Auszeit

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Beiragsfoto: Auszeit | © Shutterstock

Tanzkurs

Ein entspanntes Wochenende noch mit einem Tanzkurs zu beenden, was möchte man denn mehr? Auf jeden Fall konnte ich heute erneut feststellen, dass es immer noch — vielleicht aber auch wieder — genügend Tanzwillige gibt. Und so hoffe ich nun darauf, dass wir auch für unseren Europa-Ball viele Tanzbegeisterte finden werden.

Jetzt noch einen ersten Blick ins bereits schon etwas ältere Buch von Bernard Lown, welches den vielversprechenden Titel „The Lost Art of Healing – Practicing Compassion in Medicine“ trägt und dann ist es auch bald wieder soweit, dass ich den meseno-Bus in Richtung nördlicher Teil unseres Landkreises lenke.

Rundschreiben

Einen richtig entspannten Sonntag verbringe ich mit dem Schreiben von Rundbriefen. Die Freien Wähler müssten den ihren inzwischen in den Postfächern liegen haben. Darin informiere ich die Heilbronner Mitglieder über die jüngsten Ereignisse und den aktuellen Sachstand unserer Kandidatenlisten. Wie schon erwähnt, 2024 kommt schneller als wir es allesamt gerne hätten. Vor ein paar Tagen informierte mich ein Bekannter, dass demnächst bereits wieder Weihnachten sei und ich konnte nicht umhin, nachzuschauen, ob unsere städtischen Mitarbeiter bereits wieder die Lichterketten aufhängen.

Beim Rundschreiben der EUROPA-UNION wird es noch ein wenig dauern, da die Sitzungen der letzten beiden Tage sehr produktiv und für unseren Verein auch sehr erfolgreich verlaufen sind. Und so kann ich doch so Einiges berichten.

Pause

Gestern Abend ließ ich einfach einmal eine sehr spannende Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages in Straßburg sausen und genoss dafür lieber einen entspannten Abend zuhause.

Und so ist jetzt meine Klausur druckreif und kann in die Vervielfältigung gehen. Dafür habe ich mir einen Termin an der Hochschule organisiert, den ich dann noch mit einem Käffchen zusammen mit Detlef Stern verbinde.

Auch habe ich mich mal so umgeschaut, wer noch von meinen Freunden und Bekannten als Blogger unterwegs ist. Thomas Heiligenmann hat ebenfalls und dies seit 2014 ein eigenes Weblog; allerdings hat er dort offensichtlich eine Art kreative Pause eingelegt. Auf jeden Fall treiben ihn ähnliche Überlegungen wie mich um, denn er hat den einen oder anderen Social Media Account gelöscht. Auch ich, der jüngst wieder mit Konten bei den Sozialen Medien aufwarten kann, überlege mir schon wieder einmal, warum ich diese überhaupt betreibe. Auf jeden Fall, und dies ist meine Erfahrung aus dem An- und Abmelden von Twitter und anderen Medien, ist dies wenig produktiv, ja sogar für künftige Auftritte in den Social Media schädlich. So bekam ich zum Beispiel meine alten Namenskonten nicht mehr zurück und dies mit dem Argument „gelöscht sei gelöscht“, wobei aber Neuanlagen meist daran scheiterten, da „der entsprechende Account bereits vorhanden sei“.

Wie im echten Leben halt auch, On-Off-Beziehungen taugen wenig bis nichts. Wie mir es aber Herbert Burkhardt versicherte, wenn ich schon für ein Amt kandidieren möchte, dann muss ich auch mit Auftritten in den Social Media aufwarten können. Und so wird mir wohl zumindest bis 2024 nichts anderes übrig bleiben als diese Kanäle weiterhin aufrecht zu erhalten.

Aber wieder zurück zu den persönlichen Blogs, jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob Thomas Heiligenmann sein Blog reaktiviert. Wenn ja, dann findet sich dieses demnächst in meiner eigenen Blogroll.

Memento mori

Gerade spielt man noch und schon ist alles vorüber …

Kopflose Statue

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Beitragsfoto: Kopflose Statue | © Couleur auf Pixabay

Käthchen

Tanja Ochs hat mir heute bei der Zeitungslektüre eine kleine Freude bereitet. Ja, das Käthchen hat rein gar nichts mit unserer schönen Stadt zu tun und ja, so ein Aushängeschild ist im 21. Jahrhundert völlig antiquiert.

„Es wäre an der Zeit alte Zöpfe abzuschneiden und das Käthchen sein zu lassen was es ist: eine literarische Figur.“

Tanja Ochs, Heilbronner Stimme (28.1.2023: 29)

Gerne erinnere ich daran, dass wir vor ein paar Jahrhunderten sehr erfolgreich waren, als wir damit anfingen, alte Zöpfe abzuschneiden und sogar den Begriff Tradition neu definierten: „Tradition ist, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.“ — Und nein, das ist kein Strauß-Zitat, sondern eines von Scharnhorst.

