Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

16.11.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Mannheim

Während in Heilbronn Verwaltungsspitze und Gemeinderat auch in Sachen, wie werden wir unseren unliebsamen Europaplatz endlich wieder los, sehr eng zusammenarbeiten, geht man in Mannheim ganz andere Wege.

Dort kann die Stadt Mannheim zusammen mit dem Europäischen Parlament, der EUROPA-UNION und der IGMH, einer Botschafterschule des Europäischen Parlaments in Mannheim, am Dienstag, 30. November 2021 von 15.00 Uhr – 15.45 Uhr im Rahmen einer kleinen Einweihungsveranstaltung den IGMH-Europaplatz mit Fahnenmasten und Sitzbänken an der Schule eröffnen.

Anfang 2020 wurde die IGMH für ihr politisches und demokratisches Engagement als Botschafterschule für das Europäische Parlament ausgezeichnet. Die Lehrer und Schüler haben sich mit einer Europa-AG an der Schule, mehreren Schaukästen zum Thema Europa, Planspielen, einem Europa-Dinner und vielen weiteren Aktionen für diese Auszeichnung qualifiziert.

Deshalb kamen sie letztes Jahr auf die Idee, zwei Fahnenmasten mit einer Europa- und einer Schullogofahne aufzustellen. Dankenswerterweise hat die Strube-Stiftung diese Anlage komplett finanziert; diese Stiftung unterstützt die Europaaktivitäten der Schule aber weit über diese Maßnahme hinaus.

Karriere

Wenn sich diese, heute in der Heilbronner Stimme vorgestellte, Aktion der, fälschlicher Weise als Querdenker bezeichneten, Nörgler mit Nazi-Allüren weiter herumspricht, dann werden es die Karriere-Netzwerke, wie Linkedin oder Xing künftig ziemlich schwer haben.

Denn dann braucht man nur ein paar Idioten auf einem Platz zu versammeln, diese mit wirrem Geplapper unterhalten und den Auftritt mit einem Hitlergruß beenden. Dazu benötigt man nur ein Mikrofon, denn es muss vor allem sehr laut sein, und eine Kamera, damit man seine Bewerbung möglichst zeitnah im Internet streut.

Wie wir heute in der Heilbronner Stimme weiter lesen können, hat der erste Bewerber damit wieder einen gut dotierten Job gefunden. Und wenn sich zukünftige Bewerber, statt teuren Karrierenetzwerken oder Headhuntern, bessere Rechtsanwälte leisten, dann können die diesbezüglichen „Werbungskosten“ bestimmt unter 3 500 Euro gedrückt werden.

Die einzig wichtige Frage hat die Heilbronner Stimme aber nicht beantwortet. Wer stellt denn so jemanden überhaupt ein? Die Antwort auf diese Frage wäre bestimmt sehr interessant.

Lamellenabscheider

Eine teure aber notwendige Infrastrukturmaßnahme, die uns neben den ca. 7 Millionen Euro Anschaffungskosten jährlich gut 200 000 Euro zusätzlichen Unterhalt kosten wird, der allerdings in den Gesamtaufwand der Unterhaltung des Kanalnetzes eingerechnet und über Gebühren gedeckt werden soll.

Heute konnten wir dazu in der Heilbronner Stimme lesen, dass unsere Kläranlage für bis zu 500 000 Menschen ausgerichtet sei und neben den Abwässern von uns Heilbronnern auch noch die Abwässer der Bürger aus Brackenheim, Cleebronn, Eppingen-Kleingartach, Flein, Leingarten, Massenbachhausen, Nordheim, Schozach, Schwaigern und Talheim mit entsorgt.

Was im Zeitungsartikel nicht erwähnt wurde, sind die immer wieder von dort kommenden Abwässer, die entgegen der Verträge unrechtmäßig eingeleitet werden und nicht nur für weitere Mehrkosten sorgen, sondern uns Heilbronnern auch immer wieder sehr unangenehme Gerüche bescheren.

