Feiernde Menschen

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Beitragsfoto: feiernde Menschen | © Shutterstock

Nationalfeiertag

Dieser französische Feiertag, der dem vermeintlichen Sturm auf die Bastille gedenkt und inzwischen traditionell die französischen Siege in der Vergangenheit zum Thema hat, ist auch ein Tag, an dem man sich an das Motto der französischen Revolution erinnern kann: „Liberté, Égalité, Fraternité“.

Da passt es nun auch ganz gut, dass uns die EU-Kommission daran erinnert, wo die tatsächlichen Gefahren der heutigen Zeit liegen, denn jede Demokratie, auch die europäische, stirbt von innen heraus! Justiz, Medien, Korruption: der Rechtsstaat in Ungarn und Polen ist akut in Gefahr! Dies wird nicht ohne gravierende Folgen für den Rest der Europäischen Union bleiben.

Der dritte Jahresbericht der EU-Kommission zur Rechtsstaatlichkeit wurde gestern veröffentlicht und enthält neben einer Gesamteinschätzung einen eigenen Bericht für jeden Mitgliedstaat. Und tatsächlich, die Situation in Ungarn und Polen ist katastrophal; was Ursula von der Leyen nicht davon abhalten wird, ihren „Parteifreunden“ weiterhin EU-Milliarden zuzuschustern.

Den Unionsbürgern fehlt dafür jedes Verständnis, und das ist es wohl auch, was die Verantwortlichen dieser Parteifamilien im Sinn haben, man möchte die EU von innern heraus zerstören und die Nationalstaaten wieder auferstehen lassen — mit oder ohne Demokratie spielt dabei auch keine Rolle mehr.

Gäubahn

Auch diese Teilstrecke der europäischen Verkehrsachse Berlin – Mailand ist immer wieder im Gespräch. Seit Jahren unternehmen die Verantwortlichen wirklich alles, um diese Nord-Südverbindung durch Baden-Württemberg zu kappen. So wurde vor Kurzem von der Berufspolitik signalisiert, dass man die Frankenbahn, der nördliche Teil davon, weiterhin nicht ausbauen will und damit weiter beim Nachkriegsnotbehelf bleibt.

Schlimmer noch trifft es jetzt die Gäubahn, die man ganz bewusst vom Stuttgarter Hauptbahnhof abkoppelt. Damit ist die ehemalige europäische Verkehrsachse Berlin – Mailand endgültig begraben.

Warum sämtliche Regierung in Baden-Württemberg, ob rot, grün, gelb oder schwarz, überhaupt keinen Wert auf einen funktionierenden, tragfähigen und nachhaltigen Schienenverkehr legen entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht hat es aber auch nur ganz banale Gründe, wie z. B. dass die Verantwortlichen entsprechende Baugrundstücke besitzen oder selbst in straßengebundene Transportunternehmen investiert haben.

Vereinsleben

Viele Vereine schwächeln schon seit Jahren und immer mehr davon müssen sich auflösen. Sehr oft liegt es daran, dass sich keine Mitglieder mehr finden, die Verantwortung übernehmen wollen. Für völlig falsch halte ich es dabei, dass man nun verstärkt versucht, Freiwillige mit Geldbeträgen für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, denn damit zerstört man nicht nur die Idee des Ehrenamts, sondern das Vereinsleben an sich.

Dabei birgt doch das Vereinsleben für alle Mitglieder Schätze, die nie und nimmer mit Geld aufzuwiegen sind, und diese Tatsache ist es, die man wieder mehr in den Vordergrund stellen sollte. Und selbst wenn man sich im „falschen“ Verein engagiert und sich dabei von einer Enttäuschung zur anderen hangelt, gewinnt man dabei Erfahrungen, die ebenfalls unersetzlich sind.

Vor Kurzem laß ich in den Tiefen des Internets, dass „das Leben kein Lutschbonbon sei“. Dieser Aussage kann ich nur voll und ganz zustimmen. Und es gibt wohl kein angenehmeres Umfeld als einen Verein, um diese Tatsache für sich selber festzustellen. Auch möchte ich hinzufügen, dass es immer darauf ankommt, was man aus jeder Situation — egal wie verfahren sie auch sein mag — selber macht. Und gerade diese Herausforderungen sind es, die das Vereinsleben für alle mündigen Bürger erst so richtig attraktiv machen.