Auch erinnere ich sehr gerne daran, dass dies schon einmal hier im Weblog Thema war. Und noch heute bin ich fest davon überzeugt, dass wenn — falls — man weiterhin ein Käthchen haben möchte, dieses zwingend ein LGBT-Käthchen sein muss, mindestens aber ein Oma- oder Opa-Käthchen. Und wer jetzt damit argumentiert, dass diese Käthchen auch „vorzeigbar“ sein müssen, dem erwidere ich, dass sämtliche Käthchen aus meiner Jugend die heutigen immer noch locker ausstechen.

Lassen wir diese Diskussion aber einmal sein und folgen einfach nur der Meinung von Tanja Ochs: schneidet die Zöpfe ab!

Ich lege noch eins drauf und fordere die Digitalisierung des BUGA-Karls und dies mit einer gleichzeitigen Implementierung von künstlicher Intelligenz, was übrigens der Weltraumstadt Heilbronn wesentlich besser stünde und hervorragend zum neuen städtischen Highlight, nämlich des „Innovation Park Artificial Intelligence“ passt.

Erlauben Sie mir aber auch hierbei einen Hinweis und dies an die „Traditionalisten“ hier in der Stadt: IPAI kann man nicht trinken, das macht man mit IPA-Bier. Und das Tätscheln geht mit dem BUGA-Karl bestimmt auch nicht sehr gut.

Nullen

Ist es eigentlich schon anderen Mitbürgern aufgefallen, dass die zehn wichtigsten Politiker Deutschlands, welche gestern im PolitBarometer des ZDF ermittelt wurden, nur noch Nullen sind?

Wenn man sich nun wieder über meine Äußerungen hier im Weblog abgeregt hat, könnte man einmal darüber nachdenken, warum das denn überhaupt so ist. Und nein, es sind nicht wir Bürger, die von der Politik seit Jahren für diese katastrophale Situation verantwortlich gemacht werden.

Dies gelte einzig und alleine dann, wenn man es ausschließlich darauf zurückführt, dass wir diese „Nullen“ wählen.

Wochenende

Der Start ins Wochenende war sehr erfreulich. Zuerst konnte ich in der Dammgrundschule aus einem neuen Kinderbuch vorlesen, welches ich selbst noch nicht kannte, und so bin ich schon jetzt gespannt darauf, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird.

Nach einer kurzen aber sehr produktiven Videokonferenz im Anschluss, gab es dann noch bei meseno Hausaufgabenbetreuung, eine Aufgabe die mehr als dringend nötig ist. Uns so sei mir mein Appell an die Leser hier verziehen, wenn ich auf die Notwendigkeit von weiteren ehrenamtlichen Helfern hinweise, die u. a. in der Hausaufgabenbetreuung viel Gutes leisten könnten.

Und nein, man muss nicht erst einen weiteren Verein oder Klub, der sich dann um Ehrenamtliche kümmert, oder gar wieder eine neue Verwaltungsabteilung im Rathaus gründen. Es reicht völlig aus, wenn sich interessierte und engagierte Bürger bei jenen Vereinen und Stiftungen engagieren, die es schon sehr lange gibt und die vor Ort bereits sehr viel Gutes leisten.

Video zum Wochenende

Jan Böhmermann – „Licht an! Licht an!“

Mädchen

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Beitragsfoto: Mädchen | © Foto von Andrea Piacquadio auf Pexels

Auch das Thema Rückführung wird immer sehr gerne genommen, um möglichst populistisch Klientelpolitik betreiben zu können. Und wer glaubt, dass dies nur Parteien an den beiden extremen Ränder unseres Parteienspektrums machen, der irrt sich ganz gewaltig. Gerade unsere sogenannten Volksparteien sorgen mit diesem Thema für Begeisterungsstürme bei ihren jeweiligen Parteivölkern. Und gerade deswegen wird es auch nie zu einer für alle tragbaren Lösung kommen.

Bei der Rückführung, die gerne auch als Abschiebung oder Rückschiebung bezeichnet wird, handelt es sich um eine Ausweisung von illegalen Einwanderern oder abgelehnten Asylbewerbern.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben unterschiedliche Rückführungsabkommen zu Drittländern. Deutschland hat z. B. Rückführungsabkommen mit Marokko und Algerien oder einigen Balkanländern und erstaunlicherweise auch mit Spanien und Griechenland. Von einem dahinter stehenden Konzept kann man dabei allerdings nicht sprechen, hier werden Abkommen nach Lust und Laune von zufällig gerade einmal verantwortlichen Politikern abgeschlossen, wobei die kurzfristigen Stimmungsschwankungen der eigenen Klientel die Hauptursache sein dürften.

Einige bilaterale Rückführungsabkommen innerhalb der EU fielen durch das Schengener Abkommen und die Regelungen nach der Dublin-Verordnung weg, was vermutlich wiederum zu den Abkommen Deutschlands mit Spanien und Griechenland führte — das ist richtig spannend, denn damit bedient der dafür verantwortliche Politiker gleich beide Flügel seiner Partei, jene, die Schengen und Dublin begrüßen und jene, die dann die Abkommen mit den Mittelmeeranrainern feiern. Berufspolitik von seiner besten Seite: ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts und sich dann die kommenden Jahre für den dabei erzielen Fortschritt feiern lassen!

