Silence Cover

Silence 5 (5)

Beitragsfoto: Cover Foto | © Sebastian Schaffer

Lieder von Sebastian Schaffer finden meine Leser schon etwas länger auf dem Weblog. Sein jüngster Song hat nun aber dazu geführt, dass ich einen eigenen Blog-Beitrag schreibe.

Das Lied „Silence“ handelt vom Schweigen auf dieser Welt und dem langen Hadern mit sich selbst, so lange, bis man seine eigene Stimme gefunden hat. Der metaphorische Text lässt Platz für Interpretation.

Silence

I heard the sound of scraping strings with angel wings 
Is it worth faking?

And still you think I cherish words 
But this is where you’re mistaken

Shameful guidance through these
Moments of silence 
These delusions savor truth
I’m divided into 
Unbound defiance 

Still my silence comforts you 

I can’t believe I used to sleep so long 
With this devotion 
In tenderness I worshiped it 
Still poisoning my emotion
We famish stalemate
And I can relate 
Still I will embrace 
The sound of the voiceless truth 
You know they’re choiceless too

Shameful guidance through these
Moments of silence 
Sweet delusions savor truth
I’m divided into 

Unbound defiance 
Still my silence comforts you

These words I can’t replace 
The silence I now taste is new (to you)
And every word is weight 
Relishes the bate I threw 
The silence is coming 
The silence is coming 
It’s coming for you 

Shameful guidance through these (my shameful guidance)
Moments of silence 

Sweet delusions savor truth 
(Moments of silence, my silence it gives me guidance)
I’m divided into 
(Oh I’m divided)
Unbound defiance 
Still my silence comforts you
(Moments of silence, my silence, my silence)

Sebastian Schaffer

Nachdem die Melodie des Refrains sich eines Tages in Sebastian Schaffers Kopf verirrte, sang er sie direkt als Sprachmemo auf seinem Mobiltelefon ein. Monatelang unberührt, nahm er sich eines Tages dieser Melodie wieder an und packte eine Synthesizer Fläche darunter. Innerhalb kürzester Zeit entstand der komplette Song und Sebastian vervollständigte das Lied mit Klavier, Schlagzeug, Streichern, Bass und einem Gesangsarrangement. 

Am 18. November 2022 veröffentlichte Sebastian seine erste Single „Poets“, begleitet von einem Musikvideo, welches zum Träumen verführt. Ich habe auch diesen Song auf dem Weblog eingebunden. Sein Lied „Poets“ handelt davon, als Mensch einen Platz in dieser Welt zu finden, und wie wir uns dazu treiben lassen, unzufrieden zu sein, und dies, obwohl wir doch alles haben — ergo, um die ungestillte Sehnsucht nach mehr, was immer dies auch sein mag.

Sebastian Schaffer feierte seine ersten Erfolge als Sänger der Band Dream Casino. Diese spielte Alternative Rock. Als sich die Gruppenmitglieder 2018 entschlossen, unterschiedliche Wege zu gehen, begann Sebastian seine Solokarriere. Dazu baute er sich ein eigenes Studio auf und lernte nach und nach die einzelnen Schritte des Produzierens. Als Multiinstrumentalist (Klavier, Gitarre, Bass, Gesang) schreibt er alle seine Lieder selber und arrangiert die jeweilige Instrumentalisierung sowie das Vokalarrangement. 

Mir gefallen seine bisherigen Lieder und auch seine Coverversionen sehr und deshalb mache ich heute ein wenig Werbung für dieses neue Lied.


Bücherregal

23.3.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Bild von S. Hermann & F. Richter | © Pixabay 

Erstaunlich

Egal in welchem Parlament oder in welcher Regierung bei uns immer wieder kommt es ans Tageslicht, dass unsere Berufspolitiker einfach ihre Taschen nicht voll genug bekommen. Und dabei sind wir seit Jahrzehnten in der glücklichen Lage, um sämtliche Politiker nicht nur mehr als überdurchschnittlich zu entlohnen sondern diesen auch bis zu deren Ableben ein sehr komfortables Leben zu garantieren. Jene Zeiten, in denen Politiker dafür sorgen mussten, dass sie sich selber versorgen können und erst danach ehrenamtlich für unser Land tätig wurden, sind längst Geschichte, wenn dies jemals in der Bundesrepublik überhaupt der Fall war.