Das Schöne am Vereinsleben ist zudem, dass man dieses, wenn man überhaupt nicht mehr damit zurecht kommt, für sich ohne gravierende Folgen beenden kann, um dann sein Glück in einem anderen Verein zu suchen. Und auch diese Möglichkeit führt bei manchen Zeitgenossen vielleicht ebenfalls zu einer unbezahlbaren Selbsterkenntnis, nämlich spätestens dann, wenn man feststellt, dass man sich in keinem Verein lange zuhause fühlt.


Hausboote in Holland

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Beitragsfoto: Hausboote in Holland | © Pixabay

Radwege

Liegeradler hat mich heute auf einen Leserbrief von Günter Böhme aus der Heilbronner Stimme aufmerksam gemacht, der allerdings bereits am 5. Juli 2022 dort erschienen ist.

„Radwege genau prüfen
Zum Thema ‚Mehr als 30 Millionen Euro fürs Radwegenetz‘.

Überall spricht man von Bodenversiegelung und Erderwärmung, gleichzeitig plant man bis zu fünf Meter breite Fahrradschnellwege, nur weil es im Moment schick ist, für Radfahrer zu planen und Steuergeld zur Verfügung stehen. Ob diese überhaupt notwendig sind und genutzt werden, spielt dabei anscheinend keine Rolle. Ich bin viel zu Fuß unterwegs und die meisten Radler sieht man nur bei schönem Wetter an den Wochenenden – sonst ist tote Hose. Wir haben viele gut ausgebaute Feldwege, wenn diese vernünftig beschildert sind, können auf diesen, unter gegenseitiger Rücksichtnahme, viele Fahrradfahrer und Fußgänger unterwegs sein, ohne sich gegenseitig zu stören. Aber vielleicht möchten auch einzelne Kommunen als besonders fahrradfreundlich gelten man weist Strecken aus, die noch kaum einen Radler gesehen haben, um mit so und so vielen Kilometern zu prunken. Also vor der Planung erst einmal genau prüfen, ob nicht Alternativen vorhanden sind, bevor unnötig Geld ausgegeben wird.“

Günter Böhme, Heilbronner Stimme (05.07.2022: 28)

Meines Erachtens ist dem nichts Weiteres mehr hinzuzufügen.

Hausboote

Sehr gefreut hat es mich heute in der Heilbronner Stimme (12.07.2022: 23) zu lesen, dass Thomas Aurich offen gegenüber der Idee von Hausbooten am Neckar in Heilbronn ist. Da habe ich jetzt zumindest einen von vierzig Stadträten auf meiner Seite — das ist doch einmal ein guter Anfang.

Und die Stimme-Redaktion erwähnt dabei sogar noch die Vorzüge des Heilbronner Hafens:

„Einer der großen Vorteile des Heilbronner Hafens liegt in der sogenannten trimodalen Anbindung, der Güterumschlag ist hier über drei Wege möglich: Wasser, Straße und Schiene.“

HeilBronner Stimme (12.07.2022: 23)

Liebe Redakteure, wenn Sie das jetzt auch erkannt haben, dann müssten Sie doch nun dafür in einem zweiten Schritt in der Stimme werben, nämlich, dass die Hafenbahn ausgebaut und nicht verkrüppelt wird, und die Straßenanbindungen an den Hafen und das Industriegebiet ebenfalls aus- und nicht zurückgebaut und schon gar nicht zu Fahrradstraßen werden — das wäre nicht nur stringent, sondern auch konsequent.

Verkehrsminister

Wir Heilbronner sind wieder glücklich. Ein Bundesminister war in unserer Stadt; man hat gut gegessen, getrunken und viele Hände geschüttelt. Was möchte man auch mehr? Alle waren sich zudem darin einig, dass man für den Weltfrieden, eine bestmögliche Gesundheit für jeden und eine zeitgemäße Infrastruktur ist.

Uns so steht heute in der Heilbronner Stimme (12.07.2022: 3) zu lesen: „Wissing: Ja zu Schleusen-Verlängerung“. Leider hat sich dabei keiner der Verantwortlichen zumindest einmal darauf festgelegt, in welchem Jahrhundert dies nun der Fall sein soll. Und so bleibt mein heutiges Fazit: Außer Spesen nichts gewesen.