Und auch die EU hat Rückführungsabkommen, die dort aber Rückübernahmeabkommen heißen, dies klingt einfach viel besser. Diese wurden u. a. mit der Russischen Föderation und der Türkei abgeschlossen und wir alle können uns sehr leicht vorstellen, was diese Abkommen tatsächlich wert sind.

Und damit komme ich auf den eigentlichen Punkt, denn es sind zum aller größten Teil nicht fehlende Gesetze, Abkommen oder Abmachungen, die uns allen die Probleme bereiten, sondern es sind immer die Menschen, die diese Abkommen mit Leben füllen oder gar umsetzen müssen. Ich spreche dabei nicht von der jahrzehntelangen Unfähigkeit unserer Politik, ein tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln oder gar die Ursachen für diese Problematik in Angriff zu nehmen, sondern von der mehr als dilettantischen Umsetzung der bereits und teilweise seit Jahrzehnten bestehenden Abkommen.

Und dies hat bei uns System!

Als Soldat musste ich in den 1990er-Jahren die Abschiebepraktiken, vor allem die der bayerischen Landesregierung auf dem Balkan miterleben. Dort wurden gerade jene abgeschoben, denen man am leichtesten habhaft werden konnte und die sich nicht wehren konnten oder wollten. Ich musste u. a. miterleben, wie dabei ganze Familienexistenzen zerstört wurden — einfach nur für den schnellen Ruhm einzelner Politiker oder wegen faschistoider Gewaltvorstellungen doch so einiger Staatsdiener.

Und auch heute führt die Frage, wer denn eigentlich bei uns abgeschoben wird, immer wieder zu Empörung und Kopfschütteln in der gesamten Bürgerschaft. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass Kriminelle, die kein staatsbürgerliches Anrecht auf Verbleib bei uns haben, besser gestern als heute in ihre Ursprungsländer oder gerne auch in Transitländer abgeschoben werden müssen.

Für alle jene, die sich bei uns produktiv zum Wohle der Gesamtgesellschaft einbringen wollen und können, sehe ich das anders, hier sollte man wirklich alles unternehmen, dass diese Menschen sich so schnell wie möglich bei uns integrieren können. Leider aber schieben unsere „Staatsdiener“ Arbeits- und Leistungswillige einfacher und viel bequemer ab als Kriminelle; die dahinter stehenden Schicksale sind diesen Mitbürgern völlig egal.

Zudem und das muss man wohl so sehen, gibt es auch hier bereits einen eigenen Wirtschaftszweig, der sich gerade um den möglichst langen Verbleib von Menschen, die hier überhaupt nichts zu suchen haben, kümmern und damit die Grundsätze unseres Rechtssystems mit Füßen treten — einzig und alleine wegen des eigenen Vorteils.

Und so werden wir auch zukünftig miterleben, wie nette und produktive Menschen abgeschoben werden und dafür kriminelle Wiederholungstäter so lange bei uns bleiben dürfen, bis sie aufgrund ihres hohen Alters automatisch Bleiberecht erhalten.

Aber so können wir uns auch immer wieder an der einen oder anderen Geschichte erfreuen, die wohl jedem von uns so zu Ohren kommen. Gerade vor Kurzem hat mir ein guter Bekannter von einem Mitarbeiter berichtet, der sehr fleißig und ordentlich bei ihm als Hilfsarbeiter tätig war. Und so war mein guter Bekannter nicht sehr erfreut, als dieser Mitarbeiter sich bei ihm abmeldete, weil er mit einer für ihn lukrativen Rückkehrhilfe des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ausgestattet, in seine Heimat zurückkehrte.

Hocherfreut war mein guter Bekannter, als nach all den Feiertagen der besagte Mitarbeiter wieder bei ihm auf dem Hof stand — gerade zur rechten Zeit, da die Geschäfte gerade gut laufen — und um Einstellung bat. Eine Nachfrage ergab, dass er jetzt nur anders heißt. Unmöglich? Ich glaube kaum, denn auch bei uns sind Namensänderungen inzwischen ohne Weiteres möglich.

Ich habe diese nette Geschichte nicht überprüft, möchte diese aber zum Anlass nehmen und fragen, wer bei dieser Sache etwas falsch gemacht hat; dies ist selbstverständlich nur eine rhetorische Frage, die ich sehr gerne selber beantworte.

Als erstes unsere Politik, die kaum noch in der Lage und willens ist, verständliche, tragbare und vor allem auch wirksame Gesetze zu erlassen und als zweites ein Verwaltungsapparat, dem immer öfters die fachliche und soziale Kompetenz fehlt, um Gesetze, Abmachungen, Regeln oder Vorschriften um- und durchzusetzen.

„Sollte ich den Moment meines Todes bewusst miterleben, werde ich an die Deportation denken. Sie hat mein Leben bestimmt.“

Simone Weil, Interview im Tagesspiegel (22. März 2009)