Deshalb ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, dass egal auf welche Partei man schaut, dort immer wieder Politiker zu Hause sind, die nicht nur nichts können und machen, sondern die Masse ihrer politischen Tätigkeit damit verbringen, um möglichst viel eigenes Vermögen anzusammeln — man wähnt sich so fast schon in einer Bananenrepublik. Kein Geschäft und keine Verlockung scheint ihnen zu schade zu sein, um nicht schnell noch ein paar Euro mehr zu machen.

Erbärmlich wird es aber dann, wenn unsere Politiker für jedes Freibier Schlange stehen oder sich egal von wem oder für was auch immer einladen lassen. Denn als unsere Vertreter erwecken sie so auf Außenstehende den Eindruck, dass wir allesamt bloße Schmarotzer seien!

Leserschaft

Ein Blogger schreibt bekanntlich in erster Linie für sich selbst, vielleicht ist dies der tatsächlich noch existierende Unterschied zu anderen Autoren, selbst zu den unzähligen Micro-Bloggern auf Twitter und Co.

Das Bloggen ist auch immer wieder einmal Thema in den Gesprächen mit Detlef Stern, der sein Blog noch deutlicher als ich in diese Tradition stellt. Dennoch dürfte es allen Bloggern gemeinsam sein, dass diese sich dann doch darüber freuen, wenn auch andere ihre Beiträge lesen. Wenn nicht, dann wäre es wohl besser, gleich ein persönliches Tagebuch zu schreiben und im Falle, dass dies online geschieht, den Zugang für andere zu sperren, denn sonst muss man sich den Vorwurf des Unterhalts einer Peepshow gefallen lassen.

Ich freue mich auf jeden Fall über jeden Leser und ganz besonders darüber, dass es auch welche gibt, die hier regelmäßig vorbeischauen. Noch besser wäre es, wenn diese dann auch von der Möglichkeit gebrauchen machen, meine Blog-Beiträge per E-Mail zu abonnieren. Diese Möglichkeit findet sich ganz unten auf der Startseite meines Weblogs und ist sehr einfach zu handhaben. Dazu muss man nur seine E-Mail-Adresse angeben und danach auf eine System-Mail antworten. Selbstverständlich kann man dieses kostenfreie Angebot jederzeit wieder mit einem einzigen Klick ablehnen.

Wahlen

Seit meiner ersten Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden der EUROPA-UNION Heilbronn 2007 bestehe ich darauf, dass die Wahl des Kreisvorsitzenden geheim erfolgt. Und immer wieder einmal zeigt es sich, dass manche Mitglieder die Chance nutzen und ihre eigene Unzufriedenheit durch eine Neinstimme oder eine Enthaltung kundtun. Da es sich bei diesem Ehrenamt um eines handelt, welches keine Gewinne — ganz im Gegensatz zu den Ämtern z. B. in Sportvereinen, Gemeinderäten oder Parlamenten — abwirft, sind eigentlich alle froh darüber, dass es überhaupt noch jemanden gibt, der diese Arbeit machen möchte. Deshalb hält sich meine Freude auch jedes Mal in Grenzen, wenn ich mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählt werde.

Schon etwas anders sieht es auf den höheren Ebenen ehrenamtlicher Arbeit aus, denn diese sind aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen mit mehr Prestige versehen und lassen es auch eher zu, dass die Amtsinhaber überhaupt nichts zum Amt beitragen müssen, außer sich mit ihrem neuen Titel in sämtlichen Medien zu schmücken. Aber auch hier gibt es keine Aufwandsentschädigungen und letztendlich sind alle froh darüber, dass sich immer wieder ausreichend Menschen finden lassen, die sich gerne mit Titeln — egal welcher Art — schmücken.