Durch das neue Staubecken mit Lamellenabscheider können wir bald am Ende des Kanalnetzes für eine Verbesserung des Umweltschutzes und unserer Lebensqualität sorgen, jetzt liegt es an unseren de facto Stadtteilbewohnern, auch am Anfang des Kanalnetzes ihren eigenen Beitrag zu leisten.

Geburtstag des Tages

Diana Krall


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

15.11.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Jugenderinnerungen

Dank der Heilbronner Stimme weiß ich jetzt, wo der Kinderreim „Ist Dir Deine Frau im Wege, mach’s wie Trümpy, greif’ zur Säge.“ eigentlich herkommt. Als ein in den 1960er-Jahren in Heilbronn aufgewachsenes Kind, konnte ich mich sofort wieder an diesen Reim erinnern.

Nur wusste ich bis heute nicht, warum wir Kinder diesen Reim damals so gerne von uns gaben — er gehörte einfach mit zum Heilbronner Repertoire.

Sauberkeit

Wirklich kein neues Thema. Mir fiel es sofort in die Augen, als ich zum Ende meiner Dienstzeit 2014 wieder nach Heilbronn zurückkam. Im Vergleich zu anderen Städten haben wir, was Hygiene und Sauberkeit angeht, eindeutig einen Nachholbedarf. Ich habe dazu bereits mehrere Blog-Beiträge geschrieben und wurde auch schon entsprechend beim Gemeinderat und der Stadtverwaltung vorstellig.

So muss man es wohl als eine erfreuliche Tatsache ansehen, dass sich so langsam auch die dafür Verantwortlichen Gedanken machen.

Übrigens, dass die laufenden Ausgaben u. a. für das Grünflächenamt nach der BUGA um einiges höher sein werden, war allen Bürgern — bei den Verantwortlichen bin ich mir nicht mehr so sicher — vorab bekannt, denn es sind die Unterhaltungskosten, die man immer mit einrechnen muss, wenn man sich etwas leistet.

Herrn Karl-Heinz Kübler (Heilbronner Stimme, 15.11.2021: 30) muss ich allerdings in Folgendem Recht geben, dass „es in erster Linie an der Erziehung liegt“. Aber danach kommen gleich ungenügende Kontrollen und eine mangelhafte Sanktionierung von Fehlverhalten sowie ein allzu großes Nachsehen bei Schmuddelkindern jeglichen Alters seitens unseres Gemeinderats. Dort ist man offensichtlich der Meinung, dass man Großstadt wird, wenn man Betteln, Hausieren, Randalieren und das Zumüllen der Stadt nicht nur zulässt, sondern durch wohlwollendes Wegsehen weiter fördert.

Die Leitungslösungen des Stadtrats schwanken jetzt von „das Problem weiter ignorieren“, über die Erstellung „eines Gesamtkonzeptes“ bis hin zu neuen „Beraterverträgen“ oder einer „weiteren Vergrößerung des öffentlichen Dienstes.“

Besonders den schon etwas länger im Gemeinderat sitzenden Mitbürgern muss man langsam aber sicher attestieren, dass sie nicht zu einer Problemlösung beitragen, sondern schon längst selbst Teil des Problems sind.

Attraktivität

Die tatsächliche Attraktivität einer Stadt oder Gemeinde kann man an ganz bestimmten Kriterien messen; dazu gehören weniger die Überschriften in der Lokalpresse oder die Verlautbarungen aus der Stadtverwaltung. Solch ein verlässliches Kriterium sind die regelmäßigen Wahlen zum Oberbürgermeister.

So ist es inzwischen in Heilbronn schon soweit, dass sich neben dem schon länger bekannten und bisherigen „Versorgungsposteninhaber“ wohl nur noch ein Stadtrat aus der lokalen politischen Schmuddelecke den Wunsch äussert, sich mit dem Amt des Oberbürgermeisters schmücken zu wollen.

