Blitz

Deutsche Bahn AG 5 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ehemals und richtiger Weise ein Staatsbetrieb, der für den Landtransport auf der Schiene innerhalb Deutschlands zuständig war. Dann hat man diesen kaputtgespart, weil man die Schiene an sich für antiquiert hielt und auch noch heute im Individualverkehr auf der Straße den Schwerpunkt sieht.

Verantwortliche Politik hätte dies verhindern müssen. Und als man dann erkannte, dass es mit dem Trümmerhaufen Bahn nicht mehr so weitergehen kann und dieser eigentlich nur noch zur Versorgung von geistig minderbemittelten Polit-Vettern diente, hat man ihn privatisiert.

Dabei hat man von Anfang an zwei wesentliche Fehler begangen, denn man hat die Polit-Vettern jetzt in die Vorstandsetagen abgeschoben und die Reste der Bahn zur Plünderung (Stichwort: Shareholder Value) freigegeben.

Gut 30 Jahre später ist das Schienennetz, das man besser in staatlicher Hand behalten hätte, einschließlich der weiteren Infrastruktur wie Bahnhöfe ein einziges Trümmerfeld, die DB-Vorstandsetagen einmal ausgenommen. Der Wagenpark eine Zumutung und der weitere Rest nur noch eine Tragödie.

Inzwischen weigern sich funktionierende Bahnen mit der DB zusammenzuarbeiten und müssen indirekt vom deutschen Staat (Stichwort SNCF) gezwungen werden. Die Schweiz hat jüngst die Notbremse gezogen und möchte keine deutschen Züge mehr an ihre Bahnhöfe heranlassen — diese gefährden nämlich die Taktung des Schweizer Schienenverkehrs.

Auch konnten wir vor Kurzem vom zuständigen Staatssekretär Michael Theurer erfahren, dass der Deutschlandtakt — eine europäische Selbstverständlichkeit (!) — frühestens 2070 kommen soll. Damit ist nun festgestellt, dass die Bahn weiterhin nur dazu dient, um ein paar Polit-Vettern (z. B. Ronald Pofalla) zu versorgen und die verbliebenen Reste weiterhin geplündert werden dürfen.

Selbst das ZDF wacht langsam auf … [Website nicht mehr verfügbar]


Franziska Giffey

1.3.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Franziska Giffey | © Björn Eichenauer auf Pixabay 

Foren

Nach einem ausgiebigen Spaziergang konnte ich feststellen, dass meine Foren weiterhin so vor sich hin plätschern. Sehr gefreut habe ich mich, dass Jean Marsia heute auf einen Forums-Post vom August 2022 geantwortet hat. Anders als in den Social Media geht es in den Foren meist unaufgeregter vonstatten, und ich bin weiterhin davon überzeugt, dass diese auch der bessere Weg ist.

Jean Marsia erhofft sich von seinem Post nicht nur Reaktionen der Leser, sondern zusätzlich auch eine Zustimmung der EUROPA-UNION Heilbronn zu seinem dort veröffentlichten Manifest. Und ich bin einmal gespannt darauf, was unsere Mitglieder von diesem Manifest halten und ob es auch Kommentare im Forum dazu geben wird. Wie bereits geschrieben, dies kann dann auch wieder ein paar Monate auf sich warten lassen.

Klima-Kleber

Noch immer wundert es mich, wie die „letzte Generation“ überhaupt auf die Idee kam, sich überall festzukleben. Nun aber glaube ich der Lösung auf der Spur zu sein, denn es kommt immer häufiger vor und wird auch immer offensichtlicher, wie sich unsere Berufspolitiker selbst an ihre Stühle kleben — je lukrativer der Posten, umso stärker der dabei verwandte Klebstoff.

Besonders unsere Wahlverlierer schaffen es weiter im Amt zu bleiben, schlimmstenfalls werden sie nun wie ganz aktuell Franziska Giffey nicht mehr Regierende Bürgermeisterin, sondern nur noch Stellvertreterin — und wir können davon ausgehen, dass sie sich für diesen Makel fürstlich entschädigen lässt.

Schimpfen wir jetzt aber lieber nicht über die Berliner, wir in Baden-Württemberg haben das Kleben inzwischen bei uns zur Staatsräson erklärt, was übrigens darauf schließen lässt, dass wir allesamt nur noch die schlechten Dinge von anderen übernehmen.

Wer jetzt aber gleich wieder über die „große Politik“ schimpfen möchte, der gucke erst einmal in unsere Gemeinden, wo Bürgermeister, ob rechtmäßig gewählt oder auch nicht, zumindest so lange im Amt bleiben (dürfen), bis die kommenden Wahlen wieder anstehen. Und sollte einmal wirklich alles so richtig schiefgehen, dann reklamieren sie einen Burn-out für sich und bleiben ebenfalls im Amt — ohne dabei noch ins Rathaus zu müssen.

Deshalb gucke ich mir zwar die Klima-Kleber weiterhin mit großer Verwunderung an, sehe aber den echten Aufreger eher bei unseren Polit-Klebern. Und es würde mich auch nicht mehr wundern, wenn beide Kleberkreise mit zu den Schnüfflern gehören, was dann doch so einiges erklären könnte.

Rundschreiben

Und schon wieder war es an der Zeit für meine monatlichen Rundschreiben. Das Rundschreiben an die Freien Wähler wird von mir schon etwas länger und wunschgemäß als E-Mail an die Heilbronner Mitglieder verschickt. Darin finden sich fast ausschließlich Vereinsinterna und Veranstaltungshinweise.

Das Rundschreiben der EUROPA-UNION Heilbronn, das meine Leser auch hier finden können, wird zwar ebenfalls in erster Linie für die Vereinsmitglieder geschrieben, dient aber zusätzlich noch zur Information für weitere Interessierte. Dieses Rundschreiben wird mit einer entsprechenden Software verfasst und verteilt. Und im Gegensatz zum Freie Wähler-Rundschreiben, können alle Internet-Nutzer das EUROPA-UNION-Rundschrieben selbst abonnieren und auch wieder abbestellen. Dies ist der große Vorteil einer solchen Newsletter-Software.

Für mich ist es dabei interessant zu erfahren, wie viele Abonnenten das Rundschreiben zur Kenntnis nehmen — ob diese es dann auch lesen, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Über all die Jahre hinweg konnte ich zudem feststellen, dass selbst Rundschreiben auf immer weniger Interesse der Leserschaft stoßen. Und so bleibt mir als Verfasser nur die Gewissheit und Beruhigung, dass die Mitglieder und weitere Interessierte die bereitgestellten Informationen hätten nutzen können. Ob sie es dann auch tun, bleibt jedem selbst überlassen.

„Je weniger funktionellen Sinn mehr die gesellschaftliche Arbeitsteilung hat, um so sturer klammern die Subjekte sich an das, wozu die gesellschaftliche Fatalität sie bestimmt hat. Entfremdung wird zur Nähe, Entmenschlichung zur Humanität, die Auslöschung des Subjekts zu seiner Bestätigung. Die Sozialisierung des Menschen heute verewigt ihre Asozialität, während doch auch der Asoziale nicht sich schmeicheln darf, er wäre ein Mensch.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 288)

Radwegenetz der Stadt Heilbronn

27.2.02023 5 (3)

Beitragsfoto: Radwegenetz der Stadt Heilbronn | © Gerd Hofmann

Anreize

Wie wir bereits zu Wochenanfang erfahren konnten, schaffen unsere beiden Regierungsparteien im Land weitere Anreize für potenzielle Mitglieder und zeigen sogleich, dass es ihnen tatsächlich ernst damit ist. Nicole Hoffmeister-Kraut von der CDU wirbt sehr beeindruckend damit, dass man als CDU Mitglied keine oder nur sehr wenig Grundsteuer zahlen muss und deren Mitglieder auch vor künftigen Erhöhungen gefeit sein werden — zumindest so lange die CDU an der Regierung ist.

Und Cem Özdemir droht gerade der Jugend damit, dieser den Brotkorb noch höher zu hängen, während seine Bundesvorsitzende zeitgleich bildschirmfüllend zeigt, dass Mitglieder der Grünen weiterhin essen dürfen, bis sie platzen. So müssen sich die Grünen zukünftig um einen Zustrom von hungrigen Kindern keine Sorgen mehr machen.

Radwegenetz

Gerd Hofmann hat sich an ein Gespräch mit mir übers Radfahren in Heilbronn erinnert und mir gestern das obige Foto zugeschickt. Seine Aufnahme des Radwegenetzes stammt vom Neckarradweg, wo solche Exemplare wohl mehrfach hängen.

Ich sehe darauf eher einen Plan, wie sich wohl Verantwortliche der Stadt Radwege in Heilbronn so vorstellen. Auf jeden Fall werde ich mich nicht dazu hinreißen lassen und den dort eingetragenen Wegen einmal mit dem Rad folgen. Denn sonst liefe ich Gefahr, dass ich beim Nachfahren plötzlich an irgendeiner Hauswand mit dem Rad zerschelle — solch eine Stelle hat bereits Detlef Stern benannt. Und auch meine bessere Hälfte wundert sich immer wieder, wie Radwege einfach so im Nirwana enden.

Mir fielen gestern wieder die vielen Radfahrer auf, die sich auf den Fußwegen drängelten und mich zum Ausweichen auf die Straße nötigten. Eine solche lebensgefährliche Stelle ist die Karl-Nägele-Brücke, wo man besonders aufpassen muss, dass man nicht von einem Laster erfasst wird, wenn man den Radfahrern aus dem Weg springt.

Dann hatte ich doch noch etwas Mitleid mit unseren Radfahrern, als ich die neue Fahrradstraße, ehemals Titotstraße, betrachtete, wo sich Radfahrer einen Weg durch die vielen Autos zu bahnen versuchten. Aber nur kurz, denn dann konnte ich mir als Fußgänger aussuchen, von wem ich überfahren werden wollte.

Auf jeden Fall aber stellte ich erneut beim Gang zum Pferdemarkt fest, dass der wesentliche Unterschied zwischen uns Heilbronnern und der restlichen Landbevölkerung ist, dass letztere Parkhäuser wie der Teufel das Weihwasser scheuen und lieber so lange durch die Innenstadt kurven, bis entweder der Tank leer ist oder sie verhungert sind.

Wintersemester

Wie schon hier geschrieben, hat mich Detlef Stern nicht nur zum Lesepaten motiviert, sondern es ein paar Jahre später sogar geschafft, dass ich mir selbst wieder etwas beweisen musste. Und nun steht es fest, ich kann es noch, zumindest konnte ich ein paar Studenten dazu motivieren, um zu 80 % eine Klausur zu bestehen, was mich nach den ersten Vorlesungen dann doch selbst und zwar positiv überraschte.

Wer mehr über dieses Semester erfahren möchte, der kann gerne die Retrospektive Wintersemester 2022/3 von Detlef Stern lesen. Mir hat die Betreuung von Detlef Stern gefallen, besonders dabei die Käffchen nach den erfolgten Vorlesungen. Und er hat recht damit, dass man etwas auch nur dann so richtig kann, wenn man es selbst einmal gelehrt hat, und ich füge hinzu, dies auch erfolgreich.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Vergleich zu Detlef Stern im Vorteil war, denn „meine“ Studenten kannten die Materie bereits — zumindest gemäß den in der Hochschule vorhandenen Unterlagen — und viele von ihnen — leider nicht alle — hatten auch erkannt, dass dies wohl ihre (vor)letzte Chance war.

Ein kleiner Nachteil für mich hingegen war, dass die „Überflieger“ bereits bei Detlef Stern erfolgreich waren. Auf jeden Fall war das Semester auch für mich eine kleine Herausforderung und ich war zudem sehr überrascht, wie „zahm“ die Studenten waren. Auch habe ich wieder einmal selbst etwas dazu gelernt, vor allem bei den die Vorlesungen begleitenden Gesprächen und die notwendige eigene Vertiefung in aktuelle Literatur.

Jetzt aber bin ich einmal gespannt darauf, ob ich mein Ergebnis im kommenden Semester halten werden kann, denn sonst sagt noch einer, dass einmal keinmal wäre. Auch hatte ich zum Schluss insgeheim gehofft, dass mehr als 80 % der Klausurteilnehmer diese auch bestehen werden und so muss ich im Sommersemester doch noch etwas nachsteuern. Zusätzlich habe ich mir vorgenommen, „meinen“ neuen und auch ein paar alten Studenten ebenfalls etwas über „Agilität“ im Projektmanagement zu vermitteln und mir dazu die Mitarbeit von Thomas Michl gesichert.