteen

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Beitragsfoto: Kakteen | Bild von OpenClipart-Vectors | Pixabay

Bäume

Wenn wir bei uns den Wald retten wollen, dann geht es nicht um den Wald oder einzelne Bäume, sondern um den Ertrag, der sich aus den Baumplantagen herausholen lässt und um den Erholungswert für uns Menschen. Der Erholungswert misst sich dabei daran, wie schnell wir den Wald weiter zerstören können.

Deshalb werden jetzt auch Bäume bevorzugt gepflanzt, die schnell wachsen und einen möglichst hohen Ertrag versprechen. Unsere sogenannten Waldschutzgebiete sind zudem die besten Stellen, wo man campen oder mit dem Rad durch das Gebüsch brechen kann. Und sollte ein Baum dabei stören, wird er so schnell wie möglich beseitigt.

Naturschutz, ein weiterer hohler Begriff, der uns Menschen bei unserer Naturzerstörung und Umweltverschmutzung möglichst ein gutes Gefühl garantieren soll — Umweltzerstörung de luxe, für die wir nicht nur Unmengen an Experten, sondern inzwischen ganze Parteien haben.

Hotel

In jedem Einsatz, ob nur fiktiv oder gar Krieg, gibt es ein Hotel, das, scheinbar von der Außenwelt unberührt, als Sammelpunkt einer ganz illustren Gesellschaft dient. Angefangen von Journalisten, Menschen von Hilfsorganisationen oder kriminellen Vereinigungen, Politikern, Geheimdienstlern, Verwaltungsbeamten, Presseoffizieren bis hin zu Soldaten vor Ort, die dringend nach notwendigen Informationen suchen, kann man diese Art von Hotelgästen bereits in der Lobby ausmachen.

Als erstes fallen einem altgediente und teils auch sehr bekannte Journalisten auf, die whiskygeschwängert für Unterhaltung sorgen. Um diese herum finden sich junge Journalistinnen oder junge Abgeordnete, die diesen Erzählungen gerne folgen und sich später in Einzelgesprächen auf dem Hotelzimmer weiterbilden lassen — so wurde wohl schon manche Karriere gestartet.

An der Bar tummeln sich all jene, die nach Geschäften suchen oder Informationen anzubieten haben. Und im Restaurant die weiteren Kriegstouristen, die nur einmal mit dabei sein wollten.

Dieses Hotel ist immer eine ganz besondere Welt, die, je nach Standort, ihren eigenen unverkennbaren Charme entwickelt, an den die Hotelgäste noch Jahre später gerne zurückdenken, besonders dann, wenn vor dem Hotel tatsächlich noch ein wenig „herumgeballert“ wurde — von wem ist dabei völlig zweitrangig.

Experten

Deutschlands Experten bringen uns nochmals alle um. Egal wo man hinschaut, wird einem ein Experte aufgetischt. Zumindest in dem Bereich, in dem ich mich ein wenig auskenne, muss ich immer wieder feststellen, dass ich nicht nachvollziehen kann, was diese Mitbürger eigentlich zu Experten macht.

Diese kommen meist von Think Tanks, Universitäten oder sonstigen Einrichtungen und wissen alles ganz genau und viel besser als jene, die jahrzehntelang in diesem Bereich tätig waren.

So ist es mir jetzt eine innere Freude mit anzusehen, dass diese Experten, die in meinem Beruf wildern, offenkundig und für jeden erkennbar völlig versagt haben.

Sie werden aber wortreich erklären und ganze Bücher damit füllen, warum sich die Realität getäuscht hat, das wahre Leben und letztendlich wieder einmal Soldaten die Schuld tragen — das kommt besonders in Deutschland immer gut an. Und ist wohl die Grundlage des deutschen Expertentums, nämlich anderen die Schuld zuzuweisen.

Nur ein Beispiel, vor ein paar Jahren mussten ein paar Soldaten, kurzfristig aus einer politischen Laune heraus, in einen ganz neuen Einsatz verlegen. Ich hatte das Vergnügen selbst mit dabei zu sein.

Eigene Erkundung bzw. Aufklärung wurde uns nicht gestattet, sondern Experten übernahmen das für uns, die uns dann auch vor Abflug sämtliche Informationen mitgaben.

Das Ergebnis war, bildlich dargestellt, dass wir, für einen Badeurlaub ausgestattet, in der Antarktis ankamen und letztendlich für den gesamten Schlamassel verantwortlich waren.

Zwei Dinge sind beim heutigen und viel größeren Schlamassel wieder ganz sicher. Erstens, Experten haben immer recht und tragen nie Verantwortung. Und zweitens, die Politik stellt sicher, dass es wieder einmal nur das Militär war, das versagte — und sie werden auch wieder Experten finden, die das bestätigen; notfalls muss es ein General erklären.

Website des Tages

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V.

„Unser Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir auf der Welt haben. Unsere Aufgabe ist es, den Wald zu schützen und Menschen dafür zu begeistern.“

Geburtstag des Tages

Coco Chanel


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Impfdosen

Ablenkung mit anderen Dingen, wie z. B. Afghanistan, ist eine gute Gelegenheit für unsere Minister, um klamm heimlich, weitere volkswirtschaftliche Schäden anzurichten. Nach CumEx-Geschäften, dem Maut-Debakel oder der milliardenschweren Vernichtung von zwielichtig bestellten funktionsunfähigen Masken, droht jetzt ein weiterer Steuergeldverlust, weil der zuständige Minister wohl Impfdosen absichtlich verfallen lässt, und diese dann kostenpflichtig entsorgt werden müssen.

Mit all diesen „kriminellen“ Geschäften wurde dem Staat das nötige Geld entzogen, mit dem er weitere Infrastrukturmaßnahmen hätte tätigen oder auch eine funktionsfähige Bildungspolitik initiieren können. Und wenn unserer Regierung überhaupt nichts Sinnvolles eingefallen wäre, hätte man auch uns Steuerzahler entlasten können.

So wurde wieder einmal eine Chance vertan, und ein paar zwielichtige Gestalten um einiges reicher.

Kompliment

Gerade, da meine Kameraden wieder einmal etwas mehr beschäftigt als sonst sind, fällt mir das schönste Kompliment ein, das mir jemals gemacht wurde. Ein, von mir noch heute sehr geschätzter, General wandte sich mit den folgenden Worten an mich: „Kümmerle, Sie haben sich sehr früh für Charakter anstatt Karriere entschieden.“

So schön hat mir später keiner mehr erklärt, dass ich ein Depp bin. Aber heute bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass es unserem Land tatsächlich an „Deppen“ fehlt, denn unsere Karrieristen bekommen rein gar nichts mehr gebacken.

Gespräch

Die EUROPA-UNION Heilbronn hat auch einige Mitglieder, die nicht aus dem Ländle kommen. So ist es immer wieder eine Freude, wenn diese die Gelegenheit nutzen, um auch nur für einen Zwischenstopp in Heilbronn vorbeizuschauen.

So erreichte mich der Anruf von Javier Giner, dass wir uns in einem Hotel in Heilbronn treffen könnten. Daraus entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch mit sehr zielführenden Ideen, zum einen für unseren Verein, zum anderen auch für den UEF-Gesamtverband.

Einig waren wir uns auf jeden Fall darin, dass wir einen Europäischen Bundesstaat brauchen und dies so schnell wie möglich.

Website des Tages

Buchhandel.de

Hier finden Sie alle in Deutschland im Buchhandel erhältlichen Bücher, außer denen, die noch in Antiquariaten zu finden sind. Zwei Bücher kann ich Ihnen dabei ans Herz legen.