Und sobald der dortige Vorsitzende sicherstellt, dass im Vorstand überhaupt niemand etwas machen muss, kann dieser Vorstand nicht groß genug sein. Irgendwie findet man dann auch immer wieder für jeden Bewerber ein Plätzchen. Und so hat es mich jüngst doch etwas erstaunt, dass ein FDP-Urgestein darauf bestanden hat, dass man den gesamten Vorstand — für alle Kandidaten wurde zuvor ganz überparteilich, aber parteigemäß ein Platz reserviert — geheim wählt. Und auch hier muss ich anerkennen, dass es auch in diesem Fall Sinn macht, geheim zu wählen, denn die Delegierten hätten die Möglichkeit gehabt, den einen oder anderen Ausbläser ein wenig abzustrafen.

Ganz anders sieht es nun aber bei Ehrenämtern aus, die zumindest mit Aufwandsentschädigungen verbunden sind, denn wenn es ums Geld geht, dann hört bekanntlich die Freundschaft auf. Und so freut es mich heute sehr, dass sich die Freien Wähler dazu durchgerungen haben, um künftig bei allen Wahlen von gemeinderätlichen Gremien geheime Abstimmung zu beantragen. Und jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie der OB und die Parteien reagieren werden.

Darüber hinaus bin ich weiterhin der festen Überzeugung, dass sämtliche Ehren- und Wahlämter, die auch nur im Ansatz mit Geldzuwendungen zu tun haben, begrenzt sein müssen. Und hier bietet es sich wirklich an, dass man nur ein einziges Mal ins Amt wiedergewählt werden darf. Nicht nur stellt es sicher, dass immer wieder frischer Wind in die Gremien kommt, sondern es erschwert zudem auch die nur allzu menschlichen Mauscheleien und noch weit Schlimmeres.

Lied zum Tag

Bereits 1988 hatte es Rainhard Fendrich ganz originell und für alle verständlich thematisiert. Und seit diesen Tagen hat die Politik nicht wirklich viel unternommen, um wieder Vertrauen in Politik und Gesellschaft zurückzugewinnen. Korrupt sind immer nur die anderen, bei uns zumeist die Südländer.

Heute durften wir erfahren, dass eine ganz besondere Partei die Maßanzüge und Fußballtickets inzwischen gegen Flugtickets zur Oscarverleihung eingetauscht hat.


Blogger

21.3.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Blogger | © 8212733 auf Pixabay 

Social Media

Ganz aktuell werden wieder einmal sehr viele Säue gleichzeitig durchs Dorf getrieben, es geht dabei u. a. um vermeintliche rassistische oder nicht-gegenderte Sprache und auch schon wieder einmal um die Social Media.

Gerade darf ich sehr viel darüber lesen, wie gefährlich nicht nur Tiktok und WhatsApp sind, sondern auch darüber, dass inzwischen selbst das völlig verstaubte Facebook — eigentlich nur noch für Menschen über 60 von Relevanz — inzwischen gar eine Angelegenheit zwischen unserer Bundesregierung und deren Datenschutzbeauftragten geworden ist. Und seit gestern ist dies sogar zu einem dringenden Thema bei einer meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten geworden.

Nun bin ich tatsächlich versucht, für mich das Beste daraus zu machen und — wieder einmal — die erst jüngst von mir erneut aktivierten Social Media Accounts endgültig zu schließen. Zuletzt hatte mich Herbert Burkhardt dazu motiviert, diese für den kommenden Wahlkampf zu betreiben. Und da ich schon einmal dabei war, habe ich nicht nur Freie Wähler, sondern gleich auch wieder für die EUROPA-UNION Heilbronn ein paar Social Media Konten eröffnet. Und um dies zu können, musste ich auch erneut ein Facebook-Konto einrichten.

Und wieder einmal musste ich feststellen, dass mir außer LinkedIn — welches ich nur nutze, um ggf. mit Kameraden, Kollegen und Bekannten in Verbindung treten zu können — und das ebenfalls etwas verstaubte Twitter alle anderen Social Media Kanäle selbst nur Bauschmerzen bereiten.