Für unsere im Stadtrat vertretenen Parteien übrigens eine Bankrotterklärung und, wenn man davon ausgeht, dass diese weiterhin unsere Verwaltungsspitze — jemand der in der Lage und Willens sein müsste, u. a. gut 3 000 Mitarbeiter zu führen — in Hinterzimmern untereinander ausbaldowern, ein weniger gutes Verständnis von Volksnähe und Demokratie.

Geburtstag des Tages

Claus Schenk von Stauffenberg


62. Bundeskongress

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Beitragsfoto: 62. Bundeskongress | © Bernd Beuermann | EUD

Das Besondere am 64. Bundeskongress der EUROPA-UNION Deutschland war, dass er virtuell stattfand. Fast, um genau zu sein. Denn er wurde von Berlin aus „gehostet“, wobei dort der Generalsekretär, die Bundesgeschäftsstelle, die Sitzungsleitung, ein paar Delegierte aus Berlin und die Mitarbeiter der technischen Unterstützung einer Firma mit anwesend waren.

Der diesjährige Bundeskongress wählte das Präsidium neu, beschloss einen Leitantrag und weitere Anträge, die aus den Landes- und Kreisverbänden sowie aus Bundesarbeitsgruppen kamen. Somit alles, wie bei den vorangegangenen Bundeskongressen auch.

Leider auch die Tatsache, dass unsere Parteipolitiker sehr unschöne „Wahlgepflogenheiten“ in den Bundesverband getragen haben, u. a. gerne Blockwahlen durchführen zu lassen und dies dann mit der sehr unschönen Besonderheit, dass die Delegiertenstimmen nur dann zählen, wenn diese auch eine vorbestimmte Mindestanzahl an Kandidaten wählen. Seit Jahren moniere ich diese Gepflogenheit an; leider wird mein Einwand nur von sehr wenigen auch verstanden.

Dies führte dieses Jahr dazu, dass selbst die drei Positionen der Vize-Präsidenten, mit den schlussendlich drei übrig gebliebenen Kandidaten, en blog zu wählen waren, wobei die Delegiertenstimmen nur wieder dann zählten, wenn jeder Delegierte mindestens zwei der drei Kandidaten auch wählte. Nur folgerichtig gab es dabei keine Möglichkeit, um sich zu enthalten oder gar gegen die drei Kandidaten zu stimmen.

Das wirklich Besondere des diesjährigen Bundeskongresses aber war, dass sich die, seit Jahren allseits bekannten, Präsidentenkritiker erstmals offen gegen die Wahl des Präsidenten stellten — vielleicht auch deshalb, weil sie nicht mehr die Absicht hatten, um für das Präsidium zu kandidieren. Was die Delegierten aber nicht davon abhielt, den Präsidenten erneut zu wählen und dies mit einer stabilen Zweidrittelmehrheit.

Sehr gefreut hat es mich aber, dass bei der Antragsberatung die Anträge aus Baden-Württemberg eine große Mehrheit der Delegierten fanden und auch, dass der Bundeskongress meinem Antrag, sich im Leitantrag eindeutig für den europäischen Bundesstaat zu bekennen, zugestimmt hat.

Auch gefreut hat es mich, dass wir trotz Virtualität erneut sehr gute Diskussionen und einen fruchtbaren Austausch zwischen den Delegierten untereinander hatten.

Jetzt freue ich mich schon auf den 65. Bundeskongress, der 2022 nun in Augsburg stattfinden soll. Für uns Heilbronner — wir hatten uns im Vorfeld ebenfalls zur Ausrichtung angeboten — weniger Arbeit und die Gelegenheit, der schönen Stadt Augsburg wieder einmal einen Besuch abzustatten.

Eine Aufstellung aller bisherigen Bundeskongresse finden Sie gleich hier: Bundeskongresse der EUROPA-UNION

Ein vereintes Europa in einer vereinten Welt.

Motto der Union Europäischer Föderalisten & der EUROPA-UNION (seit 1947)