Kleine unschöne Notiz am Rande: beide Verkehrsminister, Bund und Land, haben erneut festgestellt und darauf bestanden, dass sie für die Frankenbahn nicht zuständig sind. So wird diese wohl erst dann ausgebaut, wenn auf der gesamten Welt die Eisenbahnen durch eine ganz neue Technologie ersetzt werden.

Bis dahin tanzen wir Heilbronner Künstliche Intelligenz auf einem entsprechenden Festival — bin einmal gespannt darauf, was Detlef Stern dazu meint.


Bürgerfest im Landtag

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Beitragsfoto: auf dem Bürgerfest im Landtag

Tanzen

Zum Ausklang des gestrigen Tages gönnten sich meine bessere Hälfte und ich noch ein paar Runden beim Übungstanz. Heute gibt es dann noch zwei Tanzkurse, den ersten zur Vorbereitung des Europa-Balls am Samstag, 23. Juli 2022 in der Tanzschule Brenner und den letzten einfach nur zur Entspannung — das Trommeln hatte ich schon einmal versucht und dabei festgestellt, dass ich darin fast so begabt bin wie beim Singen.

Übrigens, meine beim Tanzen erzielten Erfolge bemesse ich längst nicht mehr an der Anzahl der getanzten Figuren, sondern einzig und alleine daran, ob meiner besseren Hälfe und mir der jeweilige Tanz gefallen hat. Und wenn wieder etwas nicht so richtig hinhaut, dann erinnern wir uns daran, dass wir fast vier Jahre lang, beruflich bedingt, mit unseren dänischen Kameraden und ihren Gattinnen die Les Lanciers tanzten und dabei sogar als Tanzpaar zertifiziert wurden. Die Les Lanciers bestehen aus fünf Runden mit jeweils eigenen Tanzschritten: la Dorset, la Victoria, les Moulinets, les Visites und les Lancers.

Bürgerfest

Gestern habe ich fast den gesamten Tag im Landtag verbracht. Anlass war dessen diesjähriges Bürgerfest. Und im Vergleich zu den vergangenen Jahren war dieses Fest ein sehr angenehmes. Nur ein einziges Mal suchte ein Volldepp mit seiner Entourage den Streit aber zog sogleich wieder ab, als ich ihn darüber informierte, dass wir hier nicht im Kindergarten sind — wenn es doch nur immer so einfach wäre.

Und da ich die wichtigen Reden von noch wichtigeren Menschen ausließ, konnte ich so ganz nebenher doch noch so einiges an der normalen Vereinsbürokratie erledigen. Zudem war es dieses Mal sehr bezeichnend, welche Prominenz sich an unserem Stand sehen ließ und welche nicht — deshalb war der Tag vielleicht für alle so entspannend.

Wer noch nie auf dem Bürgerfest des Landtags war oder gar beim Tag der offenen Tür des Europäischen Parlaments in Straßburg, dem empfehle ich, im nächsten Jahr einfach einmal in Stuttgart beim Bürgerfest vorbeizuschauen. Man muss sich ja nicht wie wir Ehrenamtlichen den gesamten Tag dort aufhalten, sondern kann durchaus noch weitere Programmpunkte mit aufnehmen.

Stammtisch

Seit langem trafen sich, vor inzwischen schon wieder zwei Tagen, die Mitglieder des Deutsch-Afrikanischen Vereins zum Stammtisch. Nach einer langen Pandemie bedingten Pause gab es nicht nur viel Neues zu erzählen, sondern es hatten sich durchaus auch sehr viele Veränderungen bei einzelnen Mitgliedern ergeben. Sehr interessant fand ich dabei, dass ein junger begnadeter afrikanischer Trommler die Zeit genutzt hatte und nun auch Tanzkurse anbietet — beides zusammen, so sagt er, eine gute Art, um die, durch die Pandemie verursachten, Spannungen wieder abzubauen oder den diesbezüglichen Bewegungsmangel wieder etwas auszugleichen. Seine Kurse gibt er sowohl im Wertwiesenpark als auch in einer städtischen Einrichtung.

Da ich ihn schon etwas länger kenne, ist dies bestimmt eine sehr interessante Art und Weise, um wieder fit und entspannt zu werden. Wer sich nun dafür interessiert, wendet sich am besten an Sibylle Schmid vom Dt.-Afrikanischen Verein: sibylle_hn@gmx.de