Ach, wie gerne würde ich jetzt einfach nur auf die entsprechenden „Konten-löschen“ Knöpfe drücken! Dann aber muss ich daran denken, dass es Menschen gibt, für die ist es weiterhin wichtig, dass man solche Medien bedient. Deshalb, bevor ich schon wieder einmal meinem Bauchgefühl nachgebe, die Frage an meine Leser: Was können Sie mir mit gutem Gewissen raten?

Nachtrag (22.3.2023)

Nachdem sich kaum jemand wirklich interessiert hat, konnte ich meine entsprechenden Konten heute ohne größere Bedenken löschen. Wer sich weiterhin mit mir über Social Media unterhalten möchte, der kann dies gerne über Twitter und LinkedIn versuchen.

Blogger

Ich bin ein Blogger und obwohl ich immer wieder auch Aus- und Weiterbildungen im Journalismus hatte und regelmäßig journalistische Beiträge für Zeitungen schreibe, kein Journalist. Journalismus und Bloggen sind zwei grundverschiedene Tätigkeiten, die auch ganz andere Ziele verfolgen.

Über Journalisten, Zeitungen und Zeitschriften habe ich bereits eigene Beiträge geschrieben. Mein Weblog hier soll möglichst als gutes Beispiel fürs Bloggen dienen. Blogger schreiben zumeist in der Ich-Perspektive und halten sich nicht mit ihrer persönlichen Meinung zurück.

Und wenn ich schon dabei bin, dann lasse ich auch noch einmal Adorno zu Wort kommen; dieser hat m. W. zwar nichts über Blogger geschrieben, aber seine ganz persönliche Meinung über Journalisten kundgetan, die in der folgenden Aussage gipfelt.

„Die ‚Gesinnungslosigkeit‘ der Journalisten, die Prostitution ihrer Erlebnisse und Überzeugungen ist nur als Gipfelpunkt der kapitalistischen Verdinglichung begreifbar.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 263)

Nachtrag

Peter Schulze hat mich auf einen Beitrag von Jürgen Zietlow vom Oktober 2019 aufmerksam gemacht, der sich in medien.de die Frage stellte: Was unterscheidet Blogger, Influencer, Journalisten, Redakteure und Autoren?

Herausforderung

Manche Studenten möchten gerne „klassische“ Vorlesungen besuchen, weil sie dort angeblich dem Dozenten besser folgen können. Als Dozent habe ich nichts gegen solche Vorlesungen einzuwenden, gebe dabei aber zu bedenken, dass es dort in erster Linie darum geht, was der Dozent während solch einer Vorlesung von sich gibt — nämlich seine Interpretation der thematisierten Lektüre. Und danach darum, was sich während dieser Vorlesungen im gegenseitigen Austausch über das Thema ergibt. Hierbei handelt es sich nämlich gerade nicht um ein Vorlesen wie ehemals aus Kinderbüchern zu Kindergarten- und Grundschulzeiten.

Sehr sportlich ist es als Student, wenn man solche „klassischen“ Lehrveranstaltungen bucht und sich dann damit zufriedengibt, dass man in etwa weiß, welche Literatur den Vorlesungen zugrunde liegt. Noch sportlicher, wenn man in Folge davon keine einzige Vorlesung selbst besucht. Ein klein wenig bewundernswert, wenn man dann als Student die entsprechende Klausur auch noch erfolgreich schreibt — manche könnte dabei aber zu der Auffassung gelangen, dass dies schon ein wenig etwas von einem Hasardeur hat.

Völlig schräg ist es dann aber schon, wenn man sich selbst zu solchem Handeln entschlossen hat und bereits zu Beginn der Klausur feststellen muss, mit den Fragen des Dozenten wenig bis gar nichts anfangen zu können, und dann darauf besteht, dass der Dozent die falschen Fragen stellen würde.

Deshalb mein Ratschlag, einfach gebuchte Vorlesungen auch besuchen, besser noch, sich vorab, während und nach der Vorlesung mit dem dort präsentierten Thema zu beschäftigen.

Ich behaupte, dass bis auf die besagten 5 %, sämtliche Teilnehmer solche Lehrveranstaltungen erfolgreich absolvieren können. Mein Tipp dabei: lesen, zuhören, nachdenken, fragen, zuhören, lesen usw. und